Alternative zur Seilzug-Überkreuzanlenkung gesucht

Robinhood

Vereinsmitglied
Hallo,

in einem 2,90 m Stingray möchte ich eine Wasserballastflasche einbauen. Die vorgesehene Seilzuganlenkung "über Kreuz" läßt sich damit nicht mehr realisieren, weil die Flasche im Weg ist. Ich suche deshalb Möglichkeiten, wie ich die Anlenkung des Seitenruders genauso spielfrei und belastbar wie bei der Seilzuglösung hinbekomme.

Eine erste Idee war, seitlich zwei Bowdenzugrohre in den Rumpf zu kleben, in denen dünne Stahldrähte oder Stahllitzen laufen. Vorne im Rumpf lenken zwei Servos, die nahe der Rumpfwand montiert sind, gegenläufig das Seitenruder an. Hier eine grobe Skizze, bitte die Krümmungen nicht maßstäblich sehen. In Wirklichkeit würden die Bowdenzugrohre besonders im Heck ziemlich gerade entlang der Rumpfform nach vorne verlaufen. Ich möchte noch erwähnen, daß es nicht möglich ist, ein zentrales Servo hinter der Flasche zu montieren, dafür ist der Rumpf zu schmal bzw. schlecht zugänglich.

Seitenruderanlenkung.JPG

Ist das eine Schnapsidee? Würde die Kinematik durch die weit auseinanderliegenden Servos überhaupt funktionieren oder große Verspannungen verursachen?
 
Anlenkung

Anlenkung

Hallo Robin
Genau die selbe Idee hatte ich auch mal........ schon bei der Realisation habe ich gemerkt dass das so nicht gehen wird und habe es trotzdem ausprobiert. Das Problem ist dass die Servos so ständig unter Zug sind (du willst die Litzen ja sicherlich spannen) und ersten viel Strom fressen und zweitens deshalb ziemlich sicher nach kurzer zeit abrauchen. Du müsstest die Litzen über Umlenkrollen zusammenführen damit sich der Zug beider Litzen wieder egalisiert. Irgendwo hier im RCN hat jemand sowas beschrieben. Ich weis noch dass die Umlenkrollen nicht zu klein sein dürfen da sonst die Litze zu stark gebogen wird und das erzeugt widerstand.
Kannst du das Servo nicht über der Flasche rücklings einbauen? Der Stingrayrumpf ist ja hoch.

Gruss Sascha
 
Kannst du das Servo nicht über der Flasche rücklings einbauen? Der Stingrayrumpf ist ja hoch.

Nein, leider nicht, weil die Seile dann sehr schräg nach unten laufen würden. Für eine absolut gerade Linie vom Seitenruder durch die Anformungen bis zur Rumpfspitze muß das Servo auf dem Rumpfboden aufsitzend montiert werden.
 
Wenn die Litzen durch Bowenzugrohre geführt werden könnten und hoffentlich nicht zu viel Reibung hätten, würde das möglicherweise auch überkreuz funktionieren?

Seitenruderanlenkung (2).JPG

Für weitere andere Vorschläge bin ich offen, evtl. verrenne ich mich in eine bestimmte Richtung...
 
warum nimmst du nicht ein zentrales bleigewicht unter bzw eines rechts und eines links von deinem vorhandenen gekreuzten seilzug? solche bleigewichte kannst du dir ja sehr individuell anfertigen (das blei bekommste beim reifenfritzen aus alten wuchtgewichten). ballaststange: blei in ein hü kupferrohr gießen, platte in eine rechteckige, trockene(!) oben offene gipsform.
wie immer sagen ja fotos von der "ist" situation ja mehr als tausend worte.
denke ja auch nicht, daß du die flasche nur teilweise füllen möchtest, sonst schlabbert dein schwerpunkt...
 
Man könnt auch über ein Servo in der Seitenruderflosse nachdenken.
Wenn du sowieso aufballastieren willst, kommts auf das zusätzliche Trimmgewicht auch nicht mehr an.
 
Man könnt auch über ein Servo in der Seitenruderflosse nachdenken.
Wenn du sowieso aufballastieren willst, kommts auf das zusätzliche Trimmgewicht auch nicht mehr an.

In die Seitenruderflosse komme ich leider nicht rein, weil der Abschlußspant schon drin ist. Was geht, ist ein 13 oder möglicherweise 15mm-Servo direkt unter den Drehpunkt des Seitenruders in den Rumpfbürzel zu setzen. Dann würde das Servo das Ruder quasi direkt drehen und nicht über den Umweg eines Seilzuges. Das höhere Gewicht hinten kann ich durch die Position des Antriebsakkus möglicherweise kompensieren. Gibt es gegen die direkte Seitenruderanlenkung was auszusetzen? Evtl. extreme Servobelastung?

@steinix: Der große Vorteil eines Wasserballasts ist, daß die Zuladung vor der Landung abgelassen wird. Fast 1kg weniger Gewicht ist bei der Landegeschwindigkeit schon spürbar. Bei engeren Verhältnissen am Hang kann das wichtig sein.
 
Hallo Robin,
evtl. wäre es eine Option zwei Flaschen zu nehmen. Eine Flasche liegt dann unter den Zügen und eine Flasche liegt über den Zügen. Statt einer Flasche könnte man auch einen Beutel nehmen, den einfach einmal falten und die Züge durch den Spalt laufen lassen.

Ich würde den SL-Spant mit der Dremel öffnen, das Servo montieren und den Spant wieder schließen.

VG
 
stimmt.

oder zwei flache platypusbeutel 1l-version evtl. hinter ner dünnen pet/vivak halbschale? bzw. den seilzug zwischen den beuteln in nem gfk-rohr führen.
wiegesagt, ein foto sagt immer noch mehr als tausend worte, kenne den stingray in seinen innenansichten/-dimensionen nicht.
 
In die Seitenruderflosse komme ich leider nicht rein, weil der Abschlußspant schon drin ist. Was geht, ist ein 13 oder möglicherweise 15mm-Servo direkt unter den Drehpunkt des Seitenruders in den Rumpfbürzel zu setzen.

Wo ein Wille ist, findet sich auch ein guter Gedanke ;)
Ein Teil des Abschlusspantes ausnehmen und das Servo von hinten einsetzen, oder seitlich einen Deckel ausschneiden, oder hinter dem Wassertank von unten ein Wartungsdeckel ausschneiden und das Servo von unten einsetzen, dann gewohnt mit Seil anlenken...........
 
K1024_IMG_1514.JPG

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Wo ein Wille ist, findet sich auch ein guter Gedanke ;)
Ein Teil des Abschlusspantes ausnehmen und das Servo von hinten einsetzen, oder seitlich einen Deckel ausschneiden, oder hinter dem Wassertank von unten ein Wartungsdeckel ausschneiden und das Servo von unten einsetzen, dann gewohnt mit Seil anlenken...........

Ich möchte keine Deckel oder sonstige Öffnungen in den Rumpf schneiden, das schwächt die Struktur. Auch den Abschlußspant des SLW möchte ich nicht aufmachen. Was spricht gegen die Idee, das 9kg-Servo direkt unter das Seitenruder zu setzen und den Servoarm mit dem GfK-Hebel zu verschrauben?
 
Richtig gemacht, fällt ein Deckel kaum auf und schwächt auch die Struktur nicht. Beim dem Rumpfquerschnitt noch weniger. Sieht Pace- Threats.
Eine direkte Geschichte hab ich noch nicht realisiert, es gibt aber einige Beispiel dafür.
Meist bei gepfeilten Seitenrudern ala Fox, oder Foka 4.
Man kann auch versuchen von vorn ein Servobrett hinter den Tank einzukleben und das Servo über eine Schlittenkonstruktion dort einzusetzen.
 
Ich halte diese Version nicht für optimal, da mechanisch immer versucht wird, die Führung von der Seitenwand abzureißen.
Die höhere Reibung kommt hier zwangsläufig auch noch zur Negativseite dazu.
Richtig steif wird das nicht.
 
was spricht dagegen, das Servo direkt in das Ruderblatt einzubauen und das Ruderhorn am Rumpf ankleben. Mal total untypisch. Habe ich letztens bei einem Kollegen gesehen und funktioniert problemlos. Es muss nur regelmäßig beim Servokabel kontrolliert werden, ob es zu Ermüdungserscheinungen durch die ständige Bewegung kommt.
 
Du kannst ohne Probleme den https://www.der-schweighofer.de/Star-Snake-Bowdenzug-blau-5x4x1220-mm-Halbflexibel-2-Stueck-a73566?gclid=EAIaIQobChMIlLqLjpaW2wIVBqsYCh2cgw4HEAQYASABEgJPgPD_BwE Sullivan Bowdenzug nehmen.
Links und recht an der Rumpfseite je ein Servo. Dieser Bowdenzug funktioniert reibungslos auch in extrem engen Radien. Dadurch das es keine Litze ist, kann auch mehr als genug Druck für ein Seitenruder aufgebaut werden.

Danke für diesen Tipp, das wird sicher funktionieren. Damit ist die Problematik der Dauerbelastung bei einer 2-Servolösung nicht gegeben. Es gibt noch einen hochflexiblen Star Snake Bowdenzug https://www.der-schweighofer.de/Star-Snake-Bowdenzug-rot-45x32x1220-mm-Hochflexibel-2-Stueck-a73565, der blaue ist lt. Infotext nur "halbflexibel".
 
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