RC-Network.de
RSS Forum RSS 2.0      Startseite Startseite
 
 
FORUM MAGAZIN WIKI BLOGS LOUNGES KALENDER HANGFLUG RCNVV WERBUNG BÖRSE VEREIN  

LiPo-Anti-Fire-Box

Stefan Sauer

Das Problem

Bestimmt hat jeder von uns einmal seine LiPo-Akkus unbeaufsichtigt geladen, sei es ein paar Stunden am Nachmittag oder über Nacht. Sicher hat auch der Eine oder Andere ein seltsames Gefühl dabei gehabt. Hörte man doch Anfangs von brennenden oder gar explodierenden Akkupacks. Die Technik auf diesem Gebiet ist gegenüber den Anfängen weiter fortgeschritten, dennoch können Defekte in den Zellen schwerwiegende Folgen haben. Hört man sich unter den polymerinfizierten Modellpiloten um, hat jeder seine eigene Methode, dies zu verhindern - ein Blumentopf, eine Kiste mit Sand, ja sogar ein leeres Terrarium wurde schon entsprechend zweckentfremdet... doch es geht auch einfacher!

Minibackofen

Der Minibackofen

Der primäre Grund für die Anschaffung eines dieser Backöfen war eigentlich, dass darin SMD-Platinen im "Reflow"-Verfahren gelötet werden sollten. Dieser Ofen eignet sich aber auch sehr gut als "Anti-Fire-Box" für praktisch alle Akkutypen. Man bekommt die Geräte bei den bekannten Discountern für etwa 25€, im Auktionshaus schon ab 5€. Sie sind bestens für unsere Zwecke geeignet, da sie eine hitzefeste Glassscheibe besitzen, wodurch der Ladevorgang stets beobachtet werden kann (z.B. bei Verwendung eines Balancer). Soll das Gerät nur zum Schutz unserer Akkus dienen, muss es elektrisch nicht einmal funktionieren. Diese Öfen bekommt man in sehr vielen verschiedenen Größen und hat so die Möglichkeit, auch große Akkupacks samt Balancer unterzubringen.

Minibackofen

Eine kleine Hürde stellt noch die Herausführung des Ladekabels dar. Man hat hier die Möglichkeit, das Kabel einfach in die Ofentüre zu klemmen, oder, wie hier geschehen, eine Durchführung in die Ofenwand zu integrieren. Diese besteht beispielsweise aus einer gedrehten Polyamid-Hülse. Bevor nun die Durchführung für das Kabel geschaffen wird, sollte das Gerät komplett entkernt werden, d.h. alles was nach Elektronik aussieht, ist bei spannungslosem Zustand zu entfernen. Besonders wichtig ist die Entfernung des Netzkabels, damit keine unkundigen Personen das Gerät ans Netz stecken können. Wir benötigen wirklich nur das absolut leere Gerätegehäuse! Wer sich das Öffnen des Gerätes nicht zutraut, kann auch einfach das Netzkabel an der Gehäuserückwand mit einem Seitenschneider durchtrennen - natürlich ebenfalls in spannungslosem Zustand! Die Frage bezüglich Garantie auf ein derartig modifiziertes Gerät sollte sich erübrigen.

Im Betrieb sollte noch darauf geachtet werden, das Gerät nur auf möglichst feuerfestem Untergrund zu betreiben. Unterlagen aus leicht brennbaren Materialien wie Stoff, Teppichen etc. sind absolut zu meiden! Mit diesem preiswerten Schutz ist das Laden der Akkus ab sofort ein Stück sicherer - viel Spaß damit.

 

Stand: 22.01.2007