Was ist mit CCS Ladern los?

In dem Marketing-PDF (http://www.bticcs.com/pub/CCSD3.pdf) auf der Homepage von BTI werden Versprechungen gemacht, wo man meinen könnte, das hätte den Untergang der Akku- und Ladegerätebranche zur Folge. oO Sämtliche Ladeverfahren werden da Punkt für Punkt in Frage gestellt.

Im Internet und hier im Forum finde ich nicht viel zu dem Thema CCS. Die Homepage ist angestaubt (so wie die Infos zu CCS), viel scheint man da nicht verdient zu haben. Manche Infos sind gute 4 Jahre alt, da hätte sich doch schon längst der Überlader entwickeln sollen, möchte man meinen.

Daher wollte ich mal fragen, wieso sich offensichtlich dieses Verfahren im Modellbau nicht durchgesetzt hat? Zu schwache Lobbysten oder ist das Verfahren einfach untauglich für unsere Zwecke?
 

Gerd Giese

Moderator
Teammitglied
... eben gefunden - hier noch alles von denen: http://www.bticcs.com/pub.htm
... daran denken: Papier ist geduldig, denn Aggressivität (für techn. Gegebenheiten) steht nicht als Synonym für Fakten! ;) :D
... für "Standardladungen okay (Mignon, Stiftzellen... Spielzeuge...) - eben eine Alternative, mehr nicht...wenn Du 2-4Std. Zeit hast zu warten!
... aber Du wirst sehen - Liebhaber gibts vermutlich noch genug (hallo... Bruno ;) ).
... für unsere Hobbyanwendungen mit mehreren C-Rate Laderaten KEINE Chance!
... es haben sich genügend hervorragende Ladeverfahren gebildet; durchgesetzt hat sich das Brutalste, da damit
die NiXX Zellen am fittesten wirken (und am schnellsten alterten - das war aber egal, hauptsache "Druck"... wie es so schön heisst!):
Vollerkennung durch brutales Überladen, die Zelle wird warm (heiss), erhöht den internen Druck und demnach sinkt der DC-Ri,
die Spannung sinkt dadurch => geboren war die dP-Abschaltung!

... für mich das beste Ladeverfahren, da hier Langlebigkeit mit hoher Laderate gepaart wurden: dU/dt Verfahren!
Mehr hier auf meiner page dazu: http://www.elektromodellflug.de/ladegeraet_faq.htm
Bei einigen Ladern kannst es einstellen: z.B. der Akkumatik (Gradientenauswertung) ;) http://www.akkumatik.de/

... ist eh (fast) hinfällig - the LIPO is born... ;)


... und dann noch 250 Zyklen(!): Anno... ein Test Reflex/Gradient gegen dP-Ladung (Geschichte):
http://www.elektromodellflug.de/ladeverfahren.htm
 
Zuletzt bearbeitet:
Thx für die Infos. Das dU/dt-Verfahren entspricht etwa der Nullpeak-Abschaltung oder? Also könnte man mit jedem Ladegerät mit delta-Peak Abschaltung wo man dU=0V/Zelle setzen kann das dU/dt-Verfahren annähernd simulieren?!?! Es würde nur die geringe C/10 Überladung entfallen?
 
Ich finds super

Ich finds super

Hi

Ich habe 2002 zwei CCS-Ladegeräte selbstgebaut und 2003 noch eines gekauft und lade meine NiCd+NiMh Akkus mit diesen Geräten.

Im Nachbaruniversum gibt es einige Beiträge über CCS:
http://www.rclineforum.de/forum/thr...2ce0d600b7cc64e6651&hilight=ccs&hilightuser=0

Einstellen muss man Zellenzahl und Ladestrom. Normales laden mit 1c schnellladen 4c.
Das Gerät misst die innere Impedanz der Zelle und schaltet danach ab. Das heiss, der Ladevorgang wird beendet wenn die maximale Sättigung der Zelle erfolgt ist.

Ich bin bis jetzt sehr zufrieden mit dem Teil, meine 500er NiCd Akkus sind teilweise 6 Jahre alt. Mit dem Computerlader die Kapazität gemessen = immer noch ca. 460 mAh.

Ich kann aber nur von MEINEN Erfahrungen berichten und will auch das Ladeverfahren nicht verteidigen oder anpreisen. Die Hauptsache ist doch, dass man den Akku anhängt und wenn's piept ist er voll. Mit so hohen Strömen wie wir mit unseren Motoren aus den Akkus ziehen, wird die Lebensdauer wohl eher durch das Entladen als das Laden begrenzt.

Hier noch Fotos meines Eigenbaugerätes:

102A 1.JPG

102A 2.JPG

102A Platine 9310.jpg

Gut Flug
Reto
 

eman

User
Ja wie du geschrieben hast... 2002

Die Zeit läuft und kaum noch einer hat NICD. Auch meine Akkubohrmaschinenakku ist bereits 10 Jahre alt und hat noch 90% der Kap.
Bei den NIMH ist das halt nicht mehr möglich und dann bringt dir auch das CCS Ladeverfahren keine Lebernverlängerung der Akkus.

Auch ich hatte mal so ein ähnliches Teil vom Conrad... ging nicht schlecht.
Hatte es doch wieder verkauft da die Akkulader doch weiter Fortschritte machten. Sprich 12Volt am Feld

Die Technik war immer heiss disktutiert.
Inzwischen sind die Lipolader perfektioniert... Speicher, Balancer integriert, satte Leistung.

Es wird sich bei der nächsten Akkugeneration genaus wieder verhalten. Akkulader sind ausgereift jedoch neuere Technik der Akkus verdrängen die guten Lader älterer Technik.

Sogesehen ist es eigentlich nur der Zahn der Zeit...Bevor die alten Lader bei mir im Keller verstauben, verhöcker ich sie bei ebay...da gibst wenigstens ncoh ein Körberlgeld.
 

Jan_B

User
Slipknot schrieb:
Thx für die Infos. Das dU/dt-Verfahren entspricht etwa der Nullpeak-Abschaltung oder? Also könnte man mit jedem Ladegerät mit delta-Peak Abschaltung wo man dU=0V/Zelle setzen kann das dU/dt-Verfahren annähernd simulieren?!?! Es würde nur die geringe C/10 Überladung entfallen?
Theoretisch richtig. Das Problem ist, dass die Spannung bei den meisten Ladegeräten nicht sehr exakt gemessen wird und auch bei ausreichender Auflösung von "Rauschen" (verschiedene Ursachen) gestört wird. ~4 mV/Zelle ist deshalb schon aus technischen Gründen oft der minimale funktionierende Wert, da es darunter häufig zu Frühabschaltungen kommen würde. Natürlich lässt sich das -dU-Verfahren verschiedentlich verbessern. z.B. kann der Lader über einige Sekunden mitteln, um genauer zu messen oder alte Spannungswerte speichern, um Tendenzen besser verfolgen zu können (geht dann gegen dU/dt). Ich glaube viele Hersteller haben da eigene Taktiken.

Gerd Giese schrieb:
... nein nicht ganz - gemeint ist hier der höchste Punkt der Steigungstangente des Spannungsverlaufs.
Der wird Null, was ausgewertet wird!
Gerd, lies das nochmals durch und frage dich, was du damit sagen wolltest! ;) In deinem Ladegeräte-FAQ erklärst du es verständlich.
 

Gerd Giese

Moderator
Teammitglied
:D ... oh man - wohl doch'n Kaffee zu viel (wo war ich da mit meinen Gedanken, das verstehe ich selbst nicht mehr),
nein noch mal im Original::rolleyes:

Neben der reinen Spannungskurve bilden einige Ladeprozessoren intern deren numerische Ableitung (dU/dt = Spannung U abgeleitet nach der Zeit t). Nimmt diese Ableitungskurve den Wert 0 (die Spannungskurve also ihren maximalen Wert) an, kommt es zur Unterbrechung des Ladestroms.
 
Ähem....

nach meinen Erinnerungen aus den Unterlagen über den ICL 76xx Gradientenlader-IC ist das "Haupt-Abschaltkriterium" der Wendepunkt der Spannungskurve, d.h. 1.Ableitung > Maximum und 2.Ableitung = O, plus einem festen Zeitzuschlag. Die 1.Ableitung = 0 ist das "Notkriterium", wenn der Wendepunkt nicht erkannt wurde.

Gruß
Herbert
 
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