Wo Lackieren

Hallo Alex,

also wir lackieren ausschließlich im Garten. Wenn du keine Absaugung oder noch besser so eine Art Lackierkabine im Keller hast, saust du dir beim Spritzen den gesamten Raum voll, die Rückstände vom Sprühnebel findest du dann über den ganzen Raum verteilt. Außerdem legt sich der Nebel auch gerne auf die noch nicht lackierten Stellen der Form, was sich bei verschiedenen Farben am fertigen Werkstück schön abzeichnet.

Draußen immer auf der Mitwindseite anfangen, damit´s den Sprühnebel von der Form wegbläst. Ansonsten muß es auf jeden Fall trocken sein, du siehst sonst jeden noch so kleinen Tropfen in der Lackierung. Kälte dagegen ist nicht so schlimm, kann dann nur sein, das man bei Minusgraden die Farbe stärker verdünnen muß.

Mit welchem Farbsystem (2K Autolack oder Vorgelat) arbeitest du ?

Gruß, Karl Hinsch
 

Oli_L

Vereinsmitglied
Moin,

eine ganz leergeräumte, frisch gefegte Garage mit angefeuchtetem Boden war immer meine "Lackierkabine". Garagentor einen Spalt offen lassen, gutes Licht installieren. Der Farbnebel auf dem Betonboden war nicht weiter tragisch.
Und ganz wichtig: Atemschutzmaske mit Partikel- und Aktivkohlefilter aufsetzen!

Darussen im Garten kurz nach einem Regenschauer geht auch, ist aber irgendwie immer schwer planbar.

Gruß,
Oliver
 
Ich geh immer in eine Mietwerkstatt mit Lackierkabine. Hat für mich den Vorteil, dass:
1. die Kabine und Trocknungsanlage professionell ausgestattet sind
2. alle Farben, Grundierungen, Schleifpads, Klebe- und Zierbänder... in Profiqualität vorrätig bzw. mischbar bereit stehen!
3. eine Reinigungsanlage für die Pistole vorhanden ist
4. immer jemand greifbar ist, der auch Ahnung hat (gelernter Lackierer)
5. es nicht die Welt kostet!

Grüße
Stefan
 
Hallo Olli,

tja, wenn die Garage oder der Keller komplett leer sind und nur die Wände bzw. der Fußboden farbig werden gehts ja noch vielleicht. Wenn du aber diverse Gegenstände im Raum vorfindest (Kühlschrank, Surfbretter, evt. Weinlager, Bücherlager, Wintermantel, Rasenmäher usw.), dann sind die Mitbewohner schon leicht angesäuert, wenn du deren Gegenständen nen anderen Farbton verpasst.

Ich denke es ist schon der Normalfall, das Keller bzw. Garage auch als Lager dienen und daher immer mit irgendwelchem Krimskrams mehr oder weniger voll gestellt sind. Daher ist für mich der Garten die einzige Alternative. Hier kann es zwar auch mal passieren, das ein Napf mit angemischter Farbe umfällt und das Gras vorrübergehend z.B. blau wird. Das bringt dann zwar dumme Nachfragen der Mitbewohner mit sich, ist aber nach einiger Zeit wieder vergessen.

@Stefan:
Tja, bei uns dauert so ne Lackieraktion maximal ca. 2 Stunden incl. Aufräumen und saubermachen. Da ist mir der zeitliche Aufwand alle Formen in mehrere Autos zu packen, irgendwo hin zu fahren und dort zu lackieren, doch etwas zu hoch. Wir haben sowas schon auch gemacht, aber dann wird da ganz schnell ne Tagestour draus.

Gruß, Karl Hinsch
 
Also ich denke da bei mir der Keller auch mit allerlei Krimskrams voll ist (rasenmäher, Waschmaschine Flugzeuge) und die Mietwerkstätten mit Lackierkabine hier wahrscheinlich auch eher Mangelware sind wird es wohl der Garten werden.
@Karl
Mit dem Lackiersystem bin ich mir noch nicht so sicher. Das zu Lackierende Objekt ist ein Modell aus einem Holzbaukasten. Braucht also noch ne Schicht Glasmatte. Mein Problem ist ich habe weder Kompressor noch wirklich viel Erfahrung mit Lackieren. Deshalb bin ich auch am überlegen das ganze mit Pinsel zu machen. Das Modell wird weiß mit roten Teilen/streifen aber ich denke mit ner richtigen Lackierung wird das Ergebnis um einiges besser aussehen als mit Pinsel.
 
Klar... wenn es "nur" darum geht ne Form zu lackieren und eine Ausweichmöglichkeit (Keller, Garten,...) hat braucht man den Aufwand mit der Lackierkabine nicht zu betreiben! Ich wohne in der Innenstadt und meine Nachbarn würden mich steinigen wenn ich anfangen würde rumzunebeln... Außerdem lackiere ich eher die kompletten Flieger!

Grüße
Stefan
 

jowe

User
Hallo,
ich kannte mal jemand, der hat immer auf dem Dachboden lackiert. Da ein Lüftungsloch vorhanden war, haben sich auch ab und zu Tauben hinzu gesellt. Die Lackoberfläche war nach einigen Flügelschlägen immer etwas körnig.
 

Tack

User
Ich lackiere bei einem Freund im Garten(hab selber keinen), allerdings hab ich nen Pavillion 3x3m (kost etwa 50-70€) mit Seitenwänden, die kann man ein wenig abdichten und den Boden mit ner Folie ausgelegt, da sauste nix weiter ein und das Ergebnis ist eigentlich immer zufriedenstellend, da sich kaum Staub bildet und vor allem Fliegen und sonstiges Getier sich nicht auf den frischen Lack setzten kann und sich noch nen halben Meter kreuz und quer über die frisch lackierte Fläche bewegt:D
Gruß
Ralph
 
Das mit dem Pavillion ist ne gute Idee! Der Garten ist ja vorhanden und ein Pavillion ebenfalls. Denke ich werde ihn einfach mit ein paar alten Leintücher seitlich zu machen.
Da hat man(n) auch seine ruhe.:D
Dann fehlt mir jetzt nur noch der Kompressor, Lack, Pistole und was man sonst noch braucht:cry:
 
Ich lackiere auch in der Garage, Tor bleibt offen. Der hintere Bereich (da stehen Rasenmährer etc.) wird abgetrennt, indem eine Folie von Wand zu Wand von der Decke hängt.
Auch an die Decke kommt sicherheitshalber eine neue, saubere Folie damit kein Staub runterrieseln kann.
Dazu noch gutes Licht, zum Teil mit einer Handlampe für die Problemzonen.
Atemschutz nicht zu vergessen.

Draußen würde ich, wegen der kleinen Fliegen, die nur drauf warten, sich auf eine frische Lackoberfläche zu setzen, nicht lackieren. :D

Aber mal ne andere Frage noch:

Ich werde demnächst einen großen Seglerrumpf lackieren. Normalerweise hänge ich einen Rumpf an Leitwerk auf.
Bei dem großen Seglerrumpf komme ich schon sehr nahe an den Boden bzw. an die Decke, was das Lackieren nicht einfacher macht.
Wie befestigt ihr solche großen Teile, evtl. waagerecht?

Gruß
Oliver
 
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