Wettlauf gegen die Zeit!!!

Hallo liebe Kollegen!
Ich weiß weder wie ich anfangen soll, noch ob der Beitrag hier richtig platziert ist...
aber es ist mir ein großes Anliegen, darauf aufmerksam zu machen.
http://www.focus.de/politik/ausland/tid-23001/hungersnot-in-afrika-wettlauf-gegen-die-zeit_aid_647512.html

Ich bin kein Moralapostel, auch muß ich selber jeden Euro für mein Hobby 2x umdrehen.
Und trotzdem versuche ich mit einer Spende zu helfen, so gut ich kann.
Bei den Summen, die wir für 45C Lipos, BLS Servos und Sichtkohlefliegern ausgeben, tut uns ein kleiner Spendenbeitrag bestimmt nicht weh.
Unter dem Link dauert es keine Minute, einen großen, oder kleinen Beitrag zu leisten...

http://www.oxfam.de/spenden

Ich danke Euch!!!

Frank
 

Hans Schelshorn

Moderator
Teammitglied
Prinzipiell eine gute Idee, Frank!
Ich war heute auch schon am überlegen zu spenden. Der Bayrische Rundfunk führt heute ganztägig eine Sternstunden-Aktion durch.

Jetzt ist mein Problem: Oxfam hat 2009 in die Projektarbeit 1,7 Millionen Euro investiert sowie 920.000 Euro in das Marketing. Meiner Meinung nach ein nicht gerade günstiges Verhältnis.

Der Bayrische Rundfunk macht Werbung und Verwaltung auf eigene Rechnung, jeder gespendete Euro kommt bei den Bedürftigen an.

Meine Entscheidung dürfte klar sein ...

Servus
Hans
 
Ok Hans, dass wußte ich nicht!

Danke, für die Information.
Wichtig ist, dass was passiert, egal wie!

gruß Frank
 

Hans Schelshorn

Moderator
Teammitglied
3.017.057 Euro

3.017.057 Euro

Guten Morgen!

Und es ist wirklich ein guter Morgen. Beim Sternstundentag des Bayerischen Rundfunks wurden gestern über 3 Millionen Euro gespendet. Ein sensationeller Erfolg, aber bei weitem noch nicht genug.

Deshalb noch eine gute Nachricht: Das Konto bleibt offen, es darf weiterhin gespendet werden.

Servus
Hans
 

udogigahertz

User gesperrt
Also ich halte rein gar nichts von diesen Spendenaktionen, und zwar aus folgenden Gründen:

1. Der Hunger in Afrika, speziell in Ostafrika ist eine Folge des Klimawandels, es handelt sich da eben nicht um eine einmalige, kurzfristige Naturerscheinung, die man mit Nahrungsmittelhilfen von Außerhalb sozusagen überbrücken kann, sondern diese Gegend dort wandelt sich zur Zeit immer schneller zur unfruchtbaren Wüste. Das bedeutet, dass dieses Land dort die Menschen auf mittel- und langfristige Sicht nicht mehr ernähren kann.

2. Wenn man also jetzt dafür sorgt, dass der Großteil dieser Menschen dort durch Lebensmitttelhilfen überlebt, dann muss man auch konsequent sein und in Zukunft ständig diese Leute mit Trinkwasser, Kleidung und Nahrung versorgen, das heißt, mit kurzfristigen Hilfen und einmaligen Spenden ist das nicht getan bzw. es verlängert nur unnötig die Qual und das Leid der Menschen dort.

3. Hilft man jetzt einer Million Mesnchen dort vor Ort und sorgt fortan für deren Unterhalt (mit dem reinen Überleben ist es nicht getan, die Menschen benötigen auch Kleidung, Behausung udn vor allen Dingen Arbeit, damit sie ein halbwegs menschenwürdiges Leben in eigener Verantwortung führen können, also muss die Hilfe weitaus umfangreicher ausfallen, als man denkt), dann hat man es in 10 Jahren mit 1,5 MIllionen zu tun, in 20 Jahren mit vielleicht 10 Millionen ...... und so weiter.

4. Man "produziert" also durch solche Spendenaktionen die Hilfsbedürftigen der Zukunft, für die natürlich dann wiederum weder Nahrung noch sonstwas vorhanden sein wird.

5. Warum muss man der Natur, der Evolution durch solche künstlichen Massnahmen ins Handwerk pfuschen? (Gläubige Menschen können anstatt "Evolution" und "Natur" auch gerne "Gott" einsetzen), lasst doch den Naturgegebenheiten ihren freien Lauf, es gibt sowieso bereits jetzt viel zu viele Menschen auf diesem Planeten, die schon jetzt ohne die Fortschritte der Gentechnik und extensiv betriebener Landwirtschaft nicht mehr ernährt werden könnten, warum muss man da noch künstlich nachhelfen und die Situation weiter verschlimmern?

6. Nur, weil zur Zeit ein Medieninteresse an Bildern von hungernden Menschen besteht und dieses Thema von den Journalisten ausgeschlachtet wird, steht der Hunger in Afrika zur Zeit im Blickpunkt, es ist aber so, dass praktisch täglich und das Jahr für Jahr seit langer Zeit auf dieser Erde Menschen verhungern und/oder verdursten und nicht nur in Afrika. Jedoch interessiert das nun keine S**, denn es gibt ja keine Bilder davon im Fernsehen, die meisten dieser Opfer sterben ohne Medienwirksamkeit. Mit welcher Begründung hilft man den Menschen in Ostafrika jetzt (später, wenn das Thema wieder aus dem Blickpunkt der Medien gerückt ist, ist euch das sowieso egal, aber gerade dann brächten diese Menschen, denen ihr Dank eurer Spenden das Überleben ermöglicht habt, umso dringender eure Hilfe) aber nicht etwa anderen verhungernden Kindern auf der Welt?
Man macht sich doch auf diese selektive Weise zum Richter über Leben und Tod ganzer Bevökerungsgruppen.

7. Wie die Geschichte lehrt, ist Afrika einfach nicht in der Lage, eigenständig sowas wie eine Zivilisation nach westlichem Vorbild aufzubauen, das heißt, trotz zahlreich zur Verfügung stehender natürlicher Ressourcen und Devisenbringer (Öl, Gas, Diamanten, Gold, Kupfer, Tourismus usw.) ist kein einziges afrikanisches Land (Ausnahme: Südafrika, aber nach der Machtübernahme durch schwarze Politiker geht es damit auch rapide bergab) in der Lage, sich selbst zu versorgen, man ist auf stetige Einfuhr von Nahrungsmitteln, medzinischen Produkten und anderen Erzeugnissen des täglichen Bedarfs angewiesen, trotz zig-MIllionen, die in diverse Entwicklungsprojekte geflossen sind, sit so gut wie nichts bei den Menschen vor Ort angekommen, die jeweils herrschenden Politiker stecken sich das Geld in ihre eigenen Taschen und beuten zusätzlich ihr Land aus, sie bereichern sich persönlich, das Volk ist ihnen egal. Kaum ein Land dort ist wirklich demokratisch legitimiert, die Herrscher sind allesamt Verbrecher, die sich schon auf die jetzt dank eurer Spenden anlaufenden Hilfslieferungen freuen, daran werden sie noch zusätzlich verdienen, falls überhaut was von euren Spenden wirklich vor Ort ankommt.

8. Wenn man wirkich helfen will, dann soltle man es so machen, wie der Schauspieler Karl Heinz Böhm, der hat vor Ort und ganz persönlich und auch nachhaltig einer kleinen Gruppe von Menschen geholfen und nicht nur "gespendet, um damit sein Gewissen zu beruhigen".

Grüße
Udo

P.S.: Tut mir Leid, wenn mein Beitrag im hohem Maße zynisch klingt, aber die grausame Wirklichkeit ist nun mal so ..........
 
hi Udo, dein Beitrag ist auch in vielen Teilen falsch, aber lesen bildet...
Afrika wird seit langen Jahren ausgebeutet, von den Bodenschätzen hat die Bevölkerung nichts, Bakschisch verdunstet oben, Wasser wird u.a. zur Rosenzucht für uns, statt für die Landwirtschaft verwendet...
Fischgründe werden für Sushi geplündert, etc. ...
 

udogigahertz

User gesperrt
hi Udo, dein Beitrag ist auch in vielen Teilen falsch, aber lesen bildet...
Afrika wird seit langen Jahren ausgebeutet, von den Bodenschätzen hat die Bevölkerung nichts, Bakschisch verdunstet oben, Wasser wird u.a. zur Rosenzucht für uns, statt für die Landwirtschaft verwendet...
Fischgründe werden für Sushi geplündert, etc. ...

Ich vermag jetzt nicht den Widerspruch zu meinem Beitrag zu erkennen, hilf mir mal ein wenig aus meiner Ratlosigkeit. Ich meine mich zu erinnern, dass ich genau das Gleiche geschreiben hatte, wobei es keine Rolle spielt, wer die Nutzniesser sind, ob wir als westliche Europäer oder Amerikaner oder die lokalen Machthaber oder beide? Das dürfte den notleidenden Afrikanern herzlich egal sein und ändert absolut nichts an der Situation.

Grüße
Udo
 

Hans Schelshorn

Moderator
Teammitglied
Also ich halte rein gar nichts von diesen Spendenaktionen ...
Ich war schon versucht, im Beitrag Nummer 6 einige Anmerkungen zu machen, habe aber der Versuchung widerstanden, weil nur sinnlose Diskussionen dabei rauskommen. Da sind wir jetzt eh schon mittendrin, dann kann ich also gleich weitermachen.

Auch wenn ich diese Deine Ansicht respektiere, Udo, möchte ich doch Ansätze aufzeigen, wie man auch anders denken könnte.

Erst mal hilft es gar nichts, daß jeder in die Krisenregion reist, der helfen will. Da sollen jene hingehen, die mit ihrer Erfahrung und ihrer Kompetenz auch wirklich helfen können. Und die brauchen finanzielle Unterstützung.

Daß kurzfristige Hilfe keine Lösung ist, das ist auch klar. Genausowenig ist die Finanzhilfe für Griechenland eine Lösung. Das ist genauso ein Fass ohne Boden, nur wird dort mit dem hundertfachen Betrag lediglich dafür gesorgt, daß die Griechen ihren Gürtel nicht enger schnallen müssen, während die Menschen in Ostafrika im Zweifel gar keinen Gürtel mehr brauchen werden. Wenn ich könnte, würde ich meinen Anteil am Rettungsschirm nach Somalia schicken.

Mindestens genauso sinnlos ist der Einsatz unseres Militärs in Afghanistan. Die schlagen sich halt erst dann die Köpfe ein, wenn die ausländischen Truppen wieder abgezogen sind. Da könnte ein udogigahertz hundert Jahre versuchen, den Frieden zu sichern, es wird nicht gelingen. Dein Einsatz dort war also mindestens genauso sinnlos wie eine Spende für oder eine Reise nach Afrika. Er war nur viel, viel teurer. Ich frage mich, warum Du Dich dort engagiert hast. Als Pensionär musst du ziemlich laut "Hier" gerufen haben!

Es gibt oder gab in Afrika sehr wohl Völker, die ganz gut ohne die Segnungen der modernen Zivilisation leben konnten oder können. Das sind z.B. die Tuaregs, die Berber, die Buschmänner. Unser Kardinalfehler ist, daß wir versuchen, allen Völkern unseren Glauben und unsere Gesellschaftsform aufzudrücken und uns dann wundern, daß die damit nicht zurecht kommen.

Servus
Hans
(der meint, daß ein gutes Textverarbeitungsprogramm "udn" und "Mesnchen" erkennen sollte ...)
 

kioto

User
Mann sollte es differenziert sehen.

Mann sollte es differenziert sehen.

Hallo,
Jede Spende kann ein Leben dort retten und ist insofern nicht sinnlos. Allerdings hat Udos kathegorisch / kalte Betrachtung natürlich recht, die Probleme werden vor Ort damit nicht gelöst. Die Spenden mildern allenfalls die Probleme, die auch durch die Ausbeutung durch den Westen entstehen.
Was m.M. n. geändert werden müsste:
- Keine Unterstützung für korrupte Regime
- Kein Kauf von Rohstoffen von internationalen Konzernen, die ausbeuterisch arbeiten, also Umwelt schädigen, Hungerlöhne zahlen, zu stark mit den korrupten Behörden vor Ort zusammenarbeiten
- Keine Entsorgung von Gift und Elektronikschrott in Entwicklungsländern
- Keine Lieferung gebrauchter Waren, besonders Kleidung aus sog. Spenden. Diese ruinieren die lokalen Handwerksbetriebe und machen die Menschen dort noch abhängiger.
- Lieferung von Saatgut, das patentfrei ist und von den Bauern vor Ort selbst vermehrt werden kann / darf, um sie nicht in die Abhängigkeit von Montsano und Co. zu bringen.
- Hilfe bei der Aufforstung
- Hilfe bei der Ausbildung, z.B. Ärzte, die in Deutschland ausgebildet werden, sollten auch zumindest zeitweise in den Heimatländern arbeiten.
- Mikrokedite, um Kleingewerbe zu fördern.

Es passiert sicherlich viel in diese Richtung, aber nur, wenn die lokalen Machthaber unter Druck gesetzt und kontrolliert werden, versickert nicht zu viel der Spenden auf schweizer Konten oder wird zum Waffenkauf verwendet. Deshalb auch generelles Ausfuhrverbot von Waffen in Länder, die Entwicklungshilfe beziehen.

mfg Werner am NO-Kanal
 

kioto

User
Also ich halte rein gar nichts von diesen Spendenaktionen, und zwar aus folgenden Gründen:
......

5. Warum muss man der Natur, der Evolution durch solche künstlichen Massnahmen ins Handwerk pfuschen? (Gläubige Menschen können anstatt "Evolution" und "Natur" auch gerne "Gott" einsetzen), lasst doch den Naturgegebenheiten ihren freien Lauf, es gibt sowieso bereits jetzt viel zu viele Menschen auf diesem Planeten, die schon jetzt ohne die Fortschritte der Gentechnik und extensiv betriebener Landwirtschaft nicht mehr ernährt werden könnten, warum muss man da noch künstlich nachhelfen und die Situation weiter verschlimmern?

......

P.S.: Tut mir Leid, wenn mein Beitrag im hohem Maße zynisch klingt, aber die grausame Wirklichkeit ist nun mal so ..........

Hallo Udo,
nun reizt es mich doch. Wenn Du demnächst am entzündeten Blinddarm stirbst, ist das auch gottgewollt? Also sollte der Chirurg lieber auf den Golfplatz gehn ?

Die Erfahrung hat gezeigt, das der Anstieg der Bevölkerung durch 2 Methoden gestoppt werden kann.
1) Durch verhungern
2) durch höheren Lebensstandard
Als Mensch mit leicht humanistischer Prägung bevorzuge ich Methode 2).

mfg Werner am NO-Kanal
 

udogigahertz

User gesperrt
Hallo Udo,
nun reizt es mich doch. Wenn Du demnächst am entzündeten Blinddarm stirbst, ist das auch gottgewollt?

mfg Werner am NO-Kanal
Du vermischt hier zwei völlig unterschiedliche Dinge, nämlich zum einen das Schicksal eines Individuums und zum anderen Missstände, die eine ganze Region betreffen.

Machen wir uns doch nichts vor, die Gegend in und um Somalia verwandelt sich zur Zeit in eine Wüste, die ihre Bewohner nicht mehr ernähren kann. Dieser Trend wird sich weiter fortsetzen und im Endergebnis dazu führen, dass wir dort eine Bevölkerung haben, die dauernd auf Lebensmittelhilfen aus anderen Regionen angewiesen sein wird. Das Dumme daran ist, dass jegliche Hilfe, die man jetzt leistet, später dann unweigerlich dazu führen wird, dass man noch mehr Menschen helfen muss. Und irgendwann wird dann auch die externe Hilfe ganz versagen, sei es aus Desinteresse, weil die Medien nicht mehr darüber berichten oder aber weil wir inzwischen abgestumpft sind oder weil regionale Warlords die Hilfe erst gar nicht zulassen. Und dann? Dann hat man durch seine Spenden daran mitgewirkt, dieses Leid der Menschen dort auch noch zu vergrößern.

Die Erfahrung hat gezeigt, das der Anstieg der Bevölkerung durch 2 Methoden gestoppt werden kann.
1) Durch verhungern
2) durch höheren Lebensstandard
Als Mensch mit leicht humanistischer Prägung bevorzuge ich Methode 2).
Zwei weitere Punkte fehlen noch:
3) Staatliche Kontrolle, siehe China (ein-Kind-Familie, Abtreibungen im 7. Monat auf staatlichen Druck).
4) Kriege oder kriegerische Auseinadersetzungen.

Natürlich bevorzuge auch ich die Möglichkeit 2, also ein Anwachsen des Wohlstandes und damit einhergehend eine Abnahme des Geburtenzuwachses weltweit.

Leider muss dieser fromme Wunsch eben das bleiben, was er ist, anscheinend will man hier die Fakten nicht zur Kenntnis nehmen:

- Die Weltbevölkerung kann bereits heute mit den uns zur Verfügung stehenden Miitteln nicht mehr vollständig ernährt werden, auch, wenn man sämtliche in Frage kommenden Agrarflächen bestmöglichst ausbeutet und die Nahrungsmittel gerecht verteilen würde (was an sich schon illusorisch ist), bliebe nicht genug für alle übrig.

Um also zur Vervollkommnung Deines Wunsches zu kommen, müsste man erstmal entweder die Kapazitäten der Agrar- und Nahrungsmittelindustrie erheblich steigern, was aber nur durch den konsequenten Einsatz gentechnisch veränderter Pflanzen (und später dann auch: Tiere) möglich wäre, und das wollen wir ja alle nicht, oder?

Oder man müsste die Anzahl der Bevölkerung auf andere Weise verringern .........

erst dann könnte man Dein hehres Ziel ins Auge fassen.

Leider hat sich aber in der Vergangenheit gezeigt, dass gerade der afrikanische Kontinent irgendwie mit der westlichen Zivilisation nicht wirklich zurechtzukommen scheint. Es gab ja bereits in der Vergangenheit dort sehr umfangreiche Projekte Hilfe zur Selbsthilfe, in denen man junge Leute eine sehr gute Bildung und Ausbildung hat angedeihen lassen, man hat Startkapital in Form von Maschinen und Geld eingesetzt ....... aber alle Projekte sind gescheitert, soviel ich weiß. Die Gründe sind vielfältig und ich möchte auch gar nicht von Schuld sprechen, es ist eben nur so, dass z.B. einige afrikansiche Staaten seit der Erlangung ihrer Unabhängigkeit und trotz des Verkaufs ihrer Rohstoffe auf dem Weltmarkt immer ärmer geworden sind auf den Qurschnitt der Bevölkerung bezogen, dass sich dort nahezu keinerlei Verbesserung im Lebensstandard ergeben hat, während andere Nationen, die ähnliche oder sogar noch größere Probleme hatten, heute weitaus besser dastehen, z. B. China.

Manchmal ist es besser, nicht einzugreifen.

Grüße
Udo
 

udogigahertz

User gesperrt
Hallo,
Jede Spende kann ein Leben dort retten und ist insofern nicht sinnlos.
mfg Werner am NO-Kanal

Klar, damit hast Du Recht, sinnlos ist die Spende sicherlich nicht. Welche Auswirkungen hat denn so ein Spende?

1. Von jedem gespendeten Euro gelangen am Ende höchstens 0,20 € als Hilfe vor Ort.

2. Man sorgt dafür, dass die Leute kurzfristig überleben, und dann? Da die Gegend dort erstens politisch sehr unsicher ist (es herrscht dort Anarchie, die bedeutsamste Einnahemequelle dort ist die Piraterie) und vor allen Dingen gibt es keine Zukunftsperspektive dort, es wird dort imemr trockener werden, die Gegend dort kann ihre Menschen nicht mehr ernähren! Man schafft so ein Gebilde, das auch in Zukunft von andauernden Hilfen abhängig sein wird.

3. Jeder Sack Reis, jeder Sack Bohnen oder sonstwas, was dort von den Spendengeldern gekauft und verteilt wird, stammt ja vom Weltmarkt, weil diese Güter dort besonders billig sind und nicht etwas von einheimischen Erzeugern. Es gibt ja zahlreiche Projekte in Afrika, in denen ansässigen Bauern geholfen wird, mehr Produkte zu erwirtschaften, um sie dann auf dem Markt zu verkaufen. All diese Bemühungen werden durch das Übel der Spenden im Ansatz zunichte gemacht, denn erstens werden die Hilfsorganisationen nicht bei örtlichen Bauern kaufen, weil viel zu aufwendig und zu teuer und zweitens gelangen immer wieder Massen an Hilfsgütern in dunkle Kanäle, wo sie dann auf dem Markt zu konkurrenzlos günstigen preisen verramscht werden. Da kann dann der örtliche Bauer nicht mithalten und gibt seine Produktion wieder auf.

Daher sind Spenden doppelt kontraproduktiv und insgesamt schädlich.
Die Spenden mildern allenfalls die Probleme, die auch durch die Ausbeutung durch den Westen entstehen.
Verifiziere doch bitte mal die Aussage, dass "der Westen" dort eine Ausbeutung betreibt. Wie und wo und durch was beutet "der Westen" Afrika aus?

- Keine Unterstützung für korrupte Regime
Ein lachhafter frommer Wunsch eines Phantasten, mehr nicht. Leider (Ich wäre ja auch dafür, aber die Praxis, sie sieht leider anders aus, man muss teilweise eben mit den schlimmsten Diktatoren und Ausbeutern Geschäfte machen, ich nenne nur mal China, eine grausame und menschenverachtende Diktatur sondergleichen, aber Du kaufst ja nix, was in China gefertigt wurde, nicht wahr?)

- Kein Kauf von Rohstoffen von internationalen Konzernen, die ausbeuterisch arbeiten, also Umwelt schädigen, Hungerlöhne zahlen, zu stark mit den korrupten Behörden vor Ort zusammenarbeiten
Na dann viel Spass in deiner Welt ohne
- Öl (Benzin, Diesel, Heizöl, Plastikprodukte usw.)
- Sämtliche chinesichen Produkten (Laptops, Computer, Modellbauzubehör, Flachblidschirme, Digitalkameras usw, usw. usw.).

Nun ja, ein Trost bleibt ja: Wenn das so weitergeht mit dem Herunterfahren unserer Reallöhne, dann werden wir selbst in nicht allzu ferner Zukunft ebenfalls ein Land, das man wegen "ausbeuterisch arbeiten" boykottieren müsste.

- Keine Entsorgung von Gift und Elektronikschrott in Entwicklungsländern
- Keine Lieferung gebrauchter Waren, besonders Kleidung aus sog. Spenden. Diese ruinieren die lokalen Handwerksbetriebe und machen die Menschen dort noch abhängiger.
- Lieferung von Saatgut, das patentfrei ist und von den Bauern vor Ort selbst vermehrt werden kann / darf, um sie nicht in die Abhängigkeit von Montsano und Co. zu bringen.
- Hilfe bei der Aufforstung
- Hilfe bei der Ausbildung, z.B. Ärzte, die in Deutschland ausgebildet werden, sollten auch zumindest zeitweise in den Heimatländern arbeiten.
- Mikrokedite, um Kleingewerbe zu fördern.
Damit bin ich voll einverstanden, das ist vernünftig und sollte unterstützt werden. Wird ja auch vielfach bereits gemacht bzw. wurde gemacht. Leider handelt es sich dabei meist um verschiedenartigste Kleinprojekte, die nicht so medienwirksam sind und daher weiß darum praktisch kein Mensch hierzulande. Leider haben all diese Projekte nicht viel eingebracht. Das liegt aber nicht an den Menschen selber, sondern eher an den Umständen dort, die diktatorischen und korrupten Regime, die ihr Land nur zu ihrem eigenen Vorteil ausbeuten und irgendwann verschwinden. An einer ordnungsgemäßen und nachhaltigen Entwicklung ihres Landes haben die gar kein Interesse.


Grüße
Udo
 

udogigahertz

User gesperrt
Nach der letzten Meldung in den nachrichten trifft zwar jetzt Hilfe in Mogadischu ein, sie kann aber nicht ins Krisengebiet transportiert werden, weil die dort herrschenden Warlords diese Hilfslieferungen nicht zulassen wollen. Man wird die Hilfsgüter alo irgendwo "einlagern" müssen und in ein paar Tagen oder gar Wochen, wenn die örtliche Warlords doch Hilfslieferungen gestatten sollten (wenn gewisse Kanäle genügend Geld zur Umstimmung überwiesen haben), sind ein Großteil dieser Hilfslieferungen entweder verdorben oder ..... weg, sowas aber auch, wie konnte das passieren?

Macht euch nichts vor: Ihr könnt spenden, soviel ihr wollt, den Menschen dort wird es nichts, aber auch garnichts helfen, die werden verhungern, so oder so, aber mit euren Spendengeldern habt ihr immerhin für allerhand kriminelles Gesindel ein gutes Werk getan.

Daher sag ich ja, dass solcherart Hilfe vollkommen sinnlos ist, man müsste schon direkt vor Ort helfen, selber hinfahren und für ein menschenwürdiges Leben sorgen. Aber dazu müsste man erstmal die militärische Oberhoheit dort besitzen und den örtlichen Warlords den Garaus machen aber sowas geht nicht ohne Blutvergiessen, auch eigenes.
Also lieber schön vorm Flachbildschirm sitzenbleiben, sich schockiert diese Hungerbilder ansehen und ....... Spenden, dann hat man sein Gewissen beruhigt, obwohl man rein gar nichts für diese Menschen getan hat.


Grüße
Udo
 

Hans Schelshorn

Moderator
Teammitglied
Hallo Udo,

ein paar Links, speziell für Dich:

http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/thema/1510519/
http://www.domradio.de/aktuell/75241/not-und-hunger-mir-doch-egal.html

Ok, zugegeben, ich musste etwas suchen.
Da ist, ganz versteckt, auch die Information drin, daß Uganda den Hunger mehr oder weniger besiegt hat und daß in Äthiopien, trotz stark gestiegener Bevölkerungszahlen, der Prozentsatz an hungernden Menschen in den letzten Jahrzehnten deutlich zurückgegangen ist. Hilfe ist also durchaus sinnvoll, man muß sie nur wagen.

Ein paar gewagte Behauptungen von Deinen vielen möchte ich doch noch ansprechen:

1. Von jedem gespendeten Euro gelangen am Ende höchstens 0,20 € als Hilfe vor Ort.
...
Quelle?
Mit diesem Prozentsatz würde keine Organisation ein Spendensiegel bekommen.
Im Übrigen: Lies mal bei den Sternstunden nach.

...
3. Jeder Sack Reis, jeder Sack Bohnen oder sonstwas, was dort von den Spendengeldern gekauft und verteilt wird, stammt ja vom Weltmarkt, weil diese Güter dort besonders billig sind und nicht etwas von einheimischen Erzeugern. Es gibt ja zahlreiche Projekte in Afrika, in denen ansässigen Bauern geholfen wird, mehr Produkte zu erwirtschaften, um sie dann auf dem Markt zu verkaufen. All diese Bemühungen werden durch das Übel der Spenden im Ansatz zunichte gemacht, denn erstens werden die Hilfsorganisationen nicht bei örtlichen Bauern kaufen, weil viel zu aufwendig und zu teuer und zweitens gelangen immer wieder Massen an Hilfsgütern in dunkle Kanäle, wo sie dann auf dem Markt zu konkurrenzlos günstigen preisen verramscht werden. Da kann dann der örtliche Bauer nicht mithalten und gibt seine Produktion wieder auf.
...
Prinzipiell ist da ein richtiger Kern drin, aber in der momentanen Situation eine etwas hohle Argumentation. Es gibt Gegenden, in denen schlicht nichts mehr da ist. Und es gibt Gegenden, in denen die Bauern auf noch weiter steigende Preise hoffen und ihre Vorräte zurückhalten. In beiden Situationen hilft importiertes Getreide. Im zweiten Fall werden die Bauern bei fallenden Preisen schnell verkaufen, um nicht noch niedrigere Preise akzeptieren zu müssen. Sie verlieren streng genommen nichts, sie machen nur keine überhöhten Gewinne mehr.

Servus
Hans
(der immer noch Deinen Textverarbeiter beklagt: Flachblidschirme, imemr …)
 
Die Erfahrung hat gezeigt, das der Anstieg der Bevölkerung durch 2 Methoden gestoppt werden kann.
1) Durch verhungern
2) durch höheren Lebensstandard
Als Mensch mit leicht humanistischer Prägung bevorzuge ich Methode 2).

Welche Erfahrung soll das sein? "Gestoppt" wurde ein Anstieg der Bevölkerung weder durch das eine noch durch das andere.

Wenn man mal die humanistische Brille abnimmt, dann gibt es genau zwei Szenarien:

1) Ein-Kind-Politik.
2) Der Öl-Preis übersteigt eine gewisse Grenze.

Ersteres wäre der humanere Weg. Letzteres kann sich jeder mal für Deutschland ausmalen. Afrika wäre, wenn sie denn sauberes Wasser haetten, dann besser dran.

Gruß
 
Tachauch.

Meine Meinung:
Angesichts der hoffnungslosen Überbevölkerung der Erde; Das Menschliche, das Leben an sich, auf diesen Planeten zu erhalten wird immer schwieriger;
Es ist nicht mehr möglich all diesen Menschen Sinnvoll zu helfen. Sorry.

Kaum wird ein Flüchtlingslager (der Grund dafür mal außen vor gelassen) aufgemacht, kommen die Menschen. Erst einige, bald zu Hunderten. Durch die Verteilung von Lebensmittel, der Ärztlichen Versorgung usw. wachsen diese Lager: Die Menscher sitzen herum (zwangsweise) und warten auf bessere Zeiten. Leider vermehren sie sich, bald sind etliche Menschen mehr zu versorgen, und später noch mehr. Solche Lager bestehen schon seid Jahren, auch zu Zeiten wo es "besser“ war, waren diese Lager gut besucht.

Selbst wenn nun genug Regen fallen, der elende Krieg aufhören würde; Sie eine Regierung bekämen die diesen Namen auch verdient und sie zurück in ihre Dörfer und Höfe könnten... es sind nun weit mehr als vorher. Wo bitte sollen sie bleiben? Wovon sollen sie sich dann ernähren? Neue Äcker, neue Weideflächen für s Vieh schaffen?
Hat einer der Leser hier auch nur die leiseste Ahnung wie viel Fläche nötig ist um auch nur eine Familie in so einer Gegend zu versorgen? Wahrscheinlich keiner. Ich schon, denn klimatisch ist es hier genauso. Es reicht nicht mehr, es sind zu viele Menschen die alle ihr Fleckchen Erde brauchen, beanspruchen. Obwohl das Land riesig ist, der nutzbare, der vorhandene Boden ist aufgeteilt. Auch modernste Technologien in der Landwirtschaft, es reicht nicht mehr, nicht vorne nicht hinten. Aber mehr Land wird benötigt, noch mehr und noch mehr.

Sollen die letzten Naturbelassenen Stücke, die letzten Nationalparks, der Erde auch noch zu Agrarland umgewandelt werden?
Sollen alle Wilden Tiere ausgerottet werden, damit Platz für neue Felder frei wird? Dürfen Tiere nur noch in Wüsten leben, wo der Mensch (noch) nicht lebt? Oder im Zoo unter Erbarmungswürdigen umständen? Müssen alle Wälder abgeholzt werden, nur damit der Mensch Platz zum Leben, was zu Essen hat und sich weiterhin völlig hemmungslos vermehren kann?
Wo soll dass enden?

Die Menschheit wächst, ständig, jeden Tag kommen 200000 dazu. http://sciencev1.orf.at/science/muenz/16621 (Siehe auch: http://home.bingo-ev.de/wk1378/bevoelkerung.htm)

Nur die Erde, sie wächst nicht!

Das die UNO den Zuwachs als demnächst als absinkend voraus berechnet hat, ist einfach Schönfärberei von Fakten um sich aus der Verantwortung zu stehlen, bzw. dieses brisante Thema den nächsten Generationen aufzubürden.
Jeder kann sich selbst ausrechnen wann einfach kein Platz mehr vorhanden ist. Von den schwindenden Rohstoffen ganz abgesehen.
Eines Tages werden unsere Nachkommen uns verfluchen, weil sie sich gegenseitig umbringen müssen für ein Schluck sauberes Wasser, um etwas zu Essen zu bekommen oder um auch nur Platz zum vegetieren zu finden. Auch und grade in Europa.

Bitte und das mit Nachdruck: Es hat nichts damit zu tun ob dass nun Schwarze, Gelbe... oder Weiße Menschen sind, es sind Menschen. Das sie leiden und sterben müssen, dass hat mit der Unfähigkeit des Menschen an sich zu tun, sich selbst zu beschränken. Hier wie dort... in den Industriestaaten oder sonst wo. Und natürlich, mit dem Pech grade dort geboren zu sein.

Jeder sollte sich dessen bewusst sein: Spende ich heute Geld oder Sachwerte für diese Menschen, verlängere ich deren leiden, verschiebe es auf die nahe Zukunft. Die nächste Hungersnot kommt früher oder später, das ist sicherer als das Amen in der Kirche. Und dann werden noch mehr davon betroffen sein als heute. Können wir sie dann auch noch verpflegen? Müssen wir dann noch mehr Menschen leiden und sterben sehen, nur weil wir heute denken was gutes getan zu haben?
Durch den Platzmangel müssen Menschen in Gegenden leben wo es vorher kaum Menschen gab. Da hatte eine oder zwei ausbleibende Regenzeit nicht solche verheerende Folgen gehabt. Und die Menschen konnte ausweichen. Heute müssen sie an Plätzen leben wo jeder Sturm, jede Flut, jede Trockenzeit... ungeahnte Verluste an Menschenleben kostet.

Ich möchte betonen das ich keinem ausreden will anderen Menschen in Not zu helfen, bestimmt nicht. Es ist ein Teil unsers Lebens, wir sind genetisch so programmiert. Und es ist auch richtig so. Aber bitte mit Verantwortung. Wir sollten schlau genug sein ein Äonen altes Programm selbst zu steuern: Vermehrung. Wir sind programmiert um uns zu vermehren, unsere Art zu erhalten, unter allen umständen. Das tun wir sehr erfolgreich, leider zu erfolgreich.

Jeder für sich, jeder muss es mit seinem Gewissen vereinbaren was er Tut, auch in Gedanken an seine eigenen Kinder.




Wenn ich was Spende, dann ausschließlich und nur für die letzten Freilebenden Tiere dieser geschundenen Welt.
Sie sind vom Aussterben bedroht, der Mensch nicht.
 

udogigahertz

User gesperrt
Thomas, Danke für Deinen aufrichtigen und erfrischend ehrlichen Beitrag, genauso denke ich auch.

@Hans Schelshorn:
Quelle?
Mit diesem Prozentsatz würde keine Organisation ein Spendensiegel bekommen.
Im Übrigen: Lies mal bei den Sternstunden nach.
Nun, nachlesen hilft nicht, denn da werden nur die eigenen, schöngerechneten Zahlen präsentiert. Selber nachrechnen ist besser:

- So eine Spendenaktion benötigt immer einen organisatorischen Aufwand (der Spendenaufruf an sich, eventuell Werbung dafür, Einrichten eines Bankkontos, ehrenamtliche Helfer, die sich drum kümmern, auch die wollen ihre Auslagen wiederhaben, manchmal muss man auch hauptamtliche Helfer einstellen, die wollen natürlich bezahlt sein, dann müssen die Hilfsgüter auch beschafft werden, man muss Angebote einholen und vergleichen, man will ja das Optimum an Hilfe erzielen, das benötigt Büroaufwand, Telefonkosten, Raummiete usw.) ............ alles in allem kann man getrost so 10% der eingenommen Spendengelder an Verwaltungskosten rechnen, weniger ist kaum realistisch.

- Die Hilfsgüter müssen aber auch noch ins Krisengebiet transportiert werden, das kostet, wenn man nicht das Glück hat, dass die von dir gescholtene und als unnütz bezeichnete Bundeswehr diese Hilfsgüter mittransportiert. Aber nach Somalia fliegt weder die Bundeswehr noch eine andere westliche Streitkraft, selbst die USA nicht. Also Anmietung einer Transportmaschine auf dem zivilen Sektor, zumeist russische Firmen. Die machen das auch, aber nur gegen entsprechenden Risikozuschlag, wenn schon den Streitkräften die Sache zu heiß ist. Also ich kalkuliere mal für den Transport so um die 20 bis 30% der Spendengelder, die man rechnen muss.

- Ist die Ware in Mogadischu angekommen, muss sie ausgeladen und gelagert werden, dazu braucht man Kräfte vor Ort, die natürlich bezahlt werden wollen, außerdem Lagerkapazität und natürlich Bewachung, sonst ist die Ware weg. Nicht vergessen muss man auch die Schmiegelder für die Flughafenverwaltung und die örtlichen Warlords, damit die Maschine überhaupt landen darf. Ich rechne mal mit so 10 bis 20% für diesen Posten.

- Nun muss die Ware auch noch ins eigentliche Krisengebiet und dort verteilt werden ........ aber wie es zur Zeit aussieht, wollen die lokalen Warlords das nicht zulassen, wahrscheinlich sind sie nicht genügend geschmiert worden. Dafür muss man nun nochmal einen erklecklichen Prozentsatz hinzurechnen, sollte das bisschen Ware, dass nun noch übrigbleibt, tatsächlich bis zu den Hungernden gelangen. Aber wahrscheinlicher ist, dass über Nacht, trotz Bewachung, das Lager leergeräumt sein wird, die Bewachung hat, nachdem sie das Geld bekommen hatte, einfach sich mal selber bedient.
So ist Afrika heute ..........

Es wird nix oder sehr wenig von euren Spendengeldern letztlich dort ankommen.

Grüße
Udo
 

Hans Schelshorn

Moderator
Teammitglied
Hallo Udo,

Du schaffst es leider immer wieder, meinen Unmut zu erregen. Heute ist es wieder mal eine sehr gewagte Behauptung:

wenn man nicht das Glück hat, dass die von dir gescholtene und als unnütz bezeichnete Bundeswehr diese Hilfsgüter mittransportiert.
...
Würde mich mal interessieren, wie Du auf diesen Stuss kommst, daß ich die Bundeswher gescholten und als unnütz bezeichnet habe. Bisher sehe ich nur die beiden Möglichkeiten "Dummheit" oder "Absicht".
Kannst mir mal bitte helfen, was hier zutrifft?

...
@Hans Schelshorn:Nun, nachlesen hilft nicht, denn da werden nur die eigenen, schöngerechneten Zahlen präsentiert. Selber nachrechnen ist besser:
...
Was uns hier helfen würde, das wäre mal die Präsentation einer echten Abrechnung eines realen Projektes. Leider präsentierst Du nur eine Liste der Dinge und Leistungen, die zu einem Projekt gehören oder gehören könnten ohne eine wirkliche Quantifizierung der Kosten. Damit kann man recht wenig anfangen, das taugt zum Nachrechnen nicht.
Wenn wir das Beispiel der Sternstunden heranziehen, dann wird die Werbung und die Verwaltung der Spendengelder sowie die Auswahl der Projekte von einem Verein finanziert, ohne daß das Spendenkonto belastet wird. Somit bleiben nach dem ersten Block Deiner Aufzählung noch 100% übrig.

Was dann innerhalb des Projektes beim Bedürftigen ankommt, ist reine Spekulation von Dir. Ein gewisser Prozentsatz an Nebenkosten wird von jedem Spender Akzeptiert. Zu behaupten, daß nix oder sehr wenig ankommen wird, entbehrt aber jeder Grundlage. Bei meiner Recherche gestern habe ich z.B. den Hinweis gefunden, daß Bedürftige 15 Euro im Monat für Lebensmittel bekommen. Der Betrag wird aufs Mobiltelefon geladen, und der Bedürftige kann sich sein Sorghum am Markt selber kaufen. Da gehen höchstens noch die Bankgebühren verloren.

Übrigens wird auch die UN langsam aktiv, und die Bundesregierung hat endlich 60 Millionen Euro lockergemacht: http://www.sueddeutsche.de/politik/...ika-millionen-euro-gegen-den-hunger-1.1124517
Zitat aus diesem Link: "Es zeige sich aber in Somalia auch, dass die Sicherstellung der Ernährung ein Faktor für Frieden und politische Stabilität sei."
Und "Frieden und Satbilität" ist nichts anderes, als die Bundeswehr in Afghanistan zu erreichen versucht, unter Anderem vertreten durch unseren udogigahertz.

Servus
Hans
 
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