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Thema: Piper J3 (M 1:2,7 mit Stahlrohrrumpf): Baubericht

  1. #1
    User Avatar von toobo
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    Lächeln Piper J3 (M 1:2,7 mit Stahlrohrrumpf): Baubericht

    Moin zusammen,

    frei nach Loriot: „Ein Leben ohne Piper ist möglich - aber sinnlos!“, möchte ich hier für alle Interessierten den Bau meiner Piper J3 dokumentieren.

    Lange habe ich überlegt welchen Maßstab ich wählen soll und bin nach einiger Rechnerei bei 1:2,7 gelandet, was eine Spannweite von 4m ergibt. Aus Erfahrungen mit meinen Großseglern kann das Abfluggewicht des Originals recht gut auf den Maßstab des Modells herunter gerechnet werden, sofern weitgehend vorbildgetreu gebaut wird. Bei der Piper komme so ich auf ca. 22kg - genug Luft nach oben.

    Also machte ich mich daran alle Hellings für die Bauteile zu konstruieren und viele Anbauteile für Fahrwerk, Türen, Leitwerk u.s.w. vorab lasern zulassen.

    Beim Bau meiner ASK18 habe ich viel Erfahrung in der Stahlrohr-Bauweise sammeln können und bin davon mittlerweile infiziert. Also lag es nahe auch den Piper Rumpf in Stahlrohr zu bauen. Da bei der Piper aber auch das Leitwerk aus Stahl ist, zäumte ich das Pferd von hinten auf und begann mit HLW und SR. Tja, und da tat sich auch gleich die erste Hürde auf...


    ...die Leitwerke bestehen nämlich nicht nur aus Rohr, sondern auch aus sogenannten „Channel“ zu deutsch U-Profilen. In 1:2,7 sind diese entsprechend filigran und meine Recherchen sich solche Teile fertigen zu lassen waren erfolglos.




    Selbermachen war angesagt. Ich bestellte mir 0,2mm Stahlblech welches ich mir durch anreissen mit einem Cutter,…





    …zwischen zwei Werkzeugstahl-Stäben einspannte….






    …und entsprechend abkantete. Die ersten Teile waren zwar für die Tonne, aber mit etwas Übung funktioniert das sehr gut und ist trotz 0,2mm Materialstärke erstaunlich stabil. Teilweise verjüngen sich die Profile von 8mm auf 4mm zum Endleistenrohr.


    Die Leitwerksscharniere sind aus aufgelöteten 4x3mm MS-Röhrchen gebaut.


    Eines der Laser-Teile, die SR-Anlenkung…


    ..die vor dem Verlöten in der Helling aufgeschoben werden muss.


    Dünnere Rohre müssen natürlich unterlegt werden, damit sie mittig auf stärkere laufen…




    …und nachdem alles passt und auf der Helling fixiert ist, kann gelötet werden.

    Demnächst geht´s hier weiter
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  2. #2
    User Avatar von oldtimersegler
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    Hi Tom,

    freut mich das Du wieder etwas in Stahlrohr bringst

    Gruss Olli

    Werde dich weiter beobachten
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  3. #3
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    Hi Tom,
    ja bitte mehr
    Gruß Thomas
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  4. #4
    User Avatar von toobo
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    Hallo Olli & Thomas,

    jep, es geht weiter

    Übrigens, der Rumpf ist mittlerweile fertig und befindet sich bereits beim Glasperlenstrahlen und Grundieren. Ich hoffe ihn diese Woche abholen zu können.
    Somit habe ich beim Bauen etwas Vorsprung und kann hier halbwegs zügig berichten.

    Für den Rumpfbau verwendete ich wie bei der ASK18, kaltgezogene Präzisionsstahlrohre in den Stärken 5x0,5 - 10x0,5mm




    Zuerst wurde eine Helling gebaut, die alle Positionen und Winkel der Rohre für die Seitenteile vorgibt.




    Mit Rundfeilen verschiedener Durchmesser werden die Rohre möglichst genau angepasst und entgratet.


    Mit Spaxschrauben fixiere ich die Rohre auf der Helling bevor sie verlötet werden.




    Auf die zweite Helling, welche die Positionen der Seitenteile und der unteren Rohre vorgibt…


    …wurden die Seitenteile aufgestellt und mit einer Schnur exakt mittig ausgerichtet.


    Jetzt konnte ich alle Rohre des Rumpfbodens…


    …und das Schlussrohr mit den SR-Scharnieren einpassen und verlöten.

    Fortsetzung folgt…
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  5. #5
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    Phantastisch! Abonniert!

    Das wäre mein Traum. Werden die Rohre Hartgelötet oder geschweißt?

    Grüße
    Alexander
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  6. #6
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    Zitat Zitat von propliner Beitrag anzeigen
    Werden die Rohre Hartgelötet oder geschweißt?
    Zitat Zitat von toobo Beitrag anzeigen

    Mit Spaxschrauben fixiere ich die Rohre auf der Helling bevor sie verlötet werden.

    …und das Schlussrohr mit den SR-Scharnieren einpassen und verlöten.
    Eigentlich ist alles gesagt...
    Mit lieben Grüßen!
    Siegi
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  7. #7
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    Daumen hoch

    Super, hab ich auch schon gemacht.. Macht riesen Spass
    Charly
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  8. #8
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    Lächeln

    In gewohnter Toobo-Perfektion, du wirst beobachtet.

    Klasse! Gruß Jürgen
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  9. #9
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    Tolles Projekt.
    Werde ich weiterverfolgen.

    Gruß VolkerZ
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  10. #10
    User Avatar von toobo
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    Moin Leute, und danke für das nette Feedback

    Für den oberen Rumpfaufbau habe ich wieder einige Hellings gebaut.


    Damit die Flügelanschlussrohre später genau auf die Flügelholme laufen, werden an die Dachhelling zwei Wurzelrippen seitlich angebracht.


    Das Dachgerüst wurde mit einer weiteren Helling genau mittig ausgerichtet…



    …und die vertikalen Rohre und U-Profile eingebaut. Das Laserteil für die späteren Flügelanschlussrippen habe ich etwas bei Paolo Severin abgeschaut


    Die Spanten für den Rumpfrücken…


    …wurden mit Hilfe einer Winkellehre und einer Richtschnur aufgelötet.


    Der vordere Rumpfbereich.

    Als nächstes kommt das Fahrwerk an die Reihe…
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  11. #11
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    Schöner Baubericht!

    Ich bleib dran.
    Grüße, Bernd
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  12. #12
    User Avatar von matzito
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    Tom, kannst Du noch mal kurz sagen was fuer einen Brenner, Temperatur und welche Gase Du verwendest (Propan/Sauerstoff) Mischungsverhaeltnis und welches Lot. Wie behandelst Du die Loetstellen vor und wie nach?
    Wer so viele Loetungen macht weiss bestimmt ganz genau worauf man unbedingt achten muss damit eine saubere gute Verbindung entsteht, die sich auch zuegig und schnell loeten laesst.

    ich glaube das wird viele anstecken auch mal was in die Richtung zu versuchen und mit Deinen tipps gibt es dann kaum Fehlversuche!
    Weiterhin bestes Gelingen
    lg matze
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  13. #13
    User Avatar von toobo
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    Moin Matze,

    ja, die Löterei macht Spaß und ist kein Hexenwerk

    Ich benutze einen Propan/Sauerstoff Brenner mit verschiedenen feinen Düsen. Die variiere ich je nach Größe des Lötbereiches. Damit können auch sehr kleine Teile verlötet werden. Die 1,5mm Silberlotstangen sind flussmittelummantelt und haben einen Silberanteil von 55%.

    Die Rohre müssen möglichst genau, mit kleinen Spaltmaßen angepasst und entgratet werden. Je kleiner der Spalt, desto besser. Zuerst erhitze ich die Lötstelle und streiche Flussmittel auf. Wenn der Stahl leicht zu glühen beginnt (geht sehr schnell) gebe ich etwas Lot dazu. Das flüssige Lot läuft in den Spalt und immer der Hitze hinterher. Nach dem Abkühlen säubere ich die Stelle grob mit einer Feile oder Sandpapier. Ganz zum Schluss, wenn das Gerüst fertig ist, gebe ich es zum Glasperlenstrahlen und Grundieren.

    Das Fahrwerk:


    Diese Befestigungsbeschläge werden am Rumpf verlötet. Der mittlere hat gleichzeitig die Befestigungspunkte für die Flügelstreben.


    An alle Fahrwerksstrebenenden werden 5x3mm Lagerhülsen angelötet. Das kann ich in dieser Helling in einem Rutsch machen und sie später auseinander trennen.




    Statt der Gummizugdämpfung habe ich Zugdämpfer mit Spiralfedern gebaut. Die Härte kann durch Vorspannung der Federn eingestellt werden. Mal sehen ob das so funktioniert.


    Die einzelnen Fahrwerksteile werden in Hellings zusammengebaut…


    …und probeweise am Rumpf montiert.


    Hier sieht man die Befestigungsbeschläge noch mal genauer.


    Und rollt


    Das Laserteil für das Spornrad…


    …wird in Form gebogen, an einem abgewinkelten Rohr gelagert und mit einem Federpakt aus Rechenfedern…


    …an den Rumpf geschraubt.

    Bis bald
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  14. #14
    User Avatar von deti
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    hallo Tom,sehr schöne Arbeit die du machst,werde weiter verfolgen
    Gruss Detlef,
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  15. #15
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    Hallo Tom,

    ich verfolge deine wunderbare Arbeit mit großem Interesse und möchte eine Savage Bobber in Stahl bauen, ich habe schon zwei mit Kohlerohre gebaut, aber da ich auch gerne mit Metall arbeite und Hartlöten kein Fremdwort für mich ist, soll es mal eine aus Stahl werden.
    Warum verwendest du kein Edelstahlrohr mit 0,3 mm, die sind ca. 60 % leichter, und bei ca. 25 m Rohr kommt da
    schon einiges zusammen.
    Ich bin gespannt wie der Rumpf nach dem Strahlen und Grundieren aussieht.

    LG Heinz
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