Wo sind die Aerodynamiker

Hallo,
ich möchte ein Windrad mit 160 cm Rotordurchmesser und drei Blättern bauen.
Es soll relativ langsam laufen, soweit dies ohne zu großen Wirkungsgradverlust möglich ist.
Welches profil würde sich hierfür eingnen? Wie groß müßte die Profildicke sein, in Abhängigkeit
von der entfernung zur Nabe? Könnte ein solches Blatt aus einem Styroblock herausgesägt werden,
oder läßt die Verwindung dies nicht zu? Welchen Anstellwinkel müßten die Profile haben, wenn
man deren unterschiedliche Dicke und den Abstand von der Nabe mit der dadurch unterschieldichen
Geschwindigkeit beachtet? Inwieweit könnte man Abstriche von einem Idealprofil bzw. Idealrotorblatt
machen, damit sich der Bauaufwand relativ zum Wirkungsgradverlsust noch in Grenzen hält?

Vielleicht können die Modellbauer hier weiterhelfen, denn bei den Windkraftlern habe ich bislang
keine befriedigende Antwort erhalten.

Besten Dank schon mal für die Antworten

Roland
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Ich schiebe es mal zu dem Experimental-Modellbau
HWE

[ 14. November 2002, 17:03: Beitrag editiert von: Heinz-Werner Eickhoff ]
 

RSO

User
Hallo Roland,

folgendes kann ich dazu sagen!
Für die Berechnung von Propellern gibt es Spezialisten z.B. Hannes Delago. Der entwickelt auch Flugzeugpropeller (für Grosse).
Adresse ist mir unbekannt.

Zum Styroschneiden:
Ist ziemlich aufwendig da der Propellerstrak in viele Teilstücke zerlegt werden muss. Ist aber mit einer guten Styromaschine machbar. Dürfte aber fast nicht zu bezahlen sein. Frag mal bei HS-Flächenservice Gisbert Schmidt der kann sowas aus dem Datenbestand schneiden.
Dann must Du natürlich ein Blatt abformen und daraus einen 3-Blatt-Prop herstellen.

Oder 3D konstruieren und eine Form fräsen.

Viel Glück,

Gruss Raimund
 

speed

Vereinsmitglied
Hallo Roland,
das Windrad ist ja nur der invertierte Propeller.
Die Profilauswahl ist eigentlich nicht so kritisch. Es gelten dieselben Regeln, wie für den Propeller oder Flügelentwurf (lokale Re-Zahl usw.)
Du solltest Dich schon mit den Grundlagen etwas beschäftigen.
Du kannst mit dem Programm von Martin Hepperle ein Propeller auslegen und dann umdrehen.

Ich würde ein Blatt aus Segmenten als Urmodell aufbauen und abformen und dann dreifach aufbauen. Etwas Erfahrung im Formenbau gehört schon dazu, weil die Teilung etwas komplizierter ist.

Du kannst dann den Nabenbereich so gestalten, dass man die Blätter um ein paar Grad einstellen kann, um die Drehzahl an den Generator anzupassen, falls der Entwurf irgendwo nicht stimmt.

Kannst Du mal beschreiben, wie ernsthaft Dein Interesse ist. Willst Du wirklich Energie gewinnen oder soll es sich nur drehen. Soll es sturmfest sein, oder nur unter Aufsicht laufen?

Gruß Otto, war mal auf dem alternativen Windenergietrip
 
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