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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Absturz einer L-213A, weil das HR-Servo C341 dem Ruderdruck nicht standgehalten hat?



bie
09.05.2003, 11:14
Hallo,

am vorletzten Wochenende habe ich meine L-213A (Voll-GfK, 2,77 Meter Spannweite, 4,1 kg Gewicht) bei relativ böigem Wind in der Ebene (nach F-Schlepp) geflogen - und beinahe durch einen Absturz verloren. :eek:

Die L-213A fliege ich seit gut einem Jahr ohne Probleme und habe sie auch an dem Tag bereits zweimal geflogen. :)

Was ist nun an dem Tag passiert?

Der F-Schlepp verlief noch völlig normal. Nach dem Ausklinken in ca. 300 Meter Höhe reagierte sie zuerst auch noch wie gewohnt. Ich setze also zu einem Looping an, beginne ihn - und wundere mich, dass die Maschine nicht mehr so reagiert, wie ich es erwarte (machen meine Flieger allerdings manchmal - und dann liegt es oft am Piloten :D ).

Jedenfalls beginnt sie wie ein Blatt zu torkeln, so als ob der Schwerpunkt nicht mehr stimmen würde.

Lange Rede, kurzer Sinn: Das Teil nähert sich völlig unkontrolliert dem Erdmittelpunkt und in Gedanken habe ich schon mal einen blauen Müllsack in der Hand.

Aber jetzt kommts: Durch glückliche Fügung ist die Bewegung nahe des Bodens so, als ob sie aus einem Looping zur Landung ansetzen will. Sie wird stark abgebremst und fällt aus ca. einem bis anderthalb Metern platt auf den Bauch - kein Ringelpitz, keine stehende Neun. :)

Das ganze ca. 50 Meter von der Landebahn entfernt und vor zehn Zeugen.

Ich also hin: Keine äußeren Beschädigungen. :)

Nur ein Querruderservo-Getriebe (C3341) ist hin, das Brett, auf dem das EZFW montiert ist, hat sich halb gelöst - und das HR-Servo (C341) summt in den höchsten Tönen.

Das HR steht auf voll Höhe, und zwar weit über der von mir eingestellten Wegbegrenzung.

Die nähere Inspektion ergibt als vermutete Absturzursache: Das HR hat so weit - wie gesagt weit über die Wegbegrenzung - ausgeschlagen, dass die unten vom Hersteller angebrachte Dichtlippe aus der Führung herausgekommen ist und dann den Rückweg des HR in Neutralstellung blockiert und verhindert hat. :(

Kein Wunder, dass die Kiste dann runterkommt.

Jetzt endlich meine Frage:

Das Getriebe des HR-Servo C341 ist völlig in Ordnung, die Elektronik scheint im Eimer zu sein. Kann irgendein Winddruck das Ruder so stark belastet haben, dass das Servo das nicht mehr halten konnte?

Oder hat umgekehrt die Servo-Elektronik aus welchem Grund auch immer in der Luft aufgegeben und das HR voll nach oben ausschlagen lassen?

Wer hat ähnliche Erfahrungen gemacht?

Ich habe das C341 jetzt durch ein DS361 ersetzt.

Ach ja, eine Beschädigung gab es, die ich oben vergessen habe unbedingt noch erwähnen muss:

Der Flächenverbinder (Alurohr mit CFK innen) ist völlig verbogen - wie eine Banane!!!!!

Da müssen ungeheure Kräfte auf die Flächen gewirkt haben. :D

Gast_00010
09.05.2003, 11:22
Bei uns sagt man in dem Fall: Ein geschenkter Flieger ;)

Muß ja auch mal sein.

Thommy
09.05.2003, 11:43
Hallo Andi,
ich gehe davon aus, dass die Servoelektronik wegen überbelastung den Geist aufgegeben hat. Die Sache mit der übersprungenen Dichtlippe ist ein echtes Problem. Da Du ja zum Looping angesetzt hast, fehlt nicht mehr viel zum überspringen, und das Ruderblatt wird in dem Moment ja durch die Luftströmung nach unten gedrückt.
Gruß
Thommy

bie
09.05.2003, 11:53
Jürgen,

das sehe ich ganz genau so!!! :)

Thommy,

ich weiß nicht genau:

Der Ausschlag des HR nach oben ist nicht sehr groß - jedenfalls ist die Dichtlippe bei Maximalausschlag noch weit über die Hälfte ihrer Breite innerhalb der Abdeckung durch die Fläche. Also dürfte das nicht die Ursache gewesen sein. :confused:

Dann könnte es so gewesen sein, dass die Servoelektronik aufgegeben hat, weil der Druck vom HR auf das Getriebe und damit den Motor und die Elektronik zu groß war - und das Servo dann voll auf Höhe gestellt hat...

Thommy
09.05.2003, 12:02
Hmm,
wenn da wirklich noch die Hälfte der Dichtlippe drin war ...
Sind die Servos eigentlich hinten eingebaut , oder welchen Grund gibt es, dass Du keine vernünftige Größe verwendest. Ich käme nie auf die Idee bei meinem Swift ein solches Servo auf Höhe zuverwenden, weder C341 (das schon gar nicht) noch DS361.
Gruß
Thommy

bie
09.05.2003, 12:26
Ähhh, Thommy, vernünftige Größe??? :eek:

Ich dachte ... aber da liegt dann wohl der Hase schon im Pfeffer, oder? :confused:

Dann schlag mal was vor!

Ja, das Servo ist hinten in der SLW-Flosse drin - der Ausschnitt war vorgegeben.

Hans Rupp
09.05.2003, 12:33
Hallo,

ich würde mal ein Graupner DS 5391 oder DS5491 in Betracht ziehen.

Hans

bie
09.05.2003, 13:59
Hans (und auch Thommy),

danke für den Tipp:

Habe gerade beim Händler meines Vertrauens angerufen - er hat mir ein DS 5391 zurückgelegt (DS5491 muss er im Laden suchen, weil er es zwar im Computer hat, aber nicht weiß, wo es gerade herumliegt) und tauscht es gegen das DS361 um!!! :)

[ 09. Mai 2003, 13:59: Beitrag editiert von: bie ]

Armageddon
09.05.2003, 14:10
Hallo,

unabhängig davon, ob jetzt das Servo unterdimensioniert war oder nicht (ich denke schon), ist es trotzdem unüblich, daß die Servoelektronik in solch einem Fall aussteigt. Ich gehe davon aus, daß das Servo auch so nicht mehr ganz in Ordnung war, vielleicht natürlich sogar durch eine ständige Beanspruchung am Limit.
Ist es bekannt, was an der Servoelektronik defekt ist?

Gruß Kai

Hans Rupp
09.05.2003, 14:43
Hallo,

ein ähnliches Phänomen hatte ich bei ein C261, allerdings bei meinen LO XS (andere Größenordnung) auf Seite (mein Spezialumbau). Der Ruderhebel war auf der gezahnten Achse (ist auch gleichzeitig untere Lagerung des SLW) übersprungen (vermutlich im Auto passiert oder im Treppenhaus angeschlagen). Das Servo brummte nur noch, da das SLW mechanisch auf Anschlag stand. Nur wenn man Auschlag auf die freie Seite gab bewegte sich was und das brummen hörte auf. Alles auseinandergebaut und wieder korrekt zusammengesetzt und alles tut wieder. Mit der Hand kann man gegen den Widerstand des Servos den Effekt wiederholen.

Ich tippe darauf, dass irgendwas im Servo den Kräften nicht standgehalten hat. Solche Servos soll man ja nie mit der Hand bewegen, auch nicht im stromlosen Zustand weil die Getriebe nicht dafür gemacht sind. Evt. fehlt nur ein oder zwie Zähne und es ist eben beim Ausschlag zum Looping übersprungen.

Hans

bie
09.05.2003, 15:59
Kai,

keine Ahnung, was an der Elektronik defekt ist, davon verstehe ich nullkommanientenix. :rolleyes:

Dass das Servo unterdimensioniert war, scheint klar zu sein und nehme ich jetzt so auch hin. :eek:

Fragt sich, ob das DS361 auch unterdimensioniert ist (wie Thommy meint, und der hat ja nun wirklich Ahnung)?

Immerhin hat das doch eine Stellkraft von 31 Ncm und eine Haltekraft von 70 Ncm. Wird das bei den Ruderdrücken nicht reichen?

Klar, die von Hans vorgeschlagenen Servos (DS 5391 und DS 5491) sind noch üppiger dimensioniert und da dürfte es überhaupt keine Fragen mehr in der Richtung geben.

Übrigens, Hans, soweit ich das gesehen habe - und ich habe eigentlich ziemlich genau hingeguckt -, ist das Getriebe des C341 ohne irgendwelche Beschädigungen geblieben. Da fehlt auch nicht ein einziger Zahn.

Was mich noch beschäftigt:

Wieso sollte die Elektronik aussteigen, wenn die Kraft zu groß für das Servo ist? Zuerst würde doch das Getriebe kaputt gehen, danach der Motor - und dann? Was kann an der Elektronik kaputt gehen - das Poti? :confused:

Hans Rupp
09.05.2003, 17:25
Hallo andy,

das C361 könnte reichen, hängt aber vom Flugstil und der Ruderfläche, Rudermasse etc. ab.

Die von mir genannten Servos sind zum gleichen Preis stärker, schneller und haben ein größeres und somit stabileres Getriebe. Das Mehrgewicht merkt der Eisvogel gar nicht und am Platz fehlt es auch nicht. Also spricht nichts gegen die größeren Servos. Evt. hat das C361 bessere Potis und ist eine Idee stellgenauer, aber ich kann bei meinen C5391 (als Leitwerksservos in einem F3B-Modell mit Pendelkreuzleitwerk) über die Rückstellgenauigkeit nicht meckern. Für diese Rumpf/Leitwerkskombi hat mir Phillip Kolb die 30Nm Stellkraft bei anlaog Servos als zu klein genannt :eek: Er meinte da wird das Höhenruder weich.

Hans

VOBO
09.05.2003, 17:44
Frage:
Könnte es nicht so gewesen sein, das das Servo aufgrund einer kurzfristigen Störung Maximalausschlag hatte (Wegbegrenzung im Sender bringt für diesen Fall garnichts!), dadurch die Dichtlippe herausgesprungen ist und das Servo nun über einen längeren Zeitraum im Kurzschluß betrieben wurde, da eine Rückstellung nicht mehr möglich war und infolgedessen die Elektronik an Überhitzung gestorben ist??

Im letzten Jahr war ich auf der Koralpe zum Hangfliegen und dort hat der Hausherr auch diverse L213A geflogen und verkauft. Das Problem mit der Dichtlippe war dort auch bekannt und wurde durch Entfernung dieser gelöst!

Gruß Volker

Udo Fiebig
09.05.2003, 18:35
Original erstellt von bie:
- und das HR-Servo (C341) summt in den höchsten Tönen. Hallo Andy,

erfahrungsgemäß summt ein Servo immer dann leise weinend vor sich hin, wenn es Karies hat. Sonst könnte es kaum leer durchdrehen. Ich kann mir daher kaum vorstellen, dass Du nicht ein einziges fehlendes Zähnchen entdecken konntest.

Aber in dem Zusammenhang noch 'ne Frage:
betreibst Du ein C341 evtl. mit 5 Zellen?

Gruß
Udo

Leelander
09.05.2003, 19:12
Ich tippe auch darauf, dass eine kurzfristige Störung das Servo zum ganz kurzen Vollausschlag bewogen hat und dann das Ruder mit der Dichtlippe blockiert hat. Ich habe ein ähnliches Problem, allerdings noch nie im Flug mit der Flower 3 (Wölbklappen). Ich habe das Problem bisher nicht gelöst und habe etwas Angst, das könnte mir in der Luft passieren. Ich bin allerdings darauf vorbereitet und würde dann einfach voll Butterfly geben bis zum Aufsetzen :). Die Dichtlippe ist einfach zu dicht.

bie
10.05.2003, 14:13
Hi zusammen,

Hans - das mit dem Servo habe ich ja jetzt hoffentlich in die richtige Richtung auf den Weg gebracht. Übrigens: Die L-213A ist kein Eisvogel (Lunak), sondern ein Blanik-Abkömmling (angeblich mit ca. 70 Prozent der Teile vom Blanik). ;)

Udo: Du hast Recht, ich habe zwei fünfzellige NiMh-Akkus in Betrieb mit Schottky-Dioden. :confused:

Ich werde wegen des Getriebes noch einmal eine ganz, ganz, ganz genaue Inspektion vornehmen.

Volker und Olivier: Die Idee mit der Störung und dem daraus resultierenden Vollausschlag könnte auch hinkommen. Was die Dichtlippe angeht, so habe ich mir überlegt, ob man die nicht durch zwei drei dünne Sperrholz-Rippen oder ein parallel angeklebtes (oder anstelle der Dichtlippe verlegtes) Kohlerohr dazu bringt, in der Rundung zu bleiben. Aber vielleicht ist die Entfernung die sicherste Methode - und da es sowieso kein Thermiksegler ist, sollte die aerodynamische Güte nicht allzusehr unter dieser Maßnahme leiden. :D

Udo Fiebig
10.05.2003, 19:20
Original erstellt von bie:
Udo: Du hast Recht, ich habe zwei fünfzellige NiMh-Akkus in Betrieb mit Schottky-Dioden. :confused:
Tja, lieber Andy,

das habe ich genauso mit einem C351 unter gleichen Stromversorgungsbedingungen (2 x 5 mit Schottky-Diode) in meinem Discus-2b erlebt, Gottseidank beim allerletzten Rudercheck vor dem Windenstart.
Akkus hervorragend voll geladen und dann startklar gemeldet. Dann zuckte das Höhenruder plötzlich hin und her, bis es am höchstmöglichen, oberen Anschlag stehen blieb. Eine Position, die mit einem 100%-Ausschlag nie erreicht würde.

Fazit:
Elektronik hingerichtet durch Überspannung. Ungläubig nachgemessen. Trotz Spannungsabfall durch Schottky-Diode und ca. 200 cm Zuleitungskabel stolze 6,85 Volt am Servo !!! :(
Dafür sind wohl nur sehr wenige Servos geeignet.

Jetzt gibt's bei mir nur noch 2 Modelle, die mit 2 x 5 Zellen fliegen (ohne Mini-Servos), der Rest ist auf 4-zellig umgerüstet worden.

Das Getriebe wirst Du wohl tatsächlich wieder verwenden können. :D

Gruß
Udo

Dennis Schulte Renger
10.05.2003, 19:31
Hi!!

Und mal ehrlich............wer nicht gerade Wettbewerbsflieger ist, merkt sowieso nicht ob die Dichtlippe nun dran ist oder nicht.

Wage zu behaupten wenn ich einem normalen Piloten die Flieger in der Luft übergebe, merkt er nicht ob mit Dichtlippe oder nicht.

matteusel
10.05.2003, 19:52
Hallo Dennis,

mach den Versuch ruhig auch mit einem Wettbewerbsflieger!! Ich halte jede Wette, dass der auch keinen Unterschied feststellen kann.

bie
11.05.2003, 17:57
Also, Udo,

dann dürfte die Frage beantwortet sein - und es war nicht der Ruderdruck, sondern die Servoelektronik!

Was mich nur wundert: Wieso funktioniert es eine Weile und geht erst dann kaputt - wenn die Spannung eigentlich schon abgefallen sein sollte (und die Akkus habe ich - soweit ich mich erinnern kann - nicht vor dem Flug vollgeknallt: Zwischen Ladung und Flug vergeht mindestens eine Stunde wegen des Weges von zu Hause zum Flugplatz.). :confused:

Dennis und Matteusel,

ich glaube auch nicht, dass man den Unterschied "mit oder ohne Dichtlippe" merkt bzw. bin ich fest davon überzeugt, dass man ihn nicht merkt. Also - Dichtlippe raus ...

Hans Rupp
12.05.2003, 06:01
Uuups,

Andy da muss ich in meinem Oberstübchen um eine Windung verrutscht sein (in die selbe Schublade gehören sie ja). Normalerweise kann ich die L213 und einen Lunak auseinanderhalten.

Wieso ich Dir denn Eisvogel zugeordnet habe, kann ich mir nur dadurch erklären, dass ich Dich für jemand mit dem gleichen Modellgeschmack wie mich selbst halte, und den Eisvogel als schöner empfinde ;) .

Hans

bie
12.05.2003, 10:38
MIK,

danke für den Tipp - ich werde das noch mal kontrollieren (beim Einbau des neuen Servos ist mir nichts dergleichen aufgefallen. :rolleyes:

Hans,

auch bei ebay wird die L-213A des öfteren mit dem Zusatz "Lunak" angeboten. Ich habe schön des öfteren die Anbieter angemailt, aber nie eine Antwort erhalten.

Übrigens:

Rate mal, was bei mir auf der Werkbank liegt!
Ich gebe dir mal ein paar Hinweise:

- es ist gelb

- es hat eine Haube, deren vorderer Teil fest montiert wird und deren hinterer Teil nach hinten aufgeschoben wird

- 4 Meter Spannweite

- Wölbklappen und geteilte Querruder

- es wird etwa 6,5 kg wiegen und vorne in der Schnauze ein Staurohr haben

- und ich hoffe, es am nächste WE oder dann in der letzten Maiwoche in der Rhön einfliegen zu können... :) :) :)

Michael Haefner
12.05.2003, 12:09
Hallo Andi,

bei meiner L 213 ist auch einmal die Dichtlippe am Höhenruder teilweise rausgesprungen. Ursache war ein Leitwerkflattern bei extrem hoher Geschwindigkeit. Für das Flattern war wiederum ein teilweiser loser Steg (da wo das Höhenruderservo drin ist) der Seitenflosse die Ursache. Ich habe den Steg an der Stelle wo das Servo drin ist mit Kohle leicht verstärkt und wieder festgeklebt. Jetzt kann man wieder ohne Leitwerkflattern voll anstechen.

Als Servo habe ich ein DS 3328 drin, reicht meiner Meinung nach aus. Das Gewicht von meiner L 213 ist aber nur 3,3 kg.

Darius
12.05.2003, 13:19
Ich weiß es :)

Eine Ultraleichte Monster Piper :D :D

Hans Rupp
12.05.2003, 13:31
Andy,

AUFHÖREN :mad: :mad: :mad:

Warte weingstens bis mein Salto fliegt mit weiteren Quälversuchen. :p

Hans

[ 12. Mai 2003, 13:45: Beitrag editiert von: haru ]

bie
12.05.2003, 14:08
Darius, du Hirsch!!! :p

Mensch, Hans,

willst du mich jetzt mit dem Salto neidisch machen??? Dann ist dir das gelungen ! :D

Armageddon
12.05.2003, 15:39
Hi Udo,

ohne daß ich hier wieder die übliche 5-Zellendiskussion starten will würde es mich aber trotzdem interessieren woher Du weißt, daß das Servo durch Überspannung gestorben ist? Durch die alleinige Messung der 6,85V ist dieser Schluß ja zumindest mal nicht möglich.

Gruß Kai

[ 15. Mai 2003, 06:48: Beitrag editiert von: Andreas v. Wolff ]

Udo Fiebig
12.05.2003, 20:02
Original erstellt von Armageddon:
... würde es mich aber trotzdem interessieren woher Du weißt, daß das Servo durch Überspannung gestorben ist? Durch die alleinige Messung der 6,85V ist dieser Schluß ja zumindest mal nicht möglich.Hallo Kai,
ist ja wohl logisch, dass durch die Spannungsmessung die Todesursache nicht festzustellen war.
Aber die Obduktion des Servos beim Graupner-Service ergab die eindeutige Ursache.

Gruß
Udo

Armageddon
13.05.2003, 08:48
Hi,

jetzt frage ich mich gerade, wie man einem diskreten Elektronik-Bauteil ansieht, daß es durch Überspannung gestorben ist ;) .

Gruß Kai

[ 15. Mai 2003, 06:48: Beitrag editiert von: Andreas v. Wolff ]

Frank Hertel
13.05.2003, 21:16
Hi,

z.B. durch Verwendung von 5V oder 6V Kondensatoren, die bei Überspannung langsam aber sicher die Werte verändern bis hin zum Durchschlag.

Ich vermute sogar, daß es bei Servos einfacher und zuverlässiger ist, aus defekten diskreten Bauelementen auf Überspannung zu schließen als aus teilweise nur einem aktiven Bauelement.

Viele Grüße
Frank

Markus_Gloekler
14.05.2003, 22:38
Hallo zusammen,
habe auch noch ein paar Anregungen zu dem Thema:
Auch bei mir ist es so, daß bei normalem Ausschlag die Dichtlippe nicht überspringen und blockieren kann, die Sache mit einer "Störung" könnte also schon ein Grund sein.
Das zweite ist, daß die Servoelektronik eigentlich durch mech. Überbelastung nicht defekt werden kann, dann eher schon Getriebe oder Motor.

Allerdings kann ich von einem ähnlichen Problem berichten: Erstflug 3m Voll-GFK-Segler mit 2x C3341 auf dem V-Leitwerk. Nach rund 5min. Flug ging plötzlich (fast) nix mehr. Mit viel Glück konnte ich das Modell mit wenigen Beschädigungen in den Acker setzen. Ursache: C3341 hatte einfach auf Vollausschlag gestellt (tief) und seine Arbeit eingestellt.
Als Reaktion von Graupner bekam ich damals übrigens ein Austauschservo zu einem Preis angeboten, der 5,-- DM unter dem NP bei meinem Händler lag. :-(

bie
15.05.2003, 11:23
Mensch, Markus,

da hast du ja Glück gehabt! ;)

Wie war deine Stromversorgung konfiguriert?

Tobi Schwf
16.05.2003, 12:42
Original erstellt von Markus_Gloekler:
Als Reaktion von Graupner bekam ich damals übrigens ein Austauschservo zu einem Preis angeboten, der 5,-- DM unter dem NP bei meinem Händler lag. :-(Ja das kenn ich. Graupner ist da immer sehr hilfsbereit und entgegenkommend. !!!!!!!

:mad:

Markus_Gloekler
17.05.2003, 09:24
Hallo zusammen,
die Stromversorgung war über einen normalen Empfängerakku Sanyo KR1400AE gelöst, also kein BEC oder so.