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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Timon von Art-Hobby



redpyle
21.08.2013, 13:09
Servus!

Hat denn niemand bisher nen Baubericht oder ähnliches vom
Timon oder Velvia von Art-Hobby gemacht?

Falls ja: Bitte hier veröffenltlichen!
Falls nein: Werd ich wohl einen machen, falls interesse daran besteht...

Gast_46583
21.08.2013, 13:23
Es gab Super-Tipps zum Finish !

redpyle
22.08.2013, 16:26
Aber nen "richtigen" Baubericht hat noch keiner gemacht oder???

SdN
22.08.2013, 16:53
Aber nen "richtigen" Baubericht hat noch keiner gemacht oder???

Ich hab zwar grad nicht gesucht, aber insgesamt gibt es nicht allzu viel über Arthobby Segler, sodass es immer wieder schön ist neue Ideen beim Aufbau zu finden und dann beim nächsten Modell umsetzen zu können. Von daher: Immer her mit dem Baubericht. :)

Andreas60
24.08.2013, 23:42
Hallo,
ich fliege seit ein paar Jahren einen Timon und bin völlig begeistert. Er ist mein absoluter Lieblings-Segler. Ich finde es erstaunlich, dass so wenig über ihn zu finden ist im Internet, obwohl ihn viele kennen und schätzen. Von daher fände ich ebenfalls einen Baubericht klasse.
Aus meiner Sicht wären beim Bau folgende Dinge zu berücksichtigen:

- Das V-Leitwerk ist zu brüchig. Es muss unbedingt verstärkt werden – oder noch besser: gleich ein ganz neues in Stäbchen-Bauweise oder mit kreisförmigen Aussparungen bauen, um Gewicht durch zu viel Verstärkung zu sparen, aber trotzdem noch mehr Stabilität zu bekommen. Meiner Meinung nach verträgt der Timon aber auch ein bisschen mehr Gewicht. Er bekommt dann mehr Durchzug am Hang und bleibt unglaublich Thermik-sensibel.
- Die Tragfläche würde ich unbedingt mit einer zweiten Schraube vorne sichern. Dafür muss man allerdings einen kleinen Holzklotz in die Tragfläche einsetzen, um das Bohrloch stabil genug zu bekommen, da Furnier und Styropor zu labbrig als Halt wären. Der Metallstift vorne reist sonst bei härteren Landungen das Bohrloch im Rumpf vorne auf. Das bekommt man danach nicht mehr gut stabilieisert.
- Den Bereich unter der Tragfläche sollte man mit Kohle stabilisieren, sonst reißen die Ränder durch die Belastung der Tragfläche ein und die gesamte Befestigung der Tragfläche wird wackelig.

Das sind alles nur Details – wie ich finde jedoch wichtige – die dazu beitragen das Potential dieses herausragenden Seglers wirklich ausnutzen zu können: sein Ansprechen selbst auf kleinste Aufwinde mit einem fantastischen Gleitwinkel selbst bei schwachen Bedingungen sowie erstaunliche Schnelligkeit und Wendigkeit im Hangwind.

Viel Freude und Erfolg beim Bauen
Sowie natürlich anschließend beim Segeln!

Andreas

redpyle
27.08.2013, 01:01
Danke Andreas für die Tipps!

Das verstärken des Leitwerks stand schon auf meinem Plan, ebenso wie ne zweite
Einschlagmutter zur besseren Befestigung der Tragfläche. Ich weiß nur nicht genau
was du mit dem einreißen der Ränder unter der Tragfläche meinst -ich vermute mal den
Bereich im Rumpf an den Tragflächenbefestigungen (also um die Einschlagmuttern herum).
Der kommt mir nämlich etwas labil vor.
Da hab ich vor nen Hartholzstreifen reinzumachen um den Enschlagmuttern halt zu geben.
Ansonsten werden als Trägflächenverbindung im Mittelteil zwei Mehrschichtplattenstücke
als "Holmersatz" eingebaut die auch gleich die Verstärkung für die Verschraubung der Tragfläche
am Rumpf sein werden. Die beiden kleinen weichen Holzklötzchen die im Bausatz dafür vorgesehen sind,
sind mir einfach zu klein und zu weich! ;)
Das hab ich bei meinem IBIS auch schon so gemacht.
Des weiteren werd ich noch Wölbklappen einbauen, um das Landen an kurzen Hangwiesen
einfacher zu machen. (Ich wollte eigentlich nen Velvia der diese schon hat, der war aber nich Lieferbar ;)
Betreiben werd ich das ganze mit 2 LI-FE Zellen.

Ich bin gern für weitere Tipps offen!

redpyle
27.08.2013, 15:00
1040824

So kommt der kleine aus der Schachtel:
Gut verpackt und in super Qualität.

redpyle
10.09.2013, 00:41
Sodale, die ersten Bilder sind geschossen und bearbeitet:

Das verschleifen der Randbögen:
(auf dem Bild ist die rechte Fläche -unten ist also oben;) )

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Die Holzzunge zum verstärken der Tragflächenbefestigung und zur
aufnahme der Einschlagmuttern:

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Die Endrippen verschliessen die Flächenteile.
Im Bauplan wäre dafür Glasmatte vorgesehen,
dadurch wären aber Stoß und Übergang zwischen den
Flächenteilen nicht so sauber:

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Das Sevobrettchen:

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einpassen im Rumpfboot:

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und einharzen:

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Die kleinen Holzklötzchen die dem Bausatz beiliegen sind mir
etwas zu klein und zu weich. Daher habe ich längere
Mehrschichtstäbe angefertigt. Das gibt eine bessere Kraftübertragung
in die Flächen für`s spätere flitschen:

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Mit Holzleim fixiert:
Das Leitwerk vor dem beglasen der Verbindung.
Die Unterseiten sind bereits mit 25g Glasmatte belegt um mehr
Stabilität zu bekommen:

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Die bereits verklebten Flächenhälften vor dem beglasen.
Ich habe den Kabelkanal und die beiden Bohrungen angezeichnet und
hoffe, dass ich sie auch nach dem beglasen noch sehe! ;)

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redpyle
11.10.2013, 23:46
.


Das laminieren des Flächenmittelteils:

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Die Befestigung des Leitwerks im Einzelnen:

Die weißen Kunststoffmuttern werden in den Rumpf geharzt,
die schwarzen Scheiben verteilen die Kraft besser ins Leitwerk.

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Das Flächenmittelteil:

Die Wölbklappen sind mit Filzscharnieren direkt zwischen dem Pappelfurnier
und der Verkastung angeschlagen. Ich mag keine Tesa-Scharniere, und so
kann ich die Klappen ohne viel anschleifen trotzdem bis 90 grad fahren.

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Die Querruder habe ich mit Silikonscharnieren angeschlagen:

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Die Fläche im ganzen:

Von Oben

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Von Unten

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Das Rumpfboot:

Vorne etwas Platz für Blei, dahinter ein 2S Lipo als Bordversorgung,
dann ein Stück Filz unter dem sich Spannungsregler und Empfänger verstecken,
dahinter der Schalter und schließlich die Servos für`s Leitwerk.
An der Flächenauflage kann man den Sub-d-Stecker für die Tragfläche sehen.

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STB
12.10.2013, 12:55
Sehr sauber :)

Immer weiter so...

LG, Stefan

(Misst, kann mal jemand den Smiley weg nehmen :rolleyes: )

redpyle
12.10.2013, 13:20
.


Danke Stefan!

Langsam gehts der Fertigstellung entgegen... :)
Mein Zielgewicht kann ich wie immer nicht einhalten. :rolleyes:
Naja, 700g mit Wölbklappen UND Hochstarttauglich war wohl auch etwas zu optimistisch :p
Ich schätze mal das Abfluggewicht wird so bei knapp 800g liegen.
Ist aber trotzdem noch voll im Rahmen denk ich.

psimon
12.10.2013, 13:34
Auch von mir ein grosses Bravo!
800g geht voll in Ordnung.
Arthobby Segler sind einfach :cool:
sehr schöne Bausätze, gute Bauanleitungen (knapp aber präzise) und zur Krönung sehr gute Flugeigenschaften.
Da wirst du beim Fliegen viel Spass haben und Obenbleiben, wenn andere noch auf Wind warten...:D
LG Peter

alpensegler
12.10.2013, 19:12
@ Mario
ist schön geworden dein Timon, Gratulation. Ich fliege seit dieser Saison einen Boar C-2m, gleiche Grösse wie der Timon, aber mit K Leitwerk.
Ich habe den Innenflügel mit 2 Bremsklappen ausgestattet, da ich viel am Hang fliege. Der Boar ist 800 Gr. schwer und ich bin von den Flugeigenschaften
absolut begeistert. Fliegt bereits bei sehr schwachen Bedingungen und ist auch noch bei starkem Wind (nicht unbedingt die richtigen Bedingungen)
recht gut unterwegs und immer sicher kontrollierbar.

redpyle
12.10.2013, 19:47
.


Na das hört sich doch super an, genau das ist eigentlich sein
Einsatzgebiet. Zum Hang testen und schnüffeln nach Thermik wenn
ich keine Lust auf die großen hab.
Übrigens, danke für die Blumen ;)

redpyle
17.10.2013, 17:46
.



noch die letzten Bilder vor der Fertigstellung:

Das ausschneiden der Servoschächte und verstärken mit 25g Glasmatte

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Die Deckel habe ich mit nem Cutter-Messer schräg herausgetrennt
und kann jetzt alles wieder damit verschließen.

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Der Sub-D-Stecker

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Fertig...

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Nach dem erfolgreichen Erstflug heute:

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