wie eine Schraubenwelle lagern

Hallo,

unter einem Gleitlager stelle ich mir eine bestimmte Passung vor,
nur wie soll das realisiert werden.

1 - Carbonrohr 4x3 mm
2 - Carbonstab 2 mm
3 - Sinterbuchse
Die Buchsen werden im Rohr eingeklebt, aber wie bekommt man
eine ordentliche Passung mit dem CFK-Stab hin?
Oder ist das nicht so wichtig ... :confused:
 
Hallo,

doch das ist wichtig, sonst spielt die Welle mit der Buchse Hullahoop. Die Buchsne gibt es mit Passungen z.B. H6 oder H7 und die haben dann eine Toleranz von vielleicht +0 bis +10 µm (= 0,01 mm). Die Welle sollte dann h7 haben und das ergibt eine Durchmessertoleranz 0 bis -10 µm. Mehr Spiel sollte nicht sein. Mit einer Bügelmeßschraube kann man das prüfen.

Kritisch sind je nach Länge der Welle vielleicht auch noch Torsionsschwingungen. Da würde etwas mehr Durchmesser der Welle nicht schaden. Auch die Faserrichtung des durchschnittlichen CfK Stabes ist hier nicht geeignet. Ich würde eher eine Welle aus Stahl nehmen.

Wie und wo wird denn der Schub axial aufgenommen?

Gernot
 
Hallo Gernot,

das Rohr soll 100 mm lang sein und die Welle etwas mehr, aber nicht über 130 mm. Ich habe zwar noch keine Erfahrung damit, aber schlagen sollte sie nicht und für Torrosionsschwingungen ist die Länge IMHO auch zu kurz. Der Schub wird über einen Gleitring auf die rechte Buchse übertragen, wenn das so machbar ist. Falls nicht, muss ich mir halt noch etwas einfallen lassen.
Dass die Welle an den Gleitstellen h7 haben sollte, verstehe ich. Aber wie soll man das bei einem CFK-Stab realisieren?
Selbst bei einer Stahlwelle wäre das doch sehr kompliziert, oder ... :confused:
 
Hallo,

eine Stahlwelle kann man in die Bohrmaschine spannen und mit Schmirgel polieren. Das wird bei den Buchsen schwierig.

Eine CfK Welle müßte um Torsion aufzunehmen Fasern unter 45° haben, was die üblichen Kohlestäbe nicht haben.

Ich rate verschärft zu einer Stahlwelle von zumindest 3 mm.

Google doch einmal nach "Eigenfrequenz" und "Biegekritische Drehzahl". Der Maschinenbau hat mehr Späße auf Lager als man denkt...

Gernot
 

Oli_L

Vereinsmitglied
Moin,

irgendwie ist nicht ganz klar, wozu denn diese Leichtbau-Welle eingesetzt werden soll.
Drehzahl, Einschaltdauer, Umgebungsbedingungen Luft/ Wasser?

Als Modellbauer muss man ja nicht gleich nach industriellen Dauerlast-Standards dimensionieren.

Auch ne CfK-Welle kannst du mit Schmirgelpapier rund und passend schleifen.
Trotzdem würde ich auf kleine Kugellager plädieren, da dann die Wellentoleranz nicht so kritisch ist.

Gruß,
Oliver
 
Hi,da ich mit Modellrennbooten des öfteren mit Wellen zu tun habe,ein paar Tips.
So eine CFK welle eignet sich nur für recht kleine Leistungen ,wenn Du die aus dem link benutzen möchtest.Bei den 100mm brauchst Du Dir keine allzugroßen Gedanken wegen biegeschwingungen machen.Aber wie der Gernot Dir schon geschrieben hat ist Stahl viel besser für die Anwendung mit Gleitlager geeignet.
Überlege Dir auch mal ob bei Deiner Anwendung ein Rohr vonnöten ist wie bei einem Schiff .Meist reichen auch ein paar Lagerböcke ,Spanten ect.in die das Lager eingesetzt werden kann.Wenn die Welle mit dem Antrieb starr verbunden werden kann reicht bei der länge auch nur ein Lager am anderen Ende. Ich mache so etwas bei Rennbooten mit 2mm Federstahldrähten über 60 -80 cm länge und bei Leistungen von 3000 watt und Drehzahlen bis 50000 min^-1.Der draht läuft dabei in einem Messingrohr mit 2 zehntel Luft in einem Bogen und wird am einen Ende in einer Kupplung zum Motor von mehreren Madenschrauben geklemmt.Am anderen Ende wird der Draht in eine kurze Welle mit Loctite 648 auf 30mm länge eingeklebt,die in Kugellagern läuft.
Im Messingrohr wird nur mit dünnen Oel geschmiert.Die Wellen laufen so leicht ,dass sich zwischen Gerade und Bogen fast keine höhere Leistungsaufnahme mit einem normalen Multimeter feststellen läst.Bedenke auch,dass CFK recht hart ist und die Gleitlager wahrscheinlich ehr Verschleisen wie die Welle.Säge mal CFK mit einer Laubsäge und einem Sägeblat für Metall und Du wirst sehen dass das Sägeblatt sehr schnell Stumpf wird.Ein Kugellager wäre bei so einem High Tech Material ehr angebracht.
 
Oben Unten