Verlängerung der Empfängerantenne

Hallo Zusammen,

ich würde gerne im Grosssegler die Empfängerantenne durch den Rumpf nach hinten verlegen und dann im Seitenleitwerk nach oben führen. Dadurch würde man aus der Modellebene herauskommen und hätte sozusagen eine verdeckte Stabantenne.

Jetzt ist aber bei den üblichen Seglergrößen die Empfängerantenne zu kurz.

Heute habe ich bei einem Sharon gesehen das die Empfängerantenne einfach um ca. 50 cm verlängert wurde. Laut Aussage des Besitzers hat sich die Reichweite bei eigeschobener Antenne dadurch deutlich erhöht. Auch soll bei den von uns verwendeten Frequenzen die optimale Antennen Länge bei ca. 2,8 m liegen und wird im Empfänger elektronisch auf einen Meter verkürzt. Durch einfaches Nachjustieren im Werk soll es problemlos möglich sein den Empfänger auf längere Antennen abzustimmen.

Stimmt das alles ????

Was meinen die Profis dazu ???

Grüße Heiko
 
Ich bin zwar kein Profi, weiss aber (nicht nur aus Erfahrung!) dass bei der Technik der Modellempfänger die Antennenlänge unkritisch ist.
Lieber länger als kürzer.
Die Antenne liefert gewissermassen die Energie, hat mit dem Eingangsschwingkreis sehr wenig bis nichts zu tun.
Alle meine Grossegler haben die Anlenkung (Stahldraht) als Antenne.
Mein Vorschlag: baue den Empfänger so ein wie Du denkst und mache einen sorgfältigen Reichweitentest.
Gruss Jürgen

[ 27. Juni 2002, 17:17: Beitrag editiert von: Jürgen N. ]
 
Die Antennenlänge - egal ob Empfänger oder Sender - ist immer auf den jeweiligen Sender oder Empfänger genau abgestimmt. Daher bitte NIE die Länge der Antenne ändern! Wenn Du zum Beispiel eine Stabantenne einbaust, so muss die Länge der Empfangsantenne MIT der Stabantenne genau der Länge entsprechen, die die Empfangsantenne vorher auch hatte (hier ist bei einer Wendel auch diese zu beachten)!
Also bitte nix abschnippeln oder anfügen!
 

Walker

User
Hi,

soweit ich weiß, ist eine Verlängerung unkritisch, da es bei den im Modellbau üblichen Empfängern, um eine sogenannte "lose Ankopplung" der Antenne handelt.
Demnach müßte eine Verlängerung, wie schon oben von Jürgen geschrieben, auch eine Vergrößerung der Reichweite zur Folge haben.
Ich selbst habs noch nicht versucht und würde in jedem Fall einen Praxistest (Reichweitentest) vorschlagen.
Was sagen unsere HF-Spezialisten dazu ??

Tschau
Walker
 
Na, dann macht mal, ist ja nicht mein Modell :rolleyes: und wie der Name schon sagt: ich weis nix :D

Achja, bei 35 Mhz ist die Länge immer so zwischen 90 und 100 cm.

[ 27. Juni 2002, 19:00: Beitrag editiert von: IchWeisNix ]
 
Lieber IchWeisNix,
falsche Überlieferungen oder Behauptungen werden nicht dadurch richtig, indem man sie immer wieder wiederholt.
Die Senderantenne ist sehr wohl auf den Ausgangskreis abgestimmt.
Der Empfänger arbeitet aber (naturgemäss) anders.
Ich möchte niemandem den Spass verderben und Empfängerantennen millimetergenau einzuhalten.
Nützts nichts so schadet es auch nicht.
Übrigens sind Graupner E-Antennen meist 1.10 m lang.
Gruss Jürgen
 
Bitte keine Spitzfindigkeiten, bleibt sachlich !

Zuerst einmal danke für Eure Antworten. Ich war in der Zwischenzeit auch nicht untätig und hab beim Graupner Service angerufen.

Dort wurde mir gesagt das eine Verlängerung der Empfängerantenne unkritisch ist solange es sich um vielfache der ursprünglichen Antennenlänge handelt. Wenn die original Antenne also 1,00 m lang ist kann man eine 2,00 oder 3,00.... usw. Antenne verwenden bei theoretischer Vergrößerung der Reichweite. Muß ich gleich mal mit einer 2 m Antenne ausprobieren.

Kann ein HF Experte dazu nochmals etwas beitragen ??

Grüße Heiko
 
Wollt' ja nicht spitzfindig sein, sorry wenn das so rüberkam. Wollt' ja nur wissen, wo ich mich wiederholt habe :rolleyes:
Gib mal Rückmeldung, wie das mit dem Verlängern geklappt hat :)
 

X-Wing

User
nö, anscheinend haben die herren keine Lust dazu...
 

Ulrich Horn

Moderator
Teammitglied
Moin,

falls es jemand genau wissen will: Rothammel: Antennenbuch (an die 30 Auflagen). Der absolute Klassiker.

Abschnitt: Empfangsantennen.
Die lambda/4 ist ein echter Klassiker. Ihre Länge liegt bei 35 MHz bei gut 2m. Habe ich an noch keinem Empfänger gesehen. Die l/8 mit nur ca 1 m schon oft, aber das ist eine kurze Langdrahtantenne.

Wer glaubt, dass für den Empfang kurze Strippen 'besonders mit dem Empfänger abgestimmt sind', der glaubt auch an den Räuber Hotzenplotz.
Jede Abwinklung der Strippe wäre dann nämlich verboten.

Fakt ist, dass die Empfängerfeldstärke mit der virtuellen Länge der Antenne im Senderfeld zunimmt. Tatsächlich erreicht sie schöne Werte, wenn die virtuelle Länge nun mal gerade lambda/4 oder vielfache davon im Senderfeld erreicht, aber wer will diese Fluglage dauerhaft halten?

Selbstverständlich kann die Empfängerantenne (wir reden von 27-40MHz) verlängert werden. Die Verlängerung wird im Schnitt bessere Empfangsverhältnisse liefern.

Grüße, Ulrich Horn
 
Hallo Tibos,

vielen Dank für die Erklärung! :)

Ich geh jetzt mal 'ne neue Alarmanlage kaufen, falls mich heut' nach der Räuber Hotzenplotz überfallen will :D
 

bie

Vereinsmitglied
Ähh, und jetzt noch mal für die ganz Doofen unter uns (also mich):

Darf ich die Empfängerantenne jetzt beliebig verlängern oder nur um ein gerades Vielfaches?

Andy
 
Hallo,

frisch vom Feldversuch zurück. Ich habe gestern meine ASH26 von MPX fertiggestellt. Reichweitentest mit original MPX Empfängerantenne ca. 80 Meter. Danach habe ich den Test gemacht und die Antenne verlängert. Diese durch den Rumpf und im Seitenleitwerk nach oben gezogen. Resultat Reichweite deutlich über 100 Meter. Den Rumpf habe ich dabei in alle erdenklichen Lagen gedreht.

Matthias
 

Walker

User
Hi,

und wenn du uns jetzt noch verrätst, um wieviel cm du die Antenne verlängert hast, könne wir damit auch etwas anfangen. ;)

Tschau
Walker
 
Hallo Texas Ranger,

ich habe die Antenne um ca. 100 cm verlängert. Ich habe aber den Eindruck, dass dies irrelevant ist.

Matthias
 

FlyHein

Vereinsmitglied
Hallo @all

Tenor dieser Diskussion scheint zu sein: ein vielfaches der Ursprungsantennenlänge schadet nicht und erhöht die Reichweite mehr oder weniger.
Ich denke, daß damit auch die Reichweite für Störungen steigt, soll heißen, Störsignale die uns bisher nicht geärgert haben können nun zum Problem werden. Vielleicht steigen PCM-Empfänger früher oder häufiger aus?
Auch die modellspezifischen Probleme wie das führen der Antenne über Akkus, in wie auch immer abgeschirmten Rümpfen, in gerader Linie, Einbau des Empfängers hinter dem feuernden Motor (elektrisch oder magnetgezündet), parallel zu Fesselfluglitzen, Federstählen etc. werden durch eine Veränderung der Antennenlänge nicht beseitigt.
Habt ihr mal über den versicherungstechnischen Teil nachgedacht? Solange nichts geschieht ist alles in Butter erst beim ersten ernsthaften Crash wirds dann lustig, denn die Empfangsanlage entspricht dann nicht mehr der Zulassung!
 

Gast_102

User gesperrt
Argh ...
Versicherung :) wie sind dann die versichert welche eine Stabantenne an Ihrem modell angebracht haben ...
Entweder sind die Virtuell angekoppelt oder die Betreiber nur noch virtuell versichert...
 
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