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WLM-1: Ein interessantes Segelflugzeug

WLM 1 , ein unbekanntes Segelflugzeug.

vorlage (1).jpg

Im Internet bin ich auf der Seite der SAGA, Swiss Aerobatic Gliding Association, (Quelle SAGACH.ch)
auf die WLM-1 gestossen.
Ein mir völlig unbekanntes Segelflugzeug aus Schweizer Produktion, welches zur Schulung angehender
Vampire Piloten verwendet wurde.

vorlage (2).jpg

(Quelle: SAGACH.ch) + (Quelle: wlm-modellbau.de)
Auf diesen beiden Webseiten ist die lesenswerte Geschichte der WLM-1 schön dargestellt.


vorlage (3).jpg

(Quelle: wlm-modellbau.de)

Gerüchte erzählen, dass aus der WLM 1 die LUNAK LF-107 entwickelt wurde. (Das sind aber nur Gerüchte und ist nicht bewiesen!)

Da ich in der Bucht eine ältere Reichhard Lunak ersteigert habe, kam dann der verwegene Gedanke die Lunak in die WLM 1 zurückzubauen.
Aus Lunak Rumpflänge, 132 cm, errechnete ich den passenden Modellmassstab, nämlich 1:5,3

vorlage (4).jpg

Dies ergibt eine WLM 1 mit 264 cm Spannweite.
Die bestehneden Flächen von der Lunak passen ertaundlicherweise sehr gut,
einzig die Steckung muss wegen der geraden Vorderkannte angepasst werden und
die Fügelohren werden neu gestaltet.
Der Flügel wird zusätzlich mit Wölbklappen ausgestattet.

Die Leitwerke werden neu erstellt.

Der Rumpf wird vorallem im Cockpitbereich umgebaut, die Flächen werden von der Rumpfmitte auf die Schulter verlegt.
 
Lunak wird zur WLM-1

Lunak wird zur WLM-1

Ausgangslage ist der Rumpf von der Lunak und die auf Rumpflänge vergrösserte Seitenansicht der WLM-1.
Eine gewisse Übereinstimmung ist vorhanden.

Plan (1).JPG



Hier die Skizze vom Umbau der Kabinenhaube und die neue Position der Tragfläche.
Da die Haube nach vorne geschoben wird, muss der hintere Bereich entsprechend der roten Linie geschlossen werden.

Plan (2).JPG
 
abformen

abformen

Danke Klaus, der Umbau wird natürlich nicht ganz "scale" sein, da doch möglichst viel vom vorhandenen Flieger übernommen wird,
z.B. der Rumpf ist etwas zu schmal, im gezeichneten Plan habe ich dies bereits berücksichtigt.

Aber natürlich so nahe am Original wie es machbar ist.
Der Lunakrumpf ist im Heck etwas schlanker, sieht man gut auf dem Plan,
abformen (1).JPG


Um dies zu korrigieren, versuche ich den Rücken mit einer leichten Schale aus Carbongewebe aufzudoppeln.
abformen (2).JPG

abformen (3).jpg

Dazu forme ich den Rumpf mit 1 Lage Carbon 150 gr. und 1 Lage Glas 50 gr ab,
morgen werden wir dann sehen, ob ich den Rücken so anpassen kann.
abformen (4).JPG
 
Danke Klaus, der Umbau wird natürlich nicht ganz "scale" sein, da doch möglichst viel vom vorhandenen Flieger übernommen wird,
z.B. der Rumpf ist etwas zu schmal, im gezeichneten Plan habe ich dies bereits berücksichtigt.

Aber natürlich so nahe am Original wie es machbar ist.
Der Lunakrumpf ist im Heck etwas schlanker, sieht man gut auf dem Plan,


Prima. Ich sag`s niemandem. :D

Du schreibst, Du doppelst auf. Verstehe ich das richtig: es wird einen Bereich im Heck geben, der eine doppelte "Haut" hat?
Könntest Du nicht die innere Lage möglichst groß ausschneiden, so dass nur der äußere Bereich trägt? Spart Gewicht und reduziert die Steifigkeitssprünge.
Steifigkeitssprünge wirst Du sowieso haben, (ist der Originalrumpf aus Glasgewebe?) aber damit kann man leben bei diesem Modell.

Klaus.
 
Rumpfrücken aufdoppeln

Rumpfrücken aufdoppeln

Klaus, die Korrektur vom Rumpfrücken stelle ich mir ungefähr so vor, muss aber zugeben, dass ich sowas noch nie gemacht habe, ;)
Die Halbschale beginnt hinter der Haube, (liegt direkt auf dem best. GFK Rumpf)
und endet im Bereich Seitenleitwerk, ca 25 mm über den best. GFK Rumpf.
Seitlich an den Rumpfwänden aufgeklebt und auf 0 verschliffen.

aufdoppeln.jpg

Mal schauen ob das funktionniert. :cool:
 
WLM

WLM

Hallo Jürgen

der WLM 1 von WLM ist ein toller Segler, einer der Gründe warum ich diesen Umbau überhaupt mache :):),
aber mit 400 cm Spannweite zu gross für mich.
Mein Ziel, (spass am experimentellen Basteln) mit rel. einfachen und vorhandenen Mitteln die Lunak in eine WLM 1 zurück zu verwandeln.
 
...Seitlich an den Rumpfwänden aufgeklebt und auf 0 verschliffen....
Das wird schon funktionieren, allerdings wird es unnötig schwer.
Kannst Du nicht im doppelten Bereich große Stücke herausschneiden, und dann von innen gegenlaminieren ? (falls soviel Platz im Rumpf ist).

Die Übergänge wird man später sehen, eine harmonsche Kontur ist nicht so leicht hinzukriegen. Da hilft ein Stahllineal, mit dem man über die Übergansstelle wippt. Dann erkennt man Dullen und Beulen.
Möglichst wenig spachteln, lieber mit Glasgewebe auffüllen, und diese verschleifen; das bringt weniger spröde und tote Masse, sondern trägt zur Festigkeit bei.

Viel Erfolg!

Klaus.
 

bie

Vereinsmitglied
@ Andreas:

Du hast geschrieben, es sei ein älterer Reichard-Lunak-Rumpf.

Gab es den von Reichard mal mit kleinerer Spannweite als 4 Meter? Mir ist nur die 4-Meter-Version bekannt – und der wäre ja dann für 2,64 m Spannweite deutlich zu groß …


Dann noch der Vollständigkeit halber:

Hallo Andreas,

frage doch eimal dort http://www.wlm-modellbau.de/default.php?goto=home.
Der Rumpf ist im Shop zwar nicht aufgeführt aber möglicherweise gibt es doch einen Rumpf.

Gruß Jürgen
Im Shop gefunden:

Ab sofort lieferbar:

Rumpf (Selbstabholung), Haubenrahmen, Kabinenhaube, Pläne für Styroporbau, Pläne für Holzflächen, Pilotensitz und Armaturenbrett.
 
neuer Rücken

neuer Rücken

so, nach 24 h ist aus der klebrigen Matte eine ordentliche Schale herangehärtet,
das CFK/GFK lässt sich gut mit der Schere bearbeiten und in Form bringen.

Rücken (1).jpg

Das Gewicht des Rückens ist 32 gr, ist ganz gut so.

Rücken (2).jpg

einzig die kleine Beule beim SR schmerzt einwenig, :rolleyes:
ich hoffe, dass ich das beim finalen Aufkleben noch etwas korrigiren kann.

Rücken (3).jpg


Aber, ermuntert durch das vorliegende Resultat, habe ich die hintere Haube abgeformt,
zur Gewinnung von Rumpfmaterial für das Schliessen der Rumpföffnung hinter der neuen Haube.

Haube.jpg

Mehr dann Morgen.
 
Das Gewebe ist ausgehärtet, habe 2 Stücke zurechtgeschnitten und prof. montiert.
Anschliessend die bestehende Haube auseinandergeschnitten und fixiert.

Haube-1.jpg

Für den Anfang recht gut, die vordere Scheibe muss noch etwas steiler montiert werden.
Ich überlege, die vordere Scheibe fest auf den Rumpf zu kleben, was meint Ihr?

Als nächste muss die alte Farbe abgeschliffen werden, (freu) :p:p das wird einen Moment dauern.
 
Frage wegen dem Profil

Frage wegen dem Profil

bevor ich die Tragflächenaufnahme am Rumpf baue, habe ich eine Frage an die Profilexperten;

NACA 63A-14.jpg

Das ist das Profil von der Flügelwurzel, könnte (bin nicht ganz sicher) ein NACA 63A-14 sein,
macht es Sinn den Originalflügel mit diesem doch recht dicken Profil zu verwenden, oder soll
ich gleich eine neue Tragfläche mit einem modernen Wölbklappenprofil bauen.

Eckdaten: Spannweite 264 cm, Flügel Wurzel 265 mm, Flügel Ende 120 mm

Was meint Ihr?, welches Profil schlägt Ihr vor?
 
@Bernd, interessanter Ansatz, werde kommendes Jahr meinen Flamingo mit einer solchen Fläche ausstatten.
Vorerst versuche ich mal den vorhandenen Flügel zu verwenden, werden dann sehen wie gut der trägt.
Wölbklappen werden auf jeden Fall nachgerüstet, (das Vorbild verlangt das) ev. helfen die auch noch etwas.
 
Entscheidungshilfe

Entscheidungshilfe

eigentlich wollte ich den best. Flügel umbauen, wäre schneller gegangen, aber ich
hatte da meine Bedenken wegen dem ungewöhnlich dicken Profil und der Aussparung
für die QR Servos.

Andererseits ward der Beitrag über den MHSD-Profilstrak doch sehr verlockend, mal etwas Neues zu probieren.
:rolleyes::rolleyes:
Also entschied ich mich für einen kleinen Bruchtest mit folgendem Resultat;

Bruchtest (01).JPG
Testanordnung mit best. Flächen,

Bruchtest (02).JPG
leichter Handdruck, nicht gutes Gefühl,

Bruchtest (03).JPG
immer noch leichter Druck,

Bruchtest (04).JPG
die Fläche bricht (schneller als gefürchtet) an der vemuteten Stelle,

Bruchtest (05).JPG
am meisten Widderstand hat die Folie (kein Witz) geleistet,

Bruchtest (06).JPG
selbst in der Wurzel war kein Holm vorhanden.

:D:D:D

Fazit, ab in die Tonne.
Der Flächenumbau hätte doch etliche Arbeitsstunden erfordert und das Resultat wäre nicht gut geworden.

Selbstgebaute Flächen erfordern 2 mal mehr Zeit, aber dann weis man was drinnen ist. :cool::cool:
 
Flügel WLM-1

Flügel WLM-1

Es hat etwas gedauert mit dem Bau der Flügel.
Zuerst musste ich mir das Fräsen beibringen....

wlm1 (2).jpg

irgendwann hat das dann auch funktioniert....

wlm1 (1).jpg

die Flügelwurzel ist ein SD 7090 und an der richtigen Position am Rumpf befestigt.

wlm1(2a).JPG
 
Profilwahl

Profilwahl

Dann musste ich das Styroschneiden erlernen, geht mittlerweile auch ganz ordentlich.
Hatte allerdings Probleme mit dem Import vom MHDS Profilstrak in das Programm devWing Foam. (ist nicht gegangen)


wlm1 (3).jpg

somit habe ich den Flügel vom SD7090 Wurzel, auf E212 Mitte, auf E205 Wingtips gestrakt.

wlm1 (4).jpg

Fragt nicht warum, hat mir einfach so gut gefallen.

Danach habe ich die Unterseite mit Balsa und einer Lage Glasmatte belegt.
Im 1 sten Drittel habe ich noch Kohlematte 45 Grad eingebaut.
 
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