Weberschock Device F3F F3B Elektro-Einbau

Beim Einbau des Empfängers kam dann die erste Herausforderung, die allerdings nicht am Device sondern an meinem Jeti Empfänger lag.
Wenn der Empfänger ebenfalls bei den Servos, hinter dem Verbinder, zum Liegen kommt dann reicht die Länge der Empfängerantennen (20cm) nach vorne aus um bis zur CFK-freien Rumpfspitze zu kommen ;-(

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Ich habe etwas gegrübelt welche Option ich nehmen soll:

A) Empfängerantennen hinter der Flügelwurzel aus dem Rumpf führen?
Das ging gar nicht den super aerodynamischen und auf minimalen Widerstand getrimmten Device mit einer außenliegenden Antenne zu verschandeln.

B) Die Antennen bei Jeti austauschen und verlängern lassen
Jeti hat super schnell auf meine Anfrage geantwortet und generell ginge das. Die Wartezeit von ca. 4-6 Wochen (Corona) überstieg aber meine Geduldsgrenze. Ich will ja den Device in der Luft sehen.

C) Jeti Empfänger mit 40cm Antenne verwenden
Danke an Uwe Nessen für die schnelle Antwort doch einen Jeti REX12 mit 40cm Antenne einzusetzen. Wusste nicht das es auch Empfänger mit längerer Antennen gibt. Der REX12 war mit etwas zu klobig aber ich habe dann auch gesehen das es den REX7 mit 40cm Antennen gibt.
Das ist jetzt die Lösung die ich gehen werde.

Bei dem ganzen Grübeln über den Empfänger kam dann noch der Wunsch auf diesen sauber "definiert" ins Heck einzubauen und die Perfektion welche die ganzen Bauteile und Konstruktion auszeichnet fortzuführen. Flux - ok. am Ende hat es doch ein paar Stunden und 5 Versuche gedauert - meinen 3D Drucker gequält und eine Empfängerbox konstruiert und gedruckt welche mit dem Servorahmen eine Einheit bildet.

Jetzt kann die ganze RC-Einheit als Modul in das Heck eingeschoben und mit den 2 Schrauben befestigt werden. Alle Teile sind sauber aufgeräumt. An die Box kommen noch 2 Kabelbefestigungen um die Servokabel zu fixieren. So kann sich kein Stecker selbstständig machen.

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Das ist es jetzt soweit. Warte wie gesagt das der Bautisch frei wird damit ich weitermachen kann.
 
Mittlerweile ist mein E-Device fast fertig. Noch ein paar Kleinigkeiten wie die Deckel auf die Flügelservos kleben und dann den Sender programmieren.
Die gesamte Montage dauert und ich bin eher langsam, in Summe einen entspannten Tag.

Zunächst habe ich den RC-Einbau im Rumpf abgeschlossen. Das Bild zeigt die ganze RC-Einheit die dann in das Rumpfheck geschoben und mit den 2 Schrauben an der Wurzelrippe gesichert wird.

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Der "Kabelstrang" nach vorne für den Regler/Logger, Telemetrie und Antennen sind zum Schutz in einem Gewebeschlauch geführt.
Die Anschlusskabel für die Flügel sind noch mit einem Knickschutz "ummantelt"
Der Kabelstrang ist an der Empfängerbox mit einer Zugentlastung gesichert damit nicht aus versehen einer der Stecker aus dem Empfänger gezogen werden kann.

Das ganze Paket mit den Schubstangen dann durch die Kabinenhauben-Öffnung ins Heck schieben.
Von hinten lässt sich sehr gut kontrollieren das die Schubstangen nicht über Kreuz laufen. Das ist mir einmal bei einem anderen Modell passiert.

Die Feineinstellung der Schubstangen lässt sich sehr gut von hinten am "Pürzel" mit einer kleinen Zange vornehmen.
 
Als nächstes ist dann der Antrieb an der Reihe.
Martin erklärt in dem Youtube Video sehr gut, das der auch von mir eingesetzte Leomotion mit Getriebe etwas nach hinten versetzt werden muss. Grund ist das Lagerschild des Getriebes.

Der bereits eingesetzte und verklebte Motorspant im E-Device ist aber so perfekt einbaut, das ich es nicht über das Herz gebracht habe diesen zu ersetzen.

Die Lösung ist ein Distanzring aus dem 3D-Drucker, welcher den Motor um 8mm nach hinten versetzt und die Montage am Motorspant erlaubt.


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Dazu dann gleich noch eine Bohrschablone gedruckt damit die 4 Bohrungen für die Motorbefestigung sauber gebohrt werden können.


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Diese wird auf den Rumpf gesteckt und gibt die Lage der 2,5mm Bohrungen exakt vor.

Als letztes noch mit der Dremel etwas Platz für die M2.5 Schraubenköpfe geschaffen. Der Motorspant sieht dann bei mir so aus.

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Das Ergebnis sorgt noch immer für Dauergrinsen bei mir. Die Passung Rumpf - 30mm VMPro - VM 15x10 ist einfach traumhaft und das mit Abstand Beste was ich bisher mit meinem eingeschränkten Bautalent geschafft habe.

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Um den Antriebseinbau abzuschließen sind jetzt noch die ganzen Antriebskomponenten zu verbinden. Ich setze bei dem E-Device folgende Komponenten ein:

  • Leomotion L3031-2900-V2 mit Getriebe
  • Regler YGE LVT 65
  • Altis V4+ Logger
  • Altis Stromsensor
  • SLS 6S (2x3S) 1000mAh / 50C

Um den Kabelsalat so gering als möglich zu halten und unnötige Fehlerquellen auszuschließen habe ich Motor, Regler und Stromsensor direkt miteinander verlötet. Dabei habe ich die Kabel in der Länge soweit erforderlich und sinnvoll gekürzt.
Das Telemetrie Kabel am YGE LVT 65 habe ich auch massiv gekürzt und einen neuen Stecker auf-gecrimpt. Den Stecker brauche ich nur zur Programmierung des Reglers (einmalig).
Den Regler Anschluss (mit BEC) und Logger habe ich auch direkt miteinander verlötet und nur soviel Kabellänge behalten wie ich im Rumpf wirklich benötige.

Das ergibt dann ein schönes kompaktes Paket welche perfekt in den Rumpf passt.

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Ich versuche bei der Konfiguration / Programmierung vom Logger und Regler mich auf das absolut Notwendigste zu beschränken. Es gibt soviele Einstellungsmöglichkeiten dass die Gefahr groß ist sich zu "verbasteln".

Beim YGE 65LVT habe ich nur den max. Strom auf 65Ampere und die BEC Spannung auf 8V eingestellt. Mehr brauche ich nicht. Die Telemetrie kommt vom Logger.

Beim Altis V4+ habe ich die F3G Konfiguration gewählt, Telemetrie auf Jeti gestellt und "Emergency Motor ON" aktiviert.
 
Jetzt noch die SLS 3S LiPo Akkus auf 6S gelötet. Der Akku sieht dann bei mir so aus

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Durch die Verbindungsstelle in der Mitte lässt sich der Akku schön in den Rumpf bis zum Verbinder einschieben.

Nut die vorderen Torsionsbolzen am Flügel mussten noch auf 6mm Länge gekürzt werden damit der Akku dazwischen durchpasst. Aber das beschreibt Martin in seinem Video auch sehr gut.

Am Ende sitzt Alles sauber im E-Device Rumpf. Ich hatte mir den Ausbau aufgrund des sehr kompakten, engen Rumpfquerschnitts deutlich schwieriger vorgestellt, aber es passt alles perfekt.
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Die getönte Kabinenhaube rastet auch noch sauber in den Rumpf ein und das Display des Loggers ist auch noch ablesbar :-)

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Bostrom

User
Wenn Du jetzt noch den O Ring durch ein Stück von einem Rennradschlauch ersetzt dann hast vorne noch weniger Luftwiederstand , sehr saubere Arbeit
Wolfram
 

FaNNMaen

User
Ja siehste falsch
In einer Taschenlampe alter Schule waren drei oder mehr Monozellen jeweils 1,5 Volt 1,5 Volt 1,5 Volt sind 4,5 Volt !!
Beim Lipo 3,7 Volt Nennspannung mal 6 , voll geladen 4,2 mal 6
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Bostrom, Danke für den Tipp mit dem Fahrradschlauch. Werde ich machen. Ist mir erst nach Deinem Kommentar aufgefallen das der O-Ring am Spinner ganz schön aufträgt und nicht zu der aerodynamischen Güte des E-Device passt.
@molalu - Die 3S Pakete sind in Serie verlötet, D.h. der Plus von dem einen Paket ist mit dem Minus des 2. 3S Packs verbunden. Daraus ergibt sich eine 6S Konfiguration.
 

molalu

User
Alles klar - verstanden
 
Die letzten Arbeiten am Rumpf war das grobe Auswiegen.
Mein E-Device bringt voll ausgerüstet 2.285 Gramm auf die Waage - Top ich hatte mit 2.300 Gramm gerechnet. Ich habe noch 27 Gramm Blei im Heck unterbringen müssen um den Schwerpunkt für erste auf 99mm zu setzen.

Das kleine Bleipacket passt sehr gut ins Heck nach dem Verbinder des V-Leitwerks und ist mit 2 M2.5 Senkkopfschrauben befestigt.

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Jetzt noch den Flügel fertigstellen. Na ja wirklich viel ist da nicht zu tun. Servorahmen und LDS Anlenkung sind von "Werk" aus eingebaut.
Martin hat auch ein gutes und sehr informatives Video wie die wenigen verbleibenden Aufgaben zu bewerkstelligen sind.

Device - Einbau Flächenservos

Martin hat mir dankeswerterweise die 4 KST X10 Servos gleich in den Flügel gesetzt.

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Jetzt fehlen nur noch die durchsichtigen Abdeckungen auf den Servoschächten. Damit wäre eigentlich der Device heute von mir fertig geworden - Ja wenn ich die durchsichtigen Abdeckungen finden würde. Ich hatte sie schon in den Fingern, aber jetzt sind sie weg. D.h. nachher meine Werkstatt auf den Kopf stellen und den Abfalleimer durchsuchen :-(
 

Hauzen

User
Werden die Schubstangen nach hinten noch abgestützt durch einen Hilfsspant im Rumpfrohr um das durchbiegen des CFK Rohrs zu vermeiden?
 
ups... Über das Heckblei bin ich doch etwas überrascht, vor allem in Anbetracht der kleinen Akkus. Da würde sich die "Investition" des Nasen kürzens für einen grösseren Spinner lohnen z.b. ca 8mm abschneiden für den 32er Spinner. Und bei der Leistung würde wohl auch ein 3025 anstelle des 3031 genügen, was auch wieder 25gr weniger in der Nase wäre und der gedruckte Motoradapter entfällt auch.

Mein E-Device bringt voll ausgerüstet 2.285 Gramm auf die Waage - Top ich hatte mit 2.300 Gramm gerechnet. Ich habe noch 27 Gramm Blei im Heck unterbringen müssen um den Schwerpunkt für erste auf 99mm zu setzen.
 
Das ist ab Werk nicht vorgesehen, kann man jedoch selber machen, sofern man möchte.

Wobei ich das noch nicht vermisst habe - . Beim Shinto hatte ich auch schon verschiedenes mit CFK Rohren ausprobiert - grosse, kleine, dickwandige, dünnwandigee - auch schon 2 Rohre ineinander verklebt für möglichst steife Anlenkung... Einen unterschied konnte ich nicht feststellen.

Werden die Schubstangen nach hinten noch abgestützt durch einen Hilfsspant im Rumpfrohr um das durchbiegen des CFK Rohrs zu vermeiden?
 

Hauzen

User
Das ist ab Werk nicht vorgesehen, kann man jedoch selber machen, sofern man möchte.

Wobei ich das noch nicht vermisst habe - . Beim Shinto hatte ich auch schon verschiedenes mit CFK Rohren ausprobiert - grosse, kleine, dickwandige, dünnwandigee - auch schon 2 Rohre ineinander verklebt für möglichst steife Anlenkung... Einen unterschied konnte ich nicht feststellen.

Ich bin genau an einen Shinto dran die Servos nach hinten zu versetzen.
Ich wollte 4/2 Kohlerohr mit M2 Gewindestangen nehmen.
Es auf die Länge von ca 80cm biegt sich die Stange bei Belastung schon ganz gut durch...daher meine Rückfrage.
 
Ich bin genau an einen Shinto dran die Servos nach hinten zu versetzen.
Ich wollte 4/2 Kohlerohr mit M2 Gewindestangen nehmen.
Es auf die Länge von ca 80cm biegt sich die Stange bei Belastung schon ganz gut durch...daher meine Rückfrage.
Das ist kein Problem, das 2/4er Rohr ist - finde ich - das beste. Grösser geht hinten auch nicht mehr durch die Leitwerkssteckung welche beim Shinto zur Abstützung quer durch den Rumpf geht.

Die Belastung auf das Rohr ist minimal, letztlich nur das Eigengewicht des Rohrs und die Durchbiegung auch durch die Rumpfröhre sehr begrenzt.

Mein Avatar E hatte einen Spant dafür bereits eingeklebt, aber das war superkniffilg zum treffen und die Ösen müssen nachträglich eingeschraubt werden, was auch sehr friemelig ist. Gebracht hats - meinse erachtens - nichts das ich gemerkt hätte.
 
Ich sehe auch kein Problem mit den CFK Schubstangen. Sind sehr steif und robust und sie sind bei dem E-Device auch sehr kurz da die Servos weit hinten sitzen. Bei einem normalen F3B Rumpf mit Servos vorne wäre es eine andere Geschichte.

Freeski - die 27 Gramm Blei im Heck finde ich persönlich voll in Ordnung. O.k. ich könnte diese wunderschöne Nase kürzen aber das bringe ich nicht übers Herz ;-). Das sind gerade mal 1% vom Gesamtgewicht.
 
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