PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Q12 von Hořejší



excel102
01.11.2012, 18:00
Hallo!

Seit ein paar Tagen hab ich einen Bausatz des neuen Q12 von Hořejší bei mir zu Hause liegen.
Den Vorgänger - den Q11 - kennen vielleicht einige, er ist auch unter dem Namen Sapphire 2m bekannt.
Eigentlich wollte ich einen Q11, der englische Web–Shop der ihn anbietet war mir allerdings zu teuer und so hab ich mich direkt an Hořejší gewandt. Nach ein paar Mails mit Ivan Hořejší war allerdings klar, dass es ein Q12 werden sollte, denn hier hat Ivan, wie er mir versicherte, einige Verbesserungen gegenüber dem Q11 verwirklicht. Zu meiner Überraschung bot Ivan an, mir einen Bausatz sofort zu schicken, obwohl der Q12 eigentlich nicht lieferbar ist.

Die Daten des Modells, Komponenten-Vorschläge, Anleitungen und Pläne zum download gibt es hier im Überblick: http://www.horejsi.cz/Pages/DetailProdukt.aspx?objcislo=1938

Den Q12 gibt es in zwei Ausführungen: mit 2 m oder 2,2 m Spannweite.
Ich habe mich für die kleinere Variante entschieden.

Hier soll eine kleine Dokumentation entstehen, Bausatzinhalt, Bau und Flugerfahrungen werden von mir festgehalten werden. Ich hoffe, euch damit diesen - aus meiner Sicht interessanten - Exoten eine wenig näher bringen zu können.

Bitte habt etwas Geduld! Ich bin nicht der schnellste Bauer und die Ausrüstungskomponenten muss ich auch erst besorgen.

Mein Ziel ist es, das angegebene fabelhafte Abfluggewicht (530 Gramm) zu erreichen (oder zu unterbieten – mal sehen ob das möglich ist…:cool:) und so ein relativ preiswertes, superleichtes, handliches und hoffentlich (hoch)leistungsfähiges 4 -Klappen F5J-Modell entstehen zu lassen. Dafür muss ich ev. für die Komponenten auch ein wenig tiefer in die Tasche greifen - das ist es mir wert.

Bald gibt es mehr….


Mit freundlichen Grüßen
Andreas


899806

excel102
01.11.2012, 20:00
Hier mal die Gewichte der Teile, so wie sie aus meinem Bausatz kommen:


Rumpf: 50,4 g
Flächenverbinder: 9,4 g
Fläche links: 97,2 g
Fläche rechts: 97,1 g
Haube: 4,4 g
HLW: 12,1 g
SLW: 7,1 g
Heckrohr: 16,4 g
Kleinteile: 14 g
Bowdenzüge & Draht für Kabinenhaubenbefestigung: 4,5 g

Summe: 312,6 g

Die angegebenen 310 g sind also kein Phantasiewert. 2 Gramm darüber ist absolut ok. Vom Gefühl her meine ich, dass man den Rumpf noch etwas leichter bauen könnte.

Die Qualität der Teile überzeugt auf ganzer Linie. Sauberst gefertigt, die einzelnen Teile werde ich gesondert vorstellen....

so long

Andreas

excel102
01.11.2012, 20:14
So kam das Paket bei mir an:

899868



Drinnen die eigentliche Verpackung:

899869



Und der Inhalt: Flügelhälften jeweils in einer Luftpolstertasche, Kleinteile im Sackerl, Stäbe und Rohre am Kartonboden mit Tixo festgezurrt....

899873

excel102
06.11.2012, 20:19
Hier 2 Bilder von den beiden Tragflächenhälften:

902478


902480

Die Flächen sind in sog. Postivbauweise erstellt. Innen Schaum, außen dünnes Glasgewebe. Als Verstärkungen sind Nasenleiste und Schanierbereiche (doppelt?) mit Gewebe belegt, den "Holm" bilden 2 Kohlestreifen (oben und unten), die für die nötige Biegesteifigkeit sorgen sollen.
Bei der Wurzelrippe kommt Balsa zum Einsatz, genauso wie als Verstärkung im Bereich der Flächenbefestigung mittel 4 Nylonschrauben.

Worüber man beim Angreifen der Fläche erst mal "stolpert" sind die leicht erhöhten Übergänge bei den Kohleverstärkungen und den Gewebeaufdopplungen - die sind einfach auf den Schaum aufgebracht, ohne entsprechende Vertiefungen vorher einzuschleifen. Dadurch entstehen minimale Kanten (vielleicht 0,2 mm hoch - ich kann's nicht messen), die aerodynamisch nicht optimal sein könnnen, allerdings wird der Unterschied zu einer exakten Profilform - zumindest bei kleineren Geschwindigkeiten - kaum ins Gewicht fallen. Der Long Shot (ebenfalls von Hořejší) hat den gleichen Flächenaufbau und da funktioniert diese Bauweise lt. Berichten auch gut.

Der Q12 ist mit doppelter V- Form gebaut, beim Q11 war es noch eine dreifache - was laut Ivan dazu führte, dass der Flieger kaum ein paar Meter geradeaus flog und dauernd Steuerkorrekturen durchgeführt werden musste - nicht sehr hilfreich bei den Wettbewerben, wo man zwischendurch auch mal die Gegner beobachten muss und man will, dass das Modell ausreichend eigenstabil die Richtung beibehält.
Die Streckung ist sehr hoch, die Flächentiefe an der Wurzel nur 19 cm bei 2 Meter Spannweite. Der Gesamtflächeninhalt ist nicht angegeben, ich werde mir später die Mühe mache sie auszurechnen.

Das Profil ist laut Ivan ein AG40.

Die Klappen sind recht groß dimensioniert, und meiner Meinung nach auch ausreichend torsionsfest. Die Querruder sind unten, die Wölbklappen oben angeschlagen.

Bis auf den Servoeinbau ist alles fertig gebaut, da muss nichts mehr gemacht weden. Die Servoausschnitte sind fertig geschnitten, die Steckung fertig eingebaut.

Die Qualität ist beeindruckend: Die Endleiste ist super dünn aber doch stabil. Die Oberflächen ohne Fehler, die Lackierung sehr dünn und gleichmäßig ausgeführt.

Bezgl. Festigkeit werden erst die Flüge zeigen, ob hier alles richtig dimensioniert ist....

excel102
07.11.2012, 08:18
Die Querruder sind unten, die Wölbklappen oben angeschlagen.
Sorry, das ist natürlich umgekehrt...

excel102
07.11.2012, 08:38
Die profilierten Höhen- und Seitenleitwerke sind in der selben Bausweise gefertigt wie die Tragflächen, hier sind ebenfalls Gewebeaufdopplungen und Verstärkungen aus Balsa und Kohlegewebe zu finden.

Das Höhenleitwerk sitzt auf einem Pylon aus Balsa /CFK und wird mit 2 Stiften und einer Nylonschraube fixiert, es ist also abnehmbar - ist mir wichtig für den einfachen Transport.

902664

902662

excel102
07.11.2012, 09:14
Der Rumpf ist mit rund 50 Gramm - wenn konsequenter Leichtbau die Prämisse ist - doch etwas schwer geraten. Andererseites muss er aber auch entsprechend stabil gebaut sein, da bei den Wettbewerben harte Landungen üblich sind - ich hoffe hier wurde ein guter Kompromiss gefunden, was die Praxis dann zeigen wird...
Aus GFK gefertigt, ziehen sich zusätzliche CFK-Gewebeeinlagen über den Kabinenhaubeneinschnitt bis zurück an die Anformung, wo das Heckrohr angefügt wird.

Was auffällt - und dem Q12 m.M. sein eigenwilliges Aussehen gibt - ist die kurze Rumpfspitze. Von der (noch nicht abgeschnittenen) Spitze bis zur Fläche sind es gerade mal 18,5 cm. Schwerpunktmäßig dürfte es trotz der kurzen Nase keine Probleme geben, weil die Konstruktion von Heckrohr und Leitwerken (à la DLG) sehr leicht ausfällt.

Finish und Qualitätsanmutung sind absolut top, der Mann weiß was er tut!

Die Haube ist aus CFK und passt exakt ohne nacharbeiten zu müssen.

902675

excel102
07.11.2012, 10:04
Foto von den beiliegenden Kleinteilen:

902697

Der Reihe nach (von links oben nach rechts unten):

Sperrholzbretter für die Flächenbefestigung
Servobrettchen (Balsa)
Pylon für HLW
CFK-Stäbe zur Befestigung von HLW und SLW
GFK Ruderhörner
GFK Motorspant Durchmesser 32 mm
Flächenverbinder
Gabelköpfe micro
Nylonschrauben M4
Schrumpfschlauch

Der Flächenverbinder hat 5 mm Durchmesser. Hier dürfte es sich um einen Stahlstab mit 3,5 mm Durchmesser, der mit CFK auf 5 mm augedickt ist, handeln. Gewicht: 9,4 g...

excel102
07.11.2012, 10:14
Heckrohr aus CFK und 2 Bowdenzüge (0,8 mm CFK), Bowdenzughülle, Stahldraht für Kabinenhaubenverschluss und Anlenkungen.

902704

excel102
07.11.2012, 10:25
Dem Bausatz beiliegend noch 2 Blätter mit Konstruktionzeichnungen (handggestrickt :rolleyes:)

902713

Die 4-seitige Bauanleitung ist in Englisch, enthält einige gute Bautips, Komponentvorschläge für RC-Einbau, Antrieb und Akku, Ruderauschläge, Einstellungen für Flugphasen, Schwerpunktlage.

Alles in allem ein sehr komplett ausgestatteter Bausatz! Die Qualität der Teile würde ich durchgängig als sehr gut beschreiben.

Der Preis: 289 Euro + 13 Euro Versand. :p

Schorch
07.11.2012, 11:55
Sieht sehr interessant aus. Hast du schon die passenden Komponenten gefunden oder suchst du die noch zusammen?

excel102
27.11.2012, 19:12
Folgende werde ich verwenden...
(Gewichte der Teile in dem Zustand, wie sie hier abgebildet sind!)

911822


Akku: Dualsky GTs 1200 2s, 73,5 g

Externes BEC: Castle Creations BEC 10 Amp peak, 14,7 g

Regler: YGE 30, 23 g

Klappluftschraube: Aeronaut CAM Carbon 9x5", 7,6 g

Motor: Dualsky XM2826EA 10-10P, 2200 rpm/V, 42,8 g

911829

Den von Ivan Hořejší vorggeschlagenen Motor mit 1700 rpm/V habe ich leider nicht bekommen, mal sehen wie sich der Kollege macht...

Als Spinner habe ich einen Hyper Spinner Power 32/3,17/8 vorgesehen. Muss ich aber erst besorgen.

excel102
06.12.2012, 16:38
Bilder und Daten von den restlichen zum Einsatz kommenden Komponenten:

Spinner: Hyper Spinner Power 32/3,17/8, 11,9 g

915442

915445


Servos:
Hitec HS-5035HD für Höhe, 4,2 g
FS 31 für Seite, 4,9 g

915448


MKS 6100 für Wölbklappen (2 Stück), je 9,5 g

915449


Dymond D60 für Querruder (2 Stück), je 9 g

915450


Empfänger: Jeti Duplex 2.4EX R9, 13 g

915455

excel102
06.12.2012, 16:53
Die Gewichte der Komponenten machen in Summe bis hierher 232,6 g aus. Das macht zusammen mit den Bausatzbauteilen 545,2 g. Leider zeigt sich schon hier, dass die angepeilten 530 g keinesfalls erreicht werden können. Es fehlen noch Stecker, Kabel, Klebstoff, Befestigungsmaterial....

Wo man noch etwas Gewicht einsparen könnte?

Vielleicht kann man auf das externe BEC verzichten (will ich aber nicht riskieren), das eine oder andere Gramm wäre mit leichteren Flächenservos raus zu quetschen. Hier habe ich aber auch bewusst eine etwas robustere Variante gewählt. Spinner gibt es wahrscheinlich auch geringfügig leichtere, aber dieser Hyper Spinner ist einfach genial!

Mal sehen was das Fliegerle dann startklar wiegt, eine Schwergewicht wird es wohl trotzdem nicht... ;)

Ich schätze hier mal, dass ich am Ende so bei um die 565 Gramm landen werde.

excel102
06.12.2012, 22:43
Heute ging es der Rumpfspitze an den Kragen. Der Motoreinbau gestaltete sich soweit unspektakulär. Eine kleine Modifiation war allerdings erforderlich: Auf der Motorwelle sitzt eine Buchse (-> Pfeil), die mit dem Spinner kollidieren würde, wenn man den Motor nicht etwas rückwärts versetzt. Das habe ich mit kleinen Distanzstücken, die auf den Motorspant geklebt werden, erreicht.

915627

915628


Die Form des Spinners passt sich zufriedenstellend an die des Rumpfes an... in einer Eben ist Übergang zwar perfekt, in der anderen aber nur so mau mau (siehe Fotos). Das liegt an der verschieden starken Krümmung des Rumpfes an dieser Stelle - und muss wohl so hingenommen werden. Der Motor hat im Rumpf gut Platz, allerdings geht es wegen der Stromkabeln die ganz nach vorne müssen dann doch recht eng zu. Mit dem beiliegenden 32 mm Motorspant und einem eben so großen Spinner ist eine gute Wahl vom Hersteller empfohlen, bzw, mitgeliefert.

915629

915630

Peter Stöhr
08.12.2012, 12:06
Hi,

also auf das externe BEC kannst du verzichten, der YGE schafft dass bei 2S locker. Den theoretisch möglichen Blockierstrom wirst du garantiert nicht erreichen, den Sicherheitsvorteil sehe ich bei der Auslegung wirklich nicht!
Den Empfänger kann man übrigens problemlos "strippen" und in eine Schrumpfschlauch stecken, dass spart auch ein paar Gramm!
Wenn du tatsächlich F5J Wettbewerbe fliegen willst, musst du noch Platz für den Logger vorsehen!

Viel Spaß noch beim Bauen
Peter

excel102
10.12.2012, 17:57
Hi,

also auf das externe BEC kannst du verzichten, der YGE schafft dass bei 2S locker. Den theoretisch möglichen Blockierstrom wirst du garantiert nicht erreichen, den Sicherheitsvorteil sehe ich bei der Auslegung wirklich nicht!
Den Empfänger kann man übrigens problemlos "strippen" und in eine Schrumpfschlauch stecken, dass spart auch ein paar Gramm!
Wenn du tatsächlich F5J Wettbewerbe fliegen willst, musst du noch Platz für den Logger vorsehen!

Viel Spaß noch beim Bauen
Peter

HAllo!

Danke für's Mitdenken! Das hat schon was mit dem Verzicht auf das externen BEC. Eigentlich würde ich liebend gerne ohne auskommen! Interessant dazu wäre für mich (als Elektronik Laie) folgende Information: Ist es tätsächlich so, dass ein getaktetes BEC (das der YGE ja hat) weniger belastet wird, wenn die Eingangsspannung niedrig ist? Diese Vermutung hört sich zwar logisch an (und stimmt beim linearen BEC auch ...), allerdings - es könnte ja sein, dass die Belastung beim getaktetem BEC für die Bauteile sowohl bei hoher als auch niedriger Eingangsspannung größer ist als bei mittleren Spannungen. Weiß wer mehr darüber? Oder gibt es einen Link?

Danke!

mfg
Andreas

excel102
11.12.2012, 20:33
Mit Hilfe des A.C. Calculator (zu finden unter http://www.mh-aerotools.de) habe ich einen Tragflächeninhalt des Q12 von ca. 32 dm2 ermittelt.

Beim Vorgängermodell Q11 (Sapphire 2m) wird er auf http://www.hyperflight.co.uk mit 30,4 dm2 angegeben.

excel102
12.12.2012, 13:58
Weitere Arbeiten:

Aufkleben des Seitenleitwerks auf den Heckausleger (mit CA).
Um den Pylon, der das HLW trägt, rechtwinkelig zum SLW anzubringen habe ich mir eine kleine Ausrichthilfe (man blickt entlang des Heckauslegers, dann werden Spalt und SLW zur Deckung gebracht) aus Depron gebaut...Verklebung auch hier mit CA.

917794


Danach Verstiften des SLW und des Pylons mit 1,5 mm CFK Stäben. Diese Art der Verstärkung ist fest und sehr leicht.

917795


Um das Verdrehen des HLW zu unterbinden sind zwei Bohrungen vorgesehen (siehe Pfeile im Bild), Durchmesser 2 mm. Hier fehlen die entsprechenden 2 mm CFK-Stäbe, die in den Pylon eingesetzt werden, im Bausatz....beiliegend sind nur vier mit 1,5 mm Durchmesser und die habe ich für die Verstiftungen verwendet. Die Stäbe sind allerdings lange genug um den gesamten Pylon zu durchqueren - man könnte also die Verstiftung und die Fixierung des HLW in einem machen, was allerdings nichts daran ändert, dass die Durchmessser nicht zusammen passen.

917799

Khorne
12.12.2012, 14:08
Eigentlich wollte ich mir ja einen Taser zulegen aber dein Bericht hat mich überzeugt. Ich werd mir nächste Saison auch einen Q12 besorgen.:eek:
Danke für den Bericht soweit und den Geheimtipp.

excel102
12.12.2012, 14:22
Eigentlich wollte ich mir ja einen Taser zulegen aber dein Bericht hat mich überzeugt. Ich werd mir nächste Saison auch einen Q12 besorgen.:eek:
Danke für den Bericht soweit und den Geheimtipp.

Freut mich! Ich hoffe du bekommst einen, am besten rechtzeitig direkt bei Ivan anfragen. Vielleicht legst du ja in der Spannweite was drauf...gerne würde ich was über die 2,2 Meter Variante lesen ;)

Die Bausatzqualität ist wirklich 1A und wenn dann auch die Flugleistungen und -eigenschaften passen, ist er im Vergleich zum Taser ein Schnäppchen.

mfg

excel102
12.12.2012, 14:53
Noch ein paar Anmerkungen zur EWD und dem Pylon...

In der Anleitung wird darauf hingwiesen, dass die Profilsehne des HLW mit der Achse des Heckauslegers parallel sein sollte, denn dann ergibt sich automatisch die vorgesehene EWD. Um diese Vorgabe zu erreichen war ein wenig Nacharbeiten der Pylonunterseite nötig. Mittels Maßnehmen mit einer Schiebelehre konnte ich hier einen exakten Sitz des HLW im Sinne der Anleitung erreichen.

Aus den Durchmessern Dy und Dx errechnet sich die Differenz der Maße y und x für die geforderte Parallelität.

917814

Nach einigen Seiten Berechnungen und komplizierten Formeln :cool: folgt für die Differenz: (y-x) = (Dy - Dx) / 2

Falls sich bei der Flugerprobung zeigt, dass eine andere EWD als vorgesehen nötig ist (hat natürlich auch ein wenig mit den Vorlieben des/der Piloten/Pilotin zu tun) dann kann man durch entsprechendes Unterlegen zwischen HLW und Pylon leicht Korrekturen vornehmen.

excel102
13.12.2012, 00:55
Ergänzung dazu: Um die Sache mit der EWD richtig ins Lot zu bringen, darf man den Pylon allerdings nicht so verkleben, wie ich oben in der Skizze gezeichnet habe, da ja die Profilsehne und nicht die Unterseite des Profils parallel zur Achse des Heckauslegers sein soll. Wäre das HLW eine ebene Platte, wäre es wie oben dargestellt richtig, es liegt aber ein profiliertes HLW mit symmetrischem Profil vor.

Also muss für ein genaues Ausmessen des Pylons die Differenz (y-x) noch mit der Hälfte des Dickenunterschiedes des Profils an den jeweiligen Stellen korrigiert werden.

Hoffe nun ist alles klar! :confused: ;)

Sorry für die Unklarheiten...

excel102
15.12.2012, 09:54
Noch mal eine jetzt korrekte Skizze, wie sich die Situation beim HLW des Q12 darstellt:

919393


Also: (y-x) = (Dy-Dx) / 2 - (Ay-Ax) / 2

Alle diese Maße kann man bequem mit einer Schieblehre auf 1/10 mm genau messen. Also ergeben sich so m.M. genauere und repruduzierbare Ergebnisse als bei einer Messung der EWD mit mit einer EWD Waage.

excel102
15.12.2012, 10:01
Die Befestigung der Kabinenhaube erfolgt verdeckt mit 0,8 mm Stahdraht. Diese aerodynamisch optimale Art der Fixierung fndet man bei fast allen höherwertigen Modellen.
Der doppelt gebogene Draht ermöglicht runde Abschlüsse an den Enden, was besser ist, denn mit spitzen Enden kann man schon mal in was reinstechen....
Der Draht wird in der Mitte der Kabinenhaube mit Epoxy und einem Gewebestreifen aufgeklebt.

919396

919398

excel102
17.12.2012, 14:27
Die 2 Flächenhälften werden mit vier M4 Nylonschrauben am Rumpf befestigt.
Zuerst mussen die zwei Sperrholzbrettchen, in die man dann die Gewinde schneidet, mit Epoxy in den Rumpf eingeklebt werden. Um die Fläche anschließend gerade auf den Rumpf zu kriegen bin ich folgendermaßen vorgegangen:


Das Heckrohr war fertig mit SLW und HLW bestückt und wurde nun fest auf die Rumpfkeule gesteckt, aber noch nicht festgeklebt. Dann habe ich Fläche mittig auf den Rumpf gelegt und durch die vordere Flächenbefestigung mit einem 4 mm Bohrer die Lage der Bohrungen „markiert“ (nur ganz wenig einbohren). Dann die Fläche abgenommen und die Löcher mit 3 mm fertig gebohrt, eine M4 Metallschraube eingedreht und dann mit einem M4 Gewindebohrer nachbearbeitet. So sind schöne Holzgewinde entstanden, in die sich die Nylonschrauben leicht eindrehen lassen.

Anschließend habe ich die Fläche mit den zwei vorderen Schrauben fixiert und dann korrekt ausgerichtet - ich habe mit einer Schnur den Abstand von der HLW-befestigungsschraube zu der linken und rechten Flügelspitze gemessen und sie so ausgerichtet, dass der Abstand ident ist und sie dann mit Klebeband in dieser Position fixiert.

Dann habe ich die zwei hinteren Flächenbefestigungen - in der Art, wie oben beschrieben - gemacht.

920554


920555


920561

Diese Art der Flächenbefestigung ist nicht so ganz mein Ding, aber sie ist auch nicht so übel, dass man sich was anderes (mit vertretbarem Bauaufwand und keinem Mehrgewicht!) einfallen lassen müsste. Ehrlich gesagt würde mir auch nichts g'scheites einfallen.

Ich sehe folgende Nachteile:

Die Fläche hat immer ein wenig "Luft" um sich zu Verdrehen, egal wie genau man die Löcher bohrt. Sie sitzt also nicht unverrückbar exakt
Bei härteren Landungen, wo es schon mal passiert, dass einwirkende Kräfte die Fläche mit dem Rumpf verdrehen, können die Befestigungsbohrungen in Flügel ausgeschlagen werden – möglicherweise wird so ein größerer Schaden vermieden - dann war’s für was gut. Ich denke jedenfalls nicht, dass die vier Schrauben abscheren, wenn’s darauf ankommen sollte
Aerodynamisch und auch optisch nicht perfekt
Zeitaufwand beim Aufbau des Modells

Vorteile:

Leicht
Preiswert in der Herstellung


Ehrlicherweise muss man sagen, dass eine Befestigung der Fläche die all diese Nachteile nicht hat, sehr aufwändig für den Hersteller zu gestalten wäre. Auch der weiter oben erwähnte viel teurere Taser vom pcm, hat genau dieselbe Befestigungsweise der Fläche.

shoggun
17.12.2012, 14:53
Hallo Andreas

Schöner Baubericht den du hier führst, der Flieger gefällt mir.



Diese aerodynamisch optimale Art der Fixierung fndet man bei fast allen höherwertigen Modellen.
Der doppelt gebogene Draht ermöglicht runde Abschlüsse an den Enden, was besser ist, denn mit spitzen Enden kann man schon mal in was reinstechen....


Ich würde jetzt nicht behaupten das diese art der Haubenfixierung einen Hochwertiges Modell ausmacht, da habe ich schon deutlich hochwertigere Modelle gesehen bei denen die Haube einfach mit Tesa angeklebt wurde! ;)
Allerdings gefällt mir die Passgenauigkeit der Haube sehr gut, wenn das so aus der Schachtel kam finde ich das bemerkenswert.



Diese Art der Flächenbefestigung ist nicht so ganz mein Ding, aber sie ist auch nicht so übel, dass man sich was anderes (mit vertretbarem Bauaufwand und keinem Mehrgewicht!) einfallen lassen müsste. Ehrlich gesagt würde mir auch nichts g'scheites einfallen...

...Ehrlicherweise muss man sagen, dass eine Befestigung der Fläche die all diese Nachteile nicht hat, sehr aufwändig für den Hersteller zu gestalten wäre. Auch der weiter oben erwähnte viel teurere Taser vom pcm, hat genau dieselbe Befestigungsweise der Fläche.

Mir fällt da als Alternative die Befestigung wie sie Beim Tangent Kult realisiert wurde ein, kannst du in der Anleitung S. 21/22 anschauen:
http://www.tangent-modelltechnik.com/de/img/pdf/bauanleitung_kultchampelektro.pdf

Aber ich finde jetzt die Befestigung mit 4 Schrauben nicht schlimm, und ich denke schon das die Schrauben bei Bodenkontakt eines Flügels abscheren und so weiteren Schaden verhindern können.
Es geht aus deinem Text nicht hervor, aber falls du es nicht schon gemacht hast würde ich noch die Gewinde welche du ins Holz geschnitten hast mit dünnflüssigem Seku behandeln. Dadurch schlagen sie nicht so schnell aus.

Gruss Mathias

excel102
18.12.2012, 13:15
Hallo Mathias!

Danke für den Link und die Tips! Die Kabinenhaube hat wirklich perfekt gepasst....
Die Flächenbefestigung werde ich so lassen wie sie ist, die beim Kult ist schon sehr gefinkelt...

mfg
Andreas

excel102
18.12.2012, 13:17
Höhenruder und Seitenruder werden über 0,8 mm CFK-Stäbe angelenkt Die Stäbe werden in kurzen Bowdenzugröhrchen geführt. Der beigelegte Bowdenzug hat 1,2 mm Innendurchmesser. Das ergibt etwas Spiel zwischen Rohr und Führung. In meiner Werkstattkiste habe ich ein Röhrchen gefunden mit 0,9 mm Innendurchmesser – das habe ich dann auch verwendet. Ergibt weniger Spiel und trotzdem Leichtgängigkeit.

Beim Aufkleben der Führungen auf den Heckausleger habe ich zuerst 0,8 mm Stahlstäbe anstatt der CFK-Stäbe eingezogen, damit kann man alles besser ausrichten und sollte mal CA daneben gehen und in die Führung gelangen kann man auch mal fester anziehen und die Verbindung wieder lösen.

Die Anleitung schlägt drei Führungsröhrchen für die Höhenruder- und vier für die Seitenruderanlenkung vor. Mir war der Abstand, der dabei zwischen den Führungen entsteht zu groß – also habe ich jeweils eine Führung zusätzlich eingesetzt. Der Abstand von Führung zu Führung beträgt dann rund 10 cm – bei einer Röhrchenlänge von 17mm.

Die weißen Röhrchen und ebensolche CA-Reste kann man später mit Edding schwarz anmalen – schaut schöner aus.

Dort wo die Anlenkungen in den Rumpf eintreten müssen recht große Langlöcher gebohrt und gefeilt werden. Hier ist es m.M. nach wichtig die Löcher dort zu machen wo die Rumpfkontur schon etwas steiler wird, sonst schwächt man ihn an einer sensiblen Stelle (siehe Bild).

920928


920929


920930


920931

excel102
18.12.2012, 13:26
Als Servobrettchen wurde das dem Bausatz beiligende verwendet. Auch hier ist Nacharbeiten ein Fremdwort, es passt perfekt in den Rumpf.

920936


920935

excel102
26.12.2012, 17:17
So wie hier am Seitenruder, habe ich alle Ruderhörner mit 0,8 mm Sperrholz ein wenig verlängert um mehr Kontaktfläche zum Verkleben zu bekommen. Dafür habe ich darauf verzichtet, sie auf beiden Ruderseiten anzukleben - die Anleitung schlägt das nämlich vor. So bleibt aber auf einer Seite alles eben, mit dem Klebstoff braucht man auch nicht herum zu kleckern und es ist mindestens ebenso stabil. Wie das Ergebnis dann ausschaut sieht man auf den Fotos…

924671


924672


Trotz fünffacher Lagerung des Seitenruder-Bowdenzugs am Heckausleger, musste ich am Pylon noch eine zusätzliche Führung einbauen. Denn falls der CFK-Stab nicht exakt gerade läuft taucht er bei Druckbelastung schnell mal weg – das ist hier so gewesen, eine kleine Schlinge aus 0,6 mm Draht schafft Abhilfe (Pfeil).

924673


924674

Achja: Alle Verklebungen an Teilen mit Schaumkern dürfen keinesfalls mit CA erfolgen – der löst ihn flott auf… In der Anleitung weist Ivan auch eindringlich darauf hin, dass die GFK-Oberflächen leicht porös sind, also den Schaum nicht schützen! Der Klebstoff meiner Wahl war hier bisher ausschließlich Epoxy.

excel102
26.12.2012, 17:34
Da das Höhenleitwerk abnehmbar ist, sollte man hier möglichst schnell und einfach die Anlenkung ein- und aushängen können.
Ich habe das Ruderhorn dort montiert, sodass der Pylon ein Aushängen der Anlenkung verunmöglicht (ich denke auch Ivan schlägt das so vor- zumndest soweit ich die englische Anleitung verstehe ;))
Bei der Montage hängt man als erstes die Anlenkung ein, dann steckt man das Leitwerk auf den Pylon und schraubt es fest… Bei der Demontage geht man umgekehrt vor :p

Ich finde das ist eine ganz gute Lösung, weil kein zusätzlicher Teil benötigt wird, der die Anlenkung im Ruderhorn sichert.

924676

excel102
08.01.2013, 20:26
So, es geht wieder ein bissi weiter im Bauthread....

Hier mit dem Dymond D60. Um eine stömungsgünstige Kontur über dem Servo zu erreichen habe ich ein Balsabrettchen aufgeklebt und bündig verschliffen. Die Öffnung beim Servohebel kann man mit Transparentfolie abkleben...

Überkreuzanlenkung?
So verlockend verdeckte Anlenkungen auch sind - schwer vorstellbar, dass hier was g'scheites rauskommt. Erstens ist sowieso der Holm im Weg und exakt durch den Schaum zu fräsen ist auch nicht gerade ein Leichtes.


932016

excel102
08.01.2013, 20:46
Bei den Wölbklappenservos war keine Abdeckung nötig, die MKS 6100 passen gut in die Auschnitte, so ergibt sich eine glatte Oberfläche wie von selbst.

Was gibt’s zu diesen Servos zu sagen? Machen einen super Eindruck. Sehr stellgenau und extrem kräftig. Negativ: die Getriebe habe ein ganz bisschen Spiel, und sie machen dauernd ein Geräusch – wollen einfach keine Ruhe finden….das nervt, aber wenn sie mal in der Luft sind, werden sie wohl kaum jemanden stören!
Was noch auffällt: sie lassen sich (falls stromlos) extrem leicht verdrehen, ganz im Gegensatz zu den D60, wo wiederum das etwas „weiche“ Getriebe auffällt.

---
Technische Daten MKS 6100:
Stellgeschwindigkeit (4.8V): 0.12 sec/60° ohne Last
Stellgeschwindigkeit (5.0V): 0.11 sec./60° ohne Last
Stellmoment (4.8V): 3.19 kg.cm (43.0 oz/in)
Stellmoment (5.0V): 3.32 kg.cm (44.7 oz/in)
Motortyp: Coreless Motor (eisenlos)
Potentiometer Antrieb: Indirekter Antrieb
Lagerungstyp: 2 Edelstein Gleitlager und 1 Bronzegleitlager
Getriebetyp: metall- und aluminium-magnesiumlegierte Zahnräder
---

Diskussion und mehr Info zum Servo:
http://www.rc-network.de/forum/showthread.php/309308-MKS-DS-6100-in-F5D-Modell (http://www.rc-network.de/forum/showthread.php/309308-MKS-DS-6100-in-F5D-Modellhttp://)

932027

Die Servos wurden mit Kreppband umwickelt und mit Epoxy eingeklebt - sieht man hier auf dem Bild auch noch ganz gut..:)

excel102
08.01.2013, 21:36
Bei der Flächenbefestigung hab ich mit einem CFK-Rohr bzw. -Stab in der Wurzelrippe ein wenig nachgeholfen, dass sich die Flächen beim Zusammenstecken nicht mehr verdrehen können, das nervt mich nämlich beim Modellaufbauen ziemlich – so geht’s viel einfacher! :rolleyes:
Die Torsionsstifte sind dort eingeklebt, wo sich die Nylonschrauben befinden – hier sind Balsaverstärkungen in die Flügel eingelassen. Auf der anderen Flügelhälfte muss man einfach passend die entsprechenden Löcher bohren… (siehe Pfeile)

932058

excel102
08.01.2013, 22:38
Zu diesem Thema hab ich lange nachgedacht, wie ich es denn am besten lösen kann.
Meine Anforderungen:

Die Steckverbindung sollte

die elektrischen Kontakte sicher herstellen
leicht
bequem zu handhaben
verpolsicher
dauerhaft haltbar sein
und wenig Platz benötigen


Meine Lösung? Siehe Bilder!

Verbaut sind hier 4-polige MPX Stecker bzw. Buchsen. Die Stecker habe ich in die Flügel eingeklebt. Zum An- und Abstecken geht das viel leichter als lose Kabel. Beim Modellaufbau wird der Rumpf auf die zusammengesteckte Fläche gelegt, so kann man bequem arbeiten.

Die 2 Plus- und 2 Minuspole pro Seite sind jeweils auf einen Pin zusammengelegt.
Verpolsicher ist die Verbindung durch kleine Laschen, die in Öffnungen in den Flügel greifen.
Die MPX Stecker sitzen recht „streng“ in den Buchsen, da löst sich von selbst sicher nichts!
Damit man die rechte und linke Seite nicht verwechselt hab ich Stecker und Buchse farblich markiert.

Ich bin mit dem Endergebnis zufrieden, allerdings war die Löterei bei den Steckern in den Flügeln ein Horror. Aber ich hab’s geschafft!
Platzmäßig ist die Lösung nicht so optimal, da die Verbindung steif in das Rumpfinnere ragt, und dort sonst nix sein kann. Einen Logger für F5J bringt man aber in dem recht geräumigen Rumpf mit den verwendeten Komponenten noch gut unter.

Ach ja: Richtung vordere Befestigungsschrauben habe ich die Rumpföffnung erweitern müssen – etwas zuviel für meinen Geschmack – ich hätte die Stecker ein paar Millimeter weiter nach hinten versetzen sollen (nachher ist man immer klüger…)


Vergießen der Lötstellen mit Harz und Schrumpfschlauch schützen...

932100


932101


932102

excel102
28.01.2013, 20:37
Heute habe ich meinen Q12 fertiggestellt. Da ich ungern unter 5°C fliege, war keine Eile geboten.
Es fehlte noch der Einbau des Akkus und Empfängers, das SWP-Auswiegen, die Einstellung der Ausschläge sowie die Programmierung des Senders.
Das ging alles ohne Probleme, der Akku kommt ziemlich mittig unter die Kabinenhaube – so passt der Schwerpunkt. Etwas Kopfzerbrechen bereitete mir die Befestigung des Akkus, zuerst probierte ich eine Variante mit Klettverschluss, das war mir aber zu wacklig. Schließlich befestigte ich ihn mittels eine Sperrholzzunge die von der Rumpfunterseite mit einer kleine Schraube in Position gehalten wird. (Bilder folgen).

Als Gesamtgewicht erreichte ich 546 g.

Das sind 16 g mehr als der Hersteller angibt. Der aufmerksame Leser wird sich wundern, denn unter Posting #14 hatte ich eine Gewicht von 545,2 g gemessen und da fehlte noch einiges. Die Erklärung: Ich habe auf den Einbau des externen BEC verzichtet, der hochwertige Steller von YGE wird wohl mit den 6 Servos gut zurechtkommen zumal nur ein 2s Antriebsakku verbaut ist.

Mit dem von mir ermittelten Tragflächeninhalt von 32 dm2 ergibt sich eine
Tragflächenbelastung von: 17,1 g/dm2

Mal sehen was der Erstflug bringt ... ich werde berichten. :p

941548

excel102
03.02.2013, 18:51
Bilder von der Akkubefestigung mittels Sperrholzzunge.
Was man nicht sieht: In den Rumpf ist ein 2mm dickes Sperrholzklötzchen eingeklebt, das der Schraube Halt gibt.

944449


944450


944452


Will man den Schwerpunkt durch Verlagerung des Akkus verändern, so verschiebt man ihn einfach auf dem Sperrholzbrettchen und klebt ihn mit Klebeband wieder fest. Sollte eine größere Änderung der Position nötig sein, kann man auch entsprechend versetzt ein neues Befestigungsloch bohren.
Zuerst hatte ich den Akku an der Rumpfseitenwand einfach mit Klettband befestigt - eine Lösung, die das geringstes (Mehr)Gewicht versprach. Leider wackelt er aber dann ziemlich herum und auch eine exakt reproduzierbare Position ist damit nicht zu erreichen. Anders hier :)

Den Schwerpunkt habe ich für den Erstflug auf die vorgeschlagenen 70mm hinter der Nasenleiste eingestellt. Mit den vorgeschlagenen Komponenten war das keine Hexerei.

excel102
19.04.2013, 21:01
So hat einige Zeit gedauert, aber jetzt habe ich ein paar Flüge mit dem Q12 absolviert....

Das gibt es aus meiner Sicht bezüglich der Flugeigenschaften zu berichten:

Das Positive:

Erstflug völlig unspektakulär
Abreißverhalten extrem gutmütig
Kreist unglaublich eng und stabil auch nur mit Benutzung von Höhe und Seite
Stabile Fläche: 100 Meter runter und ein enger Looping, senkrechter Abstieg mit Butterfly ... no problem!
Fühlt sich an den Knüppel wie ein „großer“ an – richtungsstabiler Flug
bei wenig Wind kommt man gut voran und man kann dann auch schön großräumig fliegen
Kunstflug macht richtig gute Laune – sogar eine enge stehende Acht ist drinnen
Gute Rollwendigkeit bei Mitnahmen der Klappen
Landung dank Butterfly bei Schrittgeschwindigkeit – dementsprechend harmlos



Das Negative:

Durchzug durch die geringe Masse und den kleinen Kanten im Profil nicht gerade atemberaubend :rolleyes:
Motor/Schraube nicht gut angepasst (meine Schuld)
Keine Ballastiermöglichkeit (festigkeitsmäßig würde das wohl gehen), vielleicht mach ich das noch...
bei auffrischendem Wind nimmt man besser was anderes aus dem Hangar



Genau das was ich wollte! Danke Ivan! Damit kann man super entspannt ein paar Stunden fliegen...und immer dabei haben, weil handlich zum transportieren. :)

Was die Flugleistungen betrifft kann ich nichts Konkretes sagen - da fehlt mir der Vergleich, fliege auch keine Wettbewerbe. So viel: der Q12 ist als Thermikschleicher konzipiert und das dürfte auch seine Paradedisziplin sein.
Für F5J wird er wohl zu klein sein, da wird größeres verwendet.

Bleibt zu hoffen, dass dieser Flieger endlich wieder lieferbar sein wird … bin mir sicher, dass es genug Interesse für ihn gibt! Wer ihn unbedingt will: bei Ivan direkt anfragen (so wie ich), ev. hat er ja noch ein paar im seinem Lager!!

Hier noch mal die Links zum Hersteller und Verkäufer:

http://www.horejsi.cz/Pages/DetailProdukt.aspx?objcislo=1938

http://www.modellbaubichler.de/Flugmodelle/Segler-E-Segler/HOREJSI-HLG-SAL/Q12-20m::18087.html

excel102
21.08.2013, 11:58
Die Idee eine Ballastkammer einzubauen trug ich schon länger mit mir herum.
Etwas mehr Gewicht - so meine Überlegung - würde die Konstruktion festigkeitsmäßig vertragen und wegen der höheren Flächenbelastung + Grundgeschwindigkeit wäre das Einsatzspektrum des Q12 auch auf Bedingungen mit mäßigen Wind erweitert.
Zuerst überlegte ich einen Einbau der Ballastkammern in die Flügelhälften, was aber bei einer Profildicke von 14 mm und keinem Platz im Schwerpunkt (die Steckung ist im Weg) verworfen werden musste. Also doch ab damit in den Rumpf!

Wenn man das Servobrett weit genug hinten eingeklebt hat, ist noch genügend Platz um nahe am Schwerpunkt Gewicht in den Rumpf zu geben. In meinem Fall habe ich 11 mm Rundmaterial aus Blei verwendet. Insgesamt kann ich damit jetzt bis zu 5 x 35 Gramm zuladen.

Bei voller Beladung ergibt das einen Ballast von 175 Gramm, was bei einem Q12, der so um die um die 550 Gramm wiegt, doch eine ganze Menge Zuladung ist. Dementsprechend ändert sich auch die Flugcharakteristik wie gewünscht, die mehr Durchzug machen einfach Freude. :cool: Allerdings sollte man dann auf engste Manöver verzichten.

Meist fliege ich jetzt standardmäßig mit 70 Gramm Zuladung – der Flieger ist so einfach etwas agiler -, für absolute Floating-Bedingungen kann ich die dann die auch noch entfernen.

Das einzige was mich stört, ist, dass ich die Flügel abnehmen muss, um die Ballastkammer beladen zu können. Wenn man aber von Baubeginn an überlegt, wie man den Ballast über die Haube befüllen kann, geht das vielleicht auch von dort – also mein Tipp: Nicht so wie ich nachbessern, sondern schon vorher die grauen Zellen bemühen.... ;)

Anbei ein paar Bilder...


1038202


1038203


1038204


1038205


Übrigens: Den Q12 gibt es jetzt auch beim Lindinger ;)

sfluck
21.08.2013, 12:42
Schöner, sauberer Bericht! Danke! :)

Gefällt mir auch, der Vogel...

allesfl1eger
12.11.2013, 14:34
Hallo,

was fliegst du denn für Ausschläge bei deiner Q12?

excel102
19.11.2013, 10:16
Hallo,

was fliegst du denn für Ausschläge bei deiner Q12?
Hi!

Mess ich gerne mal nach und poste es dann hier. Was hast du für Bau- und Flugerfahrungen mit dem Q12 gemacht?

mfg
Andreas

allesfl1eger
07.01.2014, 17:05
Hallo,

Nun, zunächst einmal bin ich etwas widerwilliger Besitzer der Q12: ich habe sie ramponiert aus der Börse, die Servohörner in der Fläche waren so gesetzt, dass die Ruder praktisch nicht zu trimmen waren, und das Gestänge am Rumpf klebte in den Führungsrollen (?! - wohl Sekundenkleber). Beides war von außen schwer zu erkennen, ich wollte eigentlich mit dem Verkäufer noch zu einer Einigung kommen, aber der hat natürlich alles abgestritten und es war einer der unangenehmsten Kontakte überhaupt hier auf rcn.

Ich musste mich also um das Modell kümmern, und habe ihn nach etlichem Kopfzerbrechen und Zeit im Keller wieder ganz gut hingebracht, und starte gerade meine (Ein-)Flugphase und habe schon Erfahrungen gesammelt. Ich kann deine Erfahrungen nur bestätigen:

am meisten Probleme habe ich beim Handling am Boden, der Flieger ist nämlich sehr filigran und "zart" gebaut, und die Druckempfindlichkeit ist enorm. Habe die Befürchtung, dass ich irgendwann einen Transportschaden zu beklagen haben werde, aber noch ist alles heile, er ist halt wirklch die Porzellan, aber das ist der extremen Leichtbauweise geschuldet und ncihts ungewöhnliches.

In der Luft: völlig unspektakulär. Mit dem empfohlenen Antrieb und 2S steigt er sehr zügig pro Akkuladund mindestens 2x auf Ausgangshöhe. Thermikflug ist seine absolute Paradedisziplin, da kann er durch die doppelte V-Form erstaunlich eng kreisen, und spricht auf die geringsten Aufwinde an - genau so einen Thermikschnüffler für die oft schwachen Bedingungen bei uns im Tal wollte ich. Dass man die Höhe dann sinnvoll abturnen kann, ist ein weiteres Plus. Habe mir jetzt eine "Speed-Phase" programmiert mit weniger DR und Mitnahme der WK zu den QR, werde mal schauen, was das bringt. Der Durchzug ist natürlich ganz schwach, aber das ist bei einem solchen Spannweiten-Gewichtsverhältnis eigentlich nicht erwähnenswert. Die Fahrt hält er dank der schlanken Form gut.

Die Landungen gelingen butterweich, aber wegen der enormen Gleitleistung bin ich um das Butterfly froh, sonst wären schon sehr lange Landeanflüge in Bodennähe nötig, bis er mal - zentimeter für Zentimeter - seine Höhe abgebaut hat.

Alles in allem stecke bin ich auch sehr zufrieden mit dem Flieger. Ich habe mich bewusst für so ein Modell und nicht für z. B. einen Hoellen-Wiesenschleichter entschieden, da ich auch ein Mindestmaß an Belastbarkeit und Kunstflugtauglichkeit haben wollte, da der Flieger sonst schnell langweilig wird, und das erfüllt die Q12 absolut.

Ich bin mir nun nciht sicher, ob eine Thermik-Speed-Stellung der Tragflächen vorgesehen ist, und man entsprechend verwölben soll, deshalb auch meine Frage nach den Ruderausschlägen.

VG,
Jonas

excel102
18.01.2014, 16:13
Hi Jonas, tut mir leid ...ich habe dich lange warten lassen...

Zu den Ausschlägen:
Erst mal das, was in der Anleitung steht:
Querruder +10/-5 mm
Höhenruder: +/-5 mm
Seitenruder +/- 20 mm
Klappen 70 Grad nach unten/ -2 mm Kompensation am Höhenruder

Flurphasen:

Normal: 2 Grad nach unten (das bedeutet Klappen bündig am Mittelteil/dort wo sie nicht ausgeschnitten sind)
Speed: flache Profilunterseite
Thermik: 6 Grad nach unten

Höhenruderkompensation gleichsinnig mit den Klappenausschlägen (runter->runter/ rauf->rauf)

Ivan ist ein Profi, und so habe ich mich auch prinzipiell an diese Vorschläge gehalten, auch was ich sonst so über die AG Profile gelesen hab, deckt sich mit dem gut.
Ich habe auch diese drei Flugphasen programmiert.

Wie ich es mache/Was mir aufgefallen ist:

Die Speedphase bringt wenig und ist bei mir nur minimal eingestellt, mehr Ausschlag nach oben bringt gar nix.
Thermikflugphasenausschlag habe ich reduziert, weil der Flieger sowieso extrem langsam ist und engstens kreist. Wobei bei starker Stellung der Klappen nach unten das Kreisen vom Steuern her anspruchsvoller wird!
In der Normal- und Speed-Phase lasse ich die Wölbklappen mit dem Querruder mitlaufen -> agiler um die Längsachse...
Differenzierung unterschiedlich je nach Flughase
Mit unterschiedlichen Klappenausschlägen bei Querrudern und Wölbklappen habe ich nicht herumexperimentiert, sie laufen also gleichmäßig...
Höhenruderausschlag brauche ich mehr (Schwerpunkt wohl weiter vorne als bei den Wettbewerblern)
Seitenruderausschlag so viel wie geht
Querruderausschlag auch etwas mehr


Was du mal versuchen könntest: etwas Gewicht in den Rumpf zuladen! Der Q12 fliegt sich dann „runder“ (Massenzentrierung!!!) und hat mehr Durchzug. Neben der Ballastzugabe kann ich die serienmäßige Steckung optional durch einen 5 mm Stahlstab ersetzen (+14 Gramm).

PS: Praktisch und auch einfach zu bauen ist eine Kartonschachtel zum Transport damit nix kaputt geht.

Viel Spaß noch mit dem Flieger!!


mfg
Andreas

RaiFEH
06.05.2014, 00:21
Hallo Andreas,

Starte gerade mit dem Bau meines Q12x (carbon version) und bin auf Deinen Bericht gestossen. Sehr hilfreich! Danke im voraus!
Eine Frage, Du gibst deinen Hyper Spinner mit 32/3,17/8 an, ich kann da aber nur einen 32/3/8 finden...

LG aus Wien
Rainer

P.S.: Steirabluat is koa Himbeersoft! ;)

excel102
06.05.2014, 09:38
Hi!

Den Spinner habe ich damals beim Schweighofer gekauft, jetzt scheinen sie ihn nicht mehr im Sortiment zu führen... vielleicht solltest du mal anfragen ob sie deine gewünschte Größe bestellen können. Sonst hier: http://www.hyperflight.co.uk/products.asp?code=HYPERSPINNER-32-E-0&name=32mm-hyperspinner-for-3-17mm-1-8-shafts
oder hier: http://f3j.in.ua/en/hyper-spinner-32.html

Viel Spass beim Bauen!

mfg

jimmy.laessig
15.08.2014, 21:58
Hallo!
Ich bin gerade auf der Suche nach einem E-Segler. Ich will möglichst Komponenten verwenden, welche ich schon zu Hause habe.
Da habe ich einen Dualsky XM3530CA-12 gefunden.
Würde der reichen?
Ich glaub er wäre zu schwach weil nur 1200RPM, oder?
Ich hab den Motor damals für eine 90cm FW190 gekauft.
Weiters hätte ich noch 4Stück Dymond D60. Die kann man ja auch auf Wölb nehmen, oder?
Herzlichen Dank für eure Hilfe!

excel102
28.08.2014, 11:57
Hallo!
Ich bin gerade auf der Suche nach einem E-Segler. Ich will möglichst Komponenten verwenden, welche ich schon zu Hause habe.
Da habe ich einen Dualsky XM3530CA-12 gefunden.
Würde der reichen?
Ich glaub er wäre zu schwach weil nur 1200RPM, oder?
Ich hab den Motor damals für eine 90cm FW190 gekauft.
Weiters hätte ich noch 4Stück Dymond D60. Die kann man ja auch auf Wölb nehmen, oder?
Herzlichen Dank für eure Hilfe!

Hi!

Die D60 passen gut für Quer und Wölbklappen, ich habe die für die Querruder auch verwendet. Der Motor scheint mit zu schwer zu sein (75 Gramm?) , der von Hořejší vorgeschlagenen ist doch etwas leichter. Was die Antriebsauslegung betrifft, so solltest du ohnehin so was wie den drive calculator bemühen.... und ein neuer gut passender Motor kostet auch nicht die Welt...

mfg

jimmy.laessig
03.09.2014, 10:39
Hallo!
Ok danke für den Hinweis. Stimmt, der Motor kostet wirklich nicht die Welt!
Was mich noch interessieren würde ist wie empfindlich die Oberfläche ist.
Muss man da wirklich höllisch aufpassen, oder steckt der auch was weg?
Ich würde nämlich vorrangig auf Stoppelfeldern, und/oder ungemähten Wiesen fliegen, bzw beim Einpacken ins Auto bin ich meistens auch unvorsichtig:cool:.

Lg

excel102
04.09.2014, 15:57
Hallo!
Ok danke für den Hinweis. Stimmt, der Motor kostet wirklich nicht die Welt!
Was mich noch interessieren würde ist wie empfindlich die Oberfläche ist.
Muss man da wirklich höllisch aufpassen, oder steckt der auch was weg?
Ich würde nämlich vorrangig auf Stoppelfeldern, und/oder ungemähten Wiesen fliegen, bzw beim Einpacken ins Auto bin ich meistens auch unvorsichtig:cool:.

Lg

Hi!

Also ich würde dir empfehlen sehr sorgsam mit diesem Flieger umzugehen! Die Oberfläche ist schon sehr druckemfindlich und man hat bei unsachgemäßer Behandlung schnell mal ne Delle drinnen. Das liegt an der Positivbauweise, die hat dafür aber andere Vorteile, Robustheit gehört sicher nicht dazu.
Zum Einpacken in das Auto würde ich dir dringend Flächenschutztaschen oder noch besser einen stabilen Transportkarton anraten.
Landen auf Stoppelfelder würde ich dir nicht empfehlen, das wird ohne Schaden nicht gehen, Gras in welcher Länge auch immer aber ist sowieso ok. Wenn du es dir zutraust, kannst du auch eine Landung in die Hand machen: der Q12 ist ja fast auf HLG Geschwindigkeit - allerdings sollte man des Fliegerles Eigenheiten schon gut kennen und alles richtig eingestellt haben, bevor man so zur (Lande)Tat schreitet.

mfg

jimmy.laessig
05.09.2014, 21:30
Ok Danke!
Werd aber mal was anderes bauen. Aber aufgeschoben ist ja nicht aufgehoben...

excel102
29.06.2015, 11:28
Der Q12 hat auch auf dem Hang eine gute Figur gemacht und so manchen Kollegen mit den dargebotenen Flugleistungen überrascht! Mit ca. 100 gr Ballast, also ca. 650 gr Abflugmasse ließ sich der Q12 recht anständig bewegen. Thermikblasen ließen sich damit noch hervorragend auskreisen.

Was man bedenken sollte: Trotz der geringen Landegeschwindigkeit braucht man ein steinfreies Fleckerl um den Q12 ohne Macken heil runter zu bringen.

Ein kleiner Videoschnipsel von der Sommeralm:


https://youtu.be/CwnuTY_VAHM

excel102
29.06.2015, 12:04
Größenvergleich ;) : mit einem Blaster 3 (Spannweite 1,5 m)
Was ins Auge sticht ist die hohe Streckung des Q12 Flügels....



1369911



1369908


Zum Schutz des edlen Geräts: Praktische Transportbox mit allem drinnen was man so braucht...

1369909

excel102
30.06.2015, 17:59
Das Video noch mal zum direkt klicken :)


https://www.youtube.com/watch?v=CwnuTY_VAHM&feature=youtu.be

Voll GFK
14.06.2016, 21:37
Hab jetzt auch einen aufm Bautisch liegen. So ein schönes Teilchen, Kohle-Kevlarrumpf, leicht etc.
Superschön gemacht, wenn nicht.....
die Anlenkungen drauf müssten. Mein Inneres sträubt sich endlos. Frage: Kann man die Anlenkungen auch innen reinbauen, hat das schon jemand gemacht?

excel102
15.06.2016, 11:52
Hab jetzt auch einen aufm Bautisch liegen. So ein schönes Teilchen, Kohle-Kevlarrumpf, leicht etc.
Superschön gemacht, wenn nicht.....
die Anlenkungen drauf müssten. Mein Inneres sträubt sich endlos. Frage: Kann man die Anlenkungen auch innen reinbauen, hat das schon jemand gemacht?

Gratuliere zum Q12!
Ich denke, die Anlenkungen fürs Leitwerk kannst du im Heckausleger innen unterbringen. Im F3K Bereich schafft man das ja auch. Auch federbelastete Ruder mit Seilanlenkungen sollte man problemlos machen können. Viel mehr als eine bessere Optik wird es aber im Endeffekt hier nicht bringen.

Anders die Anlenkungen für Querruder und Klappen: ich hätte auch gerne was aerodynamisch Besseres und bei Landungen Unempfindlicheres gebaut. Aber wie? Die Einbauhöhe ist sehr eingeschränkt und eine Überkreuzanlenkung wäre doch nur sehr aufwändig zu machen, und beim Schaumentfernen hat man keine zweite Chance, wenns nicht exakt passt. Außerdem sind die CFK Holmgurte im Weg und die Servoschächte schon ausgeschnitten. LDS, RDS? Schön und gut, aber das sind dann doch Sachen die viel Tüftelei erfordern, wenn sie nicht vorgesehen sind und kommen normal erst bei größeren Kalibern zum Einsatz ... Kurz: auch ich fand keine vernünftige Alternative zu konventionellen Anlenkungen.

Wenn jemandem was einfällt, bitte lasst es uns wissen! :)

mfg
Andreas

BA-Biene
20.09.2017, 21:01
Hallo,

hab mir für meinen Q12 einen Klapp-Prop gebaut der besser anliegt als die käuflichen. Da der Rumpf ja stark oval ist,
mußte ich mich für eine Position entscheiden an der er optimal anliegt. Ich hab dann die breiteste Stelle gewählt.
Mittlerweile habe ich ca 30-40 Flüge mit dem Prop hinter mir, und die erreichten Höhen waren 30-50m höher als mit
dem Aeronaut(100-110m) bei einer Laufzeit von 30s, bei etwa gleichem Energieeinsatz.
Anbei ein paar Bilder

mfg Rene

ML84
20.09.2017, 22:38
hab zwar den X aber sollte ja fast die gleiche Nase haben... welche Größe nehmt ihr bei den Versatz Mittelstücken? habe Reisenauer 32mm Spinner mit 35mm Mittelstück ohne Versatz und wollte mir ein Mittelstück mit 36mm und Versatz holen habe aber keine Erfahrung mit Versatzmittelstücken. Danke für eure Hilfe

Pisaneli
17.10.2017, 10:43
Hangflug mit Q12 über Weinbergen an einem warmen Sonntag Herbst-Tag steigt.


https://www.youtube.com/watch?v=JpKi9JoguLw&feature=em-upload_owner

Anfänger2000
08.01.2018, 21:20
Hallo Markus,
Ich habe meinen Q12x gerade fertiggestellt. Ich verwende eine Spinner von hyperflight.co.uk.



1905073



Das Foto ist leider auf dem Kopf, zeigt aber gut wie der Spinner mit Duchmesser 32mm passt.
Ich hoffe das Foto hilft.
Grüße
Thomas

ML84
28.01.2018, 13:34
Danke, werde ich mir wohl auch dort holen müssen. wie breit ist den das Mittelstück bei dem passenden Versatzspinner vl finde ich doch lokal etwas.

Cocobolo
10.02.2018, 17:09
Hallo,
Ich habe mir ebenfalls einen Q12x zugelegt, da ich bislang nur Schaum geflogen bin und nun etwas hochwertiges wollte.
Ich bin kein erfahrener Modellbauer und nun tun sich mir immer wieder neue Fragen auf.
Brauche ich einen 7 Kanal Empfänger und muss ich aufgrund der Carbonverstärkung des Rümpfe einen Carbon Empfänger haben?

Linsi79
10.02.2018, 21:04
Hallo,

du brauchst auf alle Fälle einen Empfänger, bei dem du die Enden des Empfängers nach außen legen kannst. Ich habe bei mir rechts und links im Rumpf ein 3mm Loch gebohrt,
und die Enden des (Bei mir ein 6-Kanal-Empfänger, mehr hatte nicht Platz) damit nach draußen gelegt.

Beim Empfänger musst du halt sehen, was du an Platz dafür im Rumpf hast. Ich habe die Klappen auf einen Kanal gelegt, da ich für einen 8-Kanal keinen Platz hatte.

Herzliche Grüße

Paul

Cocobolo
11.02.2018, 14:18
Danke für die Info Paul.
Bei mir verdreht sich das HLW leicht. Scheint so, als ob die Bohrungen nicht passgenau sind und dadurch um 2 mm in jede Richtung um die Achse der Schraube verdreht.
Hat jemand das gleich Problem? Welche Gegenmassnahmen sollte ich ergreifen ( überhaupt welche).
Wird sich das überhaupt aufs Flugverhalten auswirken?
Freue mich auf Antworten
Heiner

Edge1252
13.04.2019, 23:16
Hallo Leute,

ich hoffe, jemand kann mir helfen. Ich habe mir einen Q12X zugelegt und finde aus der Beschreibung nicht heraus, wo genau der Pylon für das Höhenleitwerk positioniert gehört. Bitte um eure rasche Hilfe. Danke.

excel102
14.04.2019, 02:07
Hallo Leute,

ich hoffe, jemand kann mir helfen. Ich habe mir einen Q12X zugelegt und finde aus der Beschreibung nicht heraus, wo genau der Pylon für das Höhenleitwerk positioniert gehört. Bitte um eure rasche Hilfe. Danke.

Servus, ich weiß nicht welche Bauanleitung oder Pläne jetzt aktuell beiliegen, aber auch bei meinem war da kein Maß angeben - also dann halt ein paar Millimeter vor dem Seitenleitwerk, das wiederrum bündig am Ende des Rumpfs festgeklebt wird. Ob du das HLW ein paar Millimeter nach vorne oder hinten verschiebst spielt wirklich keine Rolle.
Wichtig ist, dass die EWD stimmt und das HLW parallel und das SLW senkrecht zum Flügel ist! Siehe auch ältere Beiträge in dem Thread...

mfg

Edge1252
14.04.2019, 06:43
Ok. Danke für die Info. Welche EWD sollte eingestellt werden? Auch hier gibt es keine Info.

excel102
14.04.2019, 13:12
Ok. Danke für die Info. Welche EWD sollte eingestellt werden? Auch hier gibt es keine Info.

"In der Anleitung wird darauf hingewiesen, dass die Profilsehne des HLW mit der Achse des Heckauslegers parallel sein sollte" siehe Posting #22 (http://www.rc-network.de/forum/showthread.php/359287-Q12-von-Ho%C5%99ej%C5%A1%C3%AD?p=2973560&viewfull=1#post2973560)-#24 wobei die Zeichnung und Formel in #22 nicht stimmen - #24 ist korrekt...

Edge1252
21.04.2019, 07:59
Hallo Leute,

ich habe eine Frage zur Flugphase Speed. Laut Anleitung sollte man diese wie folgt einstellen:
Flaps (ailerons and brakes) flat bottom airfoil - Klappen (Querruder und Wölbklappen) untere Profilseite

Was heißt das nun genau? Wie habt ihr das eingestellt?
Meiner Meinung nach sollte man die Klappen ein wenig nach oben stellen! Ich habe das mal kurz im Paint gezeichnet, wie ich denke, dass dies richtig ist!

2120784

excel102
21.04.2019, 15:39
Flache Unterseite heißt, dass du ein Lineal an die Flächenunterseite legst und dann stellst die Klappen und Querruder so ein, dass sich kein Spalt ergibt. Da das unverwölbte Profi an der Unterseite leicht nach unten abfällt ist die gerade Unterseite dann die Speedstellung - das macht schon Sinn. Wenn du die Klappen bündig zum Mittelteil einstellst, ist das die Stellung für die Normalflugphase. Thermikstellung entsprechend nach unten. Querruder und Wölbklappen würde ich synchron einstellen, d.h. bei der Endleiste beim Übergang der Klappen zu Querrudern ergibt sich keine Kante - bei allen Flugphasen. Wenn du alles nach Herstellerangaben einstellst, solltest du beim Erstflug keine Probleme haben, die Ausschläge modifizieren und an deine Bedürfnisse anpassen kannst du später immer noch.

excel102
17.09.2019, 01:20
Und wenns mal nicht trägt: auch sowas ist möglich mit einem Q12...
Ich mag dieses Modell immer mehr!


https://www.youtube.com/watch?v=o1JZBKN-NgU