Windfish 3.5

coming soon…
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Acro-Segler im Eigenbau- 3.5m/8kg, 70g/qdm inkl. Antrieb 8s/5000, Positivbauweisse.​



Liebe Freunde, gibt´s da jemanden, wer wäre daran noch interessiert?

Gruss
Tom
 

Onyx

User
Liebe Freunde, gibt´s da jemanden, wer wäre daran noch interessiert?
Hallo Tom,
ich verstehe deine Frage nicht ...

1. suchst du Käufer - dann wäre das zum jetzigen Zeitpunkt ein Ausschlußgrund für den Konstruktionswettbewerb!
2. suchst du Mitstreiter - dann stellt sich die Frage warum, da dein Modell ja bereits in der Luft ist und den Erstflug hatte.

Nach dem Konstruktionswettbewerb dürften die Exponate natürlich vertrieben werden, jedoch sollte dies bis zum Flying Circus 2019 unterbleiben. Lediglich wenn ein Team startet dürfen mehrere Modelle aufgebaut werden.

Gruß
Christian
 
Hallo Christian,
es ist immer schwierig, sich in einer Fremdsprache genau ausdrücken.
Die Frage war so gemeint, ob jemand Interesse hat, so ein Modell-Baubericht, zu lesen. Also kein Verkauf, dazu dient doch die Rubrik Börse.
Vielleicht habe ich auch falsch verstanden, dass jeder Teilnehmer hier ein Thema öffnen sollte (nur wenn´s noch nicht in der Luft war?).

Entschuldigung für Missverständnis
Gruss Tom
 

Papa14

User
Acro-Segler im Eigenbau- 3.5m/8kg, 70g/qdm inkl. Antrieb 8s/5000, Positivbauweisse.
Hmmm ... weißnichrecht ... mit diesen Eckdaten sollte das Modell wohl mit der neuen Robbe Fox ö.ä. mitspielen.

Im direkten Vergleich ist dein Acro-Segler aber etwas inkonsequent ausgelegt - zu schwer für ein "richtiges" Kunstflugprogramm, aber zu leicht für "dynamische" Figuren, also mit Schwung geflogen. Der 8S Antrieb soll wahrscheinlich für einen wirklich flotten Aufstieg sorgen, aber ein 6S wäre ausreichend und viel billiger.

"Positivbauweise" heißt wohl Styro/Abachi - bei dem Spannweiten/Gewichtsverhältnis sollte das Modell wohl Vollgasfest sein, da wäre aber schon ein GFK Flügel angesagt.
 

Onyx

User
... die Gedanken sind frei!

Das schöne an einem Konstruktionswettbewerb ist, das zunächst jeder innerhalb des gültigen Reglements konstruieren kann was er will.

Dabei liegt die Sinn- und Zweckmäßigkeit einer Konstruktion im Auge des Konstrukteurs ...

Gruß
Christian
 
Die Frage war so gemeint, ob jemand Interesse hat, so ein Modell-Baubericht, zu lesen.
Hallo Rucksackflieger,

Die Frage hat sich ja wohl inzwischen erledigt. Interesse ist da. Und Dein Aufmacherbild ist nun wirklich der Hammer! Es weckt Interesse, aber unbedingt! Laß Dich nicht beirren und mach weiter mit Deinem Projekt. Sehen wir uns in Fiss, ich freue mich und schaue ab und zu vorbei!

Schöne Grüße

Piperfreund
 
Die Idee

Die Idee

Danke Piper, ich lese dein Thema auch mit.
Heute schreibe ich kurzes Geleitwort.

Nach meiner längerer Mehrmot-konstruktions Periode (z. B. hier:
http://www.rc-network.de/forum/showthread.php/84936-Mein-erstes-Bauprojekt-DC-3-Fragen?p=2727775&highlight=dame#post2727775
beschäftige ich mich zirka acht Jahren praktisch nur mit Segelflugzeugen:
Ich habe mir eigene Leichtwindsegler und F3F-ler gebaut, und danach mehrere käufliche Besenstielmodelle beschafft und geflogen.
In der Zwischenzeit habe ich ein paar F3B Winden gebaut, und war mit meiner Seglerflotte zufrieden.
Dann kam das Bedürfnis, wie bei viele andere, etwas “dickeres” zu fliegen…(hoffentlich wird "dickeres" gut verstanden)

LG
Tom
 
Auslegung, Vorplanung

Auslegung, Vorplanung

...die Idee war also fest im Kopf verankert und hat ‘ne Weile gereift.
Nach ein Paar Wochen sind dann die ersten Gedanken aufgetaucht:

# Segler in einer möglichst kompakten Form für den Hang, mit Spannweite nicht größer als 3.5 Meter, mehr Akro als Thermik orientiert
# Flächenbelastung ohne Ballast soll im oberen Bereich meiner aufballastierten F3F Modelle liegen (60-70g/qdm)
# Aufballastierungmöglichkeit bis 90g/qdm möglich
# Slow-acro Figuren möchte ich gerne fliegen
# Vernünftigen Ablaßer sollte das Modell auch aushalten (also unten brauche ich nicht ganz voll-ziehen und um die Ecke fliegen)
# digitale “zick-zack-epil.” Bewegungen sind nicht nötig
# muß nicht Vorbildgetreu sein
# Rumpf möchte ich vorne mit etwas mehr Seitenhöhe machen (VTPR Inspiration. Sowieso will ich keine Topspeed).
# Fläche zweiteilig, mit einfacher V-form und Vierkantsteckung aus CfK
# Rumpflänge soll etwa der Halbspannweite entsprechen (siehe ich praktisch aus Transportgründen)
# ein Motor in der Nase ist notwendig. Für Training in der Ebene ohne Schleppbedarf, so wie auch am Hang als sichere Heimkehre.
# es wird kein Holz verwendet, es wird nicht in Formen gebaut.
# last but not least: ein 53-er AXI, der mir in der Schublade herumliegt, muß hereinpaßen!

Erste Gewichtskalkulationen zeigten, dass wenn die o.g. FB und SW beibehalten sein sollen, komme ich auf Wurzeltiefe 400mm. Das ist schon ein ziemliches “Brett”. Die Streckung fällt dann auf 12. Okay, damit kann ich vielleicht noch leben. Bei dieser Tiefe kann ich ein dünneres Profil einsetzen, und gleichzeitig ausreichende Höhe für die Steckung erreichen. Also grünes Licht dazu. Da der Motor mit seine 500g ein Schwert ist, und die 8s LiPo, die er zum guten Wirkungsgrad braucht, auch nicht gerade leicht werden, kommen alle beide Leitwerkservos in Heck.

Somit war der erste Projektkapitel abgeschloßen und ich konnte zum ersten Konturen skizzieren übergehen.
 
Rumpfbau

Rumpfbau

@schosl: ja, sieht sehr Ähnlich aus!

Die Flächen habe ich dann noch etwas optimiert, (später dazu) und in der Zwischenzeit mit dem Rumpf angefangen.
Die Bauweisse, auf dessen Namen kann ich mich jetzt nicht erinnern (vielleicht wird mir jemand helfen), wollte ich schon lange ausprobieren und jetzt war dazu gute Gelegenheit: einen Styrokern mit Tesa umwickeln, einwachsen, und mit Gewebe und Harz beschichten. Dann den Kern entweder aushöhlen, oder mit Verdünnungsmittel abbeizen.
Erster Schritt: Schablonen zeichnen, auf Hartpapier kleben und ausschneiden. Der Rumpfprofil ist durchgehend Elliptisch, die Ellipsen entsprechen in 5 cm Abstände (Schnitte) dem Seiten- und Grund-riss. Nur die erste Schablone ist rund (da dreht sich der Spinner). Die Schablonen sind dann auf 5 cm dicke Styrodurplatte angesteckt.

Einzelne Segmente mit Heißen Draht ausschneiden:
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Bemerke die 20x20mm Aussparungen. Dessen Grund in nächsten Beitrag.
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Ist der Rumpf nicht ein wenig zu kurz geraten im Verhältnis zur Spannweite? Die meisten Kunstflug Segler mit kurzen Rümpfen neigen zum Pendeln um die Hochachse. Das habe ich zum Beispiel schon erlebt bei Lunak mit 4m, Lunak mit 6m und Graecalis 3.0.

Gruss Lukas
 

Onyx

User
Die meisten Kunstflug Segler mit kurzen Rümpfen neigen zum Pendeln um die Hochachse.
Hallo Lukas,
das ist richtig. Kann aber nicht pauschaliert werden. Hier spielt die Profilierung der Tragfläche doch auch eine entscheidende Rolle...

Schön das das Projekt und dessen Entstehung hier nochmal aufgerollt wird.

Danke!

Gruß
Christian
 
Hallo Lukas,
das ist richtig. Kann aber nicht pauschaliert werden. Hier spielt die Profilierung der Tragfläche doch auch eine entscheidende Rolle...
Bei Kunstflugseglern denke ich natürlich an Kunstflugfiguren wie Turns, Rollenkreise, gerissene und gestossene Figuren usw. wo ordentlich mit Seitenruder gearbeitet wird. Die Profilierung spielt hier eine untergeordnete Rolle solange sie adäquat ist für einen Kunstflugsegler.
Werden nur ein paar Loopings geflogen, dann pendelt auch nichts. Dann ist die Bezeichnung Kunstflugsegler aber fehl am Platz.

Gruss Lukas
 
… ihre Inputs freuen mich, in kurzem dazu:

Wenn’s (nicht nur) auf Rumpflänge, bzw. Hebelvolumen, ankommt, ist meine Konstruktion eine Handvoll von Kompromisse:

*Da ich vorne einen relativ schweren Motor haben will, wandern die Leitwerkservos nach hinten.
*Auf einem längeren Hebelarm kriege ich so mehr Massenträgheit, was unerwünscht ist.
*Dann mache ich das HLW auf einem kürzeren Hebelarm und etwas größer, obwohl das Leistung kostet.
*Der Rumpf soll aus Transportgrund nicht allzu lange sein...


Der Rucksackflieger.
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…kann mir gar nicht vorstellen, das der Rumpf noch länger wäre (smile).


P.S.: Ehrlich zu sein, vor dem Erstflug hätte ich (zwischen hunderte andere) auch die Sorge bezüglich Pendeln.
Nach zirka 20 Flüge habe ich keine Tendenz dazu bemerkt.

LG
Tom
 
Wo von kommt der Name

Wo von kommt der Name

Heute geht’s Stückchen weiter mit dem Rumpfbau.
Die einzelne Styrosegmente sind jetzt auf einen Quadratrohr Stahlprofil aufgesteckt, ausgerichtet und verklebt. Hier ist wichtig, daß das Klebstoff nicht bis zum Rande fließt (das genaue schleifen ist dann schwierig). Vorne ist der Motorspannt aus 8mm Sperrholz aufgesteckt.
Das Vierkantrohr ist sehr stabil, verbiegt, verdreht sich praktisch nicht und sorgt für einen geraden Rumpf.

Der (Wind)Fish

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Schleifhelling ermöglicht Drehung immer um 90 Grad
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Nachher ist abgeschliffen nur das, was übersteht. Dann stimmen die Rumpfkonturen exakt.
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Einige orte sind mit Red Devil Renovierungspaste gespachtelt und nachgeschliffen
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Im nächsten Beitrag: Haube und Flächendurchbruch abtrennen...
 

Anhänge

...am Spies bleiben wir (lange)noch und machen einen Stück weiter am Rumpf.

Die Haube habe ich mittels zwei Schneideschablonen mit Heißdraht abgetrennt.
Die wird wieder neu ausgenutzt (bekommt nur einen leichten Rahmen aus carbonierten Balsa und wird bis auf 15 mm Wanddicke ausgehöhlt).
Das exakte ausrichten lohnt sich-Haube ist dann schön gerade.

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Dieses flaches Stück wird mit Carbon-Balsa-Rahmen ersetzt. (schwarze Streifen sind Kleber. Hier sieht man deutlich, daß der Klebstoff ist nicht bis zum Rande floß)

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Vorne bekommt die Haube zwei Zentrierbolzen aus Kohlerohr Durchm. 12/10 mm und hinten eine 5/3mm Hülse für Verriegelung.

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Die Verriegelung habe ich selbstkonstruiert aus Sperrholz, Aluminium und Stahlbolzen:

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Fertig sieht die Verriegelung dann so aus (leider habe ich kein detailliertes Foto):

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*die Flächenschulter sind aus 8mm Sperrholz - auf einem Styrodur-Mittelstück, den ich später innen im Rumpf entfernte, geklebt

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*das passende Loch im Rump ist ähnlich wie die Haube mittels Heißdraht und Schablonen ausgebrannt

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*die Rohre für Zentrierbolzen sind durchgehend aus 8/9 mm Messing

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Nach guter Entstaubung geht’s dann weiter mit TESA Packband Umwicklung. Relativ einfache Sache, ich habe das schon hier mal gepostet:

http://www.rc-network.de/forum/showthread.php/567614-Swift-S1-Eigenbau?p=4038745&viewfull=1#post4038745

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Hier noch ein paar Tips:
*kleine Falten gehen mittels Haartrockner beseitigen (Vorsicht, nicht zu heiss blasen).
*Wurzelrippen, Haubenrahmen und Motorspant werden mit der ersten Laminatschicht verbunden und sind deswegen nicht mit TESA beklebt.
*Trennwachs ist mit weichen Tuch aufgetragen und poliert (einmal war genug).
*Rumpfvorderkante ist 5 mm abgeschrägt und die entstandene Dreiecknute kurz vor laminieren der ersten Schicht mit Baumwollmumpe gefüllt.

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