Vom Plastik- zum Urmodell

DirkL

User
Hallo Leute,

bin schon seit einigzer Zeit am stöber und hab glaube ich schon das
ganze Forum durch ;) entweder fehlten mir die richtigen Suchbegriffe
oder aber es gab diesbezüglich noch keine Dokumentation.
Meine Frage nun: Hat jemand einen Thread oder kennt eine Seite
die speziell den Urmodellbau anhand eines Plastikmodells beschreibt?


Vielen dank schon mal und Gruß
Dirk
 
Ja zum Beispiel ;) hab ich schon gesehn, den Thread. Mir gehts in erster Linie
darum in welchen Abständen man die Schnitte setzten sollte. Dann in den
Rechner einscanen oder mit dem Kopierer vergrößern?
Wär interessant von jemandem den Ablauf zu hören, der dies schon einmal
gemacht hat ;)


Gruß
Dirk
 
Hallo Dirk,

also wenn ich Dich richtig verstehe hast Du einen Plastikrumpf, den Du gerne vergrößert haben willst.

Also non plus ultra wäre ein 3D Scanner oder eine Fräse die abtasten kann dann hast die Daten schon im PC. Dann mit Autocad Linien drüber legen und dann kannst damit spielen.

Wenn das alles nicht vorhanden ist, kannst den Rumpf in vorher festgelegte Stücke zerschneiden dann kannst diese Schnitte abscannen.
Oder Du nimmst ein Abformlineal oder Konturenlineal und nimmst auch an vorher festgelegten die Rumpfform ab und überträgst es auf Papier.

Vergrößern mit Kopierer mußt aufpassen soweit ich weiß macht der das nur in eine Richtung also Blätter immer gleich einlegen dann hast immer den gleichen Fehler.

Es gibt aus der "Steinzeit" auch Rapidographen das sind Gestelle mit welchen man vergrößern und verkleinern kann. Da mußt die Linien nachfahren und am anderen Ende kommt dann die Vergrößerung heraus.

Ich hoffe das hilft Dir weiter.

Gruß AT
 
Es gibt aus der "Steinzeit" auch Rapidographen das sind Gestelle mit welchen man vergrößern und verkleinern kann. Da mußt die Linien nachfahren und am anderen Ende kommt dann die Vergrößerung heraus.
Pantograph heisst das Teil. Rapidograph ist auch Steinzeit, so hiess eine Tuschefüllergeneration von Rotring.

Pantograph zum Vergrössern kann ich aber nicht empfehlen. Da sich die Abtastfehler mitvergrössern ist gute Qualität fast nicht zu erreichen. Besser Punktweise abnehmen und Kurve mit dem Kurvenlineal wieder neu.
 
Guckux

Was mich gerade an etwas anderes erinnert: Es gibt ein Produkt namens Photomodeler, welches mit Hilfe von fotografischen Aufnahmen 3D-Objekte im Computer erzeugen kann. Wäre/ist das nicht auch ein Weg? Der Distributor macht wohl auch "Auftragsarbeiten" und kann ggfs auch vermitteln (Sitz in Bad Homburg).
 
Wenn das alles nicht vorhanden ist, kannst den Rumpf in vorher festgelegte Stücke zerschneiden dann kannst diese Schnitte abscannen.

Genau des is es was ich meine ;) ALLERDINGS sind die Beschreibungen im Netz immer, versteh mich jetzt nicht falsch ;), genau so wie deine. Also ziemlich allgemein gehalten ;) Verstanden hab ich das Prinzip, logo ;) Was mich vielmehr interessiert ist, wie groß sollten die gewählten Abstände sein, welches Material zum ausfüllen der Segmente zwischen den einzelnen Schritten, wie habt ihr die Spanten aufgefädelt und gegen Verdrehen gesichert ... das ist es was ich wissen will ;)


Gruß
Dirk
 
wie groß sollten die gewählten Abstände sein
Hängt von der Form ab. Wo sie in Längsrichtung stark gekrümmt ist, klein, wo sie gerade (abwickelbar) ist, gross.

welches Material zum ausfüllen der Segmente zwischen den einzelnen Schritten
Gut schleifbar aber relativ robust gegen Eindrücken: Roofmate, oder, die Luxusvariante: Rohacell. Auch möglich: beplanken.

Wie habt ihr die Spanten aufgefädelt und gegen Verdrehen gesichert
möglichst grosses Vierkantrohr. Wegen der ungünstigen Hebelverhältnisse muss die genaue Ausrichtung der Spanten aber auch mit Drüberpeilen überpfürft und korrigiert werden.
 
Hallo Dirk,

wenn ich was falsch verstehen will dann verstehe ich das absichtlich falsch gggg.

Also mit den Abständen wie gesagt wo es sehr gerade ist kannst den Abstand groß wählen. Beim Bug und Heck und eher unangenehmen Kielverlauf kleine Abstände dann wird es genauer.
Füllmaterial kommt auf das zu verwendende Harz an, aber oft geht auch Baumarktstyrodur, was ich weniger tun würde ist mit Bauschaum ausschäumen da sind zu viele Kräfte am Werk.

Beim Beplanken solltest Dir im Klaren sein, daß das noch mal aufträgt, also vorher die Beplankungsstärke festlegen und abziehen vom Spant.

Was Dir weiter helfen wird ist Lektüre über Planbau und Bauen von Holzmodellen in Spantenbauweise, da ist alles erklärt. Frag mich aber nicht nach Autoren habe keine greifbar.

Gruß AT
 
wenn ich was falsch verstehen will dann verstehe ich das absichtlich falsch gggg.

merci :D

He sooo blöd bin ich ned :D
Eigentlich wollte ich auf ne Baudoku raus wo ich sehe ob das stimmt was ich mir denke ;) Aber eurer Beschreibung entsprechend scheint dem wohl zu sein :p

Hab mir eigentlich gedacht, dass Modell zu zerschneiden, natürlich dem Krümmungen entsprechend, diese dann einzuscannen und im cad zu bearbeiten. Vergrößern, Spanten fräßen und dann entsprechend eurer Erläuterung weiter.

Wäre halt interessant gewesen hier jemanden zu finden, der das schon mal gemacht hat ;)


In diesem Sinne Gruß
Dirk
 
Hallo Dirk,

wie gesagt viele Köche verderben den Brei.

Nein im Ernst, eine 1:1 Baudoku wirst nicht bekommen, wil halt jeder in gewissen Phasen was anderes macht oder nimmt.
Wenn Du fräsen kannst ist das sicher von Vorteil weil Du ja das Modell auch zerfräsen kannst wo Du Deine Schnitte machen willst.

Um noch ein wenig Salz in die Suppe zu schütten, wenn das Modell zersägt ist ist es definitiv weg. Also hast nur einen Versuch, außer der Rumpf ist so billig daß Du einen nachkaufen kannst.

Viel Spaß beim Werken.

Gruß AT
 
Hallo Dirk,
lese gerade zum ersten mal Deinen Thread.
Ich mache das so: Die beiden Rumpfhälften des Plastikmodells
( Revell etz.) zusammensetzen, jedoch nicht kleben. Die Kabinen-
haube auf der einen Rumpfseite mit dünnflüßigen Sekundenkleber
ankleben. Die beiden Rumpfhälften wieder trennen und die Haube
bis auf die Trennlinie der einen Rumpfhälfte herunterschleifen.
Diese Seite sauber entgraten. Die Rumpfseite auf einen farbigen,
möglichst dunklen Zeichenkarton auflegen und die Umrisse mit einer
dünnen Nadel ( ein Stift ist viel zu dick) anreissen. Einscannen und
ins CAD. Auf einem glatten Sperrholzbrett (Flugzeugsperrholz ca. 2mm)
eine feinen Riss ziehen, das ergibt später deine Bezugachse der Spanten.
Lege darauf deine Rumpfseite und zeichne dir schon jetzt deine Position
der Spanten an, am besten mit einem Geodreick senkrecht zur Bezugslinie
die Position über die Rumpfkontur hinaus verlängern. Jetzt die Rumpfseite
mit Sekundenkleber aufkleben. Mit einer Dekupiersäge kannst du jetzt
entlang den Positionslinien schönen Aufschnitt produzieren. Möglichst
nach jedem Schnitt an einem Tellerschleifer mit feinem Papier eine saubere
Fläche anschleifen, die senkrecht zum Brettchen verläuft. Das angeklebte
Sperrholzbrett hilft dir, dass der Rumpfschnitt "in Form bleibt" und zudem
gleichzeitig deine Spiegelachse im CAD ist. Die Schnitte wieder auf den
Zeichenkarton übertragen usw.
Viel Glück dabei.
Gruß Alexander
 
Hi, Dirk!
Bei meiner CA15 hab ich das Rumpfurmodell so gemacht:

Seitenansicht aus 4er Balsa, dann Halbspanten entsprechend den Schnitten aufgeklebt. (Die Stellen, wo die Schnitte sind vorher auf der Seitenansicht aus Balsa angezeichnet, als Klebemarkierung.)
Auchtung: Natürlich nicht vergessen, an jedem Halbspant die Hälfte der Stärke der Seitenansicht abzuziehen! (also bei meiner CA15 2mm an jedem Halbspant)

Die Zwischenräume sind mit Roofmate ausgefüllt, dann mit einem sehr scharfen Brotmesser das überflüssige Material weggeschnitten, dann geschliffen. Zuletzt hab ich mit einem sehr feinen Schleifschwamm geschliffen. Der ist schon etwas älter und dürfte jetzt ungefähr Körnung 1200 entsprechen (ganz grob geschätzt). Aber man darf nur mit sehr wenig Druck schleifen und muss den Schleifschwamm / das Schleifpapier oft vom Staub befreien! Sonst rollt man lauter kleine Staubkörnchen zusammen zu größeren Körnchen, die dann Furchen in die glatte Oberfläche machen... Und dann halt Spachteln und wieder Schleifen. Dann Glasfaser drauf, Spachteln, Schleifen...... (manche schleifen in dem Stadium auch nass). Der Rest ist ja bekannt. (Grundierung, Lack, polieren, Trennebene machen, abformen....)


mfg jochen
 

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Fairer Weise sollte ich vielleicht noch sagen, dass ich einen Plan von einer Holzversion als Grundlage hatte und kein Plastikmodell...

Aber ich bin mit dieser Methode sehr, sehr gut zurechtgekommen, obwohl es mein erstes Rumpfurmodell war. Und deshalb denke ich, dass Du damit auch gut und zügig vorankommst, sobald Du mal die Schnitte in ausreichender Größe hast.

mfg jochen
 
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