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ZG 38 springt nicht an

Hallo,

folgendes Problem. Habe einen alten ZG38mit Vergaser ohne Choke. Dieser Motor wurde vor 6-7 Jahren auf elektronische Zündung umgebaut. Er lief danach auch einwandfrei. Nun lag der einige Jahre rum und wurde nun wieder verbaut.
Bei dieser Gelegenheit wurde der Vergaser zerlegt gereinigt und mit neuen Membranen ausgestattet. Nun habe ich versucht zu starten.
Der Vergaser saugt einwandfrei an. Eigentlich sollte der Motor zwischen irgendwann ein paar mal „paff, paff, paff machen. Zu Anfang ist die Kerze trocken. Nach bestimmt 40-50mal anwerfen ist die Kerze irgendwann pitschnass. Bei herausgeschraubter Kerze ist ein Zündfunke deutlich zu sehen. Aber beim anwerfen ist zwischendurch ab und zu ein vereinzelntes paff zu hören. Aber niemals 2-3 zündungen am Stück. Bis er dann irgendwann abgesoffen ist. Ich hab ne andere Kerze von einem Pocketbike probiert. Dies war aber keine Entstörte Kerze. Hier verhält es sich genauso.
Ich habe nun bereits eine Blase am Finger und habe es auch mit starter probiert. Er sagt dann gar keinen Mucks und säuft dann ab.
Morgen werde ich eine neue Kerze besorgen und es damit probieren.

Hat jemand die Grundeinstellung der düsennadeln des alten vergasers ohne Choke? Oder sind das dieselben wie beim neuen?

Was könnte es sonst sein? Jemand eine Idee? Selbst beim ankippen mit nem Fingerhut Sprit müsste er doch mehrmals paff,paff,paff sagen oder?

gruß
Matthias
 

Berndi

User
Ggf. ein Problem am Kerzenstecker oder mit der Zündung. Hatte ich bei einem ZG 62 mal. Bei mir lag es dann am Kerzenstecker.
 

Filius0

User
Hallo, versuche es bitte mit Starthilfespray wenn dieses nicht zum Erfolg führt liegt das Problem bei der Zündung. Neue Kerze ist erst mal die einfachste Sache.
Wenn die Zündung funkt, ist noch die Frage des Zündzeitpunktes. Ich hatte das auch beim Umbau auf elektronische Zündung. Aber wenn du sagst er hat schon mit dieser Zündung gut gelaufen sollte er auch wieder laufen. Zum Zündzeitpunkt können wir gerne nochmal sprechen.
Gruß Friedhelm
 
Guten Morgen Matthias, probiers ohne Tankanschluß nur mit Sprit in der Spritze übers Kerzenloch. So kannst dir sicher sein das es nicht am Vergaser liegt. Der Motor sollte dann, wenn genügend Sprit vorhanden, doch ein paar Umdrehungen laufen. Ist die Kerze am Isolator recht schwarz (verrußt) nimm eine neue, ansonsten Elektrodenabstand prüfen. Auch den Akku prüfen, bringt der nicht genügend Saft reichts nur für zwei drei Zündungen dann braucht er wieder eine paar Sekunden zur Erholung und das Spiel geht von vorne los. Kannst den ja mal ans Endladeprogramm mit 1 A hängen, was macht er da, vielleicht schaltet das Ladegerät sofort ab!? Zündzeitpunkt überprüfen: Zünkerze raus Schraubendreher senkrecht rein Kurbelwelle drehen bis Schraubendreher ganz oben und wieder nach unten gehen möchte. Alles mit ein bischen Fingerspitzengefühl! Dann mit Marker zwischen Kurbelgehäuse und Mitnehmer markieren und den Popeller auch auf diese Markierung stellen. Den Motor mit abgeschraubter aber angeschlossener Zündkerze drehen und Zündfunken beobachten. Stimmen Markierung/ Prop mit Zündfunken überein? Wenn das alles passt kannst du es mit der Vergasereinstellung angehen.
Viel Erfolg!
Gruß Rudi
 
Hallo,

vielen Dank für die Antworten bis hierhin.

Starthilfespray habe ich schon versucht. Hatte ich vergessen zu schreiben. Habe die Kerze getrocknet (mit Kompressor ausgeblasen), den Motor ein paar Mal ohne Kerze "durchgeworfen", um den Restsprit herauszubekommen und dann die Kerze wieder eingeschraubt. Dann habe ich etwas Startpilot eingesprüht und versucht anzuwerfen. Hier hat der auch wieder 20-25 mal exakt nichts gesagt um dann ein vereinzeltes "paff" zu sagen und dann nach weiteren zig würfen nach Sprit zu stinken und die Kerze wieder voll Sprit stand. (Der Motor ist hängend eingebaut).

Mich wundert halt nur, dass er bei ausgebauter Kerze einen super Zündfunken hat und sobald man die einschraubt noch nicht einmal mehr als einen einzigen Knall gesagt hat.

Den Kerzenstecker hatte ich schon zerlegt. Die Ringfeder ist ja nur seitlich durch das Zündkabel gesteckt. Diese habe ich ausgebaut. Das Kabel zwei Zentimeter gekürzt und die Feder neu eingesteckt, so dass der Kontakt zur "Sehne" im Kabel definitv hergestellt war. Auch die Isolierung des Steckers sieht gut aus. Dieses besteht aus einer Art Silikon und ist total flexibel und ohne jede Verfärbung, welche auf einen fehlerhaften Funken innerhalb des Steckers schließen lassen würde.

Entweder ist es tatsächlich die Kerze, die ich aber wie gesagt durch eine Nichtentstörte Kerze vom Pocketbike getauscht hatte. Hier verhält es sich alles ganz genauso, obwohl man den Funken bei ausgebauter Kerze sogar richtig laut hört und der viel kräftiger ist, als bei der entstörten Kerze.

Ich habe aber die Vermutung, dass die nicht zündet, wenn Sie verbaut ist. Evtl. ist doch die elektronische Zündeinheit defekt?

Anders kann ich mir das nicht erklären. Zwischen absolut trockener Kerze und total abgesoffen bei 50 mal "anwerfen" MUSS er doch mehr als einmal ein vereinzeltes "Paff" sagen. Egal wie Vergaser etc. abgestimmt ist. Es muss ja einen Moment geben wo das Spritverhältnis passt.

Achso. Das Zündakku ist ein Eneloop 2500mAh und nagelneu gekauft. Zündzeitpunkt ist durch das Originalteil vorgegeben und der Motor hat damit früher ja auch schon perfekt gelaufen. Allerdings 5-6 Jahre nicht mehr. Der Zündfunke ist bei der Originalkerze etwas schwach, aber bei der Pocketbikekerze (zum Testen) klar und deutlich zu hören und zu sehen.

Hab auch schon den Kill-Switch zwischen Akku und Zündung ausgebaut um den Fehler hier auszuschließen.

Gruß
Matthias
 
Servus Matthias,

ein regelmäßig abgesoffener Motor ist nicht gut, um weiterzukommen. Einen Benziner kann man nicht einfach wie einen Methanoler auf den Kopf stellen, ein paar mal durchdrehen und gut ist´s. Vielmehr "pappt" überschüssiges Gemisch an den Innenwandungen des ganzen Motors.
Die Vergasernadeln dürften bei 1 1/3 H und 1 1/4 L in etwa in der passenden Position stehen.
Frage: Hast du einen Killswitch verbaut?

Gruß,

Robby
 
Hallo Matthias, bitte überprüfe den Zündzeitpunkt, es kommt immer wieder vor das sich Bauelemente in der Zündbox verabschieden und sich der Zündzeitpunkt verschiebt und du am verzweifeln bist. Sollte der Zündzeitpunkt ungefähr stimmen heize die Zündkerze vor und schraub sie ein.
Gruß Rudi
 

Andy1973

User
Hallo Mattias
Für mich klingt das so als wenn die vergasermembrane nicht richtig eingebaut ist
Pinuppel einhängen!
sonnst läuft der nie
Zg‘s laufen sonnst immer
 
@robby:
Ja, es ist ein Kill-Switch verbaut. Aber diesen hatte ich zur Probe schon ausgepumpt. Das ist definitiv nicht die Ursache.

Die Düsennadeln sind je 1 Umdrehung herausgedreht. TC schreibt dies in der aktuellen Anleitung, wenn man die Ansaugtrompete montiert hat. Dies ist hier gegeben.

Wenn aber bei 10 mal anwerfen die Kerze noch trocken ist, nach 25 mal minimal feucht und nach 50 mal randvoll Sprit steht, dann hätte es irgendeinen Punkt dazwischen geben müssen, wo der mal kurz mehr als ein einzelnes "paff" sagt. Da kann nicht mehr soviel Restsprit drin stehen.

@Rudi: Wie prüfe ich denn am besten den Zündzeitpunkt? Wenn ich die Luftschraube drehe, dann funkt die Kerze "gefühlt" genau an dem Punkt wo der Magnet am Sensor vorbeiläuft. Dies kann natürlich minimal zeitverzögert sein. Aber wie stelle ich fest "wieviel" und vor allem "OB" es dort eine Zeitverzögerung gibt?

Stecke ich einen Schraubendreher in das Zündkerzenloch und drehe den Motor exakt auf OT, so ist der Magnet in Drehrichtung schon ein Stück weiter. Hier muss ich den Winkel mal ausmessen. Das kann ich aber erst heute Abend tun.

Ich habe die Kerze gestern auch schon einmal mit einem Heissluftfön richtig heiß gemacht und eingesetzt. Gleiches Ergebnis wie oben beschrieben.

Was mich am meisten irritiert ist das vereinzelnte "paf" und keine einzige Zündfolge mit ein paar Umdrehungen.
 
@Andy:

Hallo,

hab ich gestern drei mal auseinandergebaut und wieder zusammen. Der Pinuppel ist drin. hab auch auf Dichtigkeit geprüft. Hab eine Flasche oberhalb des Vergasers montiert und mit Schlauch an den Vergaser angeschlossen. Dann mit ausgebauter Membrane kam kein Tropfen Sprit aus dem "pinuppel". Sobald ich den kleinen federbelasteten Hebel jedoch mit betätigt habe, so wie es die Membrane tut, so lief der Sprit nur so aus dem Loch des "Pinuppel".

Halte ich also für ausgeschlossen.

Selbst wenn das so wäre, müsste er meines Erachtens mit Startpilot und/oder irgendwo zwischen Trocken und Absaufen zumindest ab und an mal was sagen. Ich habe das gestern von 16:30 bis nach 20Uhr probiert und ohne Quatsch eine Blase an meinem Finger vom anwerfen.

Ich habe es nachher sogar mit E-Starter probiert und er sagt keinen maximal alle 40 bis 50 Umdrehungen einmal "paff".
 

Bernd Langner

Moderator
Teammitglied
Hallo
Den Kerzenstecker hatte ich schon zerlegt. Die Ringfeder ist ja nur seitlich durch das Zündkabel gesteckt. Diese habe ich ausgebaut. Das Kabel zwei Zentimeter gekürzt und die Feder neu eingesteckt, so dass der Kontakt zur "Sehne" im Kabel definitv hergestellt war. Auch die Isolierung des Steckers sieht gut aus. Dieses besteht aus einer Art Silikon und ist total flexibel und ohne jede Verfärbung, welche auf einen fehlerhaften Funken innerhalb des Steckers schließen lassen würde.
Das kenne ich nur von dem Gummistecker bei elektr. Zündungen ist in der Regel das gesamte Zündkabel geschirmt und der Stecker
aus Blech mit der Schirmung dran. Im Stecker ist dann der Entstörwiderstand in die Seele des Zündkabel gesteckt
und an der andere Seite die Klammer. Habe ich kein Schirm von der Zündanlage zum Kerzenstecker muß ich eine Masseverbindung
von der Zündanlage an den Motor legen.

MVVS Zündung.jpg
Hier haben die MVVS Entwickler mal mitgedacht und eine extra Verbindung von
der Masseleitung an den Motor vorgesehen. So ist gewährleistet
das der Motor auch Zündmasse bekommt wenn der kerzenstecker wackelt/ausgeleiert ist.

Das beste wäre mal ein Photo der montierten Zündanlage.
E Starter und Startpilot bei Motoren mit elektr. Zündanlage kenne ich nicht.
Bei einer Magnetzündung macht das Sinn den je höher der Motor dreht desto besser die Zündspannung.

Gruß Bernd
 
Moin Bernd,

dies war mal ein Nachrüstsatz für den ZG38. Natürlich ist das komplette kabel geschirmt. Der Stecker sitzt auch bombenfest auf der Kerze. Wenn ich den einfach so auf die Kerze stecke, dann bekomme ich die Kerze ohne Zange kaum wieder raus.

Ich versuche mal die Unterlagen dazu anzuhängen. Die Zündung ist wohl universell nutzbar und hat einen Zündkerzenstecker für eine CM6 und einen Stecker für die größere Kerze mit 14mm Gewinde dabei gehabt. Man muss dann den Stecker nach Bedarf montieren. Das golden Teil in der Mitte des Fotos ist halt die Feder, die um den Kopf der Zündkerze "greift". Diese wird (wie meines Wissens nach auch bei anderen Zündkerzensteckern üblich) mit den beiden 90° abgekanteten Ecken in das Zündkabel gepresst und stellt so den Kontakt zur inneren Litze her.

Ich hatte früher die Zündung gekauft (siehe Anhang) und dazu dieses Teil hier:


Damit war ja auch der Zündzeitpunkt vorgegeben.

Letztlich hat dies ja früher auch funktioniert und ich habe exakt die selbe Zündung samt eines solchen Umbausatzes im ZG62 im Einsatz und den brauche ich seit dem Umbau nur noch schief angucken und der läuft sofort. Dies war damals hier auch so.. Daher frage ich mich, ob die Zündeinheit einfach durch herumliegen kaputt gehen kann.

Leider ist die Zündung im Modell mit dem ZG62 so verbaut, dass ich die da gar nicht so einfach rausbekommen. Ansonsten hätte ich die schon getauscht. Ich überlege gerade diesen hier zu kaufen:


Einfach um die Zündung zu testen. Allerdings ist hier laut Pichler der Stecker für eine CM6 Kerze verbaut. Dieser nützt mir nichts und ich müsste an der neuen Zündung gleich wieder rumbasteln. Da habe ich auch wegen Garantie wenig Lust drauf.

Das mit Startpilot und E-Starter hatte ich nur probiert, da ich schon ne Blase an den Fingern hatte und ehrlich gesagt keine Lust mehr auf die Zicken von dem Teil hatte. Und trotzdem sagte er nichts. Und bei Anlasser und Startpilot müsste er selbst ohne Vergaser zumindest mal mehr als einmal "paff" sagen. Daher scheidet der Vergaser erstmal aus.

Vielleicht ist tatsächlich ein Bauteil in der Zündung schwach und der Zündet nun völlig verzögert oder so.

Heute bekomme ich auf die schnelle natürlich nur ne neue Kerze organisiert.

Gott ist das ätzend, wenn man keinen vernünftigen Modellbauladen in der Nähe hat.
 

Anhänge

Berndi

User
Ich hatte ja ein ähnliches Problem. Bei mir lag es dann letztendlich an einem schlechten Massekontakt am Zündkerzenstecker. Kaum hatte ich die Isolierung des Kabels mit dem Motor mit einem extra Kabel vernbunden, funktionierte es.
 

PeGru

User
" ich habe exakt die selbe Zündung samt eines solchen Umbausatzes im ZG62 im Einsatz "

Und wenn Du es mit der Zündung vom 62er probierts?
 

Ripp

User
Hallo Matthias,

so ein ähnlich gelagertes Problem hatte ich bei einem ZG 62 den ich von einer Magnetzündung auf die Falkon PCI Zündung von Toni Clark umgebaut hatte. Die Vergasermembrane sowie die Dichtungen habe ich getauscht und vieles mehr probiert. Das alles half nichts, der Motor lief nicht an. Nach einem langen Gespräch mit Toni Clark kam die helfende Idee. Herr Clark erklärte mir, dass bei der Magnetzündung mit dem Gummistecker eine Zündkerze mit Widerstand verwendet wird. Bei dem Umbausatz war jedoch ein Kerzenstecker von Bosch (aus Blech) montiert, der einen eigenen Widerstand hat. Da ich die Zündkerze von der Magnetzündung verwendete, funktionierte das nicht. Herr Clark schickte mir eine andere Zündkerze und ab da lief der Motor sauber. Leider weiß ich nicht mehr welche Zündkerze das damals (vor ca. 10 Jahren) war.
 
Hallo Matthias,

so ein ähnlich gelagertes Problem hatte ich bei einem ZG 62 den ich von einer Magnetzündung auf die Falkon PCI Zündung von Toni Clark umgebaut hatte. Die Vergasermembrane sowie die Dichtungen habe ich getauscht und vieles mehr probiert. Das alles half nichts, der Motor lief nicht an. Nach einem langen Gespräch mit Toni Clark kam die helfende Idee. Herr Clark erklärte mir, dass bei der Magnetzündung mit dem Gummistecker eine Zündkerze mit Widerstand verwendet wird. Bei dem Umbausatz war jedoch ein Kerzenstecker von Bosch (aus Blech) montiert, der einen eigenen Widerstand hat. Da ich die Zündkerze von der Magnetzündung verwendete, funktionierte das nicht. Herr Clark schickte mir eine andere Zündkerze und ab da lief der Motor sauber. Leider weiß ich nicht mehr welche Zündkerze das damals (vor ca. 10 Jahren) war.
auch ne gute Idee, allerdings lief es es genauso schon perfekt und auch der ZG62 hat den identischen Stecker und meines Wissens nach auch die gleiche Kerze
 
Hallo Matthias,
hast du den Zündfunken kontrolliert, ist der orange rot oder blau weiß? Bei orange rot ist der Zündfunke zu schwach und wird während der Kompression evtl ausgeblasen.
 
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