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Als der Bau meiner Zoder "Decathlon" der Vollendung entgegen ging,
stellte ich mir die Frage, wie ich die Ausschnitte für die Luftschraube
sauber und passgenau in den Spinner bekomme. Da man nur einen Versuch
hat, musste eine Methode her, die mit überschaubarem Aufwand ein gutes
Ergebnis versprach.

Los geht's. Auf ein Stück Restholz wurde mittig eine
Linie gezogen, die Spinnerrückplate aufgezeichnet und ein 10mm Loch in
die Mitte gebohrt (Durchmesser der Propellernabe = Loch in der Mitte der
Rückplatte des Spinners) So schaut es aus, wenn alles fertig ist. Besonders
wichtig ist die Mittellinie. Warum? Dazu komme ich noch, allerding etwas
später.

Irgendwie muss
man ja an die Form des Propellers gelangen. Hierzu verwendete ich ein
Stück Lötzinn und lege es so nah wie möglich am Spinner um die Luftschraube.

Die Kontur habe ich dann auf dickes Papier übertragen und ausgeschnitten.
Es wurde die innere Seite angezeichnet, weil so der Ausschnitt von
vornherein nicht zu groß wird und man noch genügend Material hat, um den
Spinner an die Luftschraube anzupassen. Fertig ist die Schablone für
den Spinnerausschnitt. Der Innenabstand wurde auf die Spinnerrückplatte
übertragen und dient als Ausgangspunkt für die Markierung der gegenüber
liegenden Seite.

Sieht doch schon einmal ganz gut aus. Erste Anprobe bestanden.
Die Schablone passt gut um den Propeller.
An diesem Punkt hat man noch gute Möglichkeiten, den
Ausschnitt zu korrigieren.

Hier kann man gut die oben
genannten Markierungen erkennen. So vorbereitet konnte es nun ans Werk
gehen, den Ausschnitt spiegelbildlich auf der anderen Seite der Rückplatte
anzuzeichnen. Wenn man nun die eine Markierung auf die Mittellinie setzt,
kann man die gegenüber liegende Seite anzeichnen. Mit der zweiten Markierung
macht man genau das Gleiche.

Jetzt wurde
der Spinnerkonus aufgesteckt und die Breite der (Propeller-)Ausschnitte
markiert, die Schablone aufgelegt und die Form des Propellers von der
Schablone übertragen. Das Ganze natürlich genauso für die gegenüber liegende
Seite. Aber ACHTUNG: Aufpassen, dass die Schablone nicht spiegelverkehrt
aufgelegt wird!!!!!

So, fertig. Da die Ausschnitte jetzt aufgezeichnet waren,
konnte es an den staubigen Teil der Arbeit gehen. Die Ausschnitte
wurden mit Hilfe einer Trennscheibe für Metall und einer Kleinstbohrmaschine
hergestellt. Das geht sehr gut und wegen des großen Durchmessers der Trennscheibe
hat man eine gute "Führung" bei den geraden Schnitten. Sollte
man nicht über eine Dremel o.ä. verfügen, tut es auch die gute alte Metallsäge.
Wobei es oftmals besser geht, wenn nur das Sägeblatt verwendet wird. Es
empfiehlt sich dann aber, die Konturen für den Ausschnitt erst einmal
mit einem scharfen Messer anzuritzen und dann die Markierung mit Klebeband
abzudecken. So vorbereitet kann man weitgehend verhindern, dass die weiße
Gelcoatschicht (bei GFK Teilen) abplatzt, ganz wird man dies aber nicht
vermeiden können.

Und so sah schließlich das Ergebnis aus. Die letzten
„Formarbeiten“ wurden mit einer Feile und etwas Schleifpapier gemacht.
Bei dem Propeller handelt es sich übrigens um eine Menz 27/10.
Beim Ausbalancieren war eine Seite tatsächlich 7g(!) schwerer als
die andere. Daher wurde zum Auswiegen zuerst die schwerere Seite etwas
abgeschliffen. Als die schwere Seite schon 3mm kürzer aber immer noch
zu schwer war, wurde dann die leichtere(!) Seite mit Klarlack behandelt.
Wie man erkennen kann, ist die Aussparung für die Luftschraube etwas größer
und das ist sehr wichtig. Zugegeben, eine Aussparung, die sich richtig
schön eng an den Propeller legt sieht besser aus, ist aber sehr gefährlich.
Warum? Nun, je nach Drehzahl biegt sich das Luftschraubenblatt immer einige
Millimeter nach vorne (Vollgas) und wieder zurück (Leerlauf). Dadurch
würde durch den Spinner schon nach kurzer Zeit eine Kerbwirkung auf den
Propeller ausgeübt werden, die früher oder später unweigerlich dazu führt,
dass der Propeller an der Stelle bricht.
Das ist der Weg, den ich genommen habe und ich denke, die
Zielsetzung wurde erreicht. Ich wünsche allzeit Holm und Rippenbruch.
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