Wie lässt sich ein Strömungsabriss verhindern?

tomfi

User
Hallo,
ich habe eine Mustang P51 vom bösen Chinesen. Fliegt eigentlich ganz ordentlich, nur kommt beim zu starken Ziehen ein heftiger Strömungsabriss.
Durch welche Maßnahmen lässt sich der Abriss "minimieren" oder gar verhindern? Wo reisst überhaupt die Strömung ab? An der Tragfläche, oder am HLW? Was bringen Zackenband oder Spaltabdeckung am Höhenruder? (Zackenband auf Styrofläche macht das überhaupt Sinn?!?)
Vorab schonmal Danke für GUTE Tips!!!
Gruass
 
Hi,

weniger ziehen ;)

Wenn du im Langsamen Flug zuviel ziehst, kann es passieren das dir entweder am Höhenruder oder der tragfläche die Strömung abreist.

Versuche mal etwas weniger Höhenruderausschlag und/oder etwas schneller fliegen.

Gruß
 

tomfi

User
So, jetzt ned lachen...
Turbulator Auf der Tragfläche oder auf dem HLW? Oder beides?
 
Hey,

mach erstmal den Ausschlag vom Höhenruder kleiner. Selbst bei hoher geschwindigkeit kannst du einen Abriss am Höhenruder bekommen wenn der ausschlag zu groß ist und du zuviel ziehst.

Gruß
 
Der Abriss kommt auch bei voller Geschwindigkeit! (Die darauffolgende Figur ist abartig!!!)
...Drehung um Längs- Quer- Hochachse, ziemlich schnell ?...Verlust der (aerodynamischen) Stabilität?

Das ist ein Stömungsabriß am Höhenleitwerk, daher der Verlust der Stabilität.

Abhilfe ---> Höhenruderausschlag kleiner machen.

Gruß Rolf

edit: ....sehe gerade, Daniel ist meiner Meinung...
 

tomfi

User
OK, das war jetzt 2x ein kleinerer Aussschlag...
Habe leider vergessen zu schreiben, dass mir die kleinste, noch fliegbare Looping noch zu groß ist.

Ich hätte also gerne mehr Wendigkeit.

Kleinerer Ausschlag verhindert den Abriss, macht aber den Loop nicht kleiner...
Sorry, mein Fehler!!!!

Figur ist so, wie Rolf beschrieben hat!
 
Zuletzt bearbeitet:
OK, das war jetzt 2x ein kleinerer Aussschlag...
Habe leider vergessen zu schreiben, dass mir die kleinste, noch fliegbare Looping noch zu groß ist.

Ich hätte also gerne mehr Wendigkeit.

Kleinerer Ausschlag verhindert den Abriss, macht aber den Loop nicht kleiner...
Sorry, mein Fehler!!!!
Dann ist dei Mustang würde ich fast denken der falsche FLieger für dich, denn solche Maschinen sind nicht für die allerengsten Manöver gemacht. Leg dir dann lieber nen Fun Flyer oder sowas zu.

Gruß
 
Au bagge ...

Au bagge ...

Also, wenn das Modell auch im schnellen Flug bei gezogenem Höhenruder abreisst, kann der Ausschlag wirklich zu groß sein, was aber nun gar nicht stimmt, war die Aussage mehr Gewicht vorne rein.
Wenn das Modell agiler werden soll, den Schwerpunkt etwas nach hinten legen, dass wirrkt Wunder. Wenn Du Dich an den richtigen Schwerpunkt gehalten hast, ist das aus der Sicht der Sicherheit richtig und eben weiter vorn als nötig. (Machen die Chinamänner gern so)
Aber Vorsicht, ich würd da Schritt für Schritt den Schwerpunkt zurückverlegen und alles öfterns probieren.
 
Hi

Hi

Hi,

ich habe selber 4Jahre lang ne Mustang von Topp geflogen, super Flieger, aber Langsamflugeigenschaften, eher schlecht.

Vielleicht kannst du versuchen irgendwo noch ohne großen Aufwand etwas Gewicht zu sparen.

Zudem solltest du beim Landen die Querruder so 6-12mm nach oben fahren.

Möglich beim Landeanflug über Gas die höhe halten, recht wenig am Höhenruder selber machen.

Noch besser.... bei der Landung etwas höher anfliegen und bis zum Aufsetzen gleichmäßig fallen lassen ( zum schluss vielleicht noch etwas ziehen :-) )




(mit mehr Blei in der Nase, neigt Sie wieder schnell zum "Auf die Nase kippen".


Ansonsten, kann man nur sagen es ist eine Mustang, ein Jäher, so möchte sie auch geflogen werden........

Ich hoffe ich konnte dir vielleicht etwas helfen.

Gruß Jens
 
Bei Neigung zu gerissenen Rollen auch bei hoher Geschwindigkeit hilft vermutlich nur, den Höhenruderausschlag zu verringern.

Wenn Du mehr Wendigkeit willst, brauchst Du ein anderes Profil mit größerem Nasenradius und/oder mehr Profilwölbung.

Ich habe zwei Flieger, die auch diese Tendenz zeigen.
Das Profil ist Clark Y.
Beide haben gepfeilte Flügel, deren Enden relativ schmal zulaufen.
Die Flügelwurzeln haben ordentliche Profiltiefen, aber die Flügelenden sind hier auschlaggebend.
Bei einem habe ich vorsorglich eine ordentliche Schränkung eingebaut, was aber auch nur bedingt zu helfen scheint.
Da hilft wirklich nur, den Radius des Loops zu vergrößern.
In den Kurven sind die Teile gutmütiger, da kann ich relativ eng rumzwicken, aber bei Aufwärtsfiguren, die hohen Auftrieb am Flügel fordern, ist Vorsicht geboten.

Was immer hilft, ist die Vorverlegung des Schwerpunktes.
Meine FW 190 (70 cm Spw.) hat den SP bei nur knapp 20% der Flächentiefe gemessen von der Nasenleiste an der Flügelwurzel, also extrem weit vorne.
Die kennt gerissene Figuren überhaupt nicht, ist schnell und kann extrem langsam geflogen werden. So langsam, dass die Querruder kaum noch Wirkung zeigen.

Ein Mittel, das auch helfen könnte, wären automatisch ausfahrbare Vorflügel, wie sie z.B. die Me 109 hatte. Wenn der Staudruck auf die Nasenleiste zu klein wird, weil die Anströmrichtung mehr von unten kommt, gehen die vor und lenken den von schräg unten kommenden Luftstrom über den Flügel nach hinten.
Manche Flugzeuge haben das auch starr, der Fieseler Storch z.B., die Do 27, aber auch die Dromedar, ein Agrarflugzeug in Ungarn.
Ob man das allerdings nachträglich an eine Mustang anbringen kann, wenn die Flügel aus Schaum sind, weiß ich nicht.
Und bei kleinen Modellen ist das sowieso schwierig.
 

tomfi

User
Hallo Hans,
würde sagen, dass die Flügel bei der Mustang auch relativ schmal zulaufen...
Ich werde den Schwerpunkt mal weiter vor legen, und testen...
Läßt sich einfach mit dem Akku machen.
Bis dahin mal Danke für die Tips!
 
Weiter vorne wird dein Problem nicht beheben. Dadurch brauchst du im Endefekt noch mehr Höhenruderausschlag, was den Abriss am Höhenruder beschleunigen wird.

Find dich lieber damit ab das die Mustang ein fighter und kein Slowflyer ist.

Gruß
 
Der Abriss kommt auch bei voller Geschwindigkeit!
Der Strömungsabriss ist grundsätzlich unabhängig von der Geschwindigkeit ( siehe "Highspeed Stall").
Massgebend ist hauptsächlich der Anstellwinkel.
Dieser kritische Winkel kann aber variieren je nach Re-Zahl, also Geschwindigkeit.
Gruss Jürgen
 

Steffen

User
Der Strömungsabriss ist grundsätzlich unabhängig von der Geschwindigkeit ( siehe "Highspeed Stall").
Massgebend ist hauptsächlich der Anstellwinkel.
Dieser kritische Winkel kann aber variieren je nach Re-Zahl, also Geschwindigkeit.
Fast alles richtig, nur hat der highspeedstall damit nix zu tun, den gibt es erst so ab Mach 0,9 oder vielleicht 0,85...
 
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