Was kann man tun für die Gesundheit beim Laminieren

Hallo zusammen
Mich würde mal Interesieren welche Vorsichtsmaßnahmen ihr mit dem Umgang von Epoxydharzen trefft. Das Zeugs ist ja nicht grad sehr Gesund. Gegen Schleifstaub kann man eine Staubmaske verwenden, aber gegen die giftigen Dämpfe beim Laminieren???
Gruß Karl Heinz
 
Hallo!

Auf jeden Fall mal alle Fenster auf beim Laminieren, bei kleinen Stücken ist es eh fast egal, bei einer Fläche wo dann 1m² verdunstet ist es nicht mehr sehr gesund.
Diverse Firmen haben solche Masken mit dem Aufsatz ( R&G ), die sind auch recht fein, wenns warm ist sollte man halt öfters mal weggehen und ein wenig lüften, sonst bekommt man alle Zustände...

Liebe Grüße

Daniel Lesky
 
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Die Frage Gesundheit, beim Umgang mit Harzen scheint wenig zu Interresieren.
Schreibt doch bitte welche Sicherheitsvorkehrungen ihr trefft, oder ist das ganze Gerede über die Verträglichkeit maßlos übertrieben. Ich kenn eine Modellbaufirma die stellen Modelle für die Autoindustrie her, eigentlich dürften die alle nicht mehr unter uns sein. Die manschen das Harz Literweise in die Formen und das selten an der Absaugung, da hier schon ein Kollege am Laminieren ist. Das machen die schon viele Jahre, Gesund dürfte das keinenfalls sein. Aber nun trängt sich mir der Gedanke auf, sind diese Kleinstmengen mit denen wir ab und zu arbeiten, wirklich für unsere Gesundheit problematisch zu sehen. Ich bin leider kein Mediziner um deren Frage gerecht zu werden. Etwas mehr Anteilnahme wenn es um die Gesundheit geht hätte ich mir schon erhofft.
Gruß Fliegerkalle
 
Fliegerkalle schrieb:
Die Frage Gesundheit, beim Umgang mit Harzen scheint wenig zu Interresieren.
Schreibt doch bitte welche Sicherheitsvorkehrungen ihr trefft, oder ist das ganze Gerede über die Verträglichkeit maßlos übertrieben. Ich kenn eine Modellbaufirma die stellen Modelle für die Autoindustrie her, eigentlich dürften die alle nicht mehr unter uns sein. Die manschen das Harz Literweise in die Formen und das selten an der Absaugung, da hier schon ein Kollege am Laminieren ist. Das machen die schon viele Jahre, Gesund dürfte das keinenfalls sein. Aber nun trängt sich mir der Gedanke auf, sind diese Kleinstmengen mit denen wir ab und zu arbeiten, wirklich für unsere Gesundheit problematisch zu sehen. Ich bin leider kein Mediziner um deren Frage gerecht zu werden. Etwas mehr Anteilnahme wenn es um die Gesundheit geht hätte ich mir schon erhofft.
Gruß Fliegerkalle

Moin,

lüften ist das eine. Aufpassen, dass einem ein Pott mit Restharz nicht hochraucht das nächste, dagegen kommt lüften nicht an und eine Absaugung hätte auch gut damit zu tun.
Sehr wichtig sind Handschuhe!!! Die Haut ist auch ein atmendes Organ, nicht nur die Lunge und wenn die Hände ungeschützt in dem Sumpf stecken, braucht man sich keine Gedanken über Lüftung mehr machen.

Ich verwende nur als "physiologisch verträglich" gekennzeichnete Harze. Gesund sind die auch nicht aber sie sind nicht ganz so arg giftig. Wenn das Geld für L285 nicht reicht, muss ich das Hobbie gegebenenfalls mal aufgeben ;) . Daran spare ich als letztes ;) . Ein Kumpel hat eine Harzallergie - mit L285 kann er noch arbeiten - einige andere Harze erzeugen Atemnot.

So wie die meisten von uns mit den Harzen arbeiten, ist die Panik bei weitem übertrieben. Den Betrieb haste selbst als Beispiel genannt, bei Segelfliegern sind auch ganz nette Flächen in Arbeit, wenn mal ein großer gebaut wird, ... und die Leute machen das täglich.

Ich halte die Schleifstäube für kritischer.
 
Hallo,

zu dem Thema hat es hier schon mal längere Beiträge gegeben, von Leuten mit Hautausschlägen und anderen üblen allergischen Reaktionen.

Da gab es einen Link Richtung Schweiz mit sehr detaillierten Sicherheitshinweisen.

Ich werde mal suchen
 
13 Milliarden durch Tabaksteuer

13 Milliarden durch Tabaksteuer

klar, wenn man täglich damit umgeht, ist es unabdingbar, sich zu schützen.

Wenn ich nur 2 mal im Jahr Flächen laminiere, mach ich mir da keinen Kopf, natürlich Handschuhe, natürlich lüften.

Wenn ich sehe, was man sich hier so mit den Glimmstengeln antut, ist alles andere Pillepalle.

Eine einzige Zigarette im Wohnzimmer durchschlägt ganz locker die maximale Feinstaubbelastung.

Kneipenluft ?
Arbeiten da menschen ?

Top am Flughafen letzte Woche: Vater mit Kind im Tragebeutel am Bauch mit Kippe in der Raucherecke ..... früh vergiftet sich
 
Wie ich arbeite:
- Kein Harzen in der Wohnung! Arbeite im Keller, keine direkte Verbindung zur Wohnung.
- Kein Essen und Trinken während dem Harzen!
- Trage IMMER Vinyl Handschuhe
- Bei längeren Arbeiten Atemschutz mit Aktivkohle
- Wechsle nach dem Laminieren meine Arbeitskleider
- Verwende seit Jahren das gleiche Harz

Falls man eine Allergie bekommt ist aus mit dem schönen Hobby! Aber jeder reagiert anders auf die Dämpfe.

Gruss

Reto
 
Moin!

Noch ein Hinweis zu den Handschuhen, die immer Pfilcht sein sollten.
Soweit ich weiß, sind die "normalen" Latexhandschuhe teils durchlässig für den Härter (ist eh das ungsunde, das Harz ist harmlos) bzw. dessen Dämpfe. Das ist daher besonders übel, da man unter den handschuhen schwitzt und die feuchte Haut besonders durchlässig wird.
Undurchlässig für Harz und Härter sind Vinylhandschuhe, die ich jetzt nur noch benutze. Wenn man nen Arzt im Freundes- Bekanntenkreis hat, bekommt man da eine Packung für recht günstige 4-7 €.
Es gibt noch ein weiteres Material für Handschuhe, welches geeignet ist, dessen Name mir hier jetzt aber leider nicht einfällt. Vielleicht weiß es jemand anderes.

Gruß Arne
 
Hallo,

nur am Rande vermerkt: L285 macht mir (bisher) nichts spürbares, UHU Endfest auch nicht, 5 Min. Epoxi verursacht bei mir bei Hautkontakt innerhalb von wenigen Minuten einen Ausschlag. Selbst ohne Hautkontakt also nur durch's einatmen bekomme ich Juckreiz. Ist aber erst seit knapp zwei Jahren so. Hat urplötzlich angefangen.

Deshalb bei allen Harzvorgängen (Notreparaturen auf dem Flugfeld ausgenommen, aber Handschuhe ziehe ich immer an und wenn es die aus der Autoapotheke sind):
- Handschuhe tragen (schau heute abend nach, ob es Vinyl sind)
- langärmligen Arbeitsmantel
- Klopapierrolle und Aceton zum aufwischen von Klecksen bereitlegen
- Reste und aufgewischtes sofort in Plastiktüte verpacken
- gut lüften (ich will mir noch eine Absaugung aus einem PC-Lüfter und einem gelochten Rohr bauen)
- Nachher Raum verlassen und Arbeitsmantel im Freien auslüften

Hans
 
Eine Antwort auf diese Frage ist relativ heikel, da es immer jemanden gibt, der etwas anderes wissen will oder gelesen haben will oder einen Kollegen hat, der es auch wissen will.
Generell wird viel Unsinn erzählt. Sehr oft ist es nichtmal richtig falsch, aber aus dem Zusammenhang gerissen und daher nicht sachdienlich.
Es gibt auch div. Publikationen von Berufsgenossenschaften u.s.w. was uns aber in der Regel auch nicht weiterbringt, denn wir sind eben Kleinstverbraucher. Firmen wie R&G o.ä. können aber die Sicherheitsratschläge auch nicht wesentlich anders gestalten als die Berufsgenossenschaften (also nicht Modellbauspezifisch) sonst heisst es, die würden Mist erzählen.
Es ist halt ein Unterschied, ob einer das Zeugs täglich säuft oder ob ein Modellbauer pro Jahr ein paar kg oder noch weniger, verarbeitet.
Leben ist grundsätzlich gefährlich und bekannterweise ist noch keiner davon gekommen.
Eine Bezeichnung wie "physiologisch verträglich" o.ä. ist auch sehr mit Vorsicht zu geniessen. Es gibt Harzsysteme die bekannterweise zu Allergeien führen. Diese Marken sind eigentlich bekannt. Bei andern Systemen weiss man, dass diese eher nicht zu allergischen Reaktionen neigen. Sie werden möglichst "physiologisch verträglich" hergestellt. Das erwähnte System L-285 gehört eher zu den verträglichen Systemen, die übrigen Systeme von z.B. R&G aber auch!
Die Bemerkung betreffend dem Preis ist daher hier eher irreführend.
Es wird auch immer von "giftig" gesprochen. Die Toxizität ist aber nicht das eigentliche Problem, sondern unser Immunsystem reagiert auf die fremden Amine, weil es diese nicht kennt. In der Regel gewöhnt es sich aber daran. Das ist der Grund, warum die Fachverarbeiter jahrelang ohne Probleme damit umgehen können. Beim Modellbauer ist dieses Angewöhnen aber kaum möglich, weil er nur sporadisch mit diesen Medien umgeht.

Als grobe Richtlinie würde ich sagen: Möglichst sauber arbeiten, die Hände n i e m a l s mit Aceton o.ä. waschen, Seife genügt. Während der Aushärtephase (beim Rumpfbau o.ä. grösseren Objekten) den Raum verlassen und nach der Härtung gut durchlüften.

Probleme haben laut unserer Erfahrung eigentlich nur die Modellbauer. Für die Profis ist das (fast) kein Thema.

Hier noch den angesprochenen Link aus der Schweiz

http://www.swiss-composite.ch/pdf/i-arbeitsschutz.pdf
 
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Hallo Hans, denkst du, das man mit so einen kleinen PC Lüfter was ausrichten kann. Die Idee ist nicht schlecht aber ich denke da braucht es schon mehrere dieser Lüfter. Ist es eigentlich richtig das die Dämpfe nach unten fallen? Dann würde die Sache mit dem Absaugen auf jeden Fall Sinn machen, wenn man auf beiden Seiten der Form absaugt. Also Fenster auf und Handschuhe an ist bei mir selbstverständlich auch Pflicht. Was ich nicht kenne ist das Harz L-285, kann mich da mal jemand aufklären. Ist dieses etwa verträglicher als manch andere, ich verwende zur Zeit das von Ciba Geigy LY 5052 und den Härter HY 5052.
Gruß Karl Heinz
 
Infos zu L285:

http://www.mgs-online.com/

Ist nach meinem Kenntnisstand das Harzsystem mit der besten pysiologischen Verträglichkeit.
Anwendung bei allen deutschen Segelflugzeugherstellern.

Die Anmerkungen von Giotto zur Gewöhnung an die Harzsysteme kann ich nicht ansatzweise nachvollziehen. Ist eine Sensibilisierung eingetreten kann es sicherlich nicht der richtige Weg sein täglich mit dem Zeugs zu arbeiten.
Ansichten gibts.....

Gruss
Mike
 
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Hallo Mike, kann man von der Fa. auch kleine Mengen bekommen. Oder kennt jemand einen Händler wo man das Harz auch kiloweise bekommt.

Karl Heinz
 
Hallo, Fliegerkalle,

L285 mit entsprechenden Härtern bekommst Du überall in modellbautypischen Mengen bei den eigentlich einschlägigen Anbietern für Gewebe, Hilfsstoffe etc.

z.B.:

- emc-vega,
- bacuplast,
- GEFA-GFK,
- carboplast,

..... (ohne Anspruch auf Vollständigkeit!!!!)

Es gibt sicherlich noch mehr Anbieter mit diesem System;

Ich hab inzwischen ca. 10 kg nach und nach verarbeitet; es funktioniert ganz gut, ist nicht allzu kritisch mit dem Mischungsverhältnis, "duftet" relativ neutral und ist für akzeptablen Preis zu bekommen!

Grüße Andreas
 
Seltsame Ansichten gibt es hier, speziell von Giotto...

Dass nur die Modellbauer ein Problem haben und die Profis nicht ist schlichtweg falsch. Es gibt viele Berufsleute die ein Problem haben mit Harzallergie.
Leider gehöre ich als Nicht-Berufsmann auch zu der Kategorie, seit diesem Jahr habe ich auch eine Allergie auf das Zeugs, obwohl ich nie grosse Mengen verarbeitet habe. Es gibt einfach eine Sättigungsstufe des Körpers auf das Zeugs, ist sie erreicht: That's it.
Und ich kenne noch ein paar Leute mit demselben Problem.

Fazit: Das Zeugs ist nicht so harmlos wie wir denken.

Gruss Christoph

P.S. Baue wieder mit Balsa und Weissleim. Macht auch Spass ;-)
 
Hallo Speedy.
Sorry, aber das ist keine "Ansicht" und schon gar nicht eine von mir und der Rest steht in der Einleitung.
 
.....

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tanni60 schrieb:
.....
Top am Flughafen letzte Woche: Vater mit Kind im Tragebeutel am Bauch mit Kippe in der Raucherecke ..... früh vergiftet sich
Aber zum Flugplatzhat er sicher ne Taxe geordert die mit BioDiesel fährt, der Umwelt wegen....
 
bei der Firma Bakuplast gibs ne sehr hilfreiche Broschüre. guggst du hier ...
http://www.bacuplast.de/flugzeugbau.html Technische u. sicherheitstechnische Verarbeitungsanleitung
für kalthärtende, flüssige Kunststoffe

Ausgabe: 02/00
Natürlich im wesendlichen auf deren Harz systeme abgestimmt aber die haben eh alle Variationen.....
 
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