Fauchender Motorsegler mit Nachtflugbeleuchtung
von Steve Streff.
von Steve Streff.
Der Wirbelwind ist ein ganz besonderer Motorsegler. Ein gutmütiges Segelflugzeug, was aber auch, durch den modernen Impellerantrieb, ordentlich fauchen kann. Die zweiteilige Bauplanbeilage ist bereits 2018 in der FMT 11 und 12 erschienen. Dieses Modell ist eine Konstruktion von Wolfang Werling und als Bausatz bei VTH erhältlich. Von diesem Retro-Look, gepaart mit dem modernen Impellerantrieb, war ich sehr angetan. Um noch eins drauf zu setzen, wurde mein Wirbelwind zusätzlich mit einer RGB-LED-Nachtflugbeleuchtung ausgestattet. Der erste große Auftritt fand beim Flying Circus in Fiss statt, auf 2500 m Höhe.
Mein Wirbelwind entstand aus einem Bausatz.
Der Impeller ist in der Rumpfmitte angeordnet. Somit liegen Höhen- und Seitenruder direkt im Strahl vom Impeller. Damit sollten coole Kunstflugfiguren möglich sein.
Aufbau vom Rumpf

Einbau der Servos für Höhenruder und Seitenruder. Die Stromversorgung der beiden Servos erfolgt über ein gemeinsames Servokabel.





Die Motorkabel wurden verlängert und gehen direkt nach unten in den Rumpf.

Als Regler wird ein Jeti Mezon 80 Pro verwendet, wegen dem starken S-BEC, da die Nachflugbeleuchtung ebenfalls über das BEC laufen wird. Der Impeller Mini-Fan mit dem 2W20 zieht etwa 55 A an 4S, somit ist alles im grünen Bereich.
Der Regler liegt direkt vor dem Impeller. Die Position und Kapazität des Lipo wurde abhängig vom Schwerpunkt gewählt. Die 4s 4,4 Ah passten perfekt, um den Schwerpunkt einzustellen.


Rumpf mit fertigem Seitenleitwerk


Aufbau der Leitwerke


Der Übergang vom Rumpf zu den Leitwerken wurde mit Balsa-Dreikantleisten verstärkt.

Aufbau vom Höhenruder


Das Design entstand mehr oder weniger spontan beim Bügeln.

Einbau der RGB-LED's in der Tragfläche
Die LED's werden zwischen den Holmen positioniert, so dass der freie Bereich zwischen den Rippen komplett ausgeleuchtet wird. Die Tragfläche wurde mit "neutraler" weißer Oracover Light bespannt, so dass die RGB-LED's schön zur Geltung kommen.
Hier sieht man eine einzelne RGB-LED. Speisung mit 5 V, über BEC, die grüne Leitung ist die Bus-Leitung.

Die Tragflächen werden mit weißer (oder weiß transparent) Oralight-Folie bespannt und ich hoffe dass die einzelne Rippenabschnitte schön ausgeleuchtet werden.

Das rohbaufertige Modell


Fotos von der Nachtflugbeleuchtung



Der Impeller Mini-Fan EVO mit 2W20 erzeugt an 4s einen Schub von 1,35 kp bei 55 A.
Der Impeller wird ausgerichtet.

Impeller montiert mit Einlaufring und Schubdüse.
Für die Querruder wurden Vlies-Scharniere benutzt.
An den Tragflächen sind die Endleisten verklebt, es fehlt nur noch die obere Beplankung bis zum fertigen Rohbau.
An der Unterseite wurde Oracover weiß durchsichtig benutzt, damit man die Konstruktion einschließlich der LED-Beleuchtung gut sehen kann und oben Oracover weiß.
Die LED-Nachflugbeleuchtung wirkt dadurch auch unterschiedlich zwischen Ober- und Unterseite.

Für Querruder-Servo und RGB-LED-Beleuchtung wurden sechspolige Stecker von Multiplex benutzt. Die Speisung von der RGB-LED Beleuchtung erfolgt, wie bei den Servos, über ein starkes BEC vom Mezon-Regler.
Plus/Minus ist gemeinsam für Servo und LEDs und wird beim Servo aufgeteilt, Signal für Servo und Bus-Signal für RGB-LED, daher sind nur vier Pins am Stecker belegt.

Die Multiplex-Buchse wurde fest in der Tragfläche verklebt:

Die Tragflächen sind fertig für die obere Beplankung


Die Nasenleiste

Hier sieht man die RGB-LEDs




Fertige Unterseite der erste Tragflächenseite, mit Oracover weiß durchsichtig bespannt. (Rippenzwischenbereich).



Mit der EWD-Waage wurde die Einstellwinkeldifferenz gemessen.

Eine kleine Lötorgie für die RGL-LED Nachtflugbeleuchtung in der zweiten Tragflächenhälfte


Die Beleuchtung und das Querruder-Servo werden über das BEC vom Mezon-Regler über das gleiche Kabel gespeist.

und natürlich isoliert

Als Steckverbinder habe ich die sechspoligen Multiplex-Stecker benutzt:



Kleine Fotosession



Unterseite: In der Mitte wurde Oracover weiß transparent benutzt, damit die innen liegende Beleuchtung gut zur Geltung kommt.

Weiter ging's mit dem Bespannen der Oberseite mit grau und Oracover weiß normal. Auch hier beleuchten die LEDs die weiße Folie und es wirkt natürlcih etwas anders als bei der Unterseite mit weiß transparent. Das ist ein gewünschter Effekt, um die Ober- und Unterseite gut unterscheiden zu können:

Sehr kurze Anlenkung zum Höhenruder

Verbindungskabel zu den Tragflächen für Servo und Beleuchtung

Das Wingstabi hat auch seinen Platz gefunden und ist bereits zum Teil programmiert. Die Elektronik für die Beleuchtung sitzt auf der linken Rumpfseitenwand. Somit sind Wingstabi und Elektronik für die Beleuchtung gut erreichbar für die Programmierung. Der Schwerpunkt passt perfekt mit einem 4s 4,4 Ah, der bis ganz nach vorne reicht.

Die offene Kabinenhaube in grau und Impeller mit montierter Düse

Noch einige Kleinigkeiten erledigen, dann ist der Wirbelwind soweit fertig für den Erstflug.
Fertige Tragflächen, die Unterseite mit weiß transparent und oben normal weiß.

Hier sind die 5 mm CFK-Tragflächenstreben zu sehen.


Und der Wirbelwind hat jetzt auch eine Nase bekommen, aus 6mm Balsa Schichten:



Der fertige Wirbelwind








Wirbelwind beim Flying Circus in Fiss
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