Zusatzstromversorgung für Servos

Hallo Allseits!

Für mein nächstes Modell, ein F3A-Flieger, 2m Spannweite, überlege ich den Einsatz einer zusätzlichen Stromversorgung für die angeschlossenen Servos. Für die Ruder kommen 5 hochqualitative Analogservos zum Einsatz (Graupner 4421 u 4451), ich muss also im Extremfall, betätigung aller Ruder gleichzeitig, mit Strömen bis 10A rechnen. Und da macht mich die Stromzuführung über einen UNI-Stecker schon nachdenklich. Es gäbe da jetzt den Dou-Batt von ACT, der für die Servos eine eigene Hochstromversorgung ink. Akkuweiche bereitstellt. Da das Gerät direkt am Empfänger aufgesteckt wird, fällt auch kaum zusätzliche Verkablung an. Auf der anderen Seite gibt es den Solid3 Servoextender, der ebenfalls einen eigene Stromversorgung für die Servos bereitstellt, und zusätzlich noch eine galvanische Trennung der Servos vom Empfänger über Optokoppler aufweist. Das würde bedeuten, dass es für den Empfänger keine Probleme durch lange Servokabel mehr gibt. Allerdings muss dieses Gerät für jeden Kanal extra verkabelt werden.Jetzt bin ich unschlüssig, welche Massnahme den größeren Sicherheitsgewinn darstellt.
Was meint Ihr?

LG, Wolfgang
 

Finnz

User
Hallo Wolfgang,
Das gleiche Probelem hatte ich auch und bin zu folgendem Schluss gekommen:
Die Ausfallwahrscheinlichkeit wird durch zusätzliche Stecker und Bauteile (Optokoppler, Impulsverstärker, Schalter) erhöht. Am sichersten scheint mir deshalb eine Kombination aus einer einfachen Diodenweiche und einer einfachen Servo-Stromverteilung.
Diese habe ich mit zwei Kupferröhrchen (eines für alle Servo -Plus-Kabel und eines für alle Servo-Minus-Kabel) selbst gelötet. Die Röhrchen sind direkt an die Akkuweiche angelötet. Die Servos werden individuell mit Kabeln der erforderlichen Länge versehen und auch direkt an die Röhrchen gelötet. Nur die Impulsleitung wird mit einem Stecker versehen und an den Empfänger gesteckt.
Durch den Einsatz verschiedener Schrumpfschläuche lässt sich ein Abknicken der empfindlichen Lötstellen verhindern.

Als beste Alternative, die es zu kaufen gibt empfinde ich das DUO-BATT von ACT. Nur leider passt es nicht an meine Futaba FP-138DP Empfänger.

Ich verwende eine Microsens SOLID 2 Akkuweiche als Stromversorgung für die Selbstbau-Stromversorgung. Diese hat einen sehr geringen Spannungsabfall (wichtig bei 4 Zellen) und kontrolliert die Spannung der beiden Akkus, entspricht aber nicht ganz der Philosophie, möglichst wenige, einfache Bauteile zu verwenden. Die SOLID 2 hatte ich bis jetzt für ca. 200 Flüge über 2 Jahre problemlos im Einsatz.

Gruß

Klaus
 

Gerhard_G

Vereinsmitglied
Hallo Wolfgang
für eine Maschine mit 5 Analogservos halte ich eine eigene Stromversorgung für die Servos für übertrieben.
Nach dem Motto: Was nicht drin ist, kann auch nicht kaputt gehen! ;)
Ich versorge den Empfänger immer über 2 Akkukabel,eines wird am normalen Akkueingang angesteckt, das andere an einem Servoeingang, möglichst am anderen Ende der Steckerleiste des Empfängers. Dadurch hast Du genügend Querschnitt und die Belastung der Stecker und der Leiterbahnen sinkt auf die Hälfte.
Außerdem fließen die 10A nur wenn alle Ruder gleichzeitig kräftig betätigt werden.
Wegen der langen Kabel mache ich mir schon lange keine Sorgen mehr, ich fliege alle meine 3m Kunstflug - Maschinen (z.T. mit 6 Digitalservos für die Querruder und 4 für Höhenruder) ohne alle Filter und sonstigem Schnick -Schnack und bisher ohne irgendwelche Empfangsprobleme.
Allerdings verwende ich nur hochqualitative Doppelsuper - PCM Empfänger.
Gruß
Gerhard

[ 04. November 2002, 23:56: Beitrag editiert von: Gerhard_G ]
 

Gerd

User
Hallo Wolfgang,

In meinem F3A Modell (4,7 kg) http://home.t-online.de/home/modelltechnik-lorenz/xedobi.htm habe ich alle handelsüblichen Sicherheitsbausteine, wie Akkuwächter, Akkuweichen, Servo-Direktstromversorgungen etc. weggelassen.
Das Schalterkabel (mit MPX Hochstromstecker als Akku-Steckverbindung) habe ich mit 2 Anschlüssen zum Empfänger angefertigt. Deine Servowahl entspricht auch meiner Auswahl.

Ich schliesse mich meinen Vorrednern an und sage: "Was nicht drin ist, kann nicht kaputt gehen".
Alle Steckverbindungen sind bei meinem Modell gesichert, auch am SMC 19 DS Empfänger.

Gruß Gerd

[ 07. November 2002, 21:09: Beitrag editiert von: Gerd ]
 

PW

User gesperrt
Hallo Wolfgang,

also ich lasse diesen ganzen Snick-Snack selbst in Modellen bis 2,5 m weg.

Ein Empfänger, ein gescheiter Akku (ca. 1400 mA) und einen Schalter. Keine Doppelstromversorgung etc.

In einem F 3A 2x2 m Modell lasse ich diese Sachen erst recht weg. Alles zusätzliche Ausfallteile.

Wichtig ist eine regelmäßige Kontrolle des Akkus bzw. ich selber schmeisse einen Akku nach einem Jahr weg bzw. baue diesen Akku in einen Segler etc. Auch mit Quarzen handhabe ich es ähnlich, da diese diffizielen Teile regelmäßig Vibrationen ausgesetzt sind.

Gruss

PW
 
Herzlichen Dank für Eure Beiträge! :)
Ich werde es auch einfach halten und lediglich die Stromzuführung in den Empfänger doppelt einkoppeln.

Grüße, Wolfgang
 
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