Ja, das Thema ist vielschichtig und schwierig.
Ich habe ja weiter oben schon Vorschläge gemacht, wie man die Qualität erhöhen könnte. Und Themen gäbe es eigentlich wie Sand am Meer: Mischereinstellungen, verschieden Bespannungsarten, 1001 Möglichkeiten für Ruderscharniere, Auswahl und Dimensionierung Elektroantriebe, Antriebsobtimierung, Reparaturen, Aerodynamik, Elektronik, Flugtaktik, Figurentraining usw.
Wenn man diese Themen mal etwas tiefer angeht, kann man Bücher füllen, nicht nur Zeitschriften.
Es tun sich aber gleich zwei Fragen auf: wer hat die Eignung, das Fachwissen und auch das Gespür, diese Themen sauber, gut und Wissensbringed zu recherchieren und zu schreiben?
Soviel ich mitbekommen habe, sind die Redakteuere bei Vth z.b. eher aus dem Journalistischen Bereich und technisch nur oberflächlich bewandelt. Das Selbe habe ich bei vielen Büchern gesehen: große Werbung, vielversprechender Aufmacher aber ab Seite 3 wird es oft schon sehr oberflächlich. Traut man den Leuten das Verständnis nicht zu? Oder hat man selber zu wenig Einblick? Wer weiss...
Die zweite Frage ist, wer dann qualitativ hochwertigen Content liest?
Denn soviel ich sehe, sind die Leser (wie oben geschrieben) 60 mit 45 Jahre Erfahrung. Die lesen zwar gerne und tief, machen aber nur eine Schicht aus.
Die ab 50 sind eher die Käufer. Die blättern durch und schauen, was sie mit ihrer Kohle und der viel zu knappen Zeit kaufen können.
Die 40er sind die Blätterer. Die blättern etwas durch, schauen sich ein paar Bilder an und lesen hie und da einen Absatz.
Die 30er sind die Springer. Die Hüpfen durch und lesen eine Überschrift.
Und die darunter...ja die schauen außer ein paar Bildern nichts mehr an. Denen sind Buchstaben jeder Art ein Graus.
Ein Kernproblem ist also vielleicht auch, dass sich einfach der Lesestil und die Bereitschaft, sich mit "Inhalt" ausseinander zu setzen deutlich geändert hat.
Früher gab es nicht viel. Da hat man so ein Fach-Buch oder eine Zeitschrift in die Hände bekommen, das war was Seltenes, Wertvolles. Man hat darin eine Bauanleitung oder eine Beschreibung gesehen und die, wenn sie gut war, auch mehrmals gelesen. Man hat sich darüber Gedanken gemacht und eigene Ideen dazu gesponnen wie mans machen könnte.
Heute haben viele Leute weder die Zeit, noch die Ausdauer, so einen Text durchzukauen. Kurz mal anlesen, nach 10 Zeilen ist die Konzentration weg und dann ist man schon beim nächsten Thema. Social Media und Tinder sei dank, hat sich dieses "Wisch und Weg" flächendecken manifestiert.
Ich konnte das neulich sehr gut in unserer Jugendgruppe sehen. Hab da mal ein paar Zeitschriften mitgebracht. Und obwohl sie alle modellbegeistert sind war da kein großes Interesse, sondern mehr ein Staunen: "was ist das?". Einer hat dann doch einen kurzen Blick reingeworfen, mit Betonung auf kurz. Der hat so schnell durchgeblättert, dass ich ihn fragen musste, ob er überhaupt drauf geschaut hat. Die Antwort war ein klares: "Nöööö, Bilder sind langweilig. Ich schaue nur Videos an".
Ein klares Zeichen (und so auch von meinen Söhnen immer wieder bestätigt), das geschrieben Wort, egal ob Buch oder Zeitung, hat keinen Wert mehr. Man macht sich nicht mehr die Mühe, sich Wissen anzulesen oder auf Grundlage seines Wissens etwas zu hinterfragen. Nein, das YT-Tutorial hat recht, das DIY-Video zeigt wie mans macht und der KI-Inhalt ist super. Ohne kritischen Gedanken, ohne zu hinterfragen.
An dieser Stelle hat natürlich eine jede Zeitung, Zeitschrift oder sonstiges Schriftstück verloren. Klappe zu, Affe tot...