Anzeige Anzeige
DMFV  
Ergebnis 1 bis 10 von 10

Thema: Ein Interessantes Urteil gegen Drohnenmissbrauch

  1. #1
    User
    Registriert seit
    19.02.2006
    Ort
    -
    Beiträge
    3.081
    Daumen erhalten
    36
    Daumen vergeben
    35
    0 Nicht erlaubt!

    Standard Ein Interessantes Urteil gegen Drohnenmissbrauch

    Das hatte ich so noch gar nicht mitbekommen. Finde ich aber gut:

    https://www.heise.de/newsticker/meld...n-4456039.html
    Modelle:EGE,AM,Bandit,ASW27,Diskus,Turn-Left,Cessna182
    Gazelle,Nemesis,Hornet-F1,Ultimate,Citabria,SportWing,Viper
    Salto,DFS-Habicht,Yak-54,JAS-39,SR-71,B-2,Dragon,Smartfish
    Like it!

  2. #2
    Vereinsmitglied Avatar von jmoors
    Registriert seit
    27.06.2007
    Ort
    41379 Brüggen
    Beiträge
    1.682
    Daumen erhalten
    13
    Daumen vergeben
    147
    0 Nicht erlaubt!

    Standard Gewagt...

    Auch mit einem Luftgewehr in einem Wohngebiet rumzuballern, halte ich für sehr gewagt. Der Schütze kann froh sein, dass die Staatsanwaltschaft hier geschlafen hat. Man hätte auch wegen gefährlichen Eingriff in den Luftverkehr gegen den Schützen ermitteln können.
    Like it!

  3. #3
    User
    Registriert seit
    07.12.2018
    Ort
    Göttingen-Land
    Beiträge
    245
    Daumen erhalten
    30
    Daumen vergeben
    36
    1 Nicht erlaubt!

    Standard

    Ein Diabolo-Projektil wiegt ein halbes Gramm. Mit Druckluft beschleunigt baut sich die Energie sehr schnell ab. Im vorliegenden Fall wurde nach oben geschossen, eine Gefährdung anderer kann man hier ausschließen. Genau dieses hatte das Gericht in seiner Entscheidung auch berücksichtigt. Von "rumballern" kann also keine Rede sein. Hätte der Luftgewehrschütze mit einem Stock nach dem Kopter geworfen, wäre eine größere Gefahr für andere von ihm ausgegangen.
    Entscheidend ist das zugebilligte Recht der "Gefahrenabwehr" im Falle eines Kopterüberfluges über das Privatgrundstück. Das ist aber sicherlich kein Freibrief für Selbstjustiz, es muss im Einzelfall genau abgewogen und verantwortlich und angemessen gehandelt werden.

    Schöne Grüße
    Andreas
    Like it!

  4. #4
    User Avatar von rubberduck
    Registriert seit
    22.03.2004
    Ort
    Deutschland
    Beiträge
    3.266
    Daumen erhalten
    360
    Daumen vergeben
    179
    0 Nicht erlaubt!

    Standard

    Wenn es sich im nachhinein herausstellt, dass es ein Polizeikopter oder der einer anderen Behörde war, wünsche ich dem Schützen viel Spass. Naja, die werden allerdings kaum in 10 Meter Höhen in fremden Gärten rumfliegen.
    "Wer glaubt, etwas zu sein, hat aufgehört, etwas zu werden.“
    -Sokrates-
    Like it!

  5. #5
    User Avatar von Robinhood
    Registriert seit
    28.04.2006
    Ort
    Landkreis Rosenheim
    Beiträge
    1.014
    Daumen erhalten
    111
    Daumen vergeben
    47
    0 Nicht erlaubt!

    Standard

    Zitat Zitat von aue Beitrag anzeigen
    Ein Diabolo-Projektil wiegt ein halbes Gramm. Mit Druckluft beschleunigt baut sich die Energie sehr schnell ab. Im vorliegenden Fall wurde nach oben geschossen, eine Gefährdung anderer kann man hier ausschließen.
    FALSCH!!

    Waffengesetz §12 Absatz 4:

    (4) Einer Erlaubnis zum Schießen mit einer Schusswaffe bedarf nicht, wer auf einer Schießstätte (§ 27) schießt. Das Schießen außerhalb von Schießstätten ist darüber hinaus ohne Schießerlaubnis nur zulässig

    1.durch den Inhaber des Hausrechts oder mit dessen Zustimmung im befriedeten Besitztum

    a) mit Schusswaffen, deren Geschossen eine Bewegungsenergie von nicht mehr als 7,5 Joule (J) erteilt wird oder deren Bauart nach § 7 des Beschussgesetzes zugelassen ist, sofern die Geschosse das Besitztum nicht verlassen KÖNNEN,
    Das Zauberwort ist hier "können". Sobald die (unter Umständen auch unwahrscheinliche) Möglichkeit besteht, daß ein Geschoß das eigene Grundstück verläßt, gefährdet man Andere und verstößt gegen das Waffengesetz. Der Schütze im vorliegenden Fall hat Riesen Glück, daß er nicht belangt wurde.

    Ein Diabolo-Geschoß kann auch nach 20m im flachen Parabelflug genügend Energie haben, ein Auge zu zerstören. Ein Geschoß, das mit steilerem Winkel abgefeuert wird, fällt mit annähend gleicher Energie zu Boden (abzüglich Luftwiderstand).
    Gruß Robin
    Like it!

  6. #6
    User
    Registriert seit
    07.12.2018
    Ort
    Göttingen-Land
    Beiträge
    245
    Daumen erhalten
    30
    Daumen vergeben
    36
    0 Nicht erlaubt!

    Standard

    Zitat Zitat von Robinhood Beitrag anzeigen
    Der Schütze im vorliegenden Fall hat Riesen Glück, daß er nicht belangt wurde.
    Eine klare richterliche Entscheidung bezeichnest du also als "riesen Glück". Das dürfte eher dein eigenes Rechtsempfinden ausdrücken und sich deutlich vom hier gesprochen Recht unterscheiden.

    Ein Diabolo-Geschoß kann auch nach 20m im flachen Parabelflug genügend Energie haben, ein Auge zu zerstören. Ein Geschoß, das mit steilerem Winkel abgefeuert wird, fällt mit annähend gleicher Energie zu Boden (abzüglich Luftwiderstand).
    Du konstruierst dir auch zurecht, was dir gerade passt. Hier besteht bestenfalls ein theoretisches Risiko. Und die Energie eines durch Gravitation beschleunigten Projektils ist keinesfalls gleich der des (wenn auch nur mit Druckluft) abgefeuerten, sondern weit darunter.
    Nochmal zur Erinnerung: Das Diaboloprojektil wiegt 0,5 Gramm. Aus dem Luftgewehr abgefeuert entfaltet es eine Energie von max. 7,5 Joule (Mündungsenergie, direkt abfallend). Wenn du ein Gewicht von einem Kilogramm aus einer Höhe von einem Meter fallen lässt, entspricht dies 10 Joule. Nochmal: ein Projektil wiegt 0,0005 kg.
    Zum Vergleich: Hagelkörner gleicher Größe entfalten vergleichbare Energie. Glaubst du auch, 5-mm-Hagelkörnchen könnten Augen ausschlagen?

    Nix für ungut, aber deine Bedenken sind wirklich unbegründet.

    Schöne Grüße
    Andreas
    Like it!

  7. #7
    User
    Registriert seit
    24.05.2011
    Ort
    D - Nierstein
    Beiträge
    156
    Daumen erhalten
    22
    Daumen vergeben
    0
    0 Nicht erlaubt!

    Standard

    Nehmen wir als gegeben:
    Gewicht 0,5g = 0,0005 kg
    Geschossenergie: 7,5J (ja, bei Austritt, also abnehmend)
    Ergibt eine Mündungsgeschwindigkeit von 173 m/s = ~600km/h

    Das Hagelkorn musst Du mir zeigen.

    Laut Wikipedia fallen kleine Hagelkörner mit 90km/h, das sind 25m/s
    Bei einem Gewicht von 0,5g sind das 0,15J
    (Für die gesamte Wahrheit: Meist sind die größer und schwerer und haben dann höhere Fallgeschwindigkeiten und können daher durchaus gefährlich werden.)

    Und als Ex-Paintballspieler kann ich Dir sagen: Ja, 7,5J sind schmerzhaft und gefährlich. Also bitte nicht verharmlosen.

    Zum Urteil will ich mich nicht äußern, das ist vermutlich eine nicht übertragbare Einzelfallentscheidungen.
    Daumen vergeben: 0 / 0
    Like it!

  8. #8
    User Avatar von Robinhood
    Registriert seit
    28.04.2006
    Ort
    Landkreis Rosenheim
    Beiträge
    1.014
    Daumen erhalten
    111
    Daumen vergeben
    47
    0 Nicht erlaubt!

    Standard

    Zitat Zitat von aue Beitrag anzeigen
    Nix für ungut, aber deine Bedenken sind wirklich unbegründet.
    Sind sie leider nicht. Gesundes Halbwissen kann in vielen Fällen reichen, aber wenn es um die Gefährdung von Mensch und Tier durch unangemessenen Gebrauch von Schußwaffen geht, hört der Spaß (oder die Verharmlosung) auf. Es ist Gesetz, es ist glasklar verboten, Punkt.
    Gruß Robin
    Like it!

  9. #9
    User
    Registriert seit
    22.07.2019
    Ort
    -
    Beiträge
    203
    Daumen erhalten
    18
    Daumen vergeben
    12
    0 Nicht erlaubt!

    Standard

    genauso wie Überfliegen von Grundstücken in Wohngebieten mit Kamera an Bord.

    Denke mal, dass die kinetische Energie der abgeschossenen Drohne größer war, als die des Geschosses.

    Grüße Stefan
    Like it!

  10. #10
    Vereinsmitglied
    Registriert seit
    03.04.2002
    Ort
    Lenningen
    Beiträge
    7.003
    Daumen erhalten
    106
    Daumen vergeben
    16
    2 Nicht erlaubt!

    Standard

    Hallo,

    einfach das Urteil lesen: https://openjur.de/u/2174876.html
    Ganz am Ende wird auch festgestellt, dass nach § 12 Abs 4 Lit 1. a das Schießen auf dem Grundstück zulässig war.
    Das Geschoß darf das Besitztum nicht verlassen können, was laut Gericht hier gegeben war.

    Also kein Glück, sondern ein sorgfältig arbeitener Richter.

    Hans
    Like it!

Ähnliche Themen

  1. WLM-1: Ein interessantes Segelflugzeug
    Von alpensegler im Forum Segelflug
    Antworten: 27
    Letzter Beitrag: 18.07.2019, 15:04
  2. eiPott - ein Apple gegen ein Ei
    Von Gerald Lehr im Forum Café Klatsch
    Antworten: 3
    Letzter Beitrag: 21.08.2010, 10:12

Lesezeichen

Lesezeichen

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •