Wie Temperatur Messung von Akkus (und anderes) ?

Hallo zusammen,

Wie messt ihr die Temperatur von Akkus, Motoren etc. ?
Gibt es Thermometer mit entsprechenden Messfühlern zu kaufen? Kennt jemand gute Produkte (natürlich vorzugsweise möglichst günstig....)?

Ich hoffe mir kann der eine oder andere einen guten Tip geben wie ich Temperaturen im Bastelkeller wie auch auf dem Flugplatz verlässlich messen kann. Vielen dank im Voraus.
 

sualk

User
Hallo Walter,

Temperaturmessungen im Allgemeinen habe ich den UniTest2 mit externem Temperaturfühler.

Bei dem Akkuladen benutze ich den Pulsa2. Dieser Lader hat eine Temperatursonde, die nicht nur die Akkutemperatur misst und anzeigt, sondern auch automatisch den Ladevorgang nach der voreingestellten Max-Temperatur beendet.

Wenn du ‚nur’ Temperaturmessung benötigst, ist z.B. ein Infrarotthermometer sinnvoll. Bekommst du bei Westfalia, Conrad, ... für ca. 80 EUR.
 

Thommy

User †
Hallo Klaus,
hast Du mal die verschiedenen Temp.-sensoren verglichen, die Werte die der Unitest anzeigt, sind verglichen mit einem Infrarotsensor schon sehr niedrig. Infrarotsensor ist super, da fährst Du einfach den Pack entlang und hast in sekundenschnelle jede einzelne Zelle.
Gruß
Thommy

[ 28. März 2005, 08:31: Beitrag editiert von: Thommy ]
 
Besten Dank für die konkreten Hinweise. Ich habe mir mal die genannten IR Thermometer angeschaut. Ich werde mir so ein ELV IR Thermometer IR300 besorgen. Passt vom Preis und der Handlichkeit sehr gut.
Im Moment ist zwar der Shop auf der schweizer Adresse "nicht so gut drauf", werde das aber sicher noch hinbekommen.
 

milu

User
Hallo Walter,
und bei Conrad Artikel-Nr.: 121206 - PT
oder Nr.: 121023 - PT?

Grüße
Milan
 

airtech-factory

User gesperrt
Wie warm dürfen denn die Zellen (ich habe hier einen 10er PAck GP3300 vom Hopf) beim laden werden?

Ich habe einen Heckmann CAC1 LAder, den ich mit Temperatursensor betreiben kann. Der beendet dann den LAdevorgang bei einer Temperaturerhöhung um 11°C gemessen ab der tiefsten Akkutemperatur ab Beginn des LAdevrogangs. Der Akku hat dann so um die 32°C, und ist laut KApazitätanzeige auch ncith vollgeladen. Kann man da auf 45-50°C Abschalttemperatur bedenkenlos raufgehen?

Im Automatikmodus knallt mein LAder den akku auch mit 6 A(begrenzt, sonst wären es auch 8 A) bis zum Ende voll, dann hat er gute 55-60°C, sicher nicht optimal. Liegt wohl an dem niedrigen Innenwiderstand der gepushten Zellen, das der Lader nicht rechtzeitig bemerkt wann der Akku voll zu sein scheint, oder?

Bei "normalen" Zellen fährt er schön brav gegen Ladeende emit dem Strom runter.

Grüße
Jörg
 

sualk

User
Hallo Thommy,

.... Infrarotsensor ist super, da fährst Du einfach den Pack entlang und hast in sekundenschnelle jede einzelne Zelle.
Ich bewache also meine Akkus während dem Laden, um sie ständig mit dem Infrarotsensor zu messen. :D

Nein, Nein, der Sensor beim Pulsar wird nicht bewacht. Der Lade-/ Entladevorgang wir erst bei erreichen der voreingestellten 'Start-Temperatur' begonnen und bei erreichen voreingestellten 'Abschalt-Temperatur' beendet. Dies bringt automatische Sicherheit, ohne den Akku 'bewachen zu müssen.

So ein Infrarot-Thermometer werde ich mir auch noch zulegen, allerdings um z.B., wie du es schon geschrieben hast, eine 'faule' Zelle herauszufinden.
 

sualk

User
Hallo Jörg,

Laut einem Telefonat, welches ich vor kurzem mit Herr Hopf geführt habe, soll die Zellen beim Laden zwischen 40 und 45 Grad war werden und dann sofort geflogen werden.

Bei Fliegen sollten Sie dann nicht mehr wärmer werden, und sollten auch erst nach Abkühlung wieder geladen werden. Auf diese Art benutzt, sollen die Zellen höchsten 2x innerhalb von 24 Stunden geladen werden.

Diese 40 bis 45 Grad sind allerdings, aus meiner Sicht, nur dann sinnvoll, wenn du sehr viel Strom ziehst, z.B. bei einem Hotliner. Bei einer Entnahme von bis zu 40 A würde ich die Temperatur auf max. 30 Grad reduzieren. Ich denke dann 'leben' die Zellen länger.
 

airtech-factory

User gesperrt
Danke für die Info Klaus,

ich werde dann mal den LAdestrom manuell auf max. 5 A begrenzen und sehen wieviel reingeht und wie warm er wird.

Für Hochstromanwendungen benötige ich den Akku eh nicht, ist für die ECU und die Kerosinzündung in meinem Turbinenflieger vorgesehen, da fließen max 20A für ein paar Sek, der Rest bewegt sich im mA Bereich.

Gruß
Jörg
 

Thommy

User †
Ach Klaus,
ich bin der Auffassung, dass die Temperaturüberwachung bei einem vernünftigen Ladegerät ohnehin nicht mehr zeitgemäß bzw. notwendig ist, und damit kein Mißverständnis aufkommt, ich gehe davon aus dass auch der Pulsar sie sicher nicht benötigt, sondern nur als zusätzliches Feature hat.
Mir ging es darum, dass mir aufgefallen ist, dass die Temperaturmessung beim Unitest sehr niedrige Ergebnisse liefert, verglichen mit anderen Messungen .
Allerdings habe ich das weniger an Akkus beobachtet, sondern an meiner Stromsenke, wollte halt wissen wie warm die wird.
Gruß
Thommy
 

Armageddon

Vereinsmitglied
Tach allerseits,

zu den IR-Thermometern: Das zu messende Objekt sollte "vorbehandelt" sein um eine vernünftige Messung zu gewährleisten. Die IR-Thermometer arbeiten nach dem Prinzip eines Pyrometers, welches die Abstrahlung eines schwarzen Strahlers mißt. Die billigen Geräte arbeiten falls nicht einstellbar mit einem Emissionsfaktor von 0,95. Schnell und einfach erklärt ist das bei Wikipedia. Hier steht auch, daß Alu z.b. nur ein Emissionsfaktor von maximal 0,2 hat. Wir haben hier ne hochwertige Thermokamera mit der dann auch sichtbar wird, wie sich Reflexionen auf einer Metallplatte in einer angeblichen Temperaturänderung "wiederspiegeln".

Um eine vernünftige Messung zu erhalten ist der zu messende Körper als0 entweder schwarz anzumalen oder z.b. mit einem schwarzen Klebeband zu versehen und dann die Temperatur der schwarzen Oberfläche per IR abzutasten. Gut funktioniert auch der Ruß einer Kerze, wobei hier auch die thermische Isolation praktisch wegfällt.

Gruß Kai
 

Eckehard

User
Hi,

klasse, habe ein Bild vor augen, wie ich meine Akku Packs über einer Kerze "weihräuchere"....

Aber da holt man sich beim Akkuwechsel dreckige Finger....

Wie soll ich denn den Kollegen erklären, daß das ganz normal ist, wenn meine Akkus beim Wechsel ganz verrust sind.....

Kai: Danke für die Erklärungen bezuüglich der Oberflächenfarbe des zu messenden Objektes!

Eckehard
 

heinzi

User
hallo, einen (vermutlich) recht guten artikel zur temp messung mit infrarot gibt es hier. (noch nicht selber gelesen) www.omega.de/pdf/ir-book/ti1002.pdf

aber kann mal einer kurz und verständlich erleutern wie der emmisssinsfaktor in die temperaturmessung eingeht??? also was bedeutet
e = 0,2 für allu (allu poliert hat übrigens e = 0.02-0,2)
wie gross ist denn nun der messfehler für allu? zeigt nun der ir thermomenter zu viel oder zu wenig an?

welche emmissionsfaktor hat denn ein akku der in sr verpackt ist? wie gross ist denn da der theoretische messfehler?
wie heisst es doch so schön: "wer misst, misst misst"

[ 31. März 2005, 08:59: Beitrag editiert von: heinzi ]
 

Armageddon

Vereinsmitglied
Hallo Heinzi,

ein Messfehler anzugeben ist nicht möglich solange man die Messwellenlänge und auch die Kennlinie des Thermometers nicht kennt. Bei einem Emissionsfaktor von 0,2 oder weniger wird allerdings der gemessene Wert schon einige Grad nach unten gegenüber dem realen Wert abweichen.

Gruß Kai
 
Original erstellt von Thommy:
Ach Klaus,
ich bin der Auffassung, dass die Temperaturüberwachung bei einem vernünftigen Ladegerät ohnehin nicht mehr zeitgemäß bzw. notwendig ist
eine exakte Abschaltung nur nach Temperatur, an meheren Zellen seperat gemessen, wäre der ultimative Wettbewerbslader.

Wolf
 

Thommy

User †
Hallo Wolf,
das kann schon sein, nur sind die Anforderungen von Wettbewerbspiloten und von Alltagsmodellfliegern halt nicht deckungsgleich.
Ich kenne nur Lader mit einem Fühler.

Der normale Modellflieger hat die Prioritäten wohl eher auf der Lebensdauer und der Wetberwerbspilot ist eher bedingungslos auf der Performanceseite ;)

Wahrscheinlich wäre für Dich ein Lader optimal, der jede Zelle auf den optimalen Punkt "vorglüht".

Gruß
Thommy

[ 31. März 2005, 13:05: Beitrag editiert von: Thommy ]
 
Original erstellt von Thommy:

Wahrscheinlich wäre für Dich ein Lader optimal, der jede Zelle auf den optimalen Punkt "vorglüht".

Gruß
Thommy
Genau so hätte ich es am liebsten.

Dass dies für normale Hobby Piloten wenig sinnvoll ist, ist schon klar, deshalb habe ich auch "ultimativer Wettbewerbslader" geschrienben.

Wolf
 
Hallo Kai,

Besten Dank für deine Anmerkungen zur Messgenauigkeit. Ich habe nun mal so ein einfaches IR Thermometer bestellt. Da werde ich dann halt doch auch mal unter verschiedenen Bedingungen messsen müssen und das mit dem schwarzem Band oder anderen "Schwärzungen" ausprobieren. Hoffentlich liegt dann darin nicht noch ein grosser Wäremunterschied durch die zusätzlich Isolation.
Ich hoffe, dass die Genaugkeit für meine Zwecke ausreicht (vor allem Akkutemperaturen messen und vergleichen).

[ 31. März 2005, 16:19: Beitrag editiert von: Walter Häberling ]
 

heinzi

User
wellenlänge: thermische, isolation, emmissionsfaktor etc........ mir wird,s zuviel; ich nehm jetzt den (fleich)einsteckthermometer aus der küche und mess die temperatur direckt da wo sie entsteht, nämlich im zelleninnern.
kann mir jemand sagen wie weit ich den bratthermometer(ich glaube so heissen die dinger) einstecken muss?
 
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