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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Basic Jolle - ein Einsteigerboot



Hans Rupp
23.04.2002, 09:48
Hallo,

wer vermutet hinter "Schade...." so eine tolle Anregung? Ich bin jedenfalls nur durch riesengroßen Zufall draufgestoßen. Deshalb der neue Beitrag mit neuem Titel.

Hier mal der Link zu der Jolle des Rodenkirchener Vereins:
Zur Basic Jolle (http://www.modellbaurodenkirchen.de/BASIC.htm)

Da ich im Sommer mit Familie und daruntern zwei 5 und 7 Jährigen an einen See fahre und eh mal ein Segelböötchen fahren wollte, juckt es mich mit den Zwei zwei Jollen (hmm, oder doch drei, damit es untern den "Kindern" der Familie keinen Streit gibt und jedes "Kind" eines hat ;) ) zu bauen.

Problem:
Zeitaufwand, der durch die dann geplante aktive Mithilfe der Zwei sich erfahrungsgemäß gegenüber dem Alleinbau mindestens verdoppelt.

Kann jemand den zeitlichen Aufwand abschätzen?

Da die Frage von meinen Zwei bestimmt kommt:
kann man einen Flautenschieber einbauen, ohne dass die Segeleigenschaften völlig einbrechen? Ich denke da einen kleine E-Motor mit Faltpropeller (habe sowas mal im Graupnerprospekt gesehen, habe aber keine Ahnung was das kostet und wiegt) der aus nem 6 Zeller mit BEC gespeist wird.
Mehrgewicht dabei:
2 Zellen N3US (1000er Mignongröße) 45gr.
Speed400 Motor mit Steller, Kabel etc. 75 gr.
Welle + Propeller geschätzt 20 gr.
aufgerundet in Summe 150gr. (durch nen Speed 280 könnte man evt. 20 gr. sparen, leichtere Servos statt Standardservos nochmal 30 gr. also Mehrgwicht 100gr. machbar)

Bild:
http://graupner.client.serconhosting.de/stores/Graupner/images/products/1175gr.jpg

Hans

[ 23. April 2002, 10:19: Beitrag editiert von: haru ]

Yeti
23.04.2002, 10:34
Moin haru,

meine Erfahrung ist, dass man einen Flautenschieber nicht braucht. Und beim Segeln können die Kids ja ne Menge lernen. Jetzt weiß ich ja nicht, wie dein Nachwuchs drauf ist: Könnte mir aber vorstellen, dass die Boote als reine Motorboote misbraucht werden. Wenn überhaupt kein Wind mehr ist, kann man sich auch noch durch "Wedeln" mit dem Ruder langsam ans Ufer retten, muss man nur ein bischen Geduld mitbringen ;) .

Habe in der Baubeschreibung leider keine Gewichtsangabe finden können. Klar ist, dass es nicht besser segelt, wenn es schwerer wird, aber die 100g würde es sicher verkraften.

Hast du dich schon mal direkt an die Rodenkirchener gewandt?

Gruß Yeti

Hans Rupp
23.04.2002, 11:25
Hallo,

ich habe die Rodenkirchner angeschrieben und gebeten sich hier an der Diskussion zu beteiligen. Es wird im Fall des Baus sicher nicht meine letzte Frage sein.

Der Missbrauch als Motorboot ist in der Tat vorhersehbar. Aber das geht bei begrenzter Akkukapazität nur begrenzt lange :) . Und ich denke, es erhöht die Bereitschaft mit dem Fahren anzufangen, und dann kann man ja durch Miniwettrennen ( wer segelt am schnellsten zur Boje da draußen... ) lenkend einwirken.

Hans

P.S. Meine Jolle wird natürlich ohne Flautenschieber gebaut, ich will ja gewinnen können :D

[ 23. April 2002, 11:39: Beitrag editiert von: haru ]

Walter Ludwig
25.04.2002, 15:13
Hallo Hans, hallo Christian,

sobald auf meinem Helgen wieder etwas Platz ist werde ich zwei Boote zwischenschieben. Eins für meinen Junior :) - sechs Jahre - und eins für mich selbst :D . Meins wird CLIO heissen, wie die Boote, die William Fife für sich selbst gebaut hat.

Hoffentlich bauen möglichst viele Jugendliche :cool: :cool: dieses Boot, denn für sie ist es eigentlich entwickelt :) .

Immer eine Brise Wind in den Segeln wünscht Euch

Walter

Hans Rupp
25.04.2002, 16:34
Hallo,

ich habe mittlerweile Antwort von den Rodenkirchnern bekommen.

Bis 1.200 gr. sei o.k., also ein Flautenschieber mit einem Mabuchi 280 machbar, aber unötig, stillos, ein Verbrechen... :D

Nein so haben sie es nicht geschrieben. Aber der Nachsatz "Naja, wenns den Kindern Spaß macht..." las sich schon etwas gequält :) . Für einen echten Segler ist es wohl ein mindestens so großer Stilbruch, wie für mich als Segelflieger eine Ka6 (ein wunderschönes Oldimtersegelflugzeug) mit Elektromotor, für einen Carfahrer nen Ferarri mit Anhängerkupplung und Wohnwagen dran ... zu bauen :D .

Erst dachte ich , 1.200gr., dann hast ja keine Probleme. Aber dann fiel mir ein, dass ja eine Kielbombe mit 850 gr. dran soll. Uupps, dann noch 2 Standardservos 90gr. , empfängerakku 90gr. Akku , Empfänger 20 gr. , Kiel, Ruderanlage...

Da bleibt dann doch fast gar nichts mehr fürs Boot übrig? Oder sollen die 1.200 gr. das das Gewicht ohne Ballastbombe sein? Dann wäre es wieder zuviel.

Jetzt muß ich erst mal nen Cappuchino trinken, damit die Büchse leer wird ;) . Dabei kann ich mal ne Gewichtstabelle aufstellen.

Ausserdem habe ich festgestellt, dass man mit dem Flautenschieber den LowCost-Bereich verläßt, Listenpreis 36,80 €. Also werde ich vieleicht doch das Gewicht sparen ;) .

Auf jeden Fall habe ich mir vorgenommen, den Bau zu dokumentieren.

Hans

P.S. die Entscheidung Bau ja / nein habe ich wohl schon unbewußt entschieden, sonst würde ich nicht beim Einschlafen Gedanken zur Bauweise machen,was ich einkaufen muss... :)

[ 25. April 2002, 16:44: Beitrag editiert von: haru ]

Ralph Tacke
26.04.2002, 09:18
Hallo zusammen,

das ist eigentlich genau das, was ich gesucht habe: Wenig Bauaufwand, geringer finanzieller Aufwand für ein offensichtlich ganz vernünftig fahrendes Segelboot.....und m.E. noch wichtiger: Die Chance, ein 2. Boot dieses Planes auf dem Teich zu treffen, um mal 'ne kleine Freundschaftsregatta auszutragen!

Also ich bin dabei, geh nachher Holz kaufen ;)

Gruß Ralph

Walter Ludwig
26.04.2002, 09:52
Hallo Skipper,

habe auch schon die Materialliste geschrieben.

Als Teetrinker ist mein 'größtes' Problem, wo kriege ich die Cappucinadose her :D :D .

Das Boot für den Junior werde ich rot/grün - für Back- und Steuerbord - machen, und ihm entsprechende Markierungen auf den Sender kleben. Ich denke diese Hilfestellung kann man einem Sechsjährigen schon gönnen :) .

Mein eigenes soll nach Möglichkeit 'naturbelassen' werden. Da kommt der Holzwurm wieder durch.

Vielleicht machen wir im Herbst ein RCN-User Basic-Jollen treffen irgendwo in der Republik. Eine Regatta vielleicht :confused: , Match-Races :confused: , einen Basic-Jollen-Cup :confused: .

Abwarten was draus wird.

Viel Erfolg beim Bauen und segeln.

Walter

Hans Rupp
26.04.2002, 15:31
Hallo William,

gibt doch Instanttee in Dosen :D

*Duckundwegrenn*

Hans Rupp
26.04.2002, 15:35
*GanzvorsichtigumdieEckeguck*

Noch eine Frage.

Hatte mit dem Gedanken gespielt das Boot aus GFK-Platten aus dem Fundus zu bauen, die sind aber doch zu dünn.

Was für ein Sperrholz sollte man nehmen?
Das Zigfachverleimteschweineteuerwasserfeste?
1 oder 1,5mm?
Pappel, Birke, Mahagoni, Teak ... ?

Hans

Zeus
26.04.2002, 19:51
Ich bau mir gerade ein GFK boot wenn das fertig ist werde ich mir die sache (wenn ich nich schon gatan hab ) genauer ansehen.
Sieht aber echt gut aus.
Aber ne Frage: wie geht n das mit dem Plan runterladen ?was brauch man da für prog um die Dateien zu öffnen??

Yeti
26.04.2002, 20:03
Na, gefunden?

Die Pläne sind im "tif"-Format. Kannst du mit jedem Bildbearbeitungsprogramm öffnen.

Gruß Yeti

Zeus
26.04.2002, 20:06
Ich bin begeistert.Aber ich baue trotdem erst die GFK Yacht.
(eine hab ich ja schon (styro))

Zeus
26.04.2002, 20:59
Ich hab ein Problem:
ich hab mir n Prog runtergeladen geht auch....
..ausgedruckt ist alles schön drauf doch auf dem Plan bei mir ist das Boot nur knappe 55csm lang. Soll doch ca 70 sein.
es passst schön zusammen aber halt nur 55cm.
(sind 4 DinA4 seiten nur für den rupf)dann noch 3 weitere.
Was mach ich da? wie ist das bei euch??

Ralph Tacke
26.04.2002, 21:15
Hallo zusammen,

ich war heute bei Willi Hoppe (Modellseglergeschäft) in Solingen und wollte dort schon mal eine Ballast"bombe" von Robbe (1520) bestellen. Er sagte mir, dass die Rodenkirchener Kollegen einen entsprechenden Ballast anfertigen wollen, dieser soll in 1-2 Wochen dort erhältlich sein. So lange kann ich noch warten ;)

@Zeus: Ich kontrolliere morgen mal meinen Ausdruck, werde dann berichten.

Gruß Ralph

Jürgen P.
26.04.2002, 23:33
Hallo Sailors,
da hatten die Rodenkirchner ja eine super Idee.Wenn ich nicht gerade mit dem Bau der Woodpecker beschäftigt wäre wüsste ich was ich bauen würde.Aber das ist bestimmt mein nächstes Boot.Oder doch mal was nach Vorbild ?Muß mal mit Walter reden was er so empfehlen kann :D .
Gruß
Jürgen

Hans Rupp
27.04.2002, 09:09
Hallo Zeus,

mein Plan ergibt zusammengeklebt knapp 68cm Länge für die Bordwand an der Deckslinie gemessen (uups, das Boot wird ja dann durch die Rundung kürzer) wobei die Rundungslinie hamronischer verläuft wenn ich die Blätter etwas 3mm mehr überlappend zusammenklebe als angezeichnet.

Kontrolliere die Einstellungen beim Ausdruck (je nach Programm unter Seite einrichten...), ob dort auch Ausdruck in Orginalgröße oder ein Zoomfaktor angegeben ist (z.B. in Seite einpassen)

Ich habe den Rodenkirchenern vorgeschlagen, die Blätter um ein paar Kontrollmaße zu ergänzen, weil ich erst dachte die Krümmung würde bei meinem Ausdruck nicht stimmen. Mal sehen, ob sie den Vorschlag aufgreifen. Wäre offensichtlich sehr hilfreich.

Hier ein paar Maße aus meinem Ausdruck:
Breite Traverse 142mm (Blatt 1)
Länge oberes Mastlager 49mm (Blatt 2)
Länge ruder in Verlängerung des Auschnitts gemessen 126mm (Blatt 3)
Breite Spiegel am Deck 105mm (Blatt 4)

Gut dass ich die Ballastbombe noch nicht bestellt habe.

Hans

[ 27. April 2002, 09:10: Beitrag editiert von: haru ]

Zeus
27.04.2002, 10:47
so ich hab jetzt ein bischen getrickst:
(wenn man bei mir auf 100% zoom stellt dann passt nicht mal das Mastlager auf eine seite)
habs auf 25% gestellt und die Maße sind jetzt ganz bischen größer als bei dir,Hans.
also meine Mastlager ist zB. 51mm(statt 49)
Ich denke das macht nichts.

Hans Rupp
27.04.2002, 14:39
Hallo Zeus,

ich bin mir ja nicht mehr sicher, ob meine Größe stimmt. Sonst ist die Abweichung sicher nicht schlimm.

Hans

Phil
27.04.2002, 19:23
meine Herrn, kaum is man mal nen Monat wech schon geht hier die Post ab... ;) :D

tolle Initiative das Ganze! Ich für meinen Teil habe soeben meine Woodpecker (IOM) fertiggestellt. Fast dieselbe Bauweise, nur 5 statt 4 Planken für den Rumpf. Ansonsten habe ich jeden noch so kleinen Beschlag selbstgebaut, man kann auch IOM kostengünstig bauen! Nur verblüffts dann schon, wenn mal eben 2 Meter 1mm-Stahldraht für die ganzen Haken, Ösen etc. draufgehen... :D

Also: wer mit der Basic-Jolle angefangen hat, dem sei die Woodpecker wärmstens ans Herz gelegt, um in die Regattaszene reinzuschnuppern! Ich werde einen Baubericht auf meine Seite stellen.

Heute war Jungfernfahrt, rein subjektiv fand ich das Boot verdammt schnell... der 1. Mai wird zeigen, ob ich mithalten kann, dann ist Regatta... :rolleyes:

Gruß und weiter so!

Philipp

Ralph Tacke
27.04.2002, 20:11
Hallo zusammen,

ich war heute am Fühlinger See und habe mir dort die M-Boot Regatta angeschaut, war wirklich klasse, auch wenn das Wetter nicht wirklich mitgespielet hat. Aber gute Stimmung, sehr nette Menschen, leckere Erbsensuppe,.....tolle Sache!! Werde mich morgen wieder dort blicken lassen;)

Es gab dort auch eine Basic Jolle zu sehen, allerdings nur im Trockenen, es war nun wirklich etwas sehr windig heute. Im Entschluss, das Boot zu bauen wurde ich dadurch nur bestärkt, es ist zwar eher klein mit knapp 70 cm (mein Plan ist ausgedruckt übrigens auch rd. 68 cm lang), aber alle waren begeistert von den Segeleigenschaften, die es ein paar Tage vorher unter Beweis gestellt hat.

Ich habe das Flugzeugsperrholz (1,0 mm) übrigens in der Holzhandlung bekommen zu einem qm-Preis von rd. 15,--Euro.

Ein gewisser Hans aus dem Rodenkirchener Klub sagte mir, dass es mit den Ballastbomben noch ca. 2 Wochen dauern wird, aber kommen tun sie bestimmt.

@Phil: Berichte doch mal von Deiner Woodpecker, was für ein Plan, wie groß ist der Bauaufwand etc.......und wo ist Deine Homepätsch?

Viele Grüße Ralph

Ralph Tacke
27.04.2002, 20:14
Hallo Phil,

hatte wohl Tomaten auf den Augen.............

Phil
27.04.2002, 23:33
Hallo Ralph,

der Plan ist von Alexander Holthaus und Andreas Schiebel (http://members.aol.com/mycmuenchen/private/index.htm), das Design stammt von Tony Abel aus England und ist schon ein paar Jahre alt.

Der Rumpf allein geht sehr schnell, nur 5 Bretter ausschneiden, an den Ecken zusammentapen und von innen mit Glasfaserband dagegen. Einen Hauptspant rein, Bug- und Heckspiegel, das wars. Der weitergehende Ausbau kostet dann etwas Zeit, aber das ist ja bei jedem Boot so...

ich hab mal ein paar Bilder ins Netz gestellt:

http://www.phil.onlinehome.de/media/woody/_DSC00527.jpg
http://www.phil.onlinehome.de/media/woody/_DSC00584.jpg
http://www.phil.onlinehome.de/media/woody/_DSC00585.jpg
http://www.phil.onlinehome.de/media/woody/_DSC00586.jpg

Der Bericht könnte aber noch etwas dauern...
aber ich halt euch auf dem laufenden wie gut sich das Boot schlägt.

Gruß, Philipp

Walter Ludwig
28.04.2002, 09:56
Hallo Phil,

ja, ja, man kann nicht mal in Ruhe Pausieren, ohne das sich hier was tut.

Deine Woddy sieht ja echt gut aus. Weiter so.

Hallo Zeus,

herzlich willkommen. Ich glaube die Basic-Jolle kann man auch mal irgendwo dazwischen schieben. Ich hab schon mal ein bischen zusammengeräumt und werden sie für meinen Junior bauen. Die Arbeit an meiner 'Altair' beginnt jetzt gerade und die 'Albatros' muss noch optimiert werden. Aber Platz ist in den kleinsten Hütte und die Jolle ist in einer Woche fertig.

Hallo Jürgen,

wenn es was vorbildgetreues sein soll, die Pippi von Willi Hoppe ist Klasse. Ist ein Spitzgatter nach Colin Archer, segelt gut und ist nicht zu schwer für einen, der mit Säge und Klebstoff umgehen kann.

Hallo Ralph,

wann warst Du in Köln? Ich war mit meinem Junior am Nachmittag da, nach dem großen Regenschauer.
Heute werde ich das wohl nicht mehr schaffen.

Vielleicht trifft man sich aber mal.

Immer eine Brise Wind in den Segeln

Walter

[ 28. April 2002, 09:58: Beitrag editiert von: Walter Ludwig ]

Ralph Tacke
29.04.2002, 22:10
Hallo Walter,

ich war am Samstag von 10-13.00 Uhr dort, der große Regen kam glaube ich erst später. Sonntag war ich auch noch mal von 10.30-13.00 dort, aber das Wetter war wirklich mehr als gräuslich.

Schaun wir mal, vielleicht am 01.05.02, werd meinen alten PIROL noch mal aktivieren.

Ich habe übrigens heute abend den Rumpf mal mit Klebeband zusammengeheftet, die Teile passen ganz gut zusammen, nur am Bug muss ich ein bisschen nacharbeiten vor dem Zusammenkleben. Die Rigteile habe ich auch bereits alle abgelängt, also allzu lange wird es vermutlich nicht mehr dauern.....

Wie weit seid Ihr??????????????

Gruß Ralph

Hans Rupp
30.04.2002, 14:50
Hallo,

ich war heute Basteladen (Sperrholz 1mm, Alurohr, Stahldraht), Elektronikladen (die Hülsen) und Nähstube (Stoßband, 40 Ösen fürs Segel) plündern. Die ersten 30 Euro sind damit weg, allerdings immer die Menge für 2 Boote. Zusammen mit dem Fundus aus der Resteabteilung ist somit das Material für die Rümpfe komplett.

Beim Drachenladen habe ich vereinbart die Stückliste reinzufaxen und bekomme dann alles hingerichtet. Da hat er schon mal alles. Dann wäre mein Einkauf abgeschlossen.

Für den Rumpf bin ich gerade am Schablonen schneiden aus Tonkarton. Meine Jungs sollen ja das Boot soweit möglich selber bauen, bei 7 und 5 Jährigen muss man halt in die Vorarbeit etwas investieren, damit nachher alles läuft und man nicht selber die Jungs durch Nachdenken noch aufhält.

Leider bin ich gerade etwas mit Rückenproblemen gestraft und kann nicht so wie ich will. Ende Juni will ich spätestens fertig sein, damit der Juli fürs ansegeln da ist und die Boote im Urlaub Anfang August in Östereich etwas Werbung für den Verein Modellbau Rodenkirchen und RC-Network fahren können.

Ich denke Gerth hat nichts dagegen, wenn ich einen Auszug aus einer Mail an mich hier reinstelle:



Wir, vom MBR finden Euer Forum im RC-Network einfach toll. Macht so weiter!
Ich habe mich dort registrieren lassen, und werde mich von Zeit zu Zeit mal
einloggen, wenn ich merke, daß es Probleme beim Bau geben sollte. Ansonsten
jederzeit bei mir melden.
Im August werden wir zum BASIC-Treffen in Köln, am Kalscheurer Weiher
einladen. Der genaue Termin wird in unserer Hompage und in RC-Network
rechtzeitig bekanntgegeben. Dort können wir Euch die Segel richtig trimmen
usw, wenn es gewünscht wird.
Da kann ich nur antworten, dass ich die Idee und Umsetzung mit der Basic Jolle Verein Rodenkirchen Verein ganz toll finde
Mir wird die Anfahrt etwas zu weit sein. Ich werde mal nach Wendlingen/Köngen an den Weiher fahren. Dort soll auch was geboten sein und um Trimmhilfe bitten, wenn wir soweit sind. Vielleicht liest ja jemand von dort mit oder kennt jemand von dort, an den ich mich wenden kann.

Hans

Zeus
03.05.2002, 23:36
Also ich war jetzt in 2 Baumärkten und da gab es nur sperrholz ab 3 oder 4 mm.
Wo kauft ihr das zeug????
was genau ist mit den Kabeldurchführungshülsen oder so ähnlich gemeint heissen die auch so im Elektronikladen???

Ralph Tacke
04.05.2002, 08:46
Hallo Zeus,

in den Baumärkten habe ich bislang auch kein Flugzeugsperrholz gefunden. Wir haben bei uns am Ort eine größere Baustoffhandlung mit Holzlager, die haben Flugzeugsperrholz meist vorrätig (bin wohl nicht der einzige Modellbauer am Ort ;). Flugzeugsperrholz ist ein fester Begriff, bislang konnte jeder Holzhändler etwas damit anfangen, die meisten konnten es auch bestellen. In den Modellbauläden ist es meist nicht in der Länge von 70 cm min. vorhanden, aber die meisten haben auch andere Bezugsquellen als Graupner etc.

Die Kabeldurchführungen heissen so, sie sehen aus wie früher die kleinen runden Gummi"griepel" die bei den Servos in die Haltezungen als Stossdämpfer gesetzt wuden, heute sind sie meist eckig.

Hoffe, Du kannst damit etwas anfangen. Ich muss jetzt wieder in die Werkstatt zum schleifen....

..übrigens ist ein weiterer Kollege aus dem Modellfliegerkreis infiziert (hat sich hier aber noch nicht gemeldet..), der geht heute auch einkaufen!

Gruß Ralph

Hans Rupp
04.05.2002, 09:28
Hallo,

Bastelläden oder Malerbedarfsläden mit Bastelmarkt haben oft auch Sperrholz.

Ich habe jetzt für meine Jungs den Schablonensatz fertig. Ich muss sagen, das passt alles ganz prima. Als kleine Änderung habe ich die Seitenteile hinten etwas angeschägt und die unteren Teile etwas länger gemacht und verundet, so dass der Spiegel etwas schräg steht und leicht gerundet verläuft. Sieht schick aus, ohne jede funktionelle Verbesserung ;) . Alle anderen Änderungen (gerundetes Deck etc.) habe ich mir verkniffen, da ich gemerkt habe, dass alles gut abgestimmt ist (z.B. braucht man die Höhe an der Seite für die Standardservos).

Ich stelle bald mal Bilder davon ein.

Hans

Zeus
04.05.2002, 12:10
Danke
Ja ich werde mal im HJolzhandel schauen.(wenn es bei uns in der Nähe einen gibt)

Gast_633
05.05.2002, 22:25
http://home.t-online.de/home/B_Heerdegen/

also ich kaufe da mein sperrholz.

andreas

Ralph Tacke
06.05.2002, 20:08
Hallo zusammen,

ich wollte mal kurz einen aktuellen Bautenstandsbericht abgeben:

Das Segelrigg ist heute abend fertig geworden. In das Spinnakernylon habe ich keine Ösen eingesetzt, an den entsprechenden Stellen am Vorliek des Großsegels habe ich led. kleine Nylonflicken aufgeklebt und mit der Nadel durchstoßen, um aus dünner Polyesterschnur dir Mastringe durchzufädeln. Ich denke und hoffe, dass das bei der rel. kleinen Fläche festigkeitsmäßig ausreichen müsste. An den Schothörner habe ich aus 6mm Nylonstreifen kleine Schlaufen angeklebt (Tape) durch die die Schot geführt wird.

Der Rumpf ist von innen fertig geklebt, die Traverse ist eingeharzt, das ganze bereits grob verschliffen.

Jetzt fehlt nur noch das Deck, die Einbauten, vorher muss ich noch den Kiel ausrichten und einkleben....

Schaumermal, aber an den kommenden Tagen habe ich wenig Zeit, neben arbeiten muss ich auch mal wieder fliegen gehen :D

Gruß Ralph

Zeus
06.05.2002, 21:34
Ich brauche noch mein Sperrholz. Ich denk ich weis wo ich das jetzt herbekommen kann , aber das ist immer so eine Sache mit dem fahren (bin Schüler).

Hans Rupp
08.05.2002, 08:05
Also,

dann gebe ich auch mal einen Bautenstand:
http://www.r-k-r.de/pics/basicjolle1.jpg
http://www.r-k-r.de/pics/basicjolle2.jpg

Die Schale wie abgebildet wiegt 175 bzw. 177gr. Material ist 1mm Sperrholz. Verklebt wurde mit angedicktem Epxoiharz. Das Stoßband hat sich dabei als recht störisch erwiesen. Also das nächste Mal würde ich da nach einem etwas flexiblerem Material ausschau halten.

Meine Jungs nerven ständig und wollen weiterbauen. Hier sind sie übrigens zu sehen:
http://www.r-k-r.de/pics/kinder.jpg

Hans

[ 08. Mai 2002, 13:39: Beitrag editiert von: haru ]

Ralph Tacke
08.05.2002, 08:54
Hallo Hans,

sieht klasse aus! Statt des Stoßbandes habe ich Glasfasergewebe 80 gr/qm genommen, das schmiegt sich auch in den Ecken an und gibt m.E. genug Festigkeit.

Hast Du die Traverse auch zwischen die Kiefernleisten gesetzt, oder zwischen die Rumpfwände?? Da ist ja mächtig Spannung drauf!

Gruß Ralph

Hans Rupp
08.05.2002, 09:34
Hallo,

bisher ist die Traverse nur geklemmt. Da ich eine Kieltasche einbauen will (um den Kiel aus Transportgründen demontierbar zu machen), sind da noch kleine Modifikationen notwendig. Die Traverse steht in der Tat unter Spannung, aber es hat sich schon etwas gelegt. Ich habe die Traverse aber auch schon beim zusammenkleben dazwischengeklemmt. Ich werde Sie zwischen die Kiefernleisten kleben. Aber der Unterschied ist ja nicht so groß (Rumpf wird eben 2*3mm breiter), daß ich da einen Unterschied in den Segeleigenschaften erwarte.

Ich will aber nochmal herausstreichen will, ist wie gut die Teile passen. Das hat mich schon beeindruckt.

Hans

RuDe
10.05.2002, 17:09
Hallo Leute

In der Bauanleitung für die BASIC Jolle wurde eine Maßangabe berichtigt.
Die Änderung ist rot markiert.

Rolf

Hans Rupp
10.05.2002, 17:16
Hallo,

die 325mm (die jetzt durch 295mm ersetzt wurden)Abstand der Traverse von der Bugspitze aus gemessen bezogen sich auf den Beginn des Ausschnitts für die Kielflosse. Habe kurz gestutzt, aber dank des Übersichtsplans des Rumpf sofort kapiert wie es gemeint war. Ist eigentlich sogar das bessere Maß, da dann die Genauigkeit der Traverse keine Rolle spielt und sich das Maß vom Ausschnitt im Rumpfboden exakt wiederholt

Hans

Hans Rupp
11.05.2002, 11:11
Hallo,
dringende Anfrage, das Wetter ist bescheiden und meine Jungs wollen weiterbauen. Bis morgen komme ich sicher soweit, dass das Deck verschlossen wird. Servoaufnahmen sind schon beim trocknen.

1. Frage
Soll ich das Bott nicht besser innen versiegeln? Irgendwann dringt doch sicher Feuchtigkeit ein undb da wäre das doch besser. In der Bauanleitung steht nichts drin. Wenn ja reicht 2-3mal Porenfüller/Schnellschliffgrund etc. ?

2. Frage
Ist ein Auftriebskörper (z.B. ein Styroteil in der Bugspitze) Luxus? Nicht das unseren Jollen das Schicksal der Titanic droht, Eisberge werden wohl keine lauern aber evt. andere Gefahren.

3. Frage
Soll ich nach vorne einen Querspant einbauen, damit man Empfänger und Akku an etwas ausrichten und befestigen kann?

Hans

Udo Schubert
11.05.2002, 21:06
Hallo zusammen,

hier scheint ja ein Treffpunkt fremgehender Modellflieger zu sein. Als solcher war ich auch schon einkaufen, aber bei den Details ist mir manches unklar.

- Warum sollen die Auflageleisten für ein 1mm starkes Deck um 2mm nach innen versetzt sein?

- Wie sieht denn der R/C Einbau aus? Servos in 1mm Sperrholz erscheint mir etwas windig. Wenn es leicht sein soll nehme ich sonst 3mm Balsa beidseitig mit Glasgewebe beschichtet und unter die Servoschrauben eine kurze Kiefernleiste.

- Völlig unklar ist mir die Mastlagerung aus Kunststoff. Wie soll das denn aussehen?

- Auf den Bildern sieht es so aus als sei das dünner Stahldraht am Segel. Ist das besser als Schnur?

Den Rumpf würde ich innen auf jeden Fall mit Porenfüller streichen. Auch das Deck von unten vor dem Verkleben.

Ein Auftriebskörper ist für einen Fahranfänger bestimmt keine schlechte Idee. Sowas hätte ich bei meinen ersten Flugversuchen gebraucht.

In einem Rennboot habe ich Verpackungschips in einem Plastikbeutel in der Rumpfspitze gesehen. So werde ich das wohl auch machen.

Udo

Hans Rupp
11.05.2002, 23:01
Hallo Udo,

zu den Auflageleisten:
ich habe gerade das erste Teil-Deck verklebt. Den Zusatz-mm hat der 5min Epoxi locker gefüllt, ohne den wäre das Deck übergestanden.

Das mit den Chips ist ne gute Idee. Ich hatte auch schon daran gedacht die lose einzufüllen, aber mit Tüte ist es wahscheinlich noch besser.

Die Servos sitzen bei mir in 3mm Pappelsperrholz mit Löcher. Aber da die Abstände zum Rumpf bzw. Boden klein sind, reicht sicher auch 1mm Sperrholz. Durch den Winkel wird das steif.

Bei der Mastlagerung dient das untermaßige (8mm innen Alurohr, 7,8mm Kunststoffteil, 6mm Mast) Kunststoffteil nach meiner Ansicht als Lager, damit der Mast sich leicht drehen kann. Ist ja unten auch wie ne Weihanchtspyramide auf nem kleinen Dorn gelagert.

Die Dynameeleine ist vorgereckte, fast dehnungsfreie Drachenschnur. Das läßt sich scher einfacher verarbeiten als Stahldraht.

Aber vielleicht haben ja die Experten besser Erklärungen.

Hans

RuDe
12.05.2002, 07:10
Hallo HaRu,
habe mit Gerth gesprochen, hier kommen seine Antworten.

Zur 1. Frage:
Auf jeden Fall von innen mit Porenfüller, oder billiger, mit Schnellschleifgrund aus dem Baumarkt ( ist das gleiche Zeug ) versiegeln.
Zur 2. Frage:
Ein "Styroteil" in der Bugspitze kann nicht schaden.
Zur 3. Frage:
Ein Querspant ist nicht nötig. Wir befestigen den Empfänger mit Klettband vorne an der Seite der Servohalterung und den Akku ebenfalls mit Klettband auf dem Rumpfboden, möglichst dicht hinter der Kielflosse. So kann der Akku in gewissen Grenzen noch für den Gewichtstrimm eingesetzt werden.

Gutes Gelingen beim Bau der BASIC
Gerth

Gruß Rolf

Ralph Tacke
13.05.2002, 06:54
Hallo zusammen,

ich habe auch das bescheidene Sonntagswetter genutzt und den Bau der Basic vorangetrieben. Bei der Gelegenheit muss ich mal eine Frage zur Diskussion stellen:

Wenn man die Servos so einbaut, wie es im Plan vorgegeben ist, wie bekommt man die dann jemals wieder aus dem Loch der Cappucino-Dose???

Ich habe meine Servos jetzt rel. zentral unter den "Eingriff" gesetzt.

Ansonsten muss ich auch mal das Lob loswerden, dass der Plan wirklich klasse masshaltig ist und der Bau wirklich problemlos über die Bühne geht.

Danke an die Rodenkirchener, tolle Initiative!

Gruß Ralph

Hans Rupp
13.05.2002, 07:47
Hallo Ralph,

ich habe das mit der Servos so gelöst, dass ich sie seitliche einschieben kann. Also die senkrecht stehend Platte auch in Servogröße ausgespart. Gesichert werden sie dann mit einer kleinen Sperrholzplatte die mit einer Zentralschraube fixiert wird. Ich werde dazu noch ein Bild einstellen.

Die Verlegung in die Mitte scheidet doch aus, weil dann der 100mm lange Arm für die Segelverstellung nicht mehr reinpaßt? Ausserdem paß auf, dass Du die RC-Komponenten so verteilst, dass die Gewichte sich um die Mitte ausbalancieren. Alles in der Mitte gibt Platzprobleme. In der vorgeschlagenen Anordnung gleichen sich die Servos mit dem Akku in etwa aus.

Ich bin gerade am Kiel feilen und Kieltasche basteln. Ich mache meinen Kiel wie gechrieben demontierbar und um wenige Grad schenkbar zum austrimmen. So wir de ja bei den manntragenden Jollen auch gemacht.

Hans

Ralph Tacke
13.05.2002, 21:00
Hallo Hans,

stimmt, das ist ne Möglichkeit mit dem seitlichen Reinschieben der Servos.

Danke für den Hinweis mit dem Servohebelarm, hätt ich fast nicht dran gedacht... man kann ja mit der Schot auch nicht all zu nah an die Drehachse gehen um den fehlenden Weg auszugleichen, da man ja dann keine Kraft mehr hat.

Bei mir sieht die Konstruktion jetzt so aus, dass ich unterhalb des Ausschnittes zwei Kiefernleisten in "Servobefestigungsabstand" quer in den Rumpf eingeharzt habe und das eine Servo durch Unterfütterung etwas höher einsetze als das andere, damit der lange Servohebel sich bewegen kann. Die Unterfütterung wird mit dem Servo verschraubt, die andere Seite auf den Kiefernleisten. So kann ich das Servo ohne Verrenkungen ausbauen, da man gut an die Schrauben kommt, und dann das ganze Servo mit Unterfütterung rausnehmen kann. (Ein Bild würde mehr als tausend Worte sagen, aber leider keine Kamera :o )

Platz für Empfänger und Akku ist reichlich vor und hinter den Servos, man muss nur die Servos zuletzt einbauen.

Aber wie gesagt, eigentlich liegt Deine Lösung näher :)

So, nur noch wenige Handgriffe, und das Deck wird eingeklebt, dann geht es ans Finish!

Wenn Du Lust und Zeit hast, erklär mir als alten Segelflieger doch mal, was man mit Deiner Schwertverstellung trimmen kann. Würde mich sehr interessieren.

Gruß Ralph

Hans Rupp
14.05.2002, 06:16
HAllo,

vorweg: ich bin auch Segelflieger :) . Also folgen jetzt Erklärungen eines Bootslaien.

Meine Segelkenntnisse rühren daher, dass vor 20 Jahren an der Uni der Sportbootführerschein für 40 DM im Studium generale angeboten war und wir vom Wohnheim es zur Gaudiveranstaltung umdefiniert haben. Höhepunkte war die Bergung und Reparatur einer versenkten Jolle aus 8m Wassertiefe. So wurde ein Tauchlehrgang gleich mit eingebaut :D .

Also zur Trimmung.

Oben schiebt der wind und zwar theoretisch am Segeldruckpunkt. Unten stützt sich das Boot beim kreuzen im Wasser ab und zwar am Druckpunkt aus eingetauchter Bootskörper-, Kiel- und Ruderfläche. Beim Jollensegeln wird jetzt so augetrimmt, das bei Mann-über-Bord die Jolle aufschießt (sich in den Wind dreht) und somit anhält. Sonst ist die Jolle weg und man muss heimschwimmen. Also muss dazu der Segeldruckpunkt etwas hinter dem Druckpunkt im Wasser liegen. Je näher die beiden Druckpunkte beieinander liegen, umso geringer wird die Anstellung die Du am Ruder brauchst um geradeaus zu fahren, umso weniger Widerstand erzeugt das Ruder. Den Druckpunkt unter Wasser kannst Du bei eine Jolle durch kippen des Schwerts erreichen. Ausserdem dient das kippen dazu, bei Grundberührung Beschädigungen der Jolle zu vermeiden.

Für die Maße der Basic Jolle haben die Rodenkirchner wohl als gutes Maß die 21mm Abstand zwischen Mastmitte und Beginn der senkrechten Kielfläche herausgefunden. deshalb weisen sie auch darauf hin, dass dieses Maß genau einzuhalten ist. Da ich eine Kieltasche baue um das Boot transportabler zu machen, ist der Aufwand den Kiel um ein paar Grad schwenkbar zu machen nicht groß. Nach dem Einfahren wird er dann fixiert, da ja die Kielbombe mitjustiert werden muß, damit sie parallel liegt.

Hans

Ralph Tacke
14.05.2002, 11:23
Hallo Hans,

erstmal vielen Dank für die ausführlichen Infos, das muss ich mir noch mal in Ruhe durchlesen.

Etwas anderes:

Was für einen Lack nimmt man denn für die Basic? Gibt es einen besonderen Bootslack???

Gruß Ralph

Walter Ludwig
14.05.2002, 11:58
Hallo Ralph,

Du kannst original Bootslack nehmen, sollte es in jedem besseren Farbengeschäft geben. Oder aber einen guten Kunstharzlack, wenn Du die Jolle farbig gestallten willst.

Grüße

Walter

Ralph Tacke
15.05.2002, 06:51
Hallo Hans,

ich glaube, ich habe es verstanden. Du willst Dir mit dem schwenkbaren Kiel die Möglichkeit einräumen, auch später noch Feintrimmungen (also Verhältnis Segeldruckpunkt zu Lateraldruckpunkt) vornehmen zu können.

Wenn ich nur den Befestigungspunkt der Kielbombe am Schwert variiere, müsste ich einen ähnlichen Effekt erzielen, oder?

Gruß Ralph

Ralph Tacke
15.05.2002, 06:58
Hallo Walter, danke für die schnelle Info!

Was versteht man denn eigentlich unter Original Bootslack??

Klarlack?
eine besondere Qualität??

Danke und Gruß

Ralph

Walter Ludwig
15.05.2002, 07:44
Hallo Ralph

in der Regel ist Bootslack ein glänzender Klarlack.

Leider wird viel 'Miss' unter dem Siegel Bootslack verkauft, ich hab schon Acrylfarben gesehen die als Bootslack verkauft werden. Es gibt verschiedene Bootslacke, daher war der Ausdruck 'Original' vielleicht nicht ganz glücklich. Auf alle Fälle sollte Bootslack ein Kunstharzlack sein, den/die besten gibt es in der Regel aber nur im Bootszubehörhandel.

Ein guter Kunstharzlack tut es aber auch.

Zur Zeit experimentiere ich mit Acryllacken, hab aber bisher noch nicht genug Erfahrung, wie sich die Farbe nach einer Saison im Wasser verhält.

Grüße

Walter

Gerth
15.05.2002, 21:51
Hallo BASIC-Freunde,
ich finde es toll, was hier ab geht.
Die Form für die Ballastbombe trocknet in meinen "geheimen Räumen". Nach Pfingsten wird sie über Willi Hoppe erhältlich sein. Gewicht
ca 750 Gramm. (Hat sich als optimal erwiesen.)
Zur Info: Die grüne BASIC, wie auf der Messe in Dortmund gesegelt, wog mit Swing-Rig 1540 Gramm,
ohne Swing-Rig 1450 Gramm und davon die Ballastombe 740 Gramm.
Als keine Angst, das Ding ist extra für Standartteile gemacht und geht so schnell nicht unter.
Die BASIC wurde immerhin bis über Windstärke 4 ohne Probleme gesegelt.
Über Lacke und Farben macht Euch kein großes Kopfzerbrechen. Das Boot liegt ja nicht von April bis Oktober im Wasser. 4 Stunden am Tag, hält wiklich fast jeder Lack aus.
Wie Haru Euch schon von mir übermittelt hat, wiederhole ich meine Einladung im August, in Köln. Den genauen Termin werde ich noch rechtzeitig festlegen.
Gerth

Hans Rupp
15.05.2002, 23:28
Hallo Gerth,

macht rießig Spaß das Boot zu bauen. Eine Bestellungen für zwei Ballastbomben kannst Du schon mal ganz oben auf die Warteliste setzen :) .

Hans

Ralph Tacke
16.05.2002, 06:53
Hallo Gerth,

kann mich haru nur anschließen, die Bauerei macht wirklich Spaß und im August bin ich dabei!

Für mich kannst Du bitte auch 2 Kielbomben einplanen.

Viele Grüße Ralph

Gerth
17.05.2002, 21:49
Hallo Ihr Lieben,
die Ballastbomben werden morgen gegossen. :D
Jeweils zwei, für Hans und Ralph, werden berücksichtigt. Meldet Euch bei Willi Hoppe, er wird die Gewichte versenden.
Ich wünsche Euch allen ein gutes Pfingstfest. ;)
Herzliche Grüße
Gerth

Hans Rupp
18.05.2002, 06:57
Hallo Gerth,

kannst Du uns Ballastbombenbestellern mailen, wie wir Willi Hoppe erreichen?

Sorry, falls ich als Nichtbootsbauer eine Institution nicht kenne.

Hans

Reinhart Thalheim
18.05.2002, 15:20
Hi Hans,

Willi Hoppe:

IGMINISAIL1@aol.com

T: 0212/16252

Untengönrather Str. 66
42655 Solingen

Segeln ist schön!

Gruß Reinhart

Gerth
18.05.2002, 19:40
Hallo Hans, :p
die Adresse von Willi Hoppe steht übrigens in der Bauanleitung Rumpf, ganz oben, fettgeschrieben, unter dem Absatz Vorbereitungen. :eek:
Aber Reinhart hat Dir ja schon die richtige Adresse von Willi gemailt.
Willi hat heute etliche Kilo Blei verarbeitet, damit Eure BASICs aufrecht segeln können.
Viele Grüße, auch von Willi ;)
Gerth

Hans Rupp
18.05.2002, 21:23
Ohh, weia. Wie war das mit dem Wald und den vielen Bäumen?

Hans

[ 18. Mai 2002, 21:23: Beitrag editiert von: haru ]

Gerth
20.05.2002, 16:26
macht nichts, Hans! Ich laufe auch mit so manchen Beulen durch die Gegend, wegen den Bäumen und so.... :D
Gruß, Gerth

Walter Ludwig
21.05.2002, 07:26
Hallo Hans, hallo Gerth,

hauptsache die Bäume stehen nicht im Wasser, so geschehen Ende April auf der Fühlinger See Regatta. Weil wegen der Frühjahrsregenfälle noch viel Wasser im See war. standen einige Bäume und ein Schild mit den Füssen im Wasser.

Es ist trotz der größe der Wasserfläche natürlich jemandem gelungen genau dieses Schild mit dem Boot zu treffen :D .

Grüße

Walter

Ralph Tacke
22.05.2002, 09:41
Hallo zusammen,

ich werde dieser Tage den Kielballast beim Willi Hoppe abholen und jetzt stellen sich mir zum Thema Kiel einige Fragen.

Mit der Anbringung des Ballasts entscheide ich ja wohl über die endgültigen Fahreigenschaften der Basic, sodass z.B ein Kollege mit einem Schwertkasten versucht, sich auch später noch Trimmmöglichkeiten zu erhalten.

Ich denke mal, dass es Ziel sein sollte, dass das Boot nachher leicht luvgierig ist.

Kann man so etwas konstruktiv/rechnerisch ermitteln? Muss man noch auf andere Dinge achten, um dies zu erreichen? Gibt es evt. noch andere Ziele ausser der Luvgierigkeit, die man nicht aus dem Auge verlieren sollte? Wie tastet man sich da am besten vor?

Fragen über Fragen..... Bin schon gespannt!

Gruß Ralph

Gerth
23.05.2002, 21:37
Hallo Ralph,
das Fahrverhalten ist vom Abstand Lateralschwerpunkt zum Segeldruckpunkt abhängig. Den richtigen Abstand haben wir ermittelt. Wenn Du gem. Zeichnung, die 21 mm, vom Mastmittelpunkt zur Vorderkante Kielflosse einhälst, stimmt das Maß. :D
Das Boot ist dann richtig getrimmt, wenn es bei ganz leichten Wind etwas leegierig, bei Rumpfgeschwindigkeit neutral bis ganz leicht luvgierig und im Grenzbereich, bei starken Wind, leicht luvgierig wird. :eek:
Dieses Verhalten ist allen Segelbooten eigen und liegt im Wesentlichen daran, daß der Lateralschwerpunkt eine feste Größe darstellt, der Segeldruckpunkt aber, je nach Windstärke und Kränkung wandert. :confused:
Also, wer sich an den Baubericht hält, macht es schon richtig. :cool:
Frohes Basteln wünscht
Gerth

Gerth
29.05.2002, 21:26
Hallo, Freunde der BASIC! :D
Es ist seit Tagen auf dieser Seite so still geworden.
Habt Ihr alle die Bauanleitung gelesen :confused: , oder macht Ihr schon die ersten Probeschläge auf dem Wasser?
Mit herzlichen Grüßen
Gerth

Hans Rupp
29.05.2002, 22:42
Hallo,

ich für meinen Teil bin leider mit arbeiten beschäftigt.

Vielleicht sollte ich in die Fristverlängerungsanträge an die Finanzämter reinschreiben " Muss Basic Jolle bauen" , meine anderen Gründe scheinen sie ja sowieso zu ignorieren :D .

Ausserdem muss ich zunächst den Sunnyboy von meinem Sohn (missglückter erster Alleinstart vom Sohn) und meine Kestrel (insoweit missglückter erster F-Schlepp vom Vater, dass die Kombination von Platzfehler und leicht platten Rad die Fahrwerksklappen entfernt hat) reparieren.-

Hans

P.S. Um das Rätselraten und einen Blick in mein Profil zu sparen, ich bin Steuerberater.

Ralph Tacke
18.06.2002, 14:53
Hallo zusammen,

ja, stimmt, es ist wirklich ruhig geworden hier. Also ich für meinen Teil war in Urlaub :D , aber jetzt wird wieder gebastelt,......sobald es nicht mehr so heiß ist.

Ich muss den Rumpf noch einmal lackieren und den Kielballast anbringen, dann bin ich soweit.

Werd mich noch mal melden, wenn es so weit ist.

Viele Grüße Ralph

Hans Rupp
18.06.2002, 16:48
Hallo,

heute hat der Paketdienst ein kleines Päckchen bei mir abgegeben:
http://www.r-k-r.de/pics/ballastbomben.jpg

Meine beiden Rümpfe sind innen lackiert und die Servoaufnahmen eingebaut. Ich wollte das Päckchen noch abwarten um vor "Deckeldrauf" mal eine ersten Schwimmtest mit allen Innereien zu wagen.

Nach Erhalt stellen sich mir neue Fragen. Ich zitier mal die Bauanleitung:


Die Ballastbombe sollte zunächst provisorisch befestigt werden. Bei der Schwimmprobe, (natürlich voll ausgerüstet ) sollte der Spiegel auf jeden Fall etwa 2mm, und die untere Bugspitze sich etwa 10 mm über dem Wasserspiegel befinden. Durch Verschieben der Ballastbombe am unteren Ende der Kielflosse, kann man das sehr gut einstellen.
Mein Fragen sind:
- Wie bearbeite ich die Bomben am besten? Mit der Feile denke ich?
- wie kriege ich die Oberfläche einfach glatt? Schleifen, Feilen oder Spachteln, wenn ja mit was?
- wie befestige ich die Bombem am Kiel? Einfach draufkleben und Restspalt aufspachteln? Bombe für Kiel ein Stück weit aussparen?
:confused:

Hans

Yeti
18.06.2002, 17:04
Hallo Hans!



- Wie bearbeite ich die Bomben am besten? Mit der Feile denke ich?
Feilen oder mit grobem Schleifpapier geht gut, aber aufpassen: Blei ist sehr weich und da hat man schnell zu viel weggenommen. Außerdem daran denken, dass Blei giftig ist und dass man das Werkzeug hinterher reinigt.



- wie kriege ich die Oberfläche einfach glatt? Schleifen, Feilen oder Spachteln, wenn ja mit was?
Ich habe kleine Lunker mit ganz normalem Polyesterspachtel ausgeglichen. Beim Schleifen muss man wieder aufpassen: Das Blei lässt sich fast einfacher schleifen als der Spachtel.



- wie befestige ich die Bombem am Kiel? Einfach draufkleben und Restspalt aufspachteln? Bombe für Kiel ein Stück weit aussparen?
Eine kleine Tasche in der Bleibombe für die Kielflosse ist gut. Kleben am besten mit Stabilit Express.

Gruß Yeti

Paul Bernhard
25.06.2002, 08:42
HalliHallo!

Bin eigentlich Flieger :D :cool: :D ... möchte aber auch mal so nebenbei segeln. Wollt mir eigentlich zuerst eins kaufen, aber nach dem da so ein super Bauplan vorhanden is, werd ich mich an die basic jolle machen ;) . Jetzt meine Fragen: Kann man das ganze Zeugs bei Modellbau Hoppe bestellen? (wenn ja auch nach österreich?) ich hab nämlich keine drachenladen in meiner nähe und irgendwie wär es schon ideal wenn man gleich alles beisammen hat. und dann wollt ich euch noch fragen wie man so ein botterl eigentlich fährt?! ich hab noch einen 2k sender+empänger, der sollt eigentlich ausreichen oder? nur welche knüppel für welche funktion? ruder --> links-rechts segel --> auf-ab :confused: :confused: :confused: würd mich freuen wenn ihr mir da ein bisserl weiterhelfen könntet vor allem wegen dem hoppe.

also Mast und holmbruch gg

euer Pauli

Paul Bernhard
25.06.2002, 11:25
Hab heute einen Drachenladen gemailt bezüglich der benötigten Teile für die Basic Jolle zurück kam folgendes:

Hallo,

also:
RCF 6/150 cm = 4,70 ,-
RCF 4/100 cm = 3,30 ,- (mindest Mass 100 cm)
Kreuz T-Stück = 1,50,-
Muffe 6mm = 1,-
Spin.nylon 100 cm(1,2) = 10,56,- (Farben: neon pink, braun, dkl. grün, hell grün, dkl. violett, ocean blau)
Spin.nylon 150 cm(1,2) = 14,88,- (Farben: leucht gelb, lila, schwarz, ziegelrot, dkl.lila)
Spin.Rep.Tape.(2m) = 7,-
Dyneema 15kp/2x10m = 14,50,-
---------------------------------------------------
Summe: 57,44,-

Versand Nachnahme: 8,72,-

Versand mit Kreditkartenzahlung:
5,89,-

Liebe Grüsse
......

dass kanns doch nicht sein oder? auf der HP von der Basic Jolle werden Kosten bis zu 75 € beschrieben aber das ganze INKLUSIVE einer 2k Anlage. Also was soll das? Ist der Preis ok oder extrems überteuert?

mfg Pauli

Friedmar Richter
25.06.2002, 12:46
Ich habe selber nochmal grad bei Chill Out (http://www.chill-out.org/) nachgeschaut. Bis auf die Dyneema-Leinen sind die Preise OK. Besser ist es die Leine NICHT ABGELÄNGT z.B. als 30m-Rolle oder so zu kaufen, denn dabei sind die 30m wesentlich billiger als 20m abgelängt (<8,-€). Geflochtene Schnüre in Angelshops ist übrigens aus dem gleichen Material.

Friedmar

Gast_633
25.06.2002, 18:56
hi, ich glaube das die 75€ nur fuer die "elektrik "im schiff, sprich 2 servos gemeint ist, da man davon ausgehen kann, das fuer andere RC spielsachen eine anlage vorhanden ist.
denke wenn man die alles komplett bekommt ist das ok. selber suchen und kaufen kosten auch zeit.
gruss andreas

Gerth
28.06.2002, 21:10
Hallo Ihr Lieben,
ich bin auch mal im Urlaub fremdgegangen , mit meinen Fliegern.
Zur Bleibombe: Am besten zusammenkleben, mit der Feile grob vorarbeiten und mit Sandpapier verschleifen. Badewanne auffüllen, oder ein anderes, mindestens 30cm tiefes Gewässer suchen. Etwa 3mm vom unteren Ende der Kielflosse jeweils vorne und hinten ein 3mm Loch bohren und mit Paketschnur jewils eine Schlaufe mit etwa 35mm Durchmesser einbinden. Jetzt das Blei in die Schlaufen legen und das Boot ins Wasser setzen. Das Blei so lange verschieben bis die Schwimmlage stimmt. Dann die Kielflosse an dem Blei makieren. Mit einem 2,5-3mm Bohrer, der laufend mit Kerzenwachs geschmiert wird, den Schlitz etwa 10mm tief, Loch für Loch vorbohren und anschließend auffräsen. Wer eine Fräse besitzt, ist im Vorteil. Dann das Blei mit UHU Plus verkleben.
Zu den Servos: Ich habe meine letzten zwei Standartservo auf der Messe in Dortmund für 18,-- Euro bekommen. :D Die billigsten sind wirklich gut genug. :p
:cool: Der Modellbaurodenkirchen läßt durch seinen Präsidenten ausrichten :D (das bin ich), daß am 3. August 2002, am Kalscheurer Weiher in Köln,(findet Ihr unter "Anfahrt" auf unserer Homepage) ein Treffen der BASIC-Freunde stattfinden soll :p Außer segeln, wird auch getrimmt und gefachsimpelt und gegen einen kleinen Unkostenbeitrag gegrillt. Ihr seit alle herzlich eingeladen. Aber meldet Euch bitte an, damit wir wissen, was auf uns zukommt. :confused:

Gerth

Hans Rupp
29.06.2002, 07:41
Hallo,

danke für den Tipp mit der Schlaufe zum justieren der Ballastbombe. Die einfachsten Ideen sind meist die besten.

Für das Material aus dem Segelladen habe ich ziemlich genau dieselben Preise wie oben angeführt bezahlt, nur die Dynamee-Leine war mit 4,10 Euro die 35m-Rolle billiger und ich habe nur ein Stück Spinnakergewebe 125*100cm für rd. 12 Euro gekauft. Da bekommt man 2 Segelsätze raus. Insgesamt war ich 33,-- Euro für 2 Riggs los.

Das Holz für den Rumpf (1mm Sperrholz und Leisten) hat rd. 20,-- Euro (alle Angaben gelten für 2 Boote, ich frag bei Sperrholz immer nach Reststücken wie hier 90*125cm und bekomme die dann etwas billiger) und das Stoßband um die 8,-- Euro gekostet. Dazu 4 Servos Graupner C507 für 40,-- Euro sind wir bei 101,-- Euro angelangt. Den Rest bis auf die Alu- und Messingrohre (Preis weiß ich nicht mehr, da ich andere Sachen mitgekauft habe) hatte ich im Materialfundus.

Wenn ich jetzt noch etwas für Gummitüllen, Klebstoff-, Lack und die 10 Euro für die Ballastbombe draufrechne komme ich mit 70,-- Euro pro Boot hin. Die 75,-- Euro Gesamtkosten sind gerechnet mit 2 Billigservos aber OHNE Anlage.

Hans

Gerth
30.06.2002, 20:00
Lieber Paul,
die meisten Segler benutzen den linken Knüppel als Segelverstellung (nach vorne Segel auf, nach hinten Segel zu), mit dem rechten Knüppel wird recht-links gesteuert.
Willi Hoppe wird bestimmt auch nach Östereich liefern. Am besten mal anrufen.
Gerth

Ralph Tacke
02.07.2002, 16:52
Hallo zusammen,

es ist vollbracht, ich war eben eine kleine Runde mit der BASIC drehen!!

Ich bin echt begeistert, wie gut dieses kleine Schiffchen fährt, damit hatte ich wirklich nicht gerechnet.

Durch den tiefliegenden Ballast fährt es sehr stabil, auch eine Böe macht ihm nichts. Die Richtungsstabilität ist klasse, dennoch kann man schnelle enge Wenden fahren,....klar es gibt noch hier und da etwas zu trimmen, aber das ist Feinarbeit und wird auf die Tage verlegt, an denen ich mehr Zeit habe.

Also nochmal, bin echt begeistert, vielen Dank für den tollen Plan und die gesamte Initiative der Modellbau - Rodenkirchen. :)

@Gerth: Vielen Dank für die Einladung, aber an dem Termin bin ich leider verhindert. Aber ihr seid ja auch sonst öfter an dem Weiher anzutreffen...., ich komme auf jeden Fall demnächst mal vorbei. Wann hat man denn die gößte Chance, jemanden von Euch anzutreffen?? Sonntag vormittags oder Samstag nachmittags....

Viele Grüße

Ralph

Gerth
03.07.2002, 20:13
Hallo Ralph,
so hatten wir uns das auch gedacht. :D Segeln, auch mit kleinen Booten soll einfach Spaß machen.
Du triffst uns am besten Sonntagvormittag am Kalscheurer Weiher,zwischen 10 und 12 Uhr am Kiosk.
Nur am kommenden Sonntag sind wir alle auf der Kaarster Regatta.
Ach die anderen BASIC -Bauer sind herzlich eingeladen.
Wir trimmen Euch gerne die Segel, oder geben den einen oder anderen Tipp.
Die 75 Euro, mit Anlage, sind inzwischen wohl tatsächlich nich mehr zu halten. :mad: ("Der Teuro")
Die grüne Basic ist tatsächlich noch für 40 DM entstanden, plus Fernsteuerung für ca 90 DM. Also rund 65 Euro.

Gerth

Hans Rupp
10.07.2002, 09:13
Hallo,

der Urlaub am See naht und so muß auch die Fertigstellung meiner zwei Basic Jollen langsam sich dem Ende nähern.

Der Rumpfbau war problemlos, auch nichts anderes als ein Flugmodellrumpf, von der Form mal abgesehen :D .

Aber das Rigg. Damit hat so ein Flugmodeller wie ich Probleme. Also versuche ich mich gerade mit Anleitung, Baustufenbilder - die wohl ein Edelrigg in leider abgewandelter Ausführung (Ösen, ander Verstärkungen, kein eingklebter Stahldraht zur Verstärkung) zeigen - und meinem Vorstellungsvermögen durchzufinden.

An folgenden Punkten ist es aber bei mir noch dunkel im Oberstübchen und ich bitte beim Líchtmachen zu helfen:

1. Laut Bauanleitung soll der Segelkopf - ich vermute das ist der obere Teil - der Segel mit einem Stahldraht verstärkt werden. Dazu soll ein Stahldraht oben *rätselraten an* quer/horizontal (?) * rätselraten aus* mit einem Stück Klebespinnakertuch der Größe 100*50mm (?? die Segel sind oben viel schmäler, nämlich 30 bzw. 25mm oder wird das überstehende Tuch hinten abgeschnitten??) angeklebt werden. :confused:

2. Auf den Baustufenbildern sind etliche Stahldrähte zu sehen. In der Beschreibung sind diese nicht zu finden. Ich nehme an, diese sind aus Dyneemaleine anzufertigen. Was ist der Vorteil des Stahdraht? Das er sich nicht längt mit der Zeit?
Unklar ist mir weiter was davon die Dirk ist.
Ist das die Verbindung vom vorderen Ende oder vom hinteren Ende des Fockkbaums zum Mast oben?

3. Auf den Baustufenbildern sind lotrechte Streifen zur Segelhinterkante zu sehen, die ungefähr in Segelmitte enden. Sind das Segellatten und wen ja wie gemacht. Oder sind die überflüssig?

Vielleicht kommt eine Unsicherheit bei mir auch daher, dass ich mir bei der Bedeutung der Fachbegriffe nicht immer ganz sicher bin. Ich versuche mal eine Erklärung (auch für Begriffe die mir klar erscheinen) und bitte um Berichtigung, wenns falsch ist:

- Vorliek: vordere, senkrecht verlaufende Segelkante
- Achterliek: hinter Segelkante
- Segelkopf: oberer Teil (oder Kante? dann wärs doch das Kopfliek, oder ?) des Segels
- Fußliek: unter Segelkante
- Vor- und Achterstag: Leinen am hinteren Ende des Vor.- bzw. Hauptsegels
- Achterstagbügel: Der Bügel ganz oben am Mast unter 95° befestigt
- Großbaum: beweglicher Stab parallel zum Fußliek des Hauptsegels
- Fockbaum: siehe Großbaum, nur fürs Vorsegel
- Fockbaumhalterung: starrer Stab parallel zum Fußliek mdes Vorsegels
- Mast: das lange senkrechte Teil :D
- Schothorn: Segelecke unten hinten

Da ich heute abend weiterbauen will (Frau zieht mit ein paar Mädels um die Häuser und ich kann in Ruhe basteln), wäre toll wenn bis dahin Antworten da wären.

Hans

Ralph Tacke
11.07.2002, 07:07
Hallo Haru,

leider komme ich erst jetzt dazu, Dir zu antworten. Ich probiers mal, so weit es mir (als eigentlich Flugmodeller ;) )möglich ist, da ich an diesen Stellen auch improvisiert habe.

Zu 1.: Am Segelkopf (das ist immer die obere Ecke des Segels) soll eine Verstärkung angebracht werden (Stahldraht)... ich meine, man soll damit erreichen, dass wenn der Wind in das Segel geht, der obere Bereich nicht "ausweht". mmmh....schon wieder ein Fachbegriff....also den Segelkopf so verstärken, dass er durch die Spannung aller "Befestigungsschnüre" eine Tendenz behält, in Rumpflängsachse zu bleiben. Es ist nicht gewollt, dass das Achterliek (Hinterkante des Segels) im oberen Bereich in Windrichtung zeigt.

Zu 2.: Hier schließe ich mich Deiner Vermutung an: Der Stahldraht ist etwas steifer und kann sich nicht längen, aber Du kannst es m.E. auch ohne große Einbußen mit der Schnur bewerkstelligen. Die Dirk ist die Schnur, die das hintere Ende des Großbaums mit dem Masttopp verbindet, also die Schnur, die die Biegung in den Mast bringt.

zu 3.: Ich habe bei meinen Segeln keine Segellatten angebracht, funktioniert einwandfrei.

Deine Übersetzungen erscheinen mir ansonsten fehlerfrei zu sein, soweit ich als Landratte das beurteilen kann.

Ich hoffe, ich konnte ein wenig helfen und nicht noch mehr Verwirrung stiften. Leider kann ich keine Fotos einstellen. Aus welcher Ecke kommst Du...? Man könnte sich auch mal am Fühlinger See treffen, falls das in der Nähe ist....

Gruß Ralph

Walter Ludwig
11.07.2002, 08:29
Hallo Haru,

ein kurzer Versuch eine Dirk zu erklären.

Eine Dirk ist eine Leine zum Halten oder Auftoppen (Anheben) des Großbaumes, die von der Baumnock (hinteres Ende des Baumes) nach oben zum Mast führt. Alles Klar???

Bei der Basic-Jolle ist der Dirk nun aber am Focksegel. Hier dient er dazu, dass der Bauch, den Du in das Segel haben möchstest, auch tatsächlich vorhaden ist und nicht durch das Eigengewicht des Fockbaumes aus dem Segel gezogen wird.

Du stellst also die Segelwölbung des Vorsegels durch das Zusammenspiel von Schothornverstellung (das hintere Ende des Vorsegels wird mehr nach vorn oder hinten geschoben) und Dirk (der wird angehoben oder niedergelassen) ein. Dabei Schothorn vor und Dirk anheben für Bauch bei wenig Wind und Schothorn zurück und langer Dirk für ein flaches Segel bei stärkerem Wind.

Ich hoffe ich habe Dich jetzt nicht noch mehr verwirrt.

Viel Spass im Urlaub und immer eine handbreit Wasser unter dem Kiel

Walter

[ 11. Juli 2002, 08:32: Beitrag editiert von: Walter Ludwig ]

Hans Rupp
11.07.2002, 08:30
Hallo Ralph,

danke für die Antwort. Die Segel sind gestern abend entstanden und bis auf ein Vorliek (ich bau ja zwei Jollen) sind alle schön geworden. Da wellt sich das Segel etwas, da ich beim Aufkleben der Vorlieksverstärkung das Spinnakertuch etwas zu stramm gespannt hatte. War eben die erste Bahn. Naja, ich habe im Notfall falls sich die Falten nicht austrimmen lassen noch Material für zwei weitere Segelsätze :) .

Wenn Du in mein Profil schaust, steht dort Lenningen als Wohnort, klingt ähnlich wie Leichlingen, aber es liegen laut Routenplaner 418km dazwischen. Als Modellflieger sagt Dir die Teck viellicht etwas, dis ist von mir gerade mal 6km entfenrt. Erklärt auch etwas wieso ich als Hobby Flugmodelle und nicht Modellboote baue ;) .

Hans

Gerth
18.07.2002, 20:05
Hallo Ihr Lieben,
als alter Segelflieger grüße ich natürlich auch die Teck.
Ein Medizinmann hatte mich leider für einige Zeit aus den Verkehr gezogen.
Toll,wie Ihr die Segeleinstellung usw. selbst geregelt habt.
Mein Tipp: Haltet Euch möglichst an die Bauanleitung. Es ist kein Teil zuwenig drann. Spätestens bei stärkeren Wind werdet Ihr es merken. Vor allem die Segellatten würde ich auf jedem Fall in die Segel kleben.
Sie sorgen auch bei unterschiedlichem Wind dafür, daß der Segeldruckpunkt, aber auch die Profilwölbungen da bleiben, wo sie hingehören. :D Das Boot dankt es Euch mit einem ausgewogen Fahrverhalten über einem großen Windbereich.
Gerth

Hans Rupp
21.07.2002, 07:16
Hallo Gerth,

nur finde ich die Segellatten in der Baubeschreibung nicht? :rolleyes: Habe ich wieder Tomaten auf den Augen?

Genügt es selbstklebendes Spinnakertuch aufzukleben oder muss da eine Einlage drunter und wenn ja welche (0,5mm Stahldrahtstück? Ich könnte auch Streifen aus dünnem GFK schneiden, das ungefähr 2*80gr. Matten entspricht)?

Noch eine Frage: Wie benutzt man die Klemmschieber?
Ich habe die kleinen braunen von Grauner, sehen genauso aus wie auf den Baubschnittsbildern. Ich habe am Ende mit den zwei Löchern eine Leine fest verknotet. Die Leine vom anderen Ende führe ich durchs erste Loch dann durchs gegenüberliegende Loch. Damit die Leine sich jetzt selbst bekneift und nicht durchrutscht muss ich sie dann durch die so entstehende Lasche zweimal um den Klemmschieber wickeln. Ist damit ganz nett aufwändig, die Seilspannung zu verstellen, einfach ziehen reicht nicht. Naja, spätestens am See wird sich jemand finden der mich über die richtige Verwendung aufklärt ;) Irgenwie festknoetn geht ja auch immer.

Und noch eine Frage: Wie weit soll das Rigg schwenken können? bei mir kann es jetzt von ca 5° zur Mittelinie (Segel ganz dichtgeholt) bis ca. 75° (Segel ganz offen) schwenken. Oder braucht man für nen Vorwindkurs 90° ? (Naja, mit der Computerfunke durch Auschlagsvergößerung und Servoarm zwei Zacken versetzen eigentlich leicht zu realisieren).

Hans

P.S. Erstfahrt scheiterte bisher am Scharlach meiner Jungs. Bis aufs Finish sind die Jollen fertig.

[ 21. Juli 2002, 19:15: Beitrag editiert von: haru ]

Gerth
23.07.2002, 20:49
Hallo Haru,
natürlich hat die BASIC keine Segellatten.
Dieses mal hatte ich wohl "Matsche" auf den Augen. Der Doc hätte mich nicht wieder so schnell auf die Menschheit loslassen dürfen. :D
Unser Raimund hatt sich extra Mühe gegeben, für die BASIC ein einfaches und gut stehendes Rig, ohne Segellatten zu konstruieren.
Zum Klemmschieber: Zunächst die Leine an das zu trimmende Bauteil befestigen. Dann das lose Ende durch die dichter beieinander liegenden Löcher des Klemmschiebers fädeln. Jetzt das lose Ende der Leine am vorgesehenen Punkt umlenken und am verbleibenden Loch des Schiebers befestigen. Wenn man jetzt den Schieber Richtung zu trimmendes Bauteil bewegt, spannt sch die Leine und der Schieber klemmt. ;)
Das Rigg sollte etwa 80° öffnen. Die Fock muß dann etwa rechtwinklig zur Rumpflängsachse stehen.
Im geschlossenen Zustand sollte der Großbaum etwa 5 mm nach jeder Seite pendeln können.
Deine kleinen "Rackern" wünsche ich gute Genesung.

Gerth

Hans Rupp
24.07.2002, 14:23
Aaaahhhhh,

das mit den Klemmschiebern habe ich verstanden Gerth, ist das gleich Prinzip wie bei Zeltspanner! Hätte also auch selbst draufkommen können. ;)

Danke auch für die Erklärung zum Schwenkbereich des Riggs. Genau so sind meine Wege, nur bei einem Rigg muss ich nochmal einen Knoten versetzen, da er in das Führungsröhrchen gezogen wird.

Hans

Hans Rupp
28.07.2002, 16:18
Hipphipphurra,

meine beiden Jollen hatten heute Jungfernfahrt !

Nachdem erste Hürden (loser Antennenfuß bei der MC12) überwunden waren, die Segel nach den Angaben der anwesenden Cracks nahezu faltenfrei durchgetrimmt waren, ging es los. Leider habe ich den Foto zu Hause vergessen :( .

Beide Jollen fahren sehr gut und sind nach kurzer Zeit von meinen Jungs beherrscht worden. Ungewohnt für sie war, dass man ordentlich auf Seite stehen bleiben muss, um die Kurve zu kriegen. Ihre Flugzeuge wäre da längst abgestürzt . Das mit der optimalen Segelstellung müssen sie noch üben, aber sonst fuhren sie schon Slalom um die Bojen des Wendlinger Vereins auf dem Schäfferhäuser See.

Beide Jollen sind bei leichtem Wind neutral, legt man sie auf den anderen Bug fahren sie ohne nachtrimmen geradeaus :) . Frischt der Wind etwas auf (so ab ca 20° Schräglage) setzt eine leichte Luvgierigkeit ein. Bei 35° etwa ein Trimmzacken. Da pflügen die Jollen aber schon ganz nett durchs Wasser. Leichtes auffieren und die Luvgierigkeit ist weg, aber dann sieht es auch nicht mehr so spektakulär aus :) .

Meine Jungs wollten gar nicht mehr vom See weg. Einen Riesendank an den Rodenkirchener Verein für diesen tollen Entwurf. Auch die Vereinsmitglieder des Schiffsmodellclubs Wendlingen waren sehr angetan. Vor allem von dem Swingrigg und dem damit verbundenen schnellen Auftakeln. Mast einstecken und Großbaumschot einhängen und es kann losgehen (nur sollte man es besser sichern, an einer Jolle hat es sich ausgehängt und das ausgerechnet in einer Ecke vom See, so daß zurückkommen nicht mehr möglich war, wurde von einem Vereinsmitglied mit Watthose geborgen , so daß mein "Rettungssystem" bestehend aus Badehose und Handtuch trocken bleiben konnte :D ).

Jetzt muß ich nur noch das Finish nach den Vorgaben meiner Jungs aufbringen.

Hans

[ 29. Juli 2002, 10:13: Beitrag editiert von: haru ]

Walter Ludwig
29.07.2002, 09:37
Hallo Hans,

herzlich willkommen im Kreis der aktiverSsegler.

Es freut mich, dass es Dir und vor allem Deinen Jungs so viel Spass gemacht hat.

Weiterhin stets eine handbreit Wasser unter dem Kiel und eine Brise Wind in den Segeln wünscht Euch

Walter

Gerth
30.07.2002, 22:05
Hallo Hans,
einen herzlichen Glückwunsch!
So, wie Du das Fahrverhalten beschrieben hast, soll es auch sein. Ansonsten kann ich dem Walter nur zustimmen. :D
Einen herzlichen Gruß aus Köln,
Gerth