Versuchsaufbau : BEC unter Last

Chris.

User
Hallo,

Hätte mal eine Frage da ich mir nicht sicher bin ob mein BEC-Test als nachvollziehbar anzusehen ist.
Habe ein lineares BEC das konstant 5,8V liefert und mit einem 2S Lipo betrieben wird.
Dieses hab ich an einen Empfänger angeschlossen und an diesen ein gewöhnliches Standart-Servo (Graupner C4041) angeschlossen.
Bei dem betätigen des Servos über den Sender bricht die Spannung vom BEC kein bisschen ein sondern bleibt bei 5,8V
Habe dann einen 1,7 Ohm Widerstand in eines der Stromkabel zwischengelötet um damit eine Stromlast von 3,4 Ah zu erzeugen.
Nun bricht die Spannung vom BEC hinter dem Widerstand bei betätigen des Servos bis auf 5,2 V ein (gemssen mit Oszi und Multimeter).
Kann man diesen Versuch als Test unter realen Bedingungen verstehen oder hab ich das falsch verstanden ?



Grüße Chris
 
Nein, leider nicht ;), Chris - wenn ich Dich richtig verstanden habe?!

Du hast den Widerstand in "ein Stromkabel dazwischen gelötet", was bedeutet, dass der Widerstand zu der bisherigen Last, dem Servo, in Reihe geschaltet ist.
Eine Laststromerhöhung erreichst Du aber nur mit einer Parallelschaltung von Servo und Widerstand - aber Achtung:

Ich habe gerade gestern ein "5A/7,5A" SBEC mit etwa 2,5 A getestet und nach wenigen Minuten ist der Schrumpfschlauch auf Grund der Verlustwärme gerissen. Das SBEC war nicht defekt, aber es ist mit entsprechender Vorsicht zu genießen. Die gleiche Type fliege ich in einem "6-Servo(digital)+Vario"-Modell ohne Probleme. Ein 2 A DAUERtest ist normalerweise weit übertrieben - aber ich wollte es wissen ;-)
Reisenauer bietet ein SBEC an, das er laut Aussage Stück für Stück mit 6 A über 3 min testet - aber er hat bisher nicht geschrieben, wie heiß es dabei wird ... ;)

Was Du tatsächlich gemessen hast ist die (momentane Spitzen-)Stromaufnahme des Servos, denn der Servostrom fließt jetzt durch den Widerstand und erzeugt dort einen Spannungsabfall von 5,8 - 5,2 = 0,6 Volt. Nach dem Ohm`schen Gesetz errechnet sich der Strom dann aus R*I = 1,7Ohm*0,6V = 1,02 A - was, je nach Servo, als "peak" durchaus plausibel ist.

Gruß
Herbert
 

Chris.

User
Hallo Herbert,

Vielen Dank für die ausfürhliche Erklärung- wie gesagt versuche gerade das ganze ein bisschen auf die Reihe zu bekommen :)
Habe mir aus diesem Grund mal diese Seite durchgelesen http://www.dieelektronikerseite.de/Lections/Der Widerstand - Hindernis des Stromes.htm und verstehe jetzt was du mit dem Paralellschalten meinst.Die Last kann nur so dazuaddiert wenn wenn der Widerstand parallel ist.Werde das ganze nochmal umlöten.Möchte damit mal meine ganzen BECs (getaktete von Hubschraubern,Fliegern,BECs der Regler ect.) bei Last testen um mal klipp und klar sagen zu können welcher Hersteller hält was er verspricht.
Dazu muss das aber erstmal nachvollziehbar sein und darf nichts grillen deswegen test ichs erstmal an dem linearen BEC das mir nicht so wichtig ist.
Interessant ist auch der Vergleich zwischen linear und getaktet.

Grüße Chris
 

Chris.

User
Auch keine schlechte Idee.Gibts da keine Risiken ?
Normalerweise gibts ja sowas wie eine Stromsenke .
Es gab hier mal den Bericht von Gerd G. dort wurde eine Hochleistungsenke gezeigt.
Das wäre natürlich optimal - muss man sich aber erstmal anschaffen.




Grüße Chris
 

Chris.

User
Hmm...komm da nicht weiter.Wenn ich den Widerstand parallel dranhänge gibt er sofort eine Rauchfahne von sich.Kanns sein dass die Dinger auch nen entsprechenden Watt-Wert haben ? Spannung * Strom wären in dem Fall 19,78 W die dann in Wärme losgehen.Wo gibts denn 20W Widerstände mit 1,7 Ohm :confused:
Müffelt ein bisschen..


Grüße Chris
 

Chris.

User
Jop,50W solltens tun für den Zweck.
Der Widerstand steigt ja wieder mit der Erhitzung.Blöderweise gibts solche Widerstände auch nicht in alten e-Geräten da sie wirtschaftlich gesehen absolut sinnfrei wären.Muss wohl doch sowas her.



Gruß Chris
 

Chris.

User
Glaub ich versuche mal den Vorschlag von Julian.
6,- + Vers. sind viel für ein paar Versuche und ich müsste gleich mit 5A - Laststrom anfangen.




Gruß Chris
 

FamZim

User
Moin

Du kanst eine Steropurschneide als regelbaren Widerstand benutzen, wenn mit einer Metallkroko-Klemme am Schneidedrat die Rückleitung gemacht wird.
Die sollte das können.
Strom messen nicht vergessen ;) .

Gruß Aloys.
 

Chris.

User
Ah,du meinst nen Styroporschneider.:) Kenn ich - leider hab ich keinen ,mache aber auch keine Wärmedämmung mehr in meinem Beruf.
Und wenn kam die Handsäge zu Einsatz.Die Idee ist aber nicht schlecht.




Grüße Chris
 
Wenn Du keinen Lader hast der als Stromsenke arbeiten kann (wie der Junsi 1010) nimm einfach Glühlampen als Last, z.B. 12 V Halogenstrahler.
Die direkt am Ausgang anschließen (Amperemeter nicht vergessen) und ausprobieren welche / wie viele Du brauchst für Deinen gewünschten Laststrom.
Für Glülampen ist es OK wenn sie glühen, Widerstände sind da etwas sensibler.
 

Chris.

User
Mahlzeit

Genauso einen Tip hab ich von nem Experten aus nem andern Forum bekommen.
Fand ich erst nicht schlecht nur der Haken ist :
Nimmste ne 12V 50W LED (1 A Strom) = bei 6V 2A Strom (ideal bei 2 parallel und günstig) hat man bei den Dingern erst wenn sie heiß
sind 2 Ohm Widerstand.D.h am Anfang viel weniger und dann hab ich am BEC nen Kurzschluss.Kann böse ausgehen.
Deswegen nehm ich mein Hyperion - das geht im DC-Mode bis 5A.




Grüße Chris
 

bee2

User
Mahlzeit

Genauso einen Tip hab ich von nem Experten aus nem andern Forum bekommen.
Fand ich erst nicht schlecht nur der Haken ist :
Nimmste ne 12V 50W LED (1 A Strom) = bei 6V 2A Strom (ideal bei 2 parallel und günstig) hat man bei den Dingern erst wenn sie heiß
sind 2 Ohm Widerstand.D.h am Anfang viel weniger und dann hab ich am BEC nen Kurzschluss.Kann böse ausgehen.
Deswegen nehm ich mein Hyperion - das geht im DC-Mode bis 5A.




Grüße Chris
huh, Chris, du siehst das zu kompliziert.

Erstens reden wir von einer Glühlampe, nicht von einer LED. Zweitens verhält die sich trotz der von dir angesprochenen Abhängigkeit von Widerstand und Temperatur zwar nicht linear, für diese Zwecke aber doch hinreichend ansteigend, d.h. der Strom steigt einfach mit der angelegten Spannung. Siehe z.b. hier in Bildern.
D.h. konkret bei 6V 0.5 A, bei 12V 1A. Auch wennes bei 6V 0.7A sind, das killt dir nicht gleich das BEC.

Vor allem darf man nicht einfach die "Watt-Angabe" durch die angelegte Spannung dividieren. Vielmehr ist die von der Glühlampe abgegebene Leistung einfach das Produkt von aktueller Spannung und Strom, d.h. 6V*0.7A = 4.2W.

Also, der Tip mit der Glühlampe ist völlig i.O. Einfach den Strom messen.

Oder wahlweise einfach den Fön der Freundin auseinandernehmen und die Heizspirale daraus als Widerstand benutzen (Achtung, könnte heiß werden).
 

Chris.

User
huh, Chris, du siehst das zu kompliziert.

Erstens reden wir von einer Glühlampe, nicht von einer LED. Zweitens verhält die sich trotz der von dir angesprochenen Abhängigkeit von Widerstand und Temperatur zwar nicht linear, für diese Zwecke aber doch hinreichend ansteigend, d.h. der Strom steigt einfach mit der angelegten Spannung. Siehe z.b. hier in Bildern.
D.h. konkret bei 6V 0.5 A, bei 12V 1A. Auch wennes bei 6V 0.7A sind, das killt dir nicht gleich das BEC.

Vor allem darf man nicht einfach die "Watt-Angabe" durch die angelegte Spannung dividieren. Vielmehr ist die von der Glühlampe abgegebene Leistung einfach das Produkt von aktueller Spannung und Strom, d.h. 6V*0.7A = 4.2W.
Hi,

Stimmt bei ner Glühlampe ist das was anderes.Natürlich bräucht ich ne ganze Lichterkette um 3-5A Stromlast zu haben - wäre etwas umständlich.
Mir wurden deswegen Halogenbirnen empfohlen und die ziehen nunmal 2A bei 6V wenn sie warm sind.Vorher allerdings noch deutlich mehr und da wirds kritisch da der Widerstand sich erst aufbaut.
Die 50Watt hab ich übrigens gar nicht in die Rechnung einbbezogen -das ist nur rein zufällig dass diese Halogen soviel Watt haben.
Wenn ich Glühbirnen nehme bräucht ich 7 parallel - das wär etwas aufwendig :)



Grüße 'Chris
 

Chris.

User
Mit dem Lader gehts Top :)
Bei 5A Last kann man auf dem linearen schon fast Suppe kochen.Einbruch der Spannung gerade mal 0,03V.
Zwar nur 30 Sek. aber Langzeittests werden wohl eh nur zur Zerstörung führen.




Grüße Chris
 

Gerd Giese

Moderator
Teammitglied
Hi nur mal zur Info was möglich ist bei einer Kleinserie von HV-SBEC die nicht größer ist als ein 60A Regler - Daten: 8V/35A
Grundlast 5A! ... periodisch steigend (+5A) bis auf 35A! :eek:
HV-SBEC.gif
Bedenkt, diese Messung ging über 10 Minuten! Klasse Teil!
 

Chris.

User
Wow,ist ja irre - hast du mal ne Artikelnummer von dem BEC ? :)
Bin da gestern etwas vorsichtig gewesen was die Belastung betrifft.Werde dann nochmal kurzzeitig 10A dranhängen und das im
Auge behalten.Mein getaktetes hat 3 Minuten lang 5A abbekommen und wurde auch ausreichend warm.Das war an 12S.
Da sind 35A aber echt der Wahnsinn.Wie verhält sich das Temperaturmäßig ?
Der Zeitachse nach dauerte die einzelne Belastung nur jeweils 10-15 Sekunden aber die Ströme sind enorm hoch.:eek:




Grüße Chris
 
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