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Das Problem
Bestimmt hat jeder von uns einmal seine LiPo-Akkus unbeaufsichtigt geladen,
sei es ein paar Stunden am Nachmittag oder über Nacht. Sicher hat
auch der Eine oder Andere ein seltsames Gefühl dabei gehabt. Hörte
man doch Anfangs von brennenden oder gar explodierenden Akkupacks. Die
Technik auf diesem Gebiet ist gegenüber den Anfängen weiter
fortgeschritten, dennoch können Defekte in den Zellen schwerwiegende
Folgen haben. Hört man sich unter den polymerinfizierten Modellpiloten
um, hat jeder seine eigene Methode, dies zu verhindern - ein Blumentopf,
eine Kiste mit Sand, ja sogar ein leeres Terrarium wurde schon entsprechend
zweckentfremdet... doch es geht auch einfacher!

Der Minibackofen
Der primäre Grund für die Anschaffung eines dieser Backöfen
war eigentlich, dass darin SMD-Platinen im
"Reflow"-Verfahren gelötet werden sollten. Dieser Ofen eignet sich
aber auch sehr gut als "Anti-Fire-Box" für praktisch alle Akkutypen.
Man bekommt die Geräte bei den bekannten Discountern für etwa
25€, im Auktionshaus schon ab 5€. Sie sind bestens für
unsere Zwecke geeignet, da sie eine hitzefeste Glassscheibe besitzen,
wodurch der Ladevorgang stets beobachtet werden kann (z.B. bei Verwendung
eines Balancer). Soll das Gerät nur zum Schutz unserer Akkus dienen,
muss es elektrisch nicht einmal funktionieren. Diese Öfen bekommt
man in sehr vielen verschiedenen Größen und hat so die Möglichkeit,
auch große Akkupacks samt Balancer unterzubringen.

Eine kleine Hürde stellt noch die Herausführung des Ladekabels
dar. Man hat hier die Möglichkeit, das Kabel einfach in die Ofentüre
zu klemmen, oder, wie hier geschehen, eine Durchführung in die Ofenwand
zu integrieren. Diese besteht beispielsweise aus einer gedrehten Polyamid-Hülse.
Bevor nun die Durchführung für das Kabel geschaffen wird, sollte
das Gerät komplett entkernt werden, d.h. alles was nach Elektronik
aussieht, ist bei spannungslosem Zustand zu entfernen. Besonders wichtig
ist die Entfernung des Netzkabels, damit keine unkundigen Personen das
Gerät ans Netz stecken können. Wir benötigen wirklich
nur das absolut leere Gerätegehäuse! Wer sich das Öffnen
des Gerätes nicht zutraut, kann auch einfach das Netzkabel an der
Gehäuserückwand mit einem Seitenschneider durchtrennen - natürlich
ebenfalls in spannungslosem Zustand! Die Frage bezüglich Garantie
auf ein derartig modifiziertes Gerät sollte sich erübrigen.
Im Betrieb sollte noch darauf geachtet werden, das Gerät nur auf
möglichst feuerfestem Untergrund zu betreiben. Unterlagen aus leicht
brennbaren Materialien wie Stoff, Teppichen etc. sind absolut zu meiden!
Mit diesem preiswerten Schutz ist das Laden der Akkus ab sofort ein Stück
sicherer - viel Spaß damit.
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