weak spot

WG Bau

WG Bau

Hallo Arne,

Danke für die schnelle und vielen Info´s. Habe mir heute schon mal die Spanten und Pläne der NeKst ausgedruckt, um heute zu beraten ob das unser Projekt werden könnte.
Dennnoch werde ich Deinen Bericht gerne weiter verfolgen. Wenn wir dann mal soweit sind, werde ich sicherlich auch mal Fotos einstellen.

Viele Grüße aus dem Westen
Erik
 
Moin Modellbauer,

wieder einen Schritt weiter.
Ein paar Leiseten sind eingeklebt und der Cockpitboden ist angepasst (an einem Spant, ca. 1 mm).
Sobald der Rumpf von innen versiegelt, Ruderkoker und Schwert ausgerichtet sind, wird der Cockpitboden und das Deck eingeklebt.

Für alle Leisten im Rumpf nehme ich 2x2 mm Kiefernleisten. Die wiegen sehr wenig und vergammeln, auch bei Wasserkontakt, nicht so schnell wie z.B. Balssaholz.
Leisten mit einem größeren Querschnitt sind nicht erforderlich.

Wie jetzt schon zu erahnen ist, das wird kein Leichtbau ;-)


Gruß

Arne
 

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Moin Modellbauer,

meine weak spot ist zwischenzeitlich von innen versiegelt.
Es ist ab und an zu lesen, dass der Harz auf eine etwas höhere Temperatur gebracht wird, damit er dünnflüssiger ist und dadurch weniger aufgetragen werden kann.
Ich gehe mal davon aus das die Aussage stimmt, dass der Harz dünnflüssiger wird (ich habe es bisher nicht ausprobiert, weiß aber das der Harz bei geringeren Temperaturen dickflüssiger wird).
Was dabei vergessen wird ist, dass der Harz eine bestimmte Schichtstärke haben muss um das Holz zuverlässig zu versiegeln. Wasser kommt im Rumpf nicht nur in flüssiger Form vor, Wasserdampf entsteht schon bei relativ geringen Temperaturen.
Wenn die Planken Wasser ziehen (Dampf) dehnen sie sich aus und Material bedingt verformen sie sich (schüsseln). Optisch ist das daran zu erkennen, dass die einzelnen Planken sich abzeichnen.
Ich habe für eine einmalige Beschichtung von innen ca. 20 g Harz aufgetragen. Nach Herstellerangabe müsste ich eine Schichtstärke von 450 Mikrometer erreichen. Dafür müsste ich den Rumpf zwei bis dreimal von innen versiegeln.
Das werde ich nicht machen und muss daher davon ausgehen das sich die Planken nach einiger Zeit abzeichnen werden. Da ich die Planken mit Epoxydharz geklebt habe (wurde mir von einem Modellbaukollegen empfohlen, totaler sch..., der Kollege weiß auch nichts mehr von der Empfehlung) wird mit den Verklebungen nichts passieren.

Als nächstes muss ich den Segelservo einbauen, dann kann ich Cockpit und Deck montieren.


Grüße aus Lübeck

Arne
 

mc fly

User
Hallo Arne,

schaut gut aus, deine Weak Spot. Aber insgesamt finde ich deine Traceur von der Gestaltung her in sich stimmiger.

Du hast absolut recht damit, dass du eine bestimmte Schichtdicke erreichen musst, um die Oberfläche zuverlässig zu versiegeln.
Aber selbst die vom Hersteller empfohlene Schichtdicke von 450 Mikrometer würde deine Planken nicht davon abhalten sich mit der Zeit ein wenig abzuzeichen.
Holz ist hygroskopisch. Es wird immer auf Schwankungen der Umgebungstempratur reagieren. Bedingt durch die in deiner Werkstatt vorherschenden Luftfeuchtigkeit und Tempratur stellt sich in deinem Holz eine bestimmte Holzfeuchte ein. Durch die Versiegelung wird das ganze im Holz fest gebunden. Wenn nun eine Änderung der Aussentempratur eintritt kommt hier zwangsweise Bewegung rein.
Da du in deinem Humidor neben den Cohibas warscheinlich keinen Platz mehr haben wirst und spätestens im Wasser andere Umgebungstempraturen auftreten ist das nicht zu verhindern... ;)

Durch die Auswahl des Holzes anhand der Maserung kann man diesen Effekt reduzieren. Quater Grain, also stehende Jahrringe ist hier die richtige Sortierung. Das von dir erwähnte "Schüsseln" tritt nur auf, wenn man mit liegenden Jahrringen arbeitet.
Stoppen kannst du den Effekt nur, wenn du die Zellen und Zellzwischenräume komplett mit (sehr dünnflüssigem) Harz sättigst und damit jegliche Form von "Arbeit" im Holz verhinderst.
Gewichtsmäßig auf jeden Fall ein Gewinn ;)

Sinn macht es auf ein Beschichtungssystem zurückzugreifen, dass flexibel genug ist, um auf die minimale Bewegung im Holz zu reagieren ohne dass sich Risse bilden.

Aber die schöne Ansicht eines Holzbootes entschädigt in meinen Augen diese kleinen Unannehmlichkeiten bei weitem!

Gruß aus Kiel
Kristian
 

mc fly

User
Moin Modellbauer,

der Plan der weak spot ist etwas erweitert, es ist eine Seite mit den Fräsdaten dazu gekommen.
Ich habe in meiner Signatur den Link zu den Plan eingefügt.


Grüße aus Lübeck

Arne
 
Moin Modellbauer,

ich habe heute eine Form gefunden, die ich schon im vergangenen Jahr gebaut hatte. Es ist nur eine Positivform, da ich nicht davon überzeugt bin das, dass Boot wirklich gut segelt.

Aber wie es halt so ist, ohne Versuch wird das nichts.
Ich werde die weak spot weiterbauen aber zeitgleich auch ein neues, leichtes, schmales und vielleicht sogar schnelles Boot bauen.
Das Boot ist eindeutig auf mehr Wind ausgerichtet. Das zeigt auch die Decksaufsicht.
Wenn das Boot gut läuft behalte ich es, wenn es nicht so doll läuft verkaufe ich und wenn es überhaupt nicht fährt verschenke ich das Boot ;-)

Ein Namen hat das Boot auch: #hashtag 0.9

Da ich keine Baubericht zu dem Boot schreibe, denke ich das ich ab und an in diesem
Bericht etwas dazu schreiben werde.


Grüße aus dem Norden

Arne
 

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Moin Modellbauer,


ich weiß, es gehört eigentlich nicht hier her aber ich kann es nicht lassen ;-)

Der Rumpf ist entformt, das Gewicht liegt jetzt bei 85 g. Wenn alles gut geht brauche ich die Oberfläche nur schleifen und etwas polieren, dann ist der Rumpf fertig. Wenn nicht ...
Nach dem schleifen und zuschneiden sollte der Rumpf ca. 65 bis 70 g wiegen. Das ist kein Rekordwert aber ich muss auch zugeben, das ich nicht genau weiß ob ich drei Lagen 105g oder 3 Lagen 80g Gewebe verwendet habe. Ich habe halt das genommen was da war.

Jetzt muss ich aber erst einmal an der weak spot weiterbatseln :rolleyes:



Grüße aus Lübeck
 

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Moin Modellbauer,

ich bin etwas weiter gekommen ... jedoch nicht mit der weak spot :rolleyes:

Das GFK-Boot wiegt, so wie zu sehen, 78 g (Rumpf, eingeklebter Spiegel,
Steven und Deck). Mit etwas Glück lande ich um die 100g für das fertige
Boot.
Die Mast-/Kieltasche ist fertig, der Swingbaum auch.

Die Bauweise für den Swingbaum habe ich mir im RG-65 Forum abgeguckt. Da
diese Bauweise von verschiedenen Segler vorgestellt wurde, brauche ich
glaube ich keinen Namen zu nennen. Meine Vermutung ist eh, dass diese
Technik schon viel älter. Sie ist so einfach und genaugenommen so
naheliegend das diese Vermutung durchaus berechtigt ist.


... das hätte ich fast vergessen. Ich bin mit der weak spot doch etwas weiter. Ich habe den Segelservoträger fertig gebaut ;)


Gruß

Arne
 

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g2909

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Moin Arne,
Meine Vermutung ist eh, dass diese
Technik schon viel älter. Sie ist so einfach und genaugenommen so
naheliegend das diese Vermutung durchaus berechtigt ist.
Du meinst, dass schon die Wikinger ihre Schiffchen so gebaut haben? :D


Gruß Christian
 
Moin Tobi,

ja, der Rumpf wurde auf einer Positivform laminiert.
Ich laminiere den Rumpf, lasse den Harz soweit hart werden das er noch leicht klebt und rolle dann einen leicht angedickten Harz über das Laminat.
Nach dem aushärten kann der Rumpf geschliffen werden. Im Prinzip mit immer feineren Schleifpapier bis die Oberfläche so ist wie sie sein soll.
Michale Scharmer hat seine GFK IOMs auch so gebaut. Da die zweite Schicht mit einem braunen Füllstoff (Microbubbles?) vermengt war, sind seine Boot weiß/braun gefleckt gewesen.
Ich habe zwei unterschiedliche blautöne verwendet. So kann ich sehen wann ich bis auf das Laminat runtergeschliffen habe.

Bei der #hashtag fehlt nur noch die Befestigung für das Segelservo und der Ruderkoker. Das aktuelle Gewicht liegt jetzt bei 95 g. Um eine nahezu spielfreie Führung für die Ruderwelle und ein geringes Gewicht zu erzielen besteht der Ruderkoker aus einem gewickelten 6,2 mm CFK-Rohr und einem Kunststoffgleitlager (IGUS). Sowie auf den Fotos zu sehen, ist der Koker noch zu lang und wiegt 0,5 g. Gekürzt und eingeklebt sollten es ~ 1g werden :-)


Gruß

Arne
 

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Moin Modellbauer,

jetzt kann ich endlich an der weak-spot weiterbauen. Die #hashtag ist soweit fertig.

#hashtag1.1.jpg
Halt, da stimmt was nicht.

#hashtag1.2.jpg
So ist es besser, das Segelservo war noch eingebaut ;-)

Ursprünglich hatte ich nicht vor das Boot zu lackieren. Da die Oberfläche aber doch nicht so ansprechend geworden ist, werde ich den Rumpf in blau lackieren (mit der Rolle). Das Gewicht wird dann bei ca. 100 bis 105 g liegen.


Gruß

Arne
 
Moin Modellbauer,

ich habe ein paar Werkzeuge zusammengesucht, die ich für das Herstellen der Segel benötige.
  • Alulineal, 75 cm (Baumarkt)
  • Stahllineal, 30 cm (Baumarkt, Schreibwarengeschäft)
  • Holzleiste, 1,5 m, 5x20 mm (Baumarkt)
  • Doppelseitiges Klebeband, 6 mm (Fachhandel)
  • Malerkrepp, 20 mm (Baumarkt)
  • Schneidunterlage, ca. DIN A4 (Bastelgeschäft)
  • Rollschneider (zB. Fachgeschäft für Schneiderartikel)
  • Faserstift (Schreibwarengeschäft)
Die Schere habe ich natürlich vergessen.

Da ich doch schon einige Segel gebaut habe, bin ich inzwischen zu der Überzeugung gekommen, dass es sich lohnt etwas mehr Geld für das Werkzeug auszugeben.
Der Rollschneider sollte kein günstiger aus dem Baumarkt sein. Als sehr gut empfinde ich zB. die Artikel von Prym oder Fiskars.
Der Klingenhalter/Griff taugt oft auch bei den billigen aber die Klingen sind nicht so gut. Am besten finde ich die Rollschneider bei denen der Klingenschutz nach hinten geschoben werden kann. Viele besitzen ein Griff der zum schneiden zusammengedrückt werden muss. Mich stört das beim exakten schneiden.
Für die Schere gilt das gleiche. Ich arbeite seit einigen Jahren mit Scheren von Fiskars die eine Antihaftbeschichtung haben. Die Beschichtung funktioniert und ist total klasse. Das was kleben bleibt lässt sich sehr einfach entfernen.


Und warum schreibe ich das? Ich werde in den kommenden Tagen schreiben und zeigen wie ich die segel für die weak-spot baue. Vielleicht hat der eine oder andere Interesse daran und schaut einfach zu :-)


Gruß

Arne
 

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Und warum schreibe ich das? Ich werde in den kommenden Tagen schreiben und zeigen wie ich die segel für die weak-spot baue. Vielleicht hat der eine oder andere Interesse daran und schaut einfach zu :-)


Gruß

Arne
Werde es nicht verpassen.

Wo kann man dieses 6mm doppelseitiges Klebeband kriegen, hast du da eine Referenz zu, bzw. Fachhandel für was?
 
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