Align 3GX haut mir meinen 500er grundlos um

Hallo

ich habe wiedermal ein Problem.

Ich habe nach einem Absturz meinen T-Rex 500 auf Flybarless umgerüstet. (Align 3GX, Align DS510m Servos auf Taumelscheibe und das Rigid Umbau Komplettset von Freakware, Align 3G Rotorblätter).

Auch alle Grundeinstellungen habe ich wie in der Deutschen Anleitung Beschrieben getätigt und mehrfach Kontrolliert.
Vorher habe ich das 3GX noch auf die Version 2.1 Aktualisiert.

In der PC Software habe ich alle Einstellungen belassen wie sie waren.

1 Start ---- Der Heli ist sehr Giftig und etwas Ungewohnt zu Fliegen nach 1 minute bin ich wieder gelandet.
2 start ---- Habe ca 40% Expo auf Nick und Roll eingestellt, nun flog der Heli für mich beherschbarer. Nach 5 Minuten sauber gelandet.
3 Start ---- am nächsten Tag, es ist absolut Windstill und ich habe keine Einstellung verändert. Der Motor dreht hoch auf ca 2200 Umdrehung ich wollte grade abheben (noch keine steuerimpulse) als der Heli sich Plötzlich nach links neigt und die Rotorblätter in den Boden bohrt.
Gegensteuern war für mich nicht mehr möglich.

Was soll ich davon Halten? Gibt es beim Flybarless irgent etwas zu beachten beim Start oder sind doch einstellfehler dafür verantwortlich?

Das ganze tut mich schon sehr verunsichern.

Grüße Steve
 
Bei FBL gibt es 2 grundsätzliche Problempunkte, die man im Griff haben muß. Erstens sind viele BEC´s zu schwach, um mit der erhöhten Belastung durch die stärker geforderten Servos fertig zu werden. Besonders die kräftigen, schnellen Align und Savöx Servos können wahre Stromfresser sein, wo Leistung raus kommt, muß auch entsprechend Leistung reingesteckt werden. Bei höheren Außentemperaturen sind deswegen schon viele FBL-Helis scheinbar grundlos umgekippt oder unsteuerbar vom Himmel gefallen, die vorher bei niedrigeren Temperaturen noch zuverlässig geflogen sind. Zweitens sind es manche Vibrationsfrequenzen, die ein FBL-System durcheinander bringen können. Meist die Frequenzen, die durch Lagerschäden an Motor, Zwischenwelle oder Heckrotor entstehen und die man beim Paddelheli oft gar nicht bemerkt. Auch ein nicht gewuchteter Heckrotor kann ein FBL-System stören.

Starten und landen kannst du mit einem FBL-System ganz normal.
 
Na ja also Temperatur hatten wir so um die 20 Grad.
Das bec kommt von meinem YGE Regler. Diesem habe ich am Empfänger und nicht am 3gx angeschlossen.
Vielleicht ist das nicht so gut?

Und mit dem wuchten der rotorblätter habe ich es nicht so, allerdings kaufe ich immer originale Blätter. Da sollte Mann schon denken das die ganz gut gewuchtet sind.
 
Na ja also Temperatur hatten wir so um die 20 Grad.
Unkritisch, da darf noch nix überhitzen.

Das bec kommt von meinem YGE Regler. Diesem habe ich am Empfänger und nicht am 3gx angeschlossen.
Vielleicht ist das nicht so gut?
Wieviel A liefert das BEC? 3 A Dauer, 5 oder 6 kurzzeitig? Das wäre für einen 500er FBL zu wenig Sicherheitsreserve. Beim 500er FBL würde ich ein BEC mit mindestens 6 A Dauerbelastbarkeit bei 5 oder 5.5 Volt einsetzen. Mehr ist immer besser, auch wenn es "oversized" erscheint. Und pro 2.5 A je einen Stecker für den Strom in den Empfänger stecken, denn die Servostecker sind nur für bis zu 2.5 A gut.

Und mit dem wuchten der rotorblätter habe ich es nicht so, allerdings kaufe ich immer originale Blätter. Da sollte Mann schon denken das die ganz gut gewuchtet sind.
Die einzigen Blätter, die ich noch nie nachwuchten mußte, sind die von Helitec. Bei Blattschmied hatte ich erst einmal einen fehlerhaften Satz, den ich aber anstandslos und schnell ersetzt bekommen hatte, super Service. Align, Spinblades und noch 1 - 2 andere Markenblätter mußte ich schonmal nachwuchten. Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser. Oft sind die Blätter ja in Ordnung und gut gewuchtet, aber bei FBL kann man sich keine kleine Unwucht erlauben. Ein Paddelheli steckt so eine kleine Unwucht noch locker weg, ein FBL-System kann dadurch schon zum ausflippen gebracht werden.

Hat ein FBL-Heli eine überdimensionierte Stromversorung mit Sicherheitsreserven und ist fast ganz vibrationsfrei, hat man damit in der Regel keine Probleme.
 
Der hat die üblichen 3A bec eingestellt ist er auf 6V (telemetrie sagt das 6,3V am Empfänger ankommen.
Mit den 2,5a pro Kabel wie soll ich das machen es gibt ja nur 1 versorgungsanschluss am 3gx. Oder sollte der Regler doch direckt an das 3gx ran ?

Mit dem wuchten werde ich mich dann doch mal beschäftigen.
 
Eigentlich arbeiten die YGE doch auf 5.5 Volt beim BEC, so kenne ich die zumindest. 6.3 Volt laut Telemetrie ist etwas arg viel, da arbeiten die Servos wahrscheinlich hart an ihrer Spannungsgrenze oder schon drüber. Bei den Align Digiservos merkt man kaum einen Unterschied in Geschwindigkeit und Kraft von 5 Volt auf 6 Volt, der Stromverbrauch steigt bei 6 Volt aber deutlich an. Ein 3 A BEC schafft das auf keinen Fall, spätestens beim kräftig reinlangen in die Knüppel bricht die BEC-Spannung ein, der Empfänger steigt aus und bootet neu. Das geht bei einigen ja recht schnell, aber das FBL-System kann unter Umständen nicht neu initialisieren, da der Heli sich bewegt. In dieser Zeit kann der Heli schon längst eingeschlagen sein. Wenn jetzt der Heli noch durch minimal unwuchtige Blätter leicht schwingt, versucht das FBL-System, diese Bewegungen schon am Boden zu korrigieren. Das bedeutet: hoher Stromverbrauch der Servos und damit verbunden eine hohe BEC-Belastung.

90 % der FBL-Helis, die ich von meinen Kumpels als "unfliegbar" zum "zähmen" bekommen habe, litten unter mangelnder BEC-Leistung und entsprechenden Aussetzern. Meist wurde auf das "s****ß FBL-System* geschimpft, dabei funktionierte das später mit stärkerem BEC einwandfrei und problemlos. Die restlichen 10 % waren Unwuchten und Einstellungsfehler. Einmal hatte ich wirklich ein nicht sauber arbeitendes 3G in den Händen, das auf Garantie ausgetauscht wurde, das neue funktionierte gut.

In den meisten Fällen habe ich das Hercules BEC mit 5.3 Volt Einstellung verbaut, das ist zwar teuer, aber inzwischen wollen meine Kumpels kein anderes mehr haben.

http://www.world-of-heli.de/elektronik/becs/hercules-super-bec-14s-lipo-10-ampere.html

Ich bin zu 99 % sicher, daß deine Probleme mit einem stärkeren BEC und einer Kontrolle des Helis auf Unwuchten und deren Beseitigung, falls vorhanden, behoben werden können.
 
Ja du hast recht der yge läuft nur mit 5,5V ich habe das mit einem meiner externen bec's verwechselt.
Auf alle Fälle werde ich alles auf vibrationen kontrollieren und meine Stromversorgung verbessern .

Danke für die schnelle Hilfe. Werde mich in 2-3 Wochen wieder melden. Eher schaffe ich es nicht.

Grüße Steve
 
So es gibt wieder was neues.

Ich habe mir jetzt einen Satz Rotorblätter vom Blattschmied bestellt, ein Externes Bec mit 6A dauer und 8A kurtz und habe die Heckrotorblätter gewuchtet (was nötig wahr).
Auserdem habe ich mein DES 586BB Heckservo gegen ein Align DS 520 Getauscht.

Soll ich dann das Bec direkt in das 3GX stecken und vom 3GX zum Empfänger oder Andersrum ?
Wo habt ihr das 3GX beim T-Rex 500 hingeklebt? Empfängerplatte oder Übers Heckrohr?


Grüße
 
Wenn die Empfängerplatte aus flexiblem Kunststoff ist, hat ein Stabi da nix drauf zu suchen. Entweder die Empfängerplatte aus Alu nehmen oder ab auf die Gyroplattform über dem Heckrohr damit. Die Stromversorgung am besten doppelt oder dreifach auslegen, also in den Empfänger und das 3GX.

Blattschmied Blätter sind gut und nicht zu teuer, paßt - wenn du die FBL-Blätter genommen hast, wovon ich ausgehe. Heckblätter wuchten, mal gut daß ich das erwähnt habe, nicht wahr ;) die habe ich schon öfter als "Quelle des Ärgernisses" bei den Helis meiner Kollegen identifiziert. Wenn jetzt noch die Heckantriebswelle (falls dein Heli einen Starrantrieb hat) kerzengerade ist und somit keine Schwingungen verursacht, ist der Heli ja fast schon wieder startklar. 6 A Dauer vom BEC klingen auch vernünftig, Wenn möglich, stell es erstmal auf 5 Volt und nicht auf 6. Besonders wegen dem Align Heckservo, die Dinger sind halt Stromfresser. Mit 5 Volt bekommt man sie im Stromverbrauch zahmer, ohne daß man viel an Leistung verliert. Als Normalpilot merkt man da eher keinen oder nur einen sehr geringen Unterschied.

Was bleibt noch zu tun übrig? Nicht viel, außer vielleicht die Stabilisierung ein wenig zu reduzieren. Mit zuviel Stabilisierung kann es den Heli auch durch aufschaukeln umwerfen, besonders wenn man bei Wind startet. Da dir der Heli bei Windstille umgekippt ist und vorher bei wahrscheinlich etwas Wind nicht, dürfte die EInstellung aber passen und es lag eher an Vibrationen. Vielleicht per Dual-Rate noch ein wenig die Wege der Taumelscheibe reduzieren, damit der Heli etwas mehr entgiftet wird. 10 - 20 % D-R auf Nick und Roll können schon den Unterschied zwischen einer giftigen Zimtzicke und einem perfekt steuerbaren Heli ausmachen, der immer noch schön wendig ist. Ich persönlich fliege ganz ohne Expo, aber mit genau für mich angepaßten Werten bei Dual-Rate. Du kannst auch per Dual-Rate den Gesamtausschlag etwas reduzieren und für feine Korrekturen mit Expo fliegen, da muß Jeder seine für sich optimale Einstellung erfliegen.

Viel Spaß und Erfolg bei den nächsten Flügen :)
 
So wieder ein neuer Versuch, wieder ein neuer absturtz. Bin normal Ca 3 Minuten geflogen (ohne Probleme) dann wollte Ich landen und siehe da das Heck bricht aus und dreht sich ohne Ende . Fazit: wieder 100 Euro reperatur. Konsiquenz: all Mülltonne!!!
Danke für eure tips.
 
Hallo Steve,

mich würde persönlich interessieren was Du für einen Sender/Empfänger/System verwendest.
Wartest Du eigentlich immer die Initialisierung der Elektronik ab (das kurze auf und ab der TS Servos)
und handelt es sich um einen originalen Align T-Rex 500 ?


Tut mir leid um deinen Heli :(

Gruß Wendy
 
Dem schließe ich mich an, sowas ist Mist... vielleicht liegt der Fehler irgendwo anders, wo wir ihn nicht vermuten.
 
Originaler align t-rex 500
Mc22 umgebaut auf frsky 2,4 GHz mit passenden 8 Kanal Empfänger
Und die Initialisierung warte Ich auch immer ab.
 
Wir kennen aehnliche Probleme in Verbindung mit Spektrum Empfaenger.
Das dürfte damit wohl auszuschliessen sein. FRSky verwenden wir selber und
hatten bisher keine Probleme.

Es ist schwer eine Ferndiagnose zu stellen, auch wenn man selber fast identische Hardware verwendet.

Ich wünsche Dir, dass Du dein Problem in den Griff bekommst
 
Hi,

klingt nicht gut. Ich hatte an meinem gebraucht gekauften 2. 500er Rex mal ein ähnliches Problem. Kurz nach dem Start ist der 2-3 mal in 2 Metern Höhe einfach nach links weggekippt und abgestürzt. Nach dem ich alle Servos erneuert habe, das 3G gegen ein Beastx getauscht habe und HRW erneuert habe, war es leider immer noch kritisch. Die Ursache war ein leicht eierndes Hauptrotorzentralstück. Nachdem ich dort ein neues verbaut habe, flog der 500er einwandfrei. Das alte 3G fliegt ein Kollege problemlos in seinem 500er CF und die alten Servos verrichten Ihren Dienst einwandfrei in einem Protos vom Kollegen.

Wie Schorch schon schrieb, liest sich Deine Fehlerbeschreibung nach Vibrationsfehlern. Auf BEC würde ich mal nicht tippen. In allen meinen Helis (450er und 500er Rexe) ist als Regler ein Robbe Roxxy 960-6 mit 3A BEC und 5A Spitze. Servos im 500er sind die stromfressenden Futaba 9650 an der TS und ein 9257 am Heck und im anderen 500er an der TS die Hitec 5245. Beide mit Beastx. Geht alles ohne Probleme.

Ich würde den Heli erstmal ohne Heckblätter und ohne Rotorkopf komplett hochdrehen lassen und schauen, ob Vibrationen auftreten. Dann den Kopf ohne Blätter drauf und die selbe Prozedur. Dann die Heckblätter drauf und nochmal. Wenn er über alle Drehzahlbereiche ohne Vibs ist, bist Du ein gutes Stück weiter. Schau auch mal von oben auf den Kopf und checke, ob die Schraube der Kopfbremse eiert. Wie gesagt, bei meinem 2. 500er war das die Ursache.

Meine Blätter wiege ich auf das 100stel Gramm aus und packe die dann noch auf die Blattwaage.

Der beste Platz für ein FBL System ist meiner Meinung nach die Gyroplattform. Die ist stabil und weit genug weg vom Motor und anderen elektrischen Einflüssen. Das Klebepad sollte geeignet sein und die Kabel zum 3GX sollten "frei schwingen" können, damit keine Vibs zum 3GX übertragen werden. Kabelbinder erst im 2cm Abstand vom 3GX.

Dann sollte es eigentlich gehen. Viel Erfolg und ich drücke die Daumen.

Gruß

Udo
 
Ja mit riemenantrieb. Habe ihn mittlerweile wieder auf padelstange umgebaut.
Das nächste fbl System wird ein v-stabi werden weil clubkamaraden mir dann bei der Einstellung helfen können.
Außerdem kaufe Ich einen fbl heli und kein umbausatz mehr .
 
Also ich fliege auch ein 500er Trex mit Riemen und umgebaut auf fbl mit 3G Elektronik und es funktioniert bestens ohne probleme :)

Grüße
Sepp.
 
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