Wie DICK muss ein Motorspant sein ???

0815

User
Hallo !
Ist zwar eigentlich eine allgemeine Elektroflug-Frage ,aber da hier eher die Ampere- und Powerjunkies unterwegs sind :) .... .

Kurz zu mir ,weshalb ich Frage :
Hab seit längerer Zeit ein Projekt mit den groben Eckdaten 3m ,3kg ,8S bei etwa 90A .

Hab einen Motorspant mit 2mm verbaut der auch ORDENTLICHST verklebt ist und vom Durchmesser etwa 34mm hat .
Jetzt habe ich aber immer wieder gelesen ,dass es Leute gibt ,die 2x3mm verklebt als Spant benutzen :eek: !!!

Ist das wirklich nötig ???
Habt ihr Erfahrungen gemacht ,bei denen der Spant zu dünn ausgelegt war ????
Gibt es sowas wie ne Faustregel ???

MFG Chris
 
Optimal: Spantbecher.

Optimal: Spantbecher.

Hallo,
Das Thema beim Spant ist immer die Krafteinleitung. Viele machen den Spant daher dicker, so dass es am Rand eine schöne Verklebefläche gibt.
Oft hat man dann aber recht kurze Wellenstummel zum Befestigen der Luftschraube.

Für einen normalen Motorspant würde ich 2-3mm nehmen.

Optimal ist allerdings die Herstellung eines Spantbechers. Man laminiert dabei in einer Form einen Becher aus Kohlefasergewebe. Ich lege einige Streifen Kohle rein, werfe dann eine GFK-Scheibe von 1,5mm mit rein , dann wieder Kohlestreifen. So habe ich eine riesige Verklebefläche und die Krafteinleitung ist optimal. Wenn man keine Form hat, so kann man auch über ein Tablettenrohr oder Schnapsglas oder so laminieren.

Man verschmiert sich beim verkleben auch nicht den Motor, weil der Becher ja schon vorbereitet ist.

Innen sollte der Becher glatt sein, aussen kann er undefiniert und rau sein. Ich hab z.B. auch schon mal einen mit einigen Streifen CFK und Rovings gewickelt. Das geht auch.

Erfahrung für zu dünner Spant: Im Pylon hatte ich mal einen 1mm Spant, der Motordurchmesser war 28mm, der Spant 29mm , die Verklebung war nicht ausreichend. Den Motor hats im Flug rausgerissen, er ist dann an den reglerkabeln gehangen, weil der Regler nicht durchs Loch gepasst hat. Seitdem laminiere ich Becher...
 
4mm Pappelsperrholz

4mm Pappelsperrholz

Ich habe bis 600W einen Spant aus 4mm Pappelsperrholz, dass beidseitig mit Glasfaser belegt ist.

Ich weiß: Viele werde schreien, dass 4mm viel zu schwer ist. Aber über welche Maße reden wir hier? Das sind nur ein paar Gramm, für die ich eine relativ große Klebefläche bekomme. Zudem kann ich die Senkkopfschrauben, die oft zur Motorbefestigung mitgeliefert werden, gefahrlos im Spant versenken. Die 5 Gramm, die ein solcher Spant schwerer ist (mehr ist es sicherlich nicht!) spart man am Blei in der Nase.


Gruß, Jürgen
 
Hallo !
Erstmal großen Dank für eure Antworten !!!
Das mit der Krafteinleitung leuchtet mir ein -hatte bisher eher Bedenken das es beim losorgeln des Motors der Spant an für sich zerbröseln könnte !!!???
Dass mein Spant möglichst fest sitzt ,habe ich den Rand angeschliffen und beidseitig eine ordentliche Harz-Wurst "verlegt" !
Ausserdem habe ich allle paar mm mit einer Dreikant-Schlüsselfeile kleine Kerben in den Rand gefeilt und beim einkleben geschaut dass auch alle Kerben mit Harz gefüllt sind .

Da hier also nicht gleich haufenweise "Erfahrungen" kamen ,dass es einen so dimensionierten und verklebten Spant rausreist ,sind meine Sorgen erstmal ein wenig beiseite gelegt :cool: !

Ich habe bisher zweimal erfahren/mitbekommen wie es einen Spant rausgerissen hat ... :
-einmal bei einem 2kW Hotliner bei dem der Pilot (ich) beim montieren der Fläche mit dem Randbogen den Gasknüppel touchiert hat
-und einmal als bei einem F3Jler beim gasgeben ein Luftschraubenblatt abgerissen ist und aufgrund der Unwucht es dann den Spant und sogar die ganze Nase weggerissen hat .... .

Aber beidemale waren "normale" Spante "ARF" eingesetzt .... .

MFG Chris
 
Nur mal so viel zur Spantdicke ...

Wenns Knack macht war er zu dünn :D

Ich nutze immer ein 3 mm GFK.....
 
Montageart

Montageart

Hallo allerseits

nur so nebenbei; ist natürlich auch immer noch ne frage,
wie du den motor montierst, sprich hinter oder vor den motorspant.

bei der montage hinter dem spant drückt im endeffekt ja die ganze fläche
des motors auf den spant, sprich am ehesten wird wohl die verklebung des
spants zur schwachstelle.

bei montage vor dem spant zieht der motor an den befestigungsschrauben
und deren köpfe, bzw, die unterlegscheiben am spant. je nach belastung
ist nicht mal garantiert, dass alle schrauben belastet werden und somit
wird die fläche, auf der der spant belastet wird im extremfall plötzlich sehr klein.

da wird bei zu dünnem material der spant selbst zur schwachstelle.

nur so ne überlegung

gruss smeik
 
Ich habe bisher zweimal erfahren/mitbekommen wie es einen Spant rausgerissen hat ... :
-einmal bei einem 2kW Hotliner bei dem der Pilot (ich) beim montieren der Fläche mit dem Randbogen den Gasknüppel touchiert hat
-und einmal als bei einem F3Jler beim gasgeben ein Luftschraubenblatt abgerissen ist und aufgrund der Unwucht es dann den Spant und sogar die ganze Nase weggerissen hat .... .

Mensch Leute...ich warte auf den Tag wo einer nen Finger verliert wegen sowas....will nicht OT werden, aber man muss echt aufpassen.....2KW ist auch ne Menge.
Am besten Empfänger erst kurz vorm Start einschalten....oder auf Thermik flugphase wo der Motor deaktiviert ist...oder Sicherheitsschalter...was auch immer.

Wegen Spant....einfach gut verkleben mit 24h Harz (etwas andicken mit Thixo) und hinterher nochmal mit Kohlemumpe verstärken an den Rändern und gut is. Endfest 300 geht auch, aber das ist beim Anmischen relativ zäh und wird dann beim Aushärten sehr dünnflüssig, schwer anzudicken, man verschätzt sich da schnell. Auch das bricht bei einer sehr ungalanten Landung raus, aber im Flug passiert das nix, sofern vorher alles gut angeschliffen und entfettet wird(Aceton....Waschbenzin).
 
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