Verlängerung Empfängerantenne

In meinem nächsten Jet soll die Antenne weg von der Kabinenhaube und am Heck untergebracht werden.

Der Empfänger muss wegen Stromversorgung vorne bleiben.

Idee: Verlängerung der Antenne mit einem abgeschirmten Kabel (da an Turbine vorbei) bis zum Austritt aus dem Rumpf. Hat da jemand Erfahrungen mit gemacht und wo schließe ich die Abschirmung an?

Andreas
 
Hi Andreas,

in besagtem Thread ist zwar manches besprochen, nicht aber das Thema abgeschirmtes Kabel.

Ein abgeschirmtes Kabel ist nicht unbedingt ein Koaxialkabel, das nach außen weitgehend dicht ist (darauf kommt es Dir ja vor allem an). Dies setzt nämlich voraus, daß der Wellenwiderstand definiert ist und zum Kabeltyp paßt. Das kann aber bei unseren Empfangsantennen nicht der Fall sein, da sie immer deutlich verkürzt sind und somit sehr hochohmig sind. Koaxkabel hingegen haben Impedanzen von 50-~150 Ohm.

Wenn Du das Kabel nahe dem Empfänger abschirmst, ohne jede Impedanzanpassung, baust Du einen Kondensator (Innenleiter zu Außenleiter) und der hat 2 negative Eigenschaften:

1. Das Nutzsignal wird bedämpft, da kapazitiv zum Außenleiter abgeleitet
2. Störungen, die auf die Abschirmung einwirken (z.B. von der Turbine) werden kapazitiv in die Antennenleitung eingekoppelt.

Beides ist absolut unerwünscht. Je nachdem, wo der Außenleiter "geerdet" wird, wird einer der beiden Effekte eher noch verstärkt. Den Außenleiter offen zu lassen, wäre die zweitbeste Lösung, dann macht er zumindest keinen Ärger :D

Ich habe zwar keine Ahnung von Turbinenfliegern, aber als Erde die größte Metallmasse der Kiste anzunehmen und dort die Abschirmung anzuschließen, wäre mit Sicherheit fatal, wenn von genau dieser Masse die Störungen herrühren.

Meines Erachtens sieht das Optimum so aus: Antenne so weit wie möglich an den Störquellen vorbeiführen und Antenne so weit verlängern, wie es das Modell erlaubt, ein Knick ins Seitenruder bringt nochmal etliches. Dann kann der hintere Teil richtig viel Nutzsignal einfangen und die Störeinkopplungen werden relativ zum Empfangssignal schwächer.

Wenn der Reichweitentest dennoch Probleme zeigt, muß die Antenne im Bereich der Störquelle anders verlegt werden. 90 Grad können Wunder bewirken (z.B. seitlich statt vertikal am Übeltäter vorbei).

Vielleicht wäre es aber doch die besser Idee, den Empfänger auch nach hinten zu verlegen? Dort ists HF-technisch ruhiger und die Strom- und Servokabel nehmen es ja nicht gleich krumm wenn sie etwas länger sind.

Gruß, Gunter
 

Arno Wetzel

Moderator
Teammitglied
Hallo Andreas!

Hier wurde das Thema schon einmal ausführlich diskutiert. Vielleicht ist ja was passendes für dich dabei. ;)
 
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