PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Starke Thermik, wann aussteigen?



documa
27.07.2009, 19:09
Hallo Thermikflieger,

ich wollte mal nachfragen, wann und wie Ihr aus der Thermik aussteigt.

Ich hatte am vergangenen Wochenende ein etwas grenzwertiges Erlebnis. Das Modell, ein modifizierter Elektrosegler Junior Sport Plus mit 2,40m Spannweite. Ich habe ein Vario mitfliegen lassen um schneller Thermik zu finden und dann drinnen zu bleiben.

Also auf ca. 150m hochgeflogen, schnell Thermikanschluß gefunden, Vario piept schön. Es ging schnell rauf, um so höher das Modell war, um so schneller piepte das Variometer. Weiter oben wurde das Modell regelrecht hochgerissen, ich sah wie das Modell durch Aufwärts-Böen immer wieder in größere Schräglage geriet und ich hatte meine Mühe die Fluglage einigermaßen unter Kontrolle zu
halten. Außerdem hatte ich den Eindruck das das Modell oben wesentlich schneller "unterwegs" war. Ich flog die ganze Zeit unter einer großen Wolke und konnte weit oben noch ein paar manntragende Segler erkennen.

Ein mulmiges Gefühl sagte mir "raus aus der Thermik", ich konnte das Modell nur noch schwer erkennen.
Also flog ich gerade aus weiter, das Vario piepte weiterhin, was ja Steigen heißt, da bahnte sich das nächste Problem an. Ich flog in den blauen Himmel und das Modell war trotz Blockstreifen auf der Unterseite nicht richtig erkennbar...und das Vario piepte...Steigen..

Aus lauter Angst ging ich in den Sturzflug, um wenigstens etwas Höhe abzubauen. Das ging gut aber die Geschwindigkeit konnte ich nicht einschätzen, habe halt immer mal wieder am Höhenruder gezogen um etwas zu bremsen. Irgendwann war der Vogel dann unten und ich war schweißnaß. OK, das ist das Erlebnis.

Meine Frage nun, wann steigt Ihr aus der Thermik aus?
Wie steigt Ihr aus? Mein Modell hat keine Bremsklappen, bei
Querruder hochstellen wird es nur langsam aber kommt nicht unbedingt runter, vor allem nicht bei starker Thermik.

Bin auf Eure Beiträge gespannt
Danke documa

322547

wakuman
27.07.2009, 19:21
Bei Seglern welche nicht Vollgasfest sind ( wie die meisten) und keine Bk oder Stoerklappen besitzen ist vielleicht der Rueckenflug die beste Art um Hoehe abzubauen.

Gruss
Thomas

Stefan Kreuz
27.07.2009, 19:23
Höhe "abtrudeln" klappt eigentlich auch mit fast allen Modellen

Gruss

Stefan

kolo_savage
27.07.2009, 19:23
hi,

also mir ist das auch schon passiert.... ich setz dann immer butterflystellung, damit die strömung abreißt. funktioniert eigentlich immer ganz gut. wenn du nur quer hast, dann probiers mit der landestellung.

gruß benni

Meyerflyer
27.07.2009, 19:28
Hi,

ich hatte gestern ein ähnliches Erlebnis. War mit dem Easy Glider unterwegs. Ausgangshöhe etwa 100m. Da sehr gute thermische Bedingungen waren, habe ich auf Anhieb eine heftige Thermik erwischt. Als ich dann etwa 500m hoch war (hab kein Vario, müste aber so etwa gewesen sein), und ich den Flieger nur noch sehr schlecht erkennen konnte, entschloss ich mich dazu, auch wieder runter zu kommen. Nur Querruder hochstellen bringt bei starker Thermik wirklich null.

Ich mache es dann beim Easy Glider so: Ich habe die QR hoch gestellt, und bin in einen kontrollierten Spiralsturz über gegangen. Quasi so ähnlich wie Trudeln, nur ohne Strömungsabriss. Das ganze hat dann eta 45 Sekunden gadauert, bis ich unten war.

Aber Vorsicht: Nicht jedes Modell macht das mit. Bei großen Seglern, die eh schon eine eher weiche Fläche haben, kann es sein, dass die Fläche bricht. Diese Segler haben dann aber auch meistens die Störklappen.

Bei deinem Segler sollte das funktionieren.

Leider ist meinem Kumpel die Fläche vom Hotliner beim runterheizen vom Rumpf gegangen. Die Aufnahme war wohl mit der Zeit etwas spröde geworden. In solch einer Höhe schätzt man die Geschwindigkeit nie richtig ein. Wenn Du die "Spiralsturzmethode" anwendest, achte immer darauf, dass du langsam sinkst bis Du eindeutig erkennen kannst, wie schnell Du bist, dann dürfte das kein Problem sein. Was die Folgen vom 500m Sturzflug ohne Flächen waren, brauche ich wohl nicht zu erzählen. :cry: :cry:

Naja, ich hoffe mein Beitrag bringt Dir irgendwas. Viel Spaß weiterhin beim Thermikfliegen.

Gruß

Arne
27.07.2009, 19:45
Wenn ich oben bin stelle ich die Fuhre auf den Kopf, dazu bin ich da ja hingeflogen :D

Dabei wollte ich es eigentlich belassen aber dann bekomme ich bestimmt Mecker, daher:

Malal in kleinerer Höhe probieren, welche belastungsarme Flugsituation wenig stabile Modelle schnell nach unten bringt. Rückenflug (gerade bei auftribsstarken Profilen teil gut), Trudeln etc. sind da ganz bewährt, falls Landehilfe vorhanden dann (auch) damit.
Weit oben und dann bei starker Thermik fliegt man meist schneller als gedacht und kann es schlecht kontrollieren, daher als Vorbereitung auf so eine Situation eben mal wie oben gesagt testen. Als erstes geradeaus zügig rausfliegen und wenn das nicht hilft weil das Steigen zu großflächig ist absteigen.
Und halt immer dran denken, dass die Flieger im Blau schlecht zu sehen sind, vor Wolken also entsprechend Sicherheit bei der Sichtbarkeit einkalkulieren.

Ich freu mich übrigens auch beim Abstieg über Thermik, geht dann halt besser voran ;) :D

Gruß Arne

5eckflieger
27.07.2009, 20:16
Ich mach´s wie Stefan, voll Höhe und voll Seite dann trudelt der Flieger wie ein welkes Blatt nach unten ohne das die Ströhmung abreißt.

So habe ich schon Segler aus sehr großen Höhen wieder runterbekommen, naßgeschwitzt ist man anschließend trotzdem. :D

Gast_34738
27.07.2009, 20:29
Ich mach´s wie Stefan, voll Höhe und voll Seite dann trudelt der Flieger wie ein welkes Blatt nach unten ohne das die Ströhmung abreißt.

So habe ich schon Segler aus sehr großen Höhen wieder runterbekommen, naßgeschwitzt ist man anschließend trotzdem. :D

So funktionierts und nicht anders! Der Vorteil beim Trudeln mit voll gezogener Höhe und voll Seite, ab einer bestimmten Geschwindigkeit nimmt diese nichtmehr zu! Und das ist meist nicht die max.Höchstgeschwindikeit die dem Segler zumutbar wäre!
Also anders gehts natürlich auch,aber obs der Segler mitmacht ;)

b5killer
27.07.2009, 20:40
Hallo,
als ich mit dem Modellfliegen angefangen hatte, habe ich mit dem Airfish das fliegen gelernt. Nach einiger Zeit hatte ich dann auch schon das Thermik fliegen drauf und hatte dann genau das selbe problem, wie du (documa). Der stieg und stieg und hörte nicht mehr auf. Da bekam ich dann auch richtig Panik und habe dann schnell meinen Vater zur Hilfe geholt. Er meinte nur "flieg einfach nur ein paar ganz enge kurven, dann kommst du weiter runter!" Und das hat dann auch sehr gut geklappt!!

mfg Dennis

documa
27.07.2009, 20:45
Hallo Thermikflieger,

Danke erstmal für Eure Beiträge. Ich muß noch dringend was anfügen. / Fragen

Das ganze, also Hochfliegen, Thermik finden, Einkreisen, in der Thermik halten hat nur wenige Minuten gedauert.
Von dem Zeitpunkt an als das Vario wie wild piepte bis zum fast nicht mehr erkennen können, vergingen nur ein paar Sekunden, vielleicht eine Minute.

Deshalb nochmal meine Frage:

Wann steigt Ihr aus? Was ist für Euch DAS Zeichen, jetzt aber runter?

322593


Bin gespannt auf Eure Beiträge

Gruß documa

Gast_34738
27.07.2009, 21:01
Aussteigen tu ich immer dann, wenn ich ein flaues Gefühl bekomme in Sachen Sichtbarkeit! Obwohl ich jenseits der 120% Sehvermögen lt. Doc habe, kann ich in 400-500m meinen Segler (Ventus2c 4,5m Spw oder ThermikXL 4m Spw) nur noch schwer in Fluglage und Geschwindigkeit einschätzen! Da gibt es hier im Forum Leute die haben wahnsinnige 300% Sehvermögen wenn die ihre 3,3m Segler in 700m und mehr rumjagen ;) !

Also nichts übertreiben!

Tobias Reik
27.07.2009, 21:02
Wann steigt Ihr aus? Was ist für Euch DAS Zeichen, jetzt aber runter?

Hallo documa,

das WIE ist ja mitlerweile geklärt.

Für mich gibt es mehre Zeichen zum Aussteigen.

Ende des Bartes erreicht bzw. Bart verloren
Sichtgrenze erreicht (kann von Stunde zu Stunde stark variieren!)
Erlaubte Flughöhe erreicht
Spaßgrenze (belastbarkeit) erreicht (für das darauffolgende abturnen)
Pers. Stressfaktor erreicht (für das darauffolgende abturnen)


Andere Gründe fallen mir derzeit nicht ein ;)

Grüße
Tobi

Henry Kirsch
27.07.2009, 21:16
Wann steigt Ihr aus? Was ist für Euch DAS Zeichen, jetzt aber runter?



Ich (auch Segelneuling) steige aus wenn die Sicht zu schlecht,der Flieger zu klein wird.
Bei meinem kleinen (1,7m) Segler eher früher,da ja immer noch die Gefahr besteht das es heftig Thermik hat.Seite,Höhe,trudeln...
Bei der Pilatus B4 (3,75m) lasse ich es richtig hoch gehen (also bis knapp Sichtgrenze,er ist dann ziemlich klein,kann aber noch die Fluglage erkennen).
Die B4 kann ich zur Not kräftig anstechen,das kann die ab.


Gruß
Henry

Martin Greiner
27.07.2009, 21:37
Hi!

Wann der Zeitpunkt zum Ausstieg ist, ist subjektiv.
Also kannst nur Du selbst sagen wann es Dir zu mulmig wird. (Sicht, Entfernung, Geschwindigkeit)
Evtl. jetzt eher mal frühzeitig rausgehen, nach abgleiten wieder Anschluss suchen...etc.

Klar werden sich die Grenzen auch mit zunehmender Sicherheit verschieben.
An einer fixen Höhe kann man das auch nicht fest machen, da das zu sehr von den Sichtverhältnissen abhängt. Meine 3,3m B4 (unten nur weisse Flächen) kann bei guten Verhältnissen ohne Probleme in vierstellige Höhen über Grund, die Cobra (ebenfalls in Weiss mit 2,3m) schafft es bis auf 840m, das ist dann seeeehhhhrrr grenzwertig und nur bei besten Sichtverhältnissen möglich.
Habe auch Tage, da ist mit der B4 gerade mal bis 500 üG. drin und das ist dann schon nicht mehr angenehm. (Meisst blauer Himmel)

Letztlich kannst nur Du das selbst nach den Gegebenheiten des Tages entscheiden, fixe Werte gibt es dafür nicht...

flugscharen
27.07.2009, 21:37
Hallo,
was macht Ihr eigentlich wenn die Sichtgrenze überschritten wurde?
Gibt es dafür ein "workaround"
Grüsse
Stefan

Meyerflyer
27.07.2009, 21:41
DAS Zeichen ist für mich eindeutig, wenn ich das Modell kurzzeitig nicht mehr sehe. So passiert gestern mit meiner 2,6m DG 1000. Ich hab bestimmt 10 Sekunden gesucht, nachdem ich einen kleinen Moment wo anders hingeschaut habe. Das ist vielleicht ein beschissenes Gefühl, wenn man seinen Flieger aus den Augen verloren hat?! :(

Soweit sollte es aber nicht kommen. Wenn du Fluglage deines Modells nicht eindeutig erkannt werden kann, ist Schluss.

Außerdem sagt mir mein Bauchgefühl, wann es reicht.

Eine Möglichkeit wäre auch: Ausprobieren, wo die maximale Höhe für sichere Fluglagenerkennung ist. Dann schauen, welche Höhe das Vario anzeigt/ sagt. Und ab dieser Höhe ist dann fertig mit Kurbeln.

documa
27.07.2009, 21:42
Hallo documa,

das WIE ist ja mitlerweile geklärt.

Für mich gibt es mehre Zeichen zum Aussteigen.
[LIST]
...
Sichtgrenze erreicht (kann von Stunde zu Stunde stark variieren!)
Grüße
Tobi




Hallo Thermikflieger,


Was heißt Sichgrenze?

- ein kleiner Punkt am Himmel

oder

- "ich sehe ein kleines Kreuz da oben"

oder

- "ich kann Modell und Fluglage einigermaßen erkennen" ?

Ich habe nur noch ein undefinierbares "Etwas" gesehen. Das WIE runter war für mich sekundär, zum Glück ist das gutgegangen.

Gruß documa

headhunter
27.07.2009, 21:43
Meine Methode bei Modellen ohne Störklappen:

Entweder Querruder hochstellen, sofern 3-Achs-Modell. Selbst das reicht nicht bei jedem Bart, alternativ Dauerloopings... Die müssen nicht schön und nicht rund sein. Das Modell wird nicht besonders schnell, die Höhe wird zuverlässig abgebaut, die Belastung für´s Modell bleibt in vertretbaren Grenzen...

Marko

Mathias Rega
27.07.2009, 21:43
Meine Frage nun, wann steigt Ihr aus der Thermik aus?


Im "Thermikbuch für Modellflieger" von Markus Lisken/Ulf Gerber gibt es die einfache Faustformel: Wenn das Höhenleitwerk nicht mehr zu erkennen ist wir es Zeit aus der Thermik auszusteigen.
Kommt natürlich sehr auf das Modell an: mit Bremsklappen oder Butterfly hat man es natürlich viel einfacher mit dem Abstieg, also beim nächsten Modell mal über geeignete Landehilfen nachdenken;)

Gruß
Mathias

Martin Greiner
27.07.2009, 21:46
Hallo,
was macht Ihr eigentlich wenn die Sichtgrenze überschritten wurde?

Wenn Du vor hast so weit zu gehen, dann solltest Du die Reaktionen deines Modells ganz sicher kennen.
Z.B. wie es sich im Trudel verhält. (es gibt welche, die machen das ohne Probleme und andere die nur rumtaumeln)
Je nach Modell, Klappen raus oder was an Bremsen da ist, Trudel einleiten.
Im Trudel hat das Modell jede Menge Flächen, die das Licht reflektieren und man hat das Modell schnell wieder gefunden.
Auf jeden Fall allen Kollegen mitteilen dass das Modell gerade nicht mehr vom Piloten gesehen wird...(mehr Augen sehen auch mehr!)

Die absolut falschen Reaktionen: abwarten, Modell am Himmels suchen, nichts sagen, Knüppel in Ruhe lassen...

Ganz davon abgesehen, dass man sich darüber im klaren sein sollte es in dem Moment bereits deutlich übertrieben zu haben! Bis zur Sichtgrenze ist o.K., drüber ist verzockt, dumm, unnötig,...(ich hoffe ihr versteht mich da richtig)

Martin Greiner
27.07.2009, 21:57
Was heißt Sichgrenze?

Das Limit setzt Du selbst und bekommst auch die Rechnung für eventuelle Selbstüberschätzung.;)
Ist wie gesagt von Tagesform und Wetter abhängig. (und Erfahrung)


Entweder Querruder hochstellen, sofern 3-Achs-Modell. Selbst das reicht nicht bei jedem Bart, alternativ Dauerloopings... Die müssen nicht schön und nicht rund sein. Das Modell wird nicht besonders schnell, die Höhe wird zuverlässig abgebaut, die Belastung für´s Modell bleibt in vertretbaren Grenzen...

Im vorliegenden Fall: Junior Sport.
Bremsen raus, andrücken bis etwa 20-30° sollte reichen.
Die Bremsen wirken besser je mehr Fahrt anliegt. Blöderweise endet irgendwann auch die Festigkeit solcher Modelle. Übertreibt man, merkt man es meistens zu spät:( .
Selbstredend vom Aufwindfeld weg fliegen sofern aufgrund Sicht noch möglich.:)

captainhc
27.07.2009, 22:19
@ meyerflyer

ich habe die Erfahrung gemacht, dass die Sichtgrenze sehr wetterabhängig ist.
Also einmal einen Wert für das Modell mit dem Vario festlegen und sich immer danach richten, kann bei einem diesigen Tag auch einmal schiefgehen.

Wenns eng wird und es trotz gesetzten Bremsklappen immer höher geht, dann ruhig die Kollegen um Mithilfe bitten. Wie schon geschrieben sehen mehrere Augenpaar immer mehr.

Gruß

Michael

Meyerflyer
27.07.2009, 22:26
@ meyerflyer

ich habe die Erfahrung gemacht, dass die Sichtgrenze sehr wetterabhängig ist.
Also einmal einen Wert für das Modell mit dem Vario festlegen und sich immer danach richten, kann bei einem diesigen Tag auch einmal schiefgehen.

Wenns eng wird und es trotz gesetzten Bremsklappen immer höher geht, dann ruhig die Kollegen um Mithilfe bitten. Wie schon geschrieben sehen mehrere Augenpaar immer mehr.

Gruß

Michael

Hallo Michael, das ist natürlich richtig. Allerdings sollte es selbstverständlich sein, dass man bei diesigem Wetter auf keine große Höhe fliegt...

Markus_Gloekler
27.07.2009, 22:34
Hallo Stefan,
wenn die Sichtgrenze überschritten wurde, bittet man am besten alle anderen anwesenden Piloten nach dem Modell Ausschau zu halten.
Von Vorteil ist es natürlich, wenn man das Trudeln vorher schonmal trocken geübt hat und es dann "blind" durchführen kann. Durch die Drehnung wird das Modell auch besser sichtbar und es verliert ja an Höhe, kommt also eher in den Sichtbereich zurück.
Ganz falsch wäre es "voll Tief" zu geben und warten, bis man das Modell hört.
Meist hört man dann nur kurz ein "flattern" und dann fallen schon die Teile davon....
Also Ruhe bewahren und am besten das Trudeln mal üben, manche Modell brauchen nämlich z.B. auch etwas Querruderunterstützung, um ins Trudeln reinzukommen.

Noch ein Thema zur Flughöhe, ich finde es kommt auch sehr stark auf das Wetter drauf an, manchmal sieht man ein 4m Modell in 300m fast nicht mehr, weil es so diesig ist, manchmal kann man problemlos auch in 500m Höhe (und mehr) fliegen und es kommt einem relativ niedrig vor weil die Sicht super ist. Bei uns war Sonntag morgen so ein Tag, da hätte jeder das Modell auf max. 350m geschätzt, der Log. vom Vario (hatte den Empfänger während des Flugs im Auto vergessen) hat dann 513m gezeigt.

Gruß Markus

documa
27.07.2009, 22:37
Hallo Thermikflieger,

um mal die Frage nach der Sichtgrenze zu verdeutlichen, meine Freundin hat ein Photo machen müssen, wo mein Modell unterwegs war...

Ich weiß, ...wie unverantwortlich muß der......wahnsinnig...
Fluglage erkennen...30 Grad anstellen... hä..wie..

322679

Gruß documa

CHP
27.07.2009, 22:45
Hast Du ein Vario mit Höhenmeßfunktion?

Gast_34738
27.07.2009, 22:47
Wie schon oben bemerkt, muß jeder für sich selbst entscheiden, was er sich zutraut und wie hoch er mit dem Modell fliegt. Ich jedenfalls sehe da noch einen Aspekt und dieser ist in meinen Augen, und für mich, der aller wichtigste: Was passiert wenn ich das Modell aus den Augen verliere, was macht das Teil, wo fliegt es hin bzw. wo schlägt es ein wenn ich es nicht mehr lokalisiere? Und da ist ein Punkt erreicht, an dem man mit anderen Menschen ihrem Leben spielt! Wenn ein 4m Teil unkontrolliert angepfiffen kommt, in einem Ort, auf eine Hauptstraße, Autobahn, etc. einschlägt, da ist der Teufel los!!!

documa
27.07.2009, 22:52
Hast Du ein Vario mit Höhenmeßfunktion?

Nein, habe ein älteres Skymelodie mit TEK-Düse, ohne Ansagen.
Ich höre also nur Steigen oder Fallen, bisher war das ausreichend, aber zugegeben, Höhenansage wäre von Vorteil.

Gruß documa

Henry Kirsch
27.07.2009, 22:53
Hallo Thermikflieger,

um mal die Frage nach der Sichtgrenze zu verdeutlichen, meine Freundin hat ein Photo machen müssen, wo mein Modell unterwegs war...



Feine Höhe...:D

Martin Greiner
27.07.2009, 22:53
Hi!

Nach dem Foto ist mir nur eines klar - Du brauchst dringend eine bessere Kamera...:D

Ich weiß, ...wie unverantwortlich muß der......wahnsinnig...
Fluglage erkennen...30 Grad anstellen... hä..wie..

Wenn Du in der Situation nicht den beschriebenen Sinkflug hinbekommst - dann warst Du über Deiner Sichtgrenze. (und nicht nur darüber...!)
Ich hätte jedenfalls auch kein Problem so einen "Hochleistungsflieger" in beschriebenem Abstieg nötig auch nur über "Gefühl" zu steuern.

Würde das an Deiner Stelle jetzt mal üben.
Stellt sich die Frage - warum mit einem "Thermikbscheisserle" (Segler mit Motor) überhaupt so hoch hinauf?
Schliesslich kann man damit in moderateren Höhen von Schlauch zu Schlauch fliegen ohne abzusaufen.

@documa, mach bitte ma ein Bild auf dem zu sehen ist wie weit die Bremsen hoch gehen. (vielleicht noch etwas zu optimieren?)

Henry Kirsch
27.07.2009, 22:56
So passiert gestern mit meiner 2,6m DG 1000.

Kurz Off T:
Julian,
hast Du die (http://www.modellhobby-shop.de/Modelle/Flugmodelle/Elektro-Segelflugzeuge/DG-1000-Elektro.htm?shop=k_staufenb&SessionId=&a=article&ProdNr=043020721&t=130&c=31&p=31) hier ?


Gruß
Henry

CHP
27.07.2009, 23:06
Nein, habe ein älteres Skymelodie mit TEK-Düse, ohne Ansagen.
Ich höre also nur Steigen oder Fallen, bisher war das ausreichend, aber zugegeben, Höhenansage wäre von Vorteil.

Gruß documa

Dann würde ich zeitbegrenzt fliegen.

Angenommen Du triffst in geschätzten 100 m auf einen 5 m/s Bart. Dann bist Du eine Minute später auf 400 m und zwei Minuten später auf 700 m. Kann auch noch schneller gehen und nach oben hin kann die Steigrate auch noch zunehmen.

Je stärker der Bart, desto defensiver fliegen. Steht das Vario am Anschlag, dann relativ schnell raus, auch wenn der Flieger noch gut sichtbar ist. Vielleicht 30 bis 40 Sekunden, dann aussteigen.

Man fliegt vorausschauend und kann agieren.


Meine Lösung sieht so aus:

Vario mit Höhenmesser und sturzflugfeste Flieger verwenden. Höhenbegrenzt aussteigen.

Tobias Reik
27.07.2009, 23:07
Was heißt Sichgrenze?

- ein kleiner Punkt am Himmel
oder
- "ich sehe ein kleines Kreuz da oben"
oder
- "ich kann Modell und Fluglage einigermaßen erkennen" ?

Hallo documa,

bei mir ist die Sichgrenze aller spätestens dann, wenn ich die Fluglage anfange nicht mehr genau zu erkennen.

Das Problem das sich stellt ist bei mir meistens nämlich nicht das Modell über mir (von unten sieht ja noch die gesamte Tragfläche) sondern die Perspektive des Modelles wenn es senkrecht auf mich zuhält - da kann das Modell nämlich ratz fatz durch die dann nur noch minimale Silouette verschwinden und dann ist höchste Vorsicht geboten!

Mit dem konkreten Modell würde ich eher im Nahbereich bleiben (incl. klarer Lageerkennung) - was soll das Teil da oben ?

Grüße
Tobi

documa
27.07.2009, 23:17
Hallo Thermikflieger,

die Zeit, ja das genau war auch mein Problem. Weiter unten ging es noch moderat nach oben. Um so höher das Modell stieg um so schneller ging es hoch. Am Ende waren es nur noch Sekunden.. ich mußte mich schnell für den Ausstieg entscheiden. Hätte ich 15 Sekunden länger gewartet, hätte das warscheinlich den Verlust des Modells bedeutet.

Allein, ich war auf so hohe Steigraten nicht gefaßt, wenige Sekunden
waren entscheident.

Gruß documa

b.bukowski
28.07.2009, 00:11
Hi,

das Problem mit Thermik ab 400-500m ist halt, das sich die einzelnen Bärte zu einem Fetten Bart vereinigen, in dem auch Manntragende Segler kreisen koennen :)
Mit meinem Arcus hab ich so auf der Suche nach einem Abwindfeld ueber 600m erreicht und hab mich dann doch fuer trudeln entschieden.
Ein anderes Horrorerlebnis hatte ich mit meinem alten Vollgfk Segler. Ich war so hoch, das ich nur noch die roten Flächenohren gesehen hab und wollte dann mit Butterfly absteigen. Leider war ich wohl erheblich schneller wie gedacht und es hat mir ein Querruder halb abgerissen und verkanntet. Die nächsten Minuten waren sehr hart und ich habe es dann tatsaechlich noch geschafft mit voll Seite und voll Quer in eine stabile Fluglage zu kommen und den Segler zu landen.
Ich spar mir jetzt die extremen Höhenflüge und setzt die Energie der Thermik in angenehmer Höhe in Rollen und Loopings um.

Boris

b.bukowski
28.07.2009, 00:32
Thermik kann so stark werden, das auch Gleitschirmpiloten keine Chance haben rauszukommen.

http://www.dhv.de/typo/16_02.3180.0.html
http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,466800,00.html

Boris

MarkusN
28.07.2009, 07:27
Das kann auch mit dem Segelflugzeug geschehen, wenn du unter der Basis einer grossen Wolke nicht schnell genug abhaust. Wenn es dich in die Wolke reinzieht, wird die Situation sehr unangenehm. I.d.R. führt dann Desorientierung innert Sekunden zu Flugzuständen, die das Flugzeug beschädigen können.

Meyerflyer
28.07.2009, 08:24
Kurz Off T:
Julian,
hast Du die (http://www.modellhobby-shop.de/Modelle/Flugmodelle/Elektro-Segelflugzeuge/DG-1000-Elektro.htm?shop=k_staufenb&SessionId=&a=article&ProdNr=043020721&t=130&c=31&p=31) hier ?


Gruß
Henry

Hi Henry

Ja, das müsste sie sein, nur ohne Elektroantrieb. Ich habe eine Schleppkupplung eingebaut, und hab mich schleppen lassen.
Da Meine DG recht schnell wieder unten ist, hab ich mich etwas höher hochschleppen lassen, da habe ich die DG aber gerade noch sicher erkennen kennen. Wenn man das Modell immer in solch einer Höhe immer gut beobachtet kann eigentlich nichts schief gehen, aber man schaut doch immer mal wieder wo anders hin und dann ist es echt schwer den Flieger wieder zu finden.

Henry Kirsch
28.07.2009, 09:36
Ja, das müsste sie sein, nur ohne Elektroantrieb

Danke Julian.
Ich finde die preislich sehr interessant.

Gruß
Henry

Meyerflyer
28.07.2009, 14:23
Hi Henry, hast ne PN.

Torque
28.07.2009, 17:57
Hallo!

Achtung, beim Spiralsturz ist die Gefahr groß das Ihr euren Flieger zerlegt.
Bei einem Spiralsturz wir Euer Flieger immer schneller und schneller. Vergleichbar mit Sturzflug nur im Kreis.
Trudeln ist die einzig richtige Möglichkeit! Dabei reißt an der inneren Fläche die Strömung komplett ab. Der Flieger dreht um die innere Fläche mit hoher Sinkrate aber rel. geringer Geschwindigkeit.

http://de.wikipedia.org/wiki/Trudeln

Setzt Euch mal in einen echten Segler und Trudelt mal und macht mal einen Spiralsturz kurzfristig mit. Da merkt Ihr den unterschied auf jeden Fall :D :D

Grüße Kai

Meyerflyer
28.07.2009, 18:15
Hallo Kai,

das kann man aber so pauschal nicht sagen. Den Easy Glider würde ich auf jeden Fall in die Kategorie, leicht kaputt zu kriegen tun. Ich habe es nicht hinbekommen, dass die Strömung abreißt, wäre ja auch schlecht, denn das soll sie beim normalen Fliegen ja auch nicht. Im Spiralsturz wurde mein EG kein bisschen schneller, da Vollausschläge und kontrolliert, also wenn er ein bisschen schneller wurde, weniger Seite und Quer, dafür mehr Höhe, zu verringerte sich die Geschwindigkeit.

Auch hat das Modell Festigkeitsmäßig keine Probleme gehabt mit den Belastungen.

Ich muss auch noch erwähnen, dass ich bereits zu Anfang erwähnt habe, dass es da auf den Modelltyp ankommt. Mit einer 5m 15Kg B4 würde ich das natürlich auch nicht machen, klar dass die schneller wird als 980g...

Bertram Radelow
28.07.2009, 18:42
Das fast schlagartige Abhauen nach oben ist mir vor Jahren auch mal passiert, bei einem meiner ersten echten Thermikflüge. Unerfahren eben...

Wann aussteigen: ganz klar wenn die Sichtbarkeit grenzwertig wird. Dabei ist "grenzwertig" im stahlblauen wolkenfreien Himmel was anderes als bei gemischter Bewölkung und wieder anders als bei einer feinen weissen Altostratusdecke: Im stahlblauen Winterhimmel (mit Schneedecken-Reflexionsbeleuchtung von unten) bei sehr ruhiger Luft kann man kreisen bis man den Segler links und rechts im Kreis nicht mehr sieht (bis über 1000m bei einem 4m-Segler). Dann wird es aber Zeit... Im leicht diesigen Himmel ist bei mir schon bei 600m über mir Schluss. Ich selber habe noch keine extrem grossen Höhen unter weissem Himmel erflogen, aber schon mehrfach gehört, dass es dort am höchsten geht.

Wie aussteigen:

- leichte Modelle: volles Butterfly und wirklich senkrecht auf den Kopf stellen, sonst steigt es weiter. Helios und Superfips (beide 2m) werden senkrecht nach unten nicht wirklich schnell, auch nicht nach 300m.
Mit 2-Klappenseglern natürlich nicht durchführbar.
Echtes Trudeln, speziell flaches, reicht manchmal nicht (schon erlebt).

- mittlere Modelle: Trudeln. Vorher üben und ggf. HR-Ausschlag vergrössern (Dual-Rate für "Acro" und "Thermik" o.ä.)

- Scalesegler und Modelle mit Vario: Schnellflug mit Hörkontrolle - das Vario gibt leichtes Sinken an, und entsprechend wird das HR akustisch geregelt, sprich: wenn es zu tief brummt, wird wieder sanft gezogen. Damit kann man hervorragend und schnell vom Bart wegfliegen in irgendein blaues Gebiet hinein, vorzugsweise in der Nähe, und dort gemütlich absteigen. Also wenn man das HR wieder sieht, kann man ja an Acro denken.

Bertram

Adrenalin
28.07.2009, 22:24
Im stahlblauen Winterhimmel (mit Schneedecken-Reflexionsbeleuchtung von unten)

Bertram


Auweia, ihr Schweizer,
Hammerthermik im stahlblauen Winterhimmel mit Schneedeckenreflexionsbeleuchtung von unten........................
Das hab ich bei uns hier in der Gegend ( Nähe Stuttgart) noch nicht erlebt.
Zumnindest nicht so, dass ich mir überlegen muss, wie ich aus dem Bart unbeschadet rauskomm... :D:D:D

Ihr habt´s gut. :D

Gruss Adrenalin

documa
29.07.2009, 16:45
Hallo Thermikflieger,

Danke für die zahlreichen und aufschlußreichen Beiträge, Hinweiße und Ratschläge.

Der Treat ist wohl hier zu Ende und ich werde bei meinen nächsten Thermikflügen einiges anders machen.

Sollte mal wieder was "passieren" werde ich wieder anfragen oder berichten.

Danke und Gruß
documa

Meyerflyer
29.07.2009, 17:03
Berichte doch auch mal, welche Methode Du letztendlich angewendet hast, und mit welchem Erfolg.

documa
29.07.2009, 17:18
Berichte doch auch mal, welche Methode Du letztendlich angewendet hast, und mit welchem Erfolg.


Hallo Julian,

werde wieder berichten nach meinem nächsten Thermikflug.

Ich will mal das Trudeln üben und meine persönliche Sichtgrenze
anders setzen.

Gruß documa

alpensegler
29.07.2009, 17:38
Ich baue in alle meine Flieger Störklappen ein, 250 mm von Graupner oder MPX.
So kann ich immer die Höhe dosieren, bevor ich den Segler nicht mehr sehe und als sehr positiver Nebenefekt sind genaue Landungen immer (meistens) möglich. :D :D :D Frei nach meinem Motto, "ohne Bremsklappen gehe ich nicht an den Hang", hat sich für mich sehr gut bewährt.

bee2
06.08.2009, 09:28
werde wieder berichten nach meinem nächsten Thermikflug.
ja, vor allem berichte mal *wo* du fliegst dass du ständig so eine Thermik hast. Ich komme dann mal rüber ;-)
Tse Tse, Probleme haben manche. Ich stöbsele immer nur neue Akkus in meinen Flieger und fliege suchend hin und her.:rolleyes:

CHP
06.08.2009, 12:38
Ich stöbsele immer nur neue Akkus in meinen Flieger und fliege suchend hin und her.:rolleyes:

Fliegst Du ohne Vario?

hänschen
06.08.2009, 12:46
in der Ecke um Belfort müsste aber thermisch ganz gut sein? :confused:

bee2
06.08.2009, 13:53
ich fliege mit vario. buuuuuuuuuuooooo anstelle von tit tit tit :rolleyes:

Naja, kommt halt aufs Wetter an, aber seit drei Tagen und blauem Himmel hier nur buo. Aber ich musste auch schon mal in Panik absteigen (2m spannweite bei ca 350m Höhe und tititit überall). Wünschte mir nur es wäre häufiger.

XXL
06.08.2009, 14:12
Hallo,
was macht Ihr eigentlich wenn die Sichtgrenze überschritten wurde?
Gibt es dafür ein "workaround"
Grüsse
Stefan

Hi,


auch hier das bekannte Abtrudeln, der Vorteil des Abtrudelns (Höhe/Seite voll) ist, daß er fast schnurgerade (ohne viel Seitenversatz - ausser durch heftigen Wind) runterkommt. Habe das so beim Hangflugtraining gelernt.
Manchmal passiert es auch, dass Du den Flieger in eine Wolke/Nebel steuerst. Dann sofort das Abtrudeln einleiten und meistens kommt er an der Stelle runter, wo Du Ihn das letzte mal gesehen hast (Natürlich nur wenn Du es sofort nach Sichtverlust einleitest).

documa
06.08.2009, 17:25
ja, vor allem berichte mal *wo* du fliegst dass du ständig so eine Thermik hast. ...:rolleyes:

HIER z.B.
Google-Earth Koordinaten:
48 30'17.48", 9 29'28.47"

xxx Edit: Bitte Copyright beachten. xxx

vom Modell aus:
329304

oder
329305


Meist finde ich die richtige Thermik erst in größerer Höhe, weiter
unten nur Nullschieber. Wenn der Wind plötzlich auffrischt starte ich
nicht, das sind meist starke Abwindfelder. Wenn plötzlich Windstille
ist starte ich sofort und die Ablösung ist oft direkt über mir.

Gruß documa

documa
06.08.2009, 17:45
Hi,

Manchmal passiert es auch, dass Du den Flieger in eine Wolke/Nebel steuerst.


So ging es mir letzten Samstag 1.August.

Ich bin also hochgeflogen, weil ein paar Bussarde in der Nähe kreisten und bin mit denen wie im Pulk geflogen, das Vario piepte schön. Die Bussarde waren schnell weg, das Modell stieg jedoch schön weiter. Dann war das Modell recht plötzlich kaum noch zu erkennen, wie Hochnebel eben.
Modell auf mich zugehalten und weg war es....Trudeln probiert - Modell wiedergesehen. Bin dann erstmal runtergeflogen, um meinen Puls zu beruhigen.

Obwohl ich weit weniger hoch war als bei meinem letzten Thermikausflug, war die Sichtgrenze viel schneller erreicht.
Insofern würde eine Höhenansage per Vario nichts nutzen, da die Sichtgrenze Wetterabhängig ist.

Gruß documa

Werde weiter berichten und wieder mal die Flycam mitfliegen lassen
um nette Bilder zu posten.

Claas
06.08.2009, 18:32
Hi,


Wenn der Wind plötzlich auffrischt starte ich
nicht, das sind meist starke Abwindfelder.

Bei diesen Gelegenheiten bin ich schon oft gut weggekommen, plötzlich aufrischender Wind bedeutet im allgemeinen eine abziehende Blase.
Dann lohnt es sich, schnell ins Lee zu ballern und ab gehts...

Viele Grüße,
Claas

Holofernes
06.08.2009, 19:07
Es ist zwar schon mal in ein oder zwei Posts erwähnt worden, so richtig zur Kenntnis genommen hat es aber keiner.

1000ft sind ca. 303m, 1700ft sind ca. 561m, 2500ft sind ca.757m sind je nach Situation und Startstelle das absolute Maximum.


xxx Editiert: Mehr Informationen zu Thema Luftrecht gibt es hier (http://www.rc-network.de/magazin/artikel_02/art_02-0001/art_02-0001-00.html). xxxx

Wir wissen alle, daß die Gesetzgebung in anderen Ländern anders sein kann.

Entsprechend des Themas gehen wir davon aus, daß es sich hier im Zweifelsfall um einen Notfall bzw. ein Unglück handelt. Weshalb wir das Thema Luftrecht hier nicht weiter vertiefen wollen.

Genussflieger
13.09.2009, 09:40
Gestern war tolles sonniges, windiges Herbstwetter (Windstärke 3, in Böen 4).

Habe meinen EGP mit der M6-Ballaststange am Haushang geflogen.
Dauer: 1h 30min, Nachladen am Akku musste ich danach nur 1600mAh. Hätte also mit dem 4000er LiPo 3 Stunden oben bleiben können.

Die meiste Zeit flog ich in 20- max. 150m Höhe am Hang entlang, aber einmal habe ich einen Bart erwischt, der ihn bis an die Sichtgrenze trug. Bei strahlend blauem Himmel ohne ein Wölkchen sind das bei mir 450-500 Meter. Im gleichen Bart, aber deutlich höher kreiste ein manntragender Kollege, ich habe also dessen Vario mitbenutzt ;-)
Jedenfalls ging das zum Schluss immer schneller nach oben und ich habe versucht durch setzen der Klappen und als das nichts half, turnen (Loopings und Rollen) Höhe abzubauen. Das turnen war aber auch sehr grenzwertig, da ich die Fluglage nicht mehr vernünftig erkennen konnte.
Darum habe ich dann den Notabstieg gewählt: Spiralsturz (Höhe/Seite voll gezogen) . Das ging problemlos und der EG hält das auch locker aus. Als er dann wieder deutlich sichtbar war, bin ich dann wieder zum Turnen übergegangen.

Nervös wurde ich aber keinen Moment, denn das mit dem Notabstieg hatte ich vorher schon mehrfach getestet und geübt.

GC
13.09.2009, 21:24
Hallo Documa und die anderen,

es gibt wohl kein Patentrezept. Wenn man Thermik hat freut man sich, aber die kann auch ganz schön heftig sein. 5m/sec und mehr können da schon drin sein. Also schnell entscheiden und nicht erst nach 3 Minuten, da ist der Vogel längst weg!

In meiner Jugend ist mal einem Freund von mir die Fläche eines Amigos in großer Höhe gebrochen und ich dachte nur, was hat er da wieder gemacht. Minuten später ist meinem Dandy in der Luft das gleiche passiert. Er ist dann ohne Flächen aber mit laufenden 1,7ccm OS in den Boden. Ja, es war ganz schön tief. ;-) Ursache starke Thermik und durch sie erzeugte Turbulenzen.

Bei meinem Erstflug auf der Wasserkuppe bin ich über 45 Minuten im Lee Loopings geflogen, um eine kaum noch zu erkennende Hi-Fly bruchfrei in Bodennähe zu holen.

Vom Rückenflug möchte ich abraten, da in großen Höhen, wo man die Fluglage nur schwer erkennen kann, hier leicht die maximale Geschwindigkeit überschritten werden könnte.

Es ist immer ein Riesen-Stress solche leichten Flieger heil runter zu holen. Man sollte viel Geduld haben und keinen Gewaltabstieg fabrizieren.

Ich habe das Problem für mich so gelöst, daß ich nach Möglichkeit nur noch Voll-Gfk Modelle fliege. Ein leichtes Anstechen halten die immer aus und kommen runter. 4-Klappenflügel mit Butterfly sind natürlich ideal. Ich weiß für Schüler Budgets ist das nicht die Lösung.

Was bleibt:
- QR (falls vorhanden hoch)
- evtl. Loopings fliegen
- oder Seite und voll hoch evtl mit hochgestellten QR leicht gegensteuern
- nur Höhe geben und von Strömungsabriß zu Strömungsabriß fliegen

und beten! ;)

Am besten, das ganzen mal im gut sichtbaren bereich für den Notfall üben.

documa
13.09.2009, 23:26
Heute war es wieder mal soweit. Mein E-Segler Zonda kreiste unter einer großen Wolke. Weiter oben flogen ein paar Manntragende.
Erst ging es in zerrissener Thermik einigermaßen hoch, weiter oben
war ordentliches Steigen trotz weiträumigem Fliegen. Die Manntragenden und die Wolken kamen immer näher, also Bremsklappen raus (der Zonda hat Hinterkantenbremsdrehklappen)
aber das Vario piepte weiterhin - Steigen. Also Trudeln, voll Seite und Höhe, geht sehr gut. Normal wirken die Bremsklappen sehr gut, der Zonda kommt runter wie im Fahrstuhl und bleibt voll steuerbar aber in starker Thermik ging es weiter hoch. Meine Erfahrung der letzten Wochen ist somit klar - TRUDELN - wenn der Vogel nicht vollgasfest ist. Die Fuhre auf den Kopf stellen halt ich für gefährlich, man kann die Geschwindigkeit in großer Höhe einfach nicht einschätzen.

Auch Bremsklappen helfen nicht immer - ohne Vario hätte ich nicht mal bemerkt, das es weiter hoch geht trotz Bremsklappen gesetzt!

342679

Gruß documa

hannesk
14.09.2009, 10:59
Es ist zwar schon mal in ein oder zwei Posts erwähnt worden, so richtig zur Kenntnis genommen hat es aber keiner.


auch ohne luftrecht:

habt ihr euch schon einmal gedanken gemacht, was ihr macht, wenn so ein blöder manntragender so daherkommt, daß nicht mehr klar ist wer höher ist?

der kommt so mit ca. 160km/h oder schneller daher, kreist gezielt unter der
wolke ein oder fliegt einfach gerade weiter. so 5-10 sekunden vom erkennen
da kommt einer bis er da ist. die manntragenden haben ein gps system zur
kollisionswarnung (flarm), und es ist erstaunlich wie spät man manche
anderen großen erkennt, speziell genau von vorne.

motorflieger ab 300m (typisch ab 600m), segelflieger auch mal darunter. meistens zwischen 500 und 1000m.

ich weiß, solche unfälle gibt es praktisch nicht, das ist beruhigend.:rolleyes:
sind halt doch 3 dimensionen, und so oft lassen sich modellflieger auch
nicht in schweißausbrüche wegen sichtgrenzenüberschreitung treiben.

aber trotzdem: was macht ihr dann? :confused::(

hannes

(inzwischen umgestiegen. wenn ich mich an manchen modellflug erinnere
wird mir inzwischen leicht mulmig. unser platz liegt dazu noch in einer
kontrollzone - was uns natürlich bekannt aber faktisch immer wieder
egal war ...)

Jürgen N.
14.09.2009, 11:16
wenn so ein blöder manntragender so daherkommt
Warum bitte ist der blöd? :confused:
Gruss Jürgen

Tofo
14.09.2009, 11:20
Hallo Hannes,

Wir haben bei uns einen Sportflugplatz direkt in Sichtweite vom Platz. Dort turnen auch immer eine AKS 21 und ein paar Oldie-Segler rum, sowie eine Maschine der Fallschirmspringer und F-Schlepps kommen auch öfters vorbei.

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass man mit Seglern bis 3m Spannweite überhaupt nicht in die Nähe der großen kommt. Undzwar nicht wegen der Höhe (fliege auch gerne auf 600-700m), sondern wegen der räumlichen Entfernung. Die Manntragenden fliegen oft mehrere Kilometer einfach geradeaus vorbei. Wenn man die Augen offen hat und dann frühzeitig einen Kreis andersrum (weg vom großen) fliegt. Ist man aufgrund der viel besseren Wendigkeit sehr schnell weit weg.

Allerdings muss ich sagen, dass wir auch schonmal 10 große in einem Bart in ca. 300m direkt vor uns hatten. Dann muss man halt landen und abwarten, bis sie sich wieder verzogen haben. Ist ja bei Gleitschirmfliegern genauso.

MfG,
Thorsten

Bertram Radelow
14.09.2009, 12:51
...wenn so ein manntragender so daherkommt, daß nicht mehr klar ist wer höher ist?

hi Hannes,

wie wäre es mit Einhaltung der Ausweichregeln? Diese beinhalten keine Manöver mit vertikalen Bewegeungen, und sie gehen auch ohne Höhenkenntnis, und irgendwofür sollen die ja gut sein. Bei ausreichender Höhenstaffelung - die vom Boden-Piloten ja nicht erkennbar ist - ist man schlimmstenfalls ein Mal zu viel ausgewichen.

LS-5 schon eingewintert?

Bertram

MarkusN
14.09.2009, 13:07
LS-5 schon eingewintert?Hoffentlich nicht. Gestern war ich 5h in der Luft. Am Schluss hätte die Basis fast für 1000 m Überhöhung gereicht, aber eben nur fast.

hannesk
14.09.2009, 13:25
hi Hannes,

wie wäre es mit Einhaltung der Ausweichregeln? Diese beinhalten keine Manöver mit vertikalen Bewegeungen, und sie gehen auch ohne Höhenkenntnis, und irgendwofür sollen die ja gut sein. Bei ausreichender Höhenstaffelung - die vom Boden-Piloten ja nicht erkennbar ist - ist man schlimmstenfalls ein Mal zu viel ausgewichen.

LS-5 schon eingewintert?

Bertram

hallo bertram,

welcher modellflieger kennt die ausweichregeln? (ich meine außer denen mit schein). und das von unten in alle richtungen....
mich beruhigt eher die statistik. und wenns an fiss vorbeigeht augen 3x auf
ggf großen bogen drum.

hannes

ot: bin leider wegen über-gartentürchen-gesprungen-fuß-gebrochen
gegroundet. winter was ist das?

Gast_34738
14.09.2009, 13:35
und wenns an fiss vorbeigeht augen 3x auf
ggf großen bogen drum.
Das kann ich nur bestätigen! Vor 4 Wochen durfte ich FATALES FEHLVERHALTEN von Hangflugpiloten in Fiss miterleben! Wie kann es sein, daß eine ASW22 einem Modellflugzeug ausweichen muß? Die ASW kam max. 80m über Gipfel an, da haben in meinen Augen ALLE modellflieger zu landen! Nachdem diese Chaoten kamen und Ihre Hotliner-Swifts etc. mit Vollgas an der Kante entlang jagten, haben wir aus Sicherheitsgründen den Rückzug an getreten, in der Bergstation ein Bierchen getrunken und diese Situation miterleben müssen! Schade daß es solch kranke Typen gibt!!!

Jan
14.09.2009, 13:54
Patrick, ich stimme Dir grundsätzlich zu.

Leider gibt es aber auch Piloten von manntragenden Flugzeugen, die einfach einen Knall haben. Nach dem Motto: Fußgänger schockieren, indem man mit dem Voll-Gfk-Rennklasse-Segler in 15 Meter Überhöhung mit "gefühlten" 250 km/h über eine Klippe jagd. Selbst erlebt am Breitenstein, Nähe Teck. Dass die Piloten mit dem Leben spielen, selbst wenn sie nur einen Bussard übersehen haben, der es sich im Hangaufwind gemütlich gemacht hat und von einer kleinen Ablösung einfach mal ein paar Meter hochgeblasen wird, ist denen wohl nicht bewusst.

Wie immer: Es gibt solche und solche.

documa
14.09.2009, 14:30
Zitat "Patrick, ich stimme Dir grundsätzlich zu. "

Ja ich auch!

Zu meinem letzten Beitrag (Zonda E-Segler / Bremsklappen)ist hinzuzufügen:

Als ich in der Thermik in ca 250m Höhe kreiste, waren die Manntragenden in geschätzten 1000m Höhe, zumindest seeeehr weit
entfernt. Nach ein paar Minuten kamen plötzlich noch ein paar Manntragende hinzu, zudem in viel geringerer Höhe und mit hoher
Fahrt. Das war für mich das Signal zum Abstieg bzw Ausstieg. Das es solche Situationen gibt finde ich an sich nicht tragisch, wichtig ist
eben, die Situation schnell zu erkennen und das Feld schnell zu
räumen.

Gruß documa

tanni60
14.09.2009, 16:04
zur Ursprungsfrage:

ich steige spätestens ab, wenn mein Vario aussteigt, das sind max. ca. 600 m.

Bei Seglern ohne Butterfly Option mag ich das steile Kreisen in "Messerlage", das ich vorher unter Sichtkontrolle geübt habe.

ZUm Thema manntragende:

Ich versuche mich stets zu trollen, Höhenabbau ist aber nicht imme r die sicherste variante. Die UL Piloten sind oft tief, ich versuche auch sichtbar zu sein durch Kreisflüge.

Ich pers. fürchte am meisten die parafliger, da die oft die selbe Höhe teilen.
Da bin ich dann mal weg.