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Thema: Modellbau-CNC Funny 90, erstes Modell in Holzbauweise habe ein paar Fragen

  1. #1
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    Standard Modellbau-CNC Funny 90, erstes Modell in Holzbauweise habe ein paar Fragen

    Hallo zusammen,

    ich baue gerade den Funny 90 von Modellbau-CNC und habe ein paar Fragen zum Bau:

    Erst mal wer der Modell nicht kennt, es soll nacher hoffentlich so aussehen.
    Name:  index.jpg
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    1. Um wieviel mm soll die Beplankung der Endleiste über die Verrippung hinausstehen, 4-5mm? siehe Bild
    2. Was ist mit dem Satz "Damit die Folie am Servo ausschnitt nicht einreist oder Flattert wird dieses 3mm
    Balsa Teil von unten aufgeklebt und Später gut verschliefen" gemeint? Soll das Brettchen von innen auf die Folie? Aber wie dann verschleifen?
    Name:  Unbenannt.JPG
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    3. Welchen Motorsturz bzw. Seitenzug braucht der Motor, ist am Rumpf nicht vorgesehen. Oder brauch so ein Modell das nicht. Motor ~1400kV bei ~400W mit 9x5 oder ähnlichem Prop.
    Name:  Unbenannt_2.JPG
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    Sorry für die doofen Fragen.
    Markus
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  2. #2
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    Hallo Markus,

    will als alter Holzwurm versuchen, Dir zu helfen - ob es mir immer gelingt, weiß ich nicht. Da man von links nach rechts und oben nach unten liest, nummeriere ich Deine Abbildungen (7 Fotos und 2 Skizzen) so, daß ich oben links mit 1 beginne und unten rechts mit 9 aufhöre; dh ich beziehe die Skizzen mit ein.

    Deine Frage 1: gehe von Bild 3 aus, das die Endleiste zeigt. Kläre zuerst, ob die Tragfläche (TF) auf der Unterseite oder Oberseite aufliegt, wenn mit ihrem Bau begonnen wird. Nehmen wir an, auf der Unterseite aufliegend, also "normal". Dann solltest Du zuerst den unteren Balsastreifen für die Endleiste vorbereiten. Der Verlauf der Rippenoberseite muß sich hinten über das Rippenende hinaus fortsetzen; dh Du mußt das hintere Ende der Endleiste bevor Du sie mit den Rippen verklebst schräg geschliffen haben! Das macht man so, daß man diesen Endleisten-Balsastreifen breiter schneidet. Um wieviel breiter, ergibt sich normalerweise aus einer Querschnittzeichnung dazu im Bauplan. Den gibt es bei vielen ARF-Modellen nicht. Nimm eine Rippe und lege sie flach auf ein ausreichend großes Papier. Dann zeichne mit einem Stift eng anliegend die Konturen der Rippe sauber nach. Jetzt nimm die Rippe weg und ziehe die Linie der Rippenoberseite hinten mit einem Lineal weiter nach hinten, so gut 1-2cm. Jetzt lege die Rippe wieder auf die Umrißzeichnung, aber diesmal um genau die Stärke Der Endleistendicke weiter runter und zeichne den unteren Umriß nochmal auf das Papier. Rippe wieder wegnehmen und mit dem Lineal die untere Rippenkontur (Deiner zweiten Nachzeichnung) um gut 1-2cm nach hinten verlängern. Jetzt müßtest Du anhand der Zeichnung hinter der Rippe genau messen können, wie weit die Endleiste nach hinten länger geschnitten werden muß (die nahcgezeichneten Linien kreuzen sich, das ist der Punkt, um den es geht. Gib dabei 1mm zu, den kannst Du später vorn abschneiden, indem Du nachschneidest). Die Endleiste ist aber noch nicht fertig, denn sie muß jetzt hinten, auf dem Baubrett, schräg geschliffen werden. Dazu nimm ein Stück breitere Dachlatte, die absolut verzugsfrei und etwa 20cm länger als Deine Endleiste sein sollte, beklebe sie auf beiden Seiten mit Schmirgelpapier (gibt es im Baumarkt auch von der Rolle, oder im Werkzeughandel fragen), am besten 1x 80er und 1x 120er Körnung Korund. Damit schleifst Du die Endleiste hinten schräg, entsprechend der Rippenzeichnung. Wichtig ist dabei, daß die Endleiste vorn auf dem Baubrett mit einem Streifen Klebeband in voller Länge fixiert wird, sonst verrutscht sie bei Schleifen. Hinten sollte knapp 1mm Luft bis zur Baubrettkante bleiben, damit die Endleiste beim Schleifen nicht halb abrasiert wird. Das machst Du am besten mit beiden TF-Hälften (falls es zwei gibt).

    So das prinzipielle Vorgehen. Sieht bei Deinem Modell nach den Fotos aber fast so aus, als ob es ein nahezu symetrisches Profil sei. Dann kann man die obere und untere Endleiste an deren Hinterkante auch auf halbe Höhe schleifen, was sie am Auslauf nicht hauchdünn macht. Um die Hinterkante etwas zu stabilisieren, könnte man auch einen Kohleroving mit Epoxydharz einlegen - aber das verkompliziert den Bau und ist bei der geringen Spannweite und hohen Profildicke wohl nicht wirklich nötig.

    Viel Erfolg.
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  3. #3
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    Deine Frage 2: "Damit die Folie am Servoausschnitt nicht einreißt oder flattert, wird dieses 3mm Balsateil von unten aufgeklebt und später gut verschliffen."
    Schwierig, sich genau vorzustellen, was damit gemeint ist, wenn man kein Foto der Teile / Stelle auf einem Bauplan bzw gerade im Aufbau befindlichen Rohbaus hat. Daher kann ich hier nur mutmaßen. Üblicherweise werden QR-Servos in den TF verbaut, indem sie auf ein Haltebrett im sogenannten Servoschacht befestigt werden. Üblich ist auch, daß der Ruderhebel des Servo mit seinem Gestänge zum Ruderhorn durch die Bespannung der TF hindurch ragt und der sonst offene Schacht mit einem Balsa- oder Sperrholzbrett, den TF-Konturen Außen folgend, abgedeckt wird, nur eine Schlitz zur freien Beweglichkeit des Ruderhebels frei lassend. Es liest sich fast so, als ob es hier um diese Abdeckung ginge. Damit ich Dir nichts falsches erzähle, frage bitte beim Anbieter des Bausatzes nach (anrufen, klappt schon).
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  4. #4
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    Deine Frage 3: üblich bei Motorsturz und Seitenzug sind 1-2° jeweils. Das hängt von einigen Faktoren ab, die sich via Ferndiagnose schwer fassen lassen. Beim Bau Deines Modells solltest Du aufpassen, ob ein Motorsturz und Seitenzug schon im Zuschnitt der Bauteile integriert ist. Wenn ja, heißt es aufpassen, sie richtig zu verbauen, denn vertauschte Teile (zB links / rechts oder / und Oben / Unten vertauscht) führen hierbei zum Gegenteil dessen, was vorgesehen war. Der Motorzug beim Frontantrieb weist nach rechts (wenn der Motor, von Hinten aufs Modell gesehen, nach rechts dreht und das Modell "zieht"), der Sturz nach Unten. Hast Du den Motor Vorn oder Hinten im Modell? Auch hier rate ich Dir, den Anbieter des Bausatzes anzurufen und zu befragen, er sollte Dir klar antworten können.
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  5. #5
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    Zitat Zitat von Paride Beitrag anzeigen
    Damit schleifst Du die Endleiste hinten schräg, entsprechend der Rippenzeichnung. Wichtig ist dabei, daß die Endleiste vorn auf dem Baubrett mit einem Streifen Klebeband in voller Länge fixiert wird, sonst verrutscht sie bei Schleifen. Hinten sollte knapp 1mm Luft bis zur Baubrettkante bleiben, damit die Endleiste beim Schleifen nicht halb abrasiert wird. Das machst Du am besten mit beiden TF-Hälften (falls es zwei gibt). Viel Erfolg.
    Vielen Dank für Deine ausführliche Beschreibung, alles verstanden. Das mit dem schrägschleifen hatte ich mir überlegt, über die Kante eines Aluminumlineals als Abgerenzung zu machen. Im Prinzip wie man die Ruder bei EPP auch schräg schneidet.

    Markus
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  6. #6
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    Hallo Markus,

    ja genau. Schneiden ist bei Balsa heikler, da die Klinge gern dem Faserverlauf folgt, den man im undurchsichtigen und teils inhomogen strukturierten Balsa nicht sehen kann - nicht selten, vor allem bei härterem Balsa, läuft der Schnitt plötzlich weg. Schleifen hat hier Vorteile. Andererseits ist eine neue Endleiste schnell zugeschnitten, wenn es im ersten Anlauf tatsächlich daneben gehen sollte und der "Verlust" hält sich im Rahmen. Das Holz kann man noch für andere Zwecke verwenden und aufheben.

    Viel Erfolg beim Bau Deines Modells.
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  7. #7
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    Zitat Zitat von Paride Beitrag anzeigen
    Hallo Markus,

    ja genau. Schneiden ist bei Balsa heikler, da die Klinge gern dem Faserverlauf folgt, den man im undurchsichtigen und teils inhomogen strukturierten Balsa nicht sehen kann - nicht selten, vor allem bei härterem Balsa, läuft der Schnitt plötzlich weg. Schleifen hat hier Vorteile. Andererseits ist eine neue Endleiste schnell zugeschnitten, wenn es im ersten Anlauf tatsächlich daneben gehen sollte und der "Verlust" hält sich im Rahmen. Das Holz kann man noch für andere Zwecke verwenden und aufheben.

    Viel Erfolg beim Bau Deines Modells.
    Danke Dir, ich meinte schleifen, aber eben über zwei definierte Kanten.
    Markus
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  8. #8
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  9. #9
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    Direkt noch ein Frage zur Motorauslegung, habe an einen 1400kV 28er Außenläufer gedacht.
    mit einer 7x10 gibt das an 3S ~700g Schub und 200km/h V-Pitch, ist das zu extrem?
    Markus
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