Warum lassen sich manche Servos leicht drehen?

Hallo zusammen,

hat jemand eine techn. physikalische Erklärung dafür, dass sich manche Servos
an den Hebeln leicht, andere schwer drehen lassen?

Ich könnte mir vorstellen, dass es primär mit dem Übersetzungsverhältnis des
Getriebes zu tun hat - vielleicht auch mit dem Massenträgheitsmoment des Motors?
Oder weiß jemand noch einen anderen Grund?

Viele Grüße

Dieter Harms <ursus>
 
weiß auch nicht , aber......

weiß auch nicht , aber......

man sollte Servos prizipiell nicht einfach so manuell herumdrehen.
Das tut dem Getriebe nicht gut.
 
Hallo,
ja ihr habt beide recht, Servos mit hoher Übersetzung lassen sich meist schwerer andrehen, hochwertige Servos mit Glockenankermotor lassen sich meist leicht andrehen.
Oft haben Servos, die sich schwer andrehen lassen auch längere Stellzeiten.

Die Servogetriebe sind nicht auf die Richtung des Antriebs ausgelegt. Die Servos können dann schnell sperren und dann geht oft was kaputt.
Gruß
Thommy
 
physikalische Erklärung ?

physikalische Erklärung ?

Hallo Rüdi, hallo Thommy ...

Na, dass es den Servos nicht besonders gut tut, sie rückwärts zu betätigen, ist ja wohl jedem klar. Aber vorsichtig mit Gefühl schadet wohl kaum. Außerdem lässt es sich auch nicht immer vermeiden, denn manchmal stößt man mit den Rudern beim Handling des Modells versehentlich irgendwo an und schon werden die entsprechenden Servos rückwärts angetrieben.

Darum geht es mir aber nicht.
Ich suche nach einer genauen physikalischen Erklärung meiner Frage.

Trotzdem danke für Eure Antworten.

Viele Grüße

Dieter Harms <ursus>
 
Hi zusammen

Bei allen E Motoren mit beweglichen Eisenteilen, die an den Magneten vorbeidrehen, entstehen Einrastmomente in denen das Magnetfeld besonders günstige voraussetzungen der Versterkung hat und diese Stellung beibehalten will. Diese müssen mit einem erhöten Anlaufstrom überwunden werden der locker das 5 fache des Lehrlaufstroms erreicht. Das ist es was man beim drehen am Servo spürt. Glockenankermotoren haben dieses Rastermoment nicht.

Gruß Aloys.
 
...und die kleine Servoelektronik bekommt eine Generatorspannung ab. Inwieweit die das abkann weiss ich nicht. Es soll aber genauso ungesund sein wie Sender ohne Antenne einzuschalten. Oder Voll-GfK-Schalenflächen zu begriffeln ale Festigkeitstest.
 
Also.. wenn es physikalisch begründet sein soll, dann ist "schwer" oder "leicht" eine etwas unpräzise Fragestellung ;)

Es gibt drei Widerstandsarten:
- Getriebe (mechanisch)
- Motor (mechanisch)
- Motor (elektrisch)

Wenn wir die ersten beiden mal als trivial ausklammern, stellt sich die Frage, was mit den von Uli angesprochenen Generatorströmen passiert. Und das ist ohne genaue Analyse des Motors und der Elektronik kaum zu beantworten.

Grüße, Ulrich
 
Tach zusammen,

der "elektrische" Widerstand duerfte klein bis nicht vorhanden sein. Sind bei abgeschaltetem Servo die Spulen nicht kurzgeschlossen, kann dort kein Strom induziert werden. Umgekehrt funktioniert ja die "Motorbremse" bei Elektroseglern mit Klappluftschraube - Spulen kurz schliessen.

Ich favorisiere klar die Zahnflanken und das Traegheitsmoment des Motors. Ist erstes trivial, beobachte ich schon mal, dass Servohebel, einmal in Bewegung versetzt, diese ohne grosse Kraftanstrengung weitermachen, waehrend zum "Bremsen" wieder Kraftaufwand entgegen erforderlich ist.

Meine Servos sind fast durchweg JR C5077 oder C508, also recht simple.

Gruss, Wolfgang
 
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