Wer oder was wird von Spektrum & Co. gestört?

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Der Eifer, mit welchem für "legal" oder "illegal" von Spektrum, Assan und analogen Systemen gekämpft wird, nimmt fast missionarische Formen an.
Völlig unauffindbar bleibt dabei eine allgemein verständliche Begründung für all die Aufregung:

1.) Wer oder was wird in Europa von diesem Typus Sender gestört wenn diese mit der in USA und dem Rest der Welt üblichen Leistung betrieben werden?

2.) Warum können in den USA Grossveranstaltungen mit diesen Sendern durchgeführt werden, ohne dass irgend jemand oder irgend ein Dienst gestört wird?

Solange dies nicht für Otto Normalverbraucher klar und einfach verständlich gemacht wird, entsteht einfach der Eindruck, dass diese komplizierte, europäische Regelung nur dazu da ist, dass einige Beamte in Brüssel ihren Job beweisen müssen.
Im Zeitalter des globalisierten Handels sind Insel-Lösungen und Gesetze extrem schwierig durchzusetzen. Besonders wenn der Sinn und Zweck der Allgemeinheit nicht erkennbar ist.
Gerne lasse ich mich belehren...
Mit bestem Dank und Gruss
Jürgen
PS: ich bin selber werde betroffen noch Partei, ich fliege nur "legal" ;)
 
Und damit Du auch mal eine Antwort bekommst - ein kleiner Beitrag. 2,4 GHz Systeme sind nicht unstörbar, auch ist nicht unendlich viel Bandbreite vorhanden, auch wenn manche den Eindruck haben werden.
Die Richtlinien für 2,4 GHz werden nicht explizit für den Modellbau gemacht, sondern generell für alle Anlagen die auf 2,4 GHz senden, dazu gehören WLAN Router, RC-Anlagen, Bluetooth und noch sehr viel mehr Geräte.

Generell kann man davon ausgehen, dass die Bevölkerungsdichte in Europa deutlich höher ist als in den USA und tendenziell mehr Geräte pro Flächeeinheit betrieben werden, als in den USA.

Wenn alle Personen die Frequenzen gleichberechtigt nutzen dürfen, muss es Grenzen geben, damit benachbarte Personen dies ebenso können. Es kann ja nicht sein, das auf einem allgemein zugänglichen Frequenzband eine kleine Gruppe übermäßig viel Sendeleistung erhält und damit die Nutzbarkeit für eine andere Gruppe einschränkt. Dafür ist das 2,4 GHz Band nicht vorgesehen.

Die Richtlinien aus Brüssel drücken also nur den Umstand aus, das möglichst viele Menschen das 2,4 GHz Band gleichberechtigt nutzen können. In den USA dagegen gibt es mehr Platz, die Menschen verteilen sich auf einer größeren Fläche, also können die auch mit höheren Grenzwerten leben, ohne die Nutzbarkeit einzuschränken. Und nochmal: Die Richtlinien gelten für alle Arten von 2,4 GHz Systemen - nicht nur für RC-Fernsteuerungen.

Das wir uns daran zu halten haben, ist halt eine der Rahmenbedingungen die das Nutzen eines allgemeinen, nicht für den Modellflug reservierten Frequenzbandes so mit sich bringt. Und wer sich nicht dran hält, handelt demzufolge nicht nur illegal sondern asozial - da ggfs. anderen die Möglichkeit der Nutzung des Frequenzbandes eingeschränkt wird - und wenn nur der WLAN Router im 1,5km entfernten Haus nicht mehr die volle Geschwindkeit bringt.
 
Hallo,
25 Piloten in unserem Vereinfliegen Spektrum, einige schom 5 Jahre.
Ergebniss: kein Absturz, durch irgendwelche Störungen, oder Ausfälle.
35 und 40Mhz schon.
Gruß
Georg
 
Wenn alle Personen die Frequenzen gleichberechtigt nutzen dürfen, muss es Grenzen geben, damit benachbarte Personen dies ebenso können. Es kann ja nicht sein, das auf einem allgemein zugänglichen Frequenzband eine kleine Gruppe übermäßig viel Sendeleistung erhält und damit die Nutzbarkeit für eine andere Gruppe einschränkt. Dafür ist das 2,4 GHz Band nicht vorgesehen.
Leider nicht ganz richtig.
Manche personen sind gleicher als andere ;-)

Die EN gilt nur für den genehmigungsfreien zugang.
Dieser ist beschränkt auf geräte nach eben diese EN norm.

Es steht jedem frei bei der BNA eine genehmigung jenseits der EN norm zu beantragen.
Dies gilt z.B. für amateurfunker.

Ein kollege betreibt mit seinem amateurfunkklub einen amateurfernsehsender im 2.4Ghz band mit ca. 10W abstrahleistung [!], das ganze noch mit planarantenne gerichtet.
Dazu kommt das es kein burstsignal ist, sondern ein FM modulierter dauerstrichsender.
Der erschlägt jede EN norm komunikation mit der ganz grossen keule.
Die leistung ist so stark das im angrenzenden wohngebiet die benutzung von WLAN auf diesem kanal (Fritzbox defaultkanal ;-) ) recht begrenzt ist.

P.S. Der sender liegt ca 3..4km vom absturzort von Peter Michels MD10 entfernt und strahlt in genau diese richtung.
 
Es steht jedem frei bei der BNA eine genehmigung jenseits der EN norm zu beantragen. Dies gilt z.B. für amateurfunker.
Richtig. Nur wirst Du diese nicht für den RC-Modellflug bekommen. :D

P.S. Der sender liegt ca 3..4km vom absturzort von Peter Michels MD10 entfernt und strahlt in genau diese richtung.
Dann wäre zu prüfen, inwiefern die Aktivitäten des Amateurfunkclubs ein gefährlicher Eingriff in den Luftverkehr darstellen. Mag ja sein das sie mit mehr Leistung funken dürfen, für die Konsequenzen daraus haften sie aber auch.
Und noch darf man keine Luftfahrzeuge ungestraft zum Absturz bringen, egal ob absichtlich oder unabsichtlich.
 
Hallo,

eigentlich ist es doch so einfach kauf dir einen Sender oder ein Modul mit
Konformitätsbescheinigung und es ist gut.

Wozu brauche ich die Technik der Amis nur um ein paar 100 Meter weiter zu senden.

Sicher solche Anlagen stören absolut niemand kann ich bestätigen, wir haben da auch einige.

Aber es ist und bleibt ilegal.

Und auch der vergleich mit USA hinkt.

Ist ungefähr so als würde man schreiben in den USA fährt man links warum darf ich das hier nicht.

PS : so nebenbei es gibt Leute die werden von DECT Telefonen, Handys oder Sendemasten krank, aus diesen Grund gibt es Grenzwerte, Normen 2,4 ist nun mal Hochfrequenztechnik.
Und die Gefahr steigt mit der Leistung. Dumm Genug wer sich Sender mit 1000 mw an den Schritt hält !


Gruß Tom
 
es wurden auch schon leute von einem neuen sendeturm krank und der anwalt des betreibers sagte sinngemäß: wir bedauern die zunehmenden erkrankungen der anlieger sehr - wir können noch gar nicht absehen, wie schlimm es erst wird, wenn wir den turm in 2 monaten erstmals in betrieb nehmen"

kwt, Nik
 
Moin,

Richtig. Nur wirst Du diese nicht für den RC-Modellflug bekommen. :D


Dann wäre zu prüfen, inwiefern die Aktivitäten des Amateurfunkclubs ein gefährlicher Eingriff in den Luftverkehr darstellen. Mag ja sein das sie mit mehr Leistung funken dürfen, für die Konsequenzen daraus haften sie aber auch.
Und noch darf man keine Luftfahrzeuge ungestraft zum Absturz bringen, egal ob absichtlich oder unabsichtlich.

Um mal hier alle auf den Boden der Tatsachen zurückzuholen:
Modellfunk, egal in welchem Frequenzbereich ist eine Funkanwendung im Bereich der Short Range Devices, die Störungen durch Funkdienste (wie z.B. Amateurfunk im mit dem ISM-Band überlappendn Bereich 2400 - 2450 MHz ) hinnehmen muss. Ferner besteht kein Schutz gegenüber Störungen durch andere Nutzer des Frequenzbereiches (egal ob Funkdienst oder Funkanwendung).
Legale Sendeaktivität auf 2.4 GHz stellt mit Sicherheit keinen „gefährlichen Eingriff in der Luftverkehr“ dar. Auf 2.4 GHz gibt es über den dicken Daumen gepeilt 20 verschiedene Anwendungen oder Dienste und ALLE müssen akzeptieren, dass sie dort nicht alleine sind und keinen Schutz vor Funkstörungen beanspruchen können.
Das nur mal zur Info
 
Abwarten, bis die Gerichte den ersten Präzedenzfall verhandeln müssen, wo es um hohe Schadensersatzansprüche geht. Genehmigungen enthaften nicht. Die Frage ist ja, ob es noch verantwortungsvoll ist, in zweiten eines flächendeckenden Einsatzes von 2,4 GHz Technik aufgrund der Ausbildung in vollem Bewusstsein mit einem vielfachen der üblichen Leistung zu senden und dabei Störungen bzw. Totalausfälle anderer Funkstrecken billigend in Kauf zu nehmen. Ich darf einen 35 MHz Sender auch ohne Frequenzabsprache einschalten, trotzdem hafte ich für den Schaden, wenn durch die Kanaldoppelbelegung ein Modell abstürzt. Aber warten wir's ab - die Gerichte werden es beizeiten entscheiden.
 
Ein kollege betreibt mit seinem amateurfunkklub einen amateurfernsehsender im 2.4Ghz band mit ca. 10W abstrahleistung [!], das ganze noch mit planarantenne gerichtet.
Dazu kommt das es kein burstsignal ist, sondern ein FM modulierter dauerstrichsender.
Der erschlägt jede EN norm komunikation mit der ganz grossen keule.
Die leistung ist so stark das im angrenzenden wohngebiet die benutzung von WLAN auf diesem kanal (Fritzbox defaultkanal ;-) ) recht begrenzt ist.
Wofür braucht man so einen Quatsch?
Wird da jetzt ein ganzer Ort HF-technisch lahmgelegt, bloß weil 2 Leute ihrem Hobby nachgehen wollen?
Das erinnert mich an früher, da haben wir auch in der Nähe von so einem Funkamateur gewohnt. Der hat abends immer seinen Kram aufgedreht, so daß ich als Kind meine Lieblingssendung verpasst habe,; da war Essig mit Radioempfang.
Muss denn sowas wirklich sein? :(
 
Moin,
@Julian Holtz & sycorax:
Ich empfehle, Folgendes zur Kenntniss zu nehmen:
Zitat:
Die oben genannten Frequenzbereiche werden auch für andere Funkanwendungen genutzt.
Die Reg TP übernimmt keine Gewähr für eine Mindestqualität oder Störungsfreiheit des Funkverkehrs.
Ein Schutz vor Beeinträchtigungen durch andere bestimmungsgemäße Frequenznutzungen
kann nicht in jedem Fall gewährleistet werden. Insbesondere sind bei gemeinschaftlicher
Frequenznutzung gegenseitige Beeinträchtigungen der WLAN - Funkanwendungen
nicht auszuschließen und hinzunehmen.


p.s.: an dem "REG TP" bin ich nicht schuld

Quelle: http://http://www.bundesnetzagentur.de/media/archive/313.pdf

Ihr seit euch darüber im Klaren, das ihr den Sat-Downlink eines Funkdienstes mit euren 2.4 GHz-Anlagen massiv stört ?

Wie rechtfertigt IHR das ?

Der Modellfunk sitzt da etwas im Glasshaus und es ist mehr als dümmlich, in dieser Situation mit Steinen zu schmeissen.
 
@ niklas fischer -

bei uns auf dem dach gings noch heftiger - nach dem aufstellen des PROFILS (einfache alustange ohne irgendwas!)eines sendemastes erkrankten zahlreiche anwohner die daraufhin lautstark revoltierten....

glauben macht stark, - oder kopfweh.... :D

mfg

hugo
 
Hallo Frank

so ist das halt,eigentlich handelt man ja grob fahrlässig,wenn man sein Flugmodell im ISM Bereich fernsteuert,da man halt laut Verfügung,Störungen anderer Anwender in Kauf nehmen muss...
vielleicht sollte man Modellflieger auch eine Prüfung ablegen lassen,bevor sie in die Luft dürfen und zwar wie im Amateurfunk...Gesetzeskunde(Luftrecht sowie auch die Bestimmungen und Verfügungen über die Funkfernsteuerungen,SRD,Umweltrecht usw...)Technik(damit nicht soviel Schrott rumfliegt)...und nicht vergessen,ein polizeiliches Führungszeugnis...Betriebstechnik wüsste ich jetzt nicht so schnell etwas für Modellflieger umzusetzen...

@Ralf u.Julian...das allles müssen Funkamateure machen bevor sie in die Luft gehen dürfen GESETZESKUNDE,TECHNIK BETRIBSTECHNIK Prüfung bei der BNA vielleicht,verwechselt Ihr das mit dem CB-Funk...

Natürlich ist jeder Funkamateur nur darauf aus Modellflieger vom Himmel zu holen,haben ja sonst nichts zu tun...

So damit Ihr mich steinigen könnt...Ja ich bin Funkamateur,ich bin aber auch Modellflieger und ich benutze sogar 2,4 GHz zum Fliegen...

schönes WE Tom
 
Glaube ich nicht.
Millionen Router, die oft niemals ausgeschaltet werden, sollen weniger stören als die paar Leute, die am Wochenende bei schönem Wetter mal kurz ihren Sender weitab jeder Bevölkerungsansammlung einschalten? Hmmm....
Gerade jetzt empfange ich 6 Funknetze mit meinem Thinkpad. Die Anzahl vom Modellfliegern im Besitz einer 2,4er Funke im Umkreis von, sagen wir, 1km, ist grob geschätzt, 1 (ich).

@Ralf u.Julian...das allles müssen Funkamateure machen bevor sie in die Luft gehen dürfen GESETZESKUNDE,TECHNIK BETRIBSTECHNIK Prüfung bei der BNA vielleicht,verwechselt Ihr das mit dem CB-Funk...
Was nützt mir deren ganze Sachkunde, wenn sie dazu benutzt wird, Gerätschaften aufzubauen, die schlussendlich mein Radio zu stören? Ich war immer total traurig als Kind, wenn mitten in der Sendung auf einmal nur noch KKKKKEREAASHSDFJSASAEERDFIHAHHDFSSSSH aus den Lautsprechern kam. Warum?
 
Hallo Frank

so ist das halt,eigentlich handelt man ja grob fahrlässig,wenn man sein Flugmodell im ISM Bereich fernsteuert,da man halt laut Verfügung,Störungen anderer Anwender in Kauf nehmen muss...
Na ganz so schlimm isses ja nun nicht.
Es muss lediglich klar sein, dass es konkurierende Systeme gibt und es muss sichergestellt sein sein, das die auf 2.4 Ghz angewendete Technik damit klarkommt. Das es hier offenbar Einige gibt, die damit ein Verständnissproblem haben, ist zwar lästig, aber belanglos

vielleicht sollte man Modellflieger auch eine Prüfung ablegen lassen,bevor sie in die Luft dürfen und zwar wie im Amateurfunk...Gesetzeskunde(Luftrecht sowie auch die Bestimmungen und Verfügungen über die Funkfernsteuerungen,SRD,Umweltrecht usw...)Technik(damit nicht soviel Schrott rumfliegt)...und nicht vergessen,ein polizeiliches Führungszeugnis...Betriebstechnik wüsste ich jetzt nicht so schnell etwas für Modellflieger umzusetzen...

Ähm ja. Das würde zwar die durchschnittliche Qualität der Technik im Modellflug erhöhen, wäre aber ein Killer für das Hobby. Da lassen wir dann lieber mal die Finger von. Die Verpflichtung, mindestens einmal am Tag bei RCN reinzugucken, wäre da effektiver :cool:

@Ralf u.Julian...das allles müssen Funkamateure machen bevor sie in die Luft gehen dürfen GESETZESKUNDE,TECHNIK BETRIBSTECHNIK Prüfung bei der BNA vielleicht,verwechselt Ihr das mit dem CB-Funk...

Natürlich ist jeder Funkamateur nur darauf aus Modellflieger vom Himmel zu holen,haben ja sonst nichts zu tun...
Ich versuch morgen mal, meinen eigenen Flieger zu grounden (wenn es nicht regnet)


So damit Ihr mich steinigen könnt...Ja ich bin Funkamateur,ich bin aber auch Modellflieger und ich benutze sogar 2,4 GHz zum Fliegen...
Ganzheftigdiehandheb ! ICH AUCH !
 
Moin,

Glaube ich nicht.
Millionen Router, die oft niemals ausgeschaltet werden, sollen weniger stören als die paar Leute, die am Wochenende bei schönem Wetter mal kurz ihren Sender weitab jeder Bevölkerungsansammlung einschalten? Hmmm....


Was nützt mir deren ganze Sachkunde, wenn sie dazu benutzt wird, schlussendlich mein Radio zu stören?

Was nützt DIR deren ganze Sachkunde, wenn dein Radio nicht den gängigen EMV-Anforderungen genügt ?
Mal ein nettes Beispiel. Meine Auturadios funktionieren in unmittelbarer Nähe zu unserer lokalen Amateurfunk-Conteststation mit 40000 Watt Strahlungsleistung ganz hervorragend. Das Billigding im Wohnwagen, in dem diese Station steht, eher nicht.
Primitivradios haben da schon mal ein Problem. Schuld daran ist aber das Radio, nicht der Sender.
Nimmste ein gescheites Radio, kannste auch Radio hören. So einfach ist das.
 
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