Welche Lage des Rumpfes beim Lackieren

Bei mir steht ein Rumpf für eine Marchetti SF-260 mit ca. 170 cm Länge zum Lackieren an. Ich habe zwar schon einiges mit Airbrush lackiert, aber so große Teile habe ich bisher immer lackieren lassen. Ich habe nun einen leeren Kellerraum dafür adaptiert und heute den Füller (von Oracolor) mit meiner Sata Minijet gespritzt. Dazu habe ich den Rumpf auf den Motordom gestellt und mit einer Zwinge befestigt. Ein leichter Rinner ist dabei entstanden weil die vertikale Länge doch sehr groß ist und ich an einer Stelle zu viel Farbe erwischt habe. Ist dies die beste Lage oder soll ich den Rumpf horizontal legen. Wie gehe ich dann beim spritzen vor. Zuerst die Unterseite und dann noch nass drehen und die Oberseite lackieren oder inzwischen trocknen lassen.
Wie spannt ihr den Rumpf? Vorne beim Motordom könnte ich eine Gewindestande in eine der Befestigungsmuttern drehen, aber hinten ist eigentlich nichts zum Befestigen.

Der Rumpf wird dann zweifärbig, vorne rot und hinten weiß. Da ist auch die Frage ob stehend Lackieren möglich ist.

Wäre toll, wenn ich ein paar Tipps von den Spezialisten bekomme.

Hier noch 2 Bilder, die den Rumpf vorne und hinten zeigen.

comp_DSCI0002 (2).jpg

comp_DSCI0001.jpg
 
Das musst Du ganz alleine selbst entscheiden wie Du zurecht kommst.
Beim "liegenden" Teil kann man etwas mehr Lack auftragen und so ist die Gefahr eines Läufers gering.
Beim "hängenden" Teil ist der Verlauf besser aber die Gefahr eines Läufers zu bekommen sehr hoch.

Ich würde mal sagen es hängt auch damit zusammen wie groß deine Werkstatt ist und was für Möglichkeiten Du überhaupt hast den Flieger aufzuhängen.
Als Beispiel kann man sagen das ein Lackierer einen fahrbaren und gleichzeitig schwenkbaren Fahrbock hat an dem man wie in der obigen Erläuterung vom hängenden Zustand wärend des Lackierens in den liegenden Zustand beim trocknen schwenken kann.

Ich würde dir aber raten das Teil liegend freihängend aufzuspannen.
 
Ich hatte bisher vom Platz die Möglichkeit Seglerrümpfe horizontal drehbar aufzubauen.
Der Aufwand für eine einfache Halterung war minimal.
Was einigermaßen gut ging.

Ich war mir aber nie im klaren über die optimale Temperatur. Ich hab zweimal versucht über 4 Infrarot Strahler sofort nach dem Spritzen die Rumpftemperatur um einige Grad zu erhöhen.
Vielleicht kann da jemand noch einen Tip über Temperaturen geben? Würde doch vom Topic passen. ;)
Walter
 
Ich war mir aber nie im klaren über die optimale Temperatur. Ich hab zweimal versucht über 4 Infrarot Strahler sofort nach dem Spritzen die Rumpftemperatur um einige Grad zu erhöhen.
Vielleicht kann da jemand noch einen Tip über Temperaturen geben? Würde doch vom Topic passen. ;)
Walter

Die Verarbeitungstemperatur steht im Datenblatt und ideal ist 20 bis 22° C. Im Sommer wird aber diese Teperatur deutlich überschritten und liegt meist bei 35 ° C bis sogar 40° C. Dann brauchtst Du eine Verdünnung die lange offen ist und einen kurzen Härter.
Bei Spotrepair oder ganz kleinen Teilen nimmt man dann einen Express-Klarlack. Da erfolgt schon eine Erhärtung in 5 bis 10 Minuten mit Infrarot. Bei UV-Klarlacken dann innerhalb von 10 Sekunden.

Du hast wohl versucht die Oberflächer schneller zu trocknen was man auch machen kann.
 
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Du hast wohl versucht die Oberflächer schneller zu trocknen was man auch machen kann.
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Danke.
Ja genau, da ich im Lackieren nicht so gut bin und vermutlich zu dick auftragen musste, um gute Deckung zu bekommen, hatte ich Angst vor Laufnasen.
Daher die drehbare Lagerung.
Ich hatte ein Zelt mit Folie gebaut und so etwa 20°C gehalten. Aber das Trocknen ging mir zu langsam, vielleicht war ich da zu ängstlich.
Sobald ich fertig war mit Spritzen sofort die Lampen an und weiter gedreht. Das reichte für ein paar Minuten zum Antrocknen und dann mit halber Leistung ein paar Stunden weiter.

Aber wenn man da nicht so geübt ist ist das hektisch und es liegen die Nerven etwas blank.
Sind doch viele Stunden Schleifen wenn es nicht klappt.:(
Cheers
Walter
 
Der Raum ist ca. 2,5 x 4m groß und ich kann somit gut von allen Seiten dazu kommen. Ich weiß nur nicht, wie ich den Rumpf so lagern soll, dass ich ihn ohne "Unfall" drehen kann. 2 Holzböcke und vorne die Gewindestange funktionieren sicher, aber was mache ich mit dem Heck. Da fehlen mir momentan die Ideen.
 
Am Höhenleitwerksausschnitt einen Flachstahl, oder ähnlich durchstecken, daran aufhängen / legen, vorne liegt / hängt es am Rundstahl.
 
Ich würde dir empfehlen das ganze hängend zu lackieren.
Vorne an der Motorhaube bei den Löchern einen Draht oder Schnur durchziehen.
Hinten beim Höhenleitwerk dann auch den gleichen Vorgang. Das ganze muss halt probiert werden bis der Rumpf horizontal liegt. Somit kannst Du alles rundherum ohne Ansetzer lackieren.
 
Manchmal denkt man einfach zu kompliziert. Ich habe mir immer überlegt, wie ich es wohl mit dem Umdrehen machen soll Zuerst Unterseite - drehen - Oberseite oder umgekehrt.

Wenn ich den Rumpf wie von Euch vorgeschlagen aufhänge kann ich ihn rundum lackieren, weil ich ja von unten auch gut dazu komme. Im Raum gibt es an der Decke auf der einen Seite ein Heizungsrohr an der Decke. Dort mache ich das Heck fest und den Vorderteil lege ich mit den Gewindestangen auf einen Bock ab. Dann liegt der Rumpf waagrecht in ca. 90 cm Höhe und ich versuche mein Glück.
 
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