Welche Modellflug-Zeitschrift abonnieren?

Das schöne an Modellzeitungen ist, man liest, genießt oder auch nicht, jedenfalls bekommt man kein, wie so oft, negatives Feedback von andersdenkenden, ist einfach entspannender 😀 🤪
Ja - Forum ist eine „sozial kommunikative Herausforderung“ - immerhin erfolgen 70 - 80 Prozent unserer Kommunikation im Regelfall ( also persönliches Gegenüber) nonverbal . LG Claus ( ich freue mich mal auf die neue „ Motorzeitschrift“)
 
Ich habe die Zeitschriften 'MFI' und 'Jet Power' abonniert.
Jedes Mal, bei Erhalt der Rechnungen, überlege ich ob ich das Abo erneuern will.
Die letzten Ausgaben waren m.E. etwas frustrierend. Die Rubriken 'Die besten 2-Takt-Motore zwischen X und Y-ccm', die besten Kunstflugmodelle zwischen X und Y-Spannweite, die besten Servos zwischen X und Y-kg Ruderkraft' waren m.E. nur 'Seitenfüller'.
Ebenso nehmen produktspezifische Tests (z.B. Fernsteuerungskomponenten, CNC-Fräsen) viel zu viel Platz ein.
Bin auf dem Absprung...
 
Hatte früher alles im Abo, was nicht bei 3 auf den Bäumen war. Heute gar nix mehr.

Die Aufwind würde sich vielleicht noch halbwegs lohnen.

Alles andere.. nöö. Zu viel Werbung. Testberichte der bekannten Autoren erinnern oft eher an eine Werbeveranstaltung.

Das DMFV Blatt ist auch entbehrlich, viel Werbung und Berichte über die Verbandstätigkeit, die wahrscheinlich nur einen kleinen Teil der Mitglieder interessiert.Das kann man sich meiner Meinung nach auch schenken und besser den Beitrag senken. Wichtige Infos zur Verbandstätigkeit kann man auch auf die Webseite setzen oder Emailverteiler einrichten.

Wenn ich nach Infos google werde ich fast immer bei RC Network fündig, passt schon.
Somit RCN ist meine erste Wahl bei allen Themen rund um den Modellflug..
 
Die letzten Ausgaben waren m.E. etwas frustrierend. Die Rubriken 'Die besten 2-Takt-Motore zwischen X und Y-ccm', die besten Kunstflugmodelle zwischen X und Y-Spannweite, die besten Servos zwischen X und Y-kg Ruderkraft' waren m.E. nur 'Seitenfüller'.

Die Aufwind würde sich vielleicht noch halbwegs lohnen.
Aber auch in der Aufwind sind mittlerweile extrem viele Berichte von Messe und Firmen Besuche drin was auch nicht besser ist.
Und zu allem Übel wurde sie jetzt auch noch aus dem Handel genommen.
Abos mache ich prinzipiell keine da ist man auch nicht abhängig.
Lg Andreas
 
Wenn man zB eine hübsche „Verbrenner Geschichte“ mit passendem Modell zur Hand hat, kann man die ja mal ganz ohne Werbung redaktionell einreichen ….. why not - kann ja auch kreativ sein , Lg, Claus
 
Ich will mir zeitnah ein Abo der RCM&E holen.

Ansonsten : Die Zeitungen an sich leben ja auch nur von dem Inhalt, der an sie herangetragen wird - man kann da durchaus auch selbst tätig werden.

Ich hab mir eine Zeit lang die FMT rel. regelmäßig wegen der Pläne gekauft. Das sind aber inzwischen nur noch selten Skallpell - und Schleiflattentaugliche Konstruktionen, sondern irgendwelche CNC- optimierten Modelle, wo es einfach keinen Spaß macht die Fitzeldinger auszuschneiden und oft auch das Material Holz zu wenig berücksichtigt wird.
Aber ab und an kauf ich schon noch eine der Zeitschriften wegen spezifischer Artikel oder weil ich einen Plan gut finde.
Wettbewerbs- oder Messeberichte sind eigentlich auch interessant, wenn man Teilnehmer oder Aussteller war, bzw. jemand persönlich kennt.

Ich finde es auch extrem lustig, mal eine alte Zeitung zu nehmen und zu schauen, wie da der Stand der Technik war und was so dereinst der neueste Kram konnte. Da sieht man dann schon, wie verwöhnt wir aktuell sind.

Was aber schade ist, dass die breite professionalität im allgemeinen abzunehmen scheint. Bei Motorentests waren mal gute Leistungskurven, detaillierte Angaben zu Bauweise und Material sowie Flugtests standard, jetzt läufts meistens auf "der Motor Startet, läuft und lässt sich drosseln und dreht am Bodel Prop xy auf Drehzahl z" hinaus.
Auch Modellbauweisen etc. Werkstattipps - wird weniger.
Vereinzelt mal irgendwelche Ausnahmeathleten mit Superscale Kram, zu dem ich aber z.B. gar keinen Bezug habe.

Es machen halt alle mehr für sich im stillen Kämmerlein, da braucht man halt so ein Forum zur themenspezifischen Kommunikation.
Zeitungen funktionieren auch, haben nur eine andere Zielgruppe. So ein Forum ist auch nicht jedermanns Sache..
 
RCM&E macht natürlich Freude - da ist auch Unterhaltung groß geschrieben - incl „British Sense of humour“ - nicht so „Deutsch korrekt“ - auch etwas „Lifestyle“ - „Die tollkühnen Männer in ihren fliegenden Kisten“ trifft es schon ganz gut - ( also Demoiselle bauen) LG , Claus
 
Es gibt eben deutlich mehr Modellbauer und Modellflieger da draußen in der echten Welt, als die hier immer gleichen, mitteilungsbedürftigen Forenschreiber, die zu allem und jedem etwas mitteilen müssen. Das meinte ich mit der o.g. nicht repräsentativen Menge. >>Hier<< mal die Top 19 ;)
Da bist Du mit gut 7000 Beiträgen aber auch nicht weit weg, kommt halt immer drauf an wo man die Statistik ansetzt.. gell
 
Ja, das Thema ist vielschichtig und schwierig.
Ich habe ja weiter oben schon Vorschläge gemacht, wie man die Qualität erhöhen könnte. Und Themen gäbe es eigentlich wie Sand am Meer: Mischereinstellungen, verschieden Bespannungsarten, 1001 Möglichkeiten für Ruderscharniere, Auswahl und Dimensionierung Elektroantriebe, Antriebsobtimierung, Reparaturen, Aerodynamik, Elektronik, Flugtaktik, Figurentraining usw.
Wenn man diese Themen mal etwas tiefer angeht, kann man Bücher füllen, nicht nur Zeitschriften.

Es tun sich aber gleich zwei Fragen auf: wer hat die Eignung, das Fachwissen und auch das Gespür, diese Themen sauber, gut und Wissensbringed zu recherchieren und zu schreiben?
Soviel ich mitbekommen habe, sind die Redakteuere bei Vth z.b. eher aus dem Journalistischen Bereich und technisch nur oberflächlich bewandelt. Das Selbe habe ich bei vielen Büchern gesehen: große Werbung, vielversprechender Aufmacher aber ab Seite 3 wird es oft schon sehr oberflächlich. Traut man den Leuten das Verständnis nicht zu? Oder hat man selber zu wenig Einblick? Wer weiss...

Die zweite Frage ist, wer dann qualitativ hochwertigen Content liest?
Denn soviel ich sehe, sind die Leser (wie oben geschrieben) 60 mit 45 Jahre Erfahrung. Die lesen zwar gerne und tief, machen aber nur eine Schicht aus.
Die ab 50 sind eher die Käufer. Die blättern durch und schauen, was sie mit ihrer Kohle und der viel zu knappen Zeit kaufen können.
Die 40er sind die Blätterer. Die blättern etwas durch, schauen sich ein paar Bilder an und lesen hie und da einen Absatz.
Die 30er sind die Springer. Die Hüpfen durch und lesen eine Überschrift.
Und die darunter...ja die schauen außer ein paar Bildern nichts mehr an. Denen sind Buchstaben jeder Art ein Graus.

Ein Kernproblem ist also vielleicht auch, dass sich einfach der Lesestil und die Bereitschaft, sich mit "Inhalt" ausseinander zu setzen deutlich geändert hat.
Früher gab es nicht viel. Da hat man so ein Fach-Buch oder eine Zeitschrift in die Hände bekommen, das war was Seltenes, Wertvolles. Man hat darin eine Bauanleitung oder eine Beschreibung gesehen und die, wenn sie gut war, auch mehrmals gelesen. Man hat sich darüber Gedanken gemacht und eigene Ideen dazu gesponnen wie mans machen könnte.
Heute haben viele Leute weder die Zeit, noch die Ausdauer, so einen Text durchzukauen. Kurz mal anlesen, nach 10 Zeilen ist die Konzentration weg und dann ist man schon beim nächsten Thema. Social Media und Tinder sei dank, hat sich dieses "Wisch und Weg" flächendecken manifestiert.
Ich konnte das neulich sehr gut in unserer Jugendgruppe sehen. Hab da mal ein paar Zeitschriften mitgebracht. Und obwohl sie alle modellbegeistert sind war da kein großes Interesse, sondern mehr ein Staunen: "was ist das?". Einer hat dann doch einen kurzen Blick reingeworfen, mit Betonung auf kurz. Der hat so schnell durchgeblättert, dass ich ihn fragen musste, ob er überhaupt drauf geschaut hat. Die Antwort war ein klares: "Nöööö, Bilder sind langweilig. Ich schaue nur Videos an".
Ein klares Zeichen (und so auch von meinen Söhnen immer wieder bestätigt), das geschrieben Wort, egal ob Buch oder Zeitung, hat keinen Wert mehr. Man macht sich nicht mehr die Mühe, sich Wissen anzulesen oder auf Grundlage seines Wissens etwas zu hinterfragen. Nein, das YT-Tutorial hat recht, das DIY-Video zeigt wie mans macht und der KI-Inhalt ist super. Ohne kritischen Gedanken, ohne zu hinterfragen.
An dieser Stelle hat natürlich eine jede Zeitung, Zeitschrift oder sonstiges Schriftstück verloren. Klappe zu, Affe tot...
 
Tja …. Literaturstudium - ein akademischer Wert - dauert allerdings hunderte von Stunden ( übrigens auch in der Gegenwart , um „prüfungstauglich“ zu werden - jedenfalls in meiner Profession) - ein weiterer Aspekt : Das Gelesene neben dem Verstehen zu „speichern“ und bei Bedarf abzurufen - (ggf. lebensrettend ) LG,Claus
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich hatte auch über viele Jahre Abos (MFI, FMT, Scale, Jet-Power) und komme heute komplett ohne Zeitschriften aus. Ich habe auch ab und an in Zeitschriften eigene Berichte veröffentlicht, mit zunehmender Bürokratie (man muss wie ein freier Mitarbeiter Formulare ausfüllen, Steuerthema, bla, bla bla) hatte ich da einfach keine Lust mehr

Die Zeitschriften geben mir heute nichts mehr, aber das liegt ja gar nicht an den Zeitschriften! Ich selbst hab mich in 50 Jahren Modellbau verändert. Blöd gesagt,
-bautechnisch weiß ich doch das meißte schon,
-Werbung brauche ich nicht,
-meine Interessen (besondere Antriebe, Eigenbau, Warbids, scale) sind völlig unterrepräsentiert.

Wenn ich heute eine FMT (nur beispielhaft, weil mein Kumpel sie noch ließt) aufschlage, lege ich sie gelangweilt nach 5Minuten wieder weg:
in vielen aufeinanderfolgenden Beiträgen nur Einheitsbrei, da werden Modelle behandelt, die teilweise antriebslos, nicht an ein Original angelehnt, fertig aus der Schachtel kommen.
Es trifft einfach nicht mehr mein Interesse, was ich aber der Zeitschrift nicht vorwerfe, da bin ich das Problem. Sie bedienen ein Klientel und sie müssen wirtschaften. Letzteres werden sie hoffentlich schon über Leser-Rückmeldung und dem allgemeinen Wandel anpassen, damit es funktioniert.
Im Bekanntenkreis empfindet man es ähnlich. Und wenn ich hier den Altersdurchschnitt mutmaße, ist die Tendenz klar...
 
...
Die 30er sind die Springer. Die Hüpfen durch und lesen eine Überschrift.
Und die darunter...ja die schauen außer ein paar Bildern nichts mehr an. Denen sind Buchstaben jeder Art ein Graus.

Ein Kernproblem ist also vielleicht auch, dass sich einfach ... die Bereitschaft, sich mit "Inhalt" ausseinander zu setzen deutlich geändert hat.
...Kurz mal anlesen, nach 10 Zeilen ist die Konzentration weg und dann ist man schon beim nächsten Thema. Social Media und Tinder sei dank, hat sich dieses "Wisch und Weg" flächendecken manifestiert.
...das geschrieben Wort, egal ob Buch oder Zeitung, hat keinen Wert mehr. Man macht sich nicht mehr die Mühe, sich Wissen anzulesen oder auf Grundlage seines Wissens etwas zu hinterfragen. Nein, das YT-Tutorial hat recht, das DIY-Video zeigt wie mans macht und der KI-Inhalt ist super. Ohne kritischen Gedanken, ohne zu hinterfragen.
...
Du hattest auch geschrieben: nur Videos.
Tja, und wenn die ersten 250 ms eines TikTok Videos oder FB Reels uninteressant sind, wird weitergewischt.

Das passt alles wunderbar zu meinem Eindruck, was das Interesse an Bedienungsanleitungen angeht.
 
Ein großes Argument für Modell und FMT war in den früheren Jahren auch die Rubrik "Verkaufe". Die dort angebotenen Modelle waren meist in der ersten Woche nach Erscheinen verkauft. Diese Motivation Fachzeitschriften zu kaufen, ist mit dem Internet völlig verschwunden.
 
Ein großes Argument für Modell und FMT war in den früheren Jahren auch die Rubrik "Verkaufe". Die dort angebotenen Modelle waren meist in der ersten Woche nach Erscheinen verkauft. Diese Motivation Fachzeitschriften zu kaufen, ist mit dem Internet völlig verschwunden.
Stimmt nicht so ganz, denn es gab da auch schon die wöchentlich erscheinende "Sperrmüll", ausschließlich kostenlose Kleinanzeigen.
Ab da war eigentlich der Inserat Teil obsolet.
Bei FMT waren es oft die Beilagebaupläne, die einen gewissen Reiz hatten.
Übrigens, Mai 91 gab es den Plan Strike, von den 6 Modellen die gebaut werden sollten wurde lediglich mein Eigenes fertig.
Die 5 anderen (hochmotivierte Jugendliche) sind in verschiedenen Stadien stecken geblieben: Plan ansehen, Materialeinkauf, Teilrohbau...
Soll bedeuten, auch 1991 wurde schon viel nicht umgesetzt was man eigentlich "Feuer und Flamme" haben wollte.;)
 
Ansicht hell / dunkel umschalten
Oben Unten