Verlöten von A123 Akkus

Hallo Ihr Lötexperten,
bin gerade dabei die Zellen zu verlöten. Inline klappt ganz gut aber das verlöten der Balanceranschlüsse klappt nicht am Alumantel. Wie führt Ihr das aus, welches Lot verwendet Ihr, welche Lötkolbengröße setzt Ihr ein, welche Tipps habt Ihr für mich.

Gruß Michael
 

Julez

User
Die Pole sind oben und unten dünn vernickelt, so dass auch normales Lot haftet. Das ist dann wohl am Becher nicht so. In diesem Falle kommst du wohl nur mit Alulot weiter. Ich nehm immer nen 100W Lötkolben, der per Steckdosendimmer etwas gedrosselt wird. Und ne fette Lötspitze.
 
Hallo Michael,

es gibt bei Conrad Aluwelt damit geht auch das löten auf dem Alubecher, ab er vorsicht! Ich benutze immer einen 150 Watt Lötkolben um wirklich nur sehr kurz auf den Fepos zu bruzzeln. Wenns bei dir geht nutze die Zellenverbinder der Fepos. Bei mir hat sich das bisher nicht als Nachteil herausgestellt, denn je weniger du auf den Fepos rumbruzzelst um so mehr werden sie geschont.
Am besten ist es jedoch die Einzelzellenabgriffe gleich mit an den Stirnseiten anzulöten, so mache ich das jetzt immer. Ein dünne Leitung kann hierbei gut durch einen Schlitz im Pappmantel mit anschließender Isolierung durch Kaptonband geführt werden. Zur not gehts auch ganz ohne extra Durchführung. Einfach zwischenlegen und gut.

Mir scheint es als mögen die Fepos das Löten auf dem Becher nicht besonders. Hier haben sie ja auch ihre Sollbruchstelle für Überdruck.
Zwei meiner selbstverlöteten Zellen haben scheinbar durchs Löten auf dem Becher schaden genommen. Seitdem mache ich das nicht mehr.

Grüße, Bernd
 
Ich hab' an meinen keine Balancerkabel dran. Durch den Schrumpfschlauch piekse ich einfach mit ganz feinen Meßspitzen hindruch und messe so die Spannung der einzelnen Zellen und gleiche diese so auch an.
Müßte ich mal wieder machen, ist schon wieder 20 Zyklen her :D
Einen 4s1p-FePO-Pack kann man unter 300g hinbekommen. Meine beiden letzten inline-Packs wiegen 296g mit Kabel und Deans-Ultra-Buchse.

Gruß
Heiko
 

FamZim

User
Hi

Kann man die Balanzerkabel nicht einfach auf dem Becher mit Tesa Fixieren und dann mit einschrumpfen??
Da müsste doch für kleine Ströme reichen!

Gruß Aloys.
 
FamZim schrieb:
Kann man die Balanzerkabel nicht einfach auf dem Becher mit Tesa Fixieren und dann mit einschrumpfen??
Da müsste doch für kleine Ströme reichen!.
Hallo,

die Übergangswiderstände dürften sich dadurch stark erhöhen und Meßgeräte und Lader gut durcheinander bringen.

Meine 4 Zeller wiegen mit Pappmantel den ich nicht entfernen würde, genormten 8-Pol Stecker für die Einzelzellenabgriffe und 4mm Goldkontaktstecker an 4er Siliconkabel, sowie 3 Original Zellenverbinder ehrliche 310 Gramm. Das ist mir die sichere Verpackung der Fepos wert. 3-5% am Gewicht zu sparen halte ich da für kleinlich. Wer Gewichtswettbewerbe in Bezug auf die Kapazität gewinnen will muß halt Lipos in der Tüte kaufen.

Der Pappmantel ist ein nicht zu verachtender Schutzmantel der dünnen Aluhaut. Ein starker Frontalcrash hat das bewiesen. Von 24 Zellen sind mir dabei nur 2 Kaputt gegangen!

Grüße, Bernd
 
Bernd E. schrieb:
Ein starker Frontalcrash ...
Das ist nicht unbedingt das, was mir vorschwebt :D
Verstehe aber Deinen Einwand. Ich fliege die FePOs noch in einem kleinen Hubi und da passen sie ohne den Pappmantel etwas besser rein. Auf die 10-15g kommt es dabei nicht an, stimmt schon...
Wenn ich überlege, in wievielen Fliegern ich bereits Blei drin habe, um mit den FePOs fliegen zu können.....

Grüße
Heiko
 
Bei meinem 4s1p Pack stand folgendes bei: "Die Zellen werden mit dünnem Schrumpfschlauch geliefert und nicht mit der aus Preisgründen sonst verwendeten thermisch nachteiligen Papphülse!"

Er wiegt mit 10cm Hochstromkabel (2,5mm² inkl. MPX V-Buchse) und 10cm Balancerkabel 308 Gramm.


Was ist denn eurer Meinung nach die beste Verbindung zwischen den Zellen?

Eine Löt- oder Schweißverbindung?
 
piotre225 schrieb:
Bei meinem 4s1p Pack stand folgendes bei: "Die Zellen werden mit dünnem Schrumpfschlauch geliefert und nicht mit der aus Preisgründen sonst verwendeten thermisch nachteiligen Papphülse!"
Finde ich thermisch nicht von Nachteil. Zum einen sind die bei mir selbst bei ständig 50 Ampere noch nie zu heiß geworden und zum anderen kühlen die Zellen während des Ladens nicht so stark ab. Gerade im Frühling, Herbst, Winter bleiben die Zellen so in einem guten handwarmen Bereich, indem sie sowohl beim Laden als auch im Flug die beste Performance haben.

Was ist denn eurer Meinung nach die beste Verbindung zwischen den Zellen?

Eine Löt- oder Schweißverbindung?
Die Original Zellenverbinder!

Heiko Mannertz schrieb:
Das ist nicht unbedingt das, was mir vorschwebt :D
Verstehe aber Deinen Einwand. Ich fliege die FePOs noch in einem kleinen Hubi und da passen sie ohne den Pappmantel etwas besser rein. Auf die 10-15g kommt es dabei nicht an, stimmt schon...
Wenn ich überlege, in wievielen Fliegern ich bereits Blei drin habe, um mit den FePOs fliegen zu können.....
Wobei der Pappmantel keine 10 Gramm wiegt! Schätze so maximal 5 Gramm.

Grüße, Bernd
 
Bernd E. schrieb:
Zitat:
Was ist denn eurer Meinung nach die beste Verbindung zwischen den Zellen?

Eine Löt- oder Schweißverbindung?
Die Original Zellenverbinder!
Das hilft mir so direkt nicht weiter, da ich die originalen Zellenverbinder nicht kenne...

Und die Frage ist ja dann wie diese Zellenverbinder mit dem Akku verbunden sind...gelötet, oder verschweißt?
 
Hallo Piotre,

wenn von Haus aus die Original Verbinder dran sind wie z.B. bei Zellen aus den Dewaltpacks, sind diese mit 4 Schweißpunkten je Pol verbunden. Das reicht gut, auch für hohe Ströme. Bei guten 50 Ampere sind die Übergänge bei mir bisher nicht warm geworden.

Wenn eine Firma mit 4 oder sogar 6 Punkten verschweißen kann, ist das sicher nicht verkehrt. Da ich aber nicht bei denen in der Qualitätskontrolle sitze, kann ich die genauen Auswirkungen auf die übrige Zelle nicht einschätzen.

Löten geht auch. Nur muß man das auch beherrschen. Langes rumbruzzeln ist sicher nicht gut. Von daher denke ich ein Lötkolben mit 150 Watt sehr kurz eingesetzt hat in etwa gleiche Auswirkungen wie das verschweißen.

Bei beiden Verbindungsarten kann die Zelle geschädigt werden. Muß aber nicht!

Von daher kauf sie vom Konfektionierer wenns dir sicherer erscheint und bezahl mehr, dann kannst du im Schadenfalle umtauschen.

Grüße, Bernd
 
Bernd E. schrieb:
Von daher kauf sie vom Konfektionierer wenns dir sicherer erscheint und bezahl mehr, dann kannst du im Schadenfalle umtauschen.

Genau das habe ich auch vor, nur gibt es ja nicht nur einen Konfektionierer...

Aber es wird wohl schwer zu ermitteln sein, wer die Zellen am besten konfektioniert...


Danke für deine Erklärungen
 
Hallo!
Ordentlich gelötet müsste doch eigentlich besser sein. Die angeschweißten Zellenverbinder sind doch nur aus dünnem Blech, welches schlechter leitet als versilberte Kupferzellenverbinder. Natürlich ordentliche Verbinder und gutes Löten vorausgesetzt...

MfG
Holger
 
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