ASH 26 von Graupner

Hallo,

habe einen Baukasten von der ASH 26 ( Graupner 3,20 m) günstig
erstanden.
Bin mir aber noch nicht sicher, ob ich sie baue.
Ich würde gerne wissen, was für Flugeigenschaften in diesem
Modell stecken und was für ein Abfluggewicht zusammen kommt.
Würde mich sehr für einen Hinweis bedanken.
PS: wie wurde die Seitenruderanbindung gelößt ?

Danke !
 
Hallo Forumsteilnehmer,
ich klinke mich bei den Fragen von kongabronik gleich mit ein. Ich suche nach wie vor nach einem gutmütigen, thermikstarken scaleähnlichen Segler mit Spannweite ab 3 Metern aufwärts, allerdings elektrifiziert, da ich ausschließlich Ebene fliege. Mir wurde dabei nun auch die Graupner ASH 26 empfohlen. Ich meine aber irgendwo mal gelesen zu haben, dass diese alles andere als gutmütig ist und ein recht kritisches Abreißverhalten zeigt, speziell bei Kurven in Bodennähe (zum Landen). Irgend jemand hat dieses Verhalten dann mit Turbulatoren (Zackenbändern) gelöst und ihr den "Giftzahn" gezogen, wenn ich mich noch recht erinnere. Meine Frage daher auch, täusch ich mich da in meiner Erinnerung und wie verhält sie sich tatsächlich vielleicht auch noch zusätzlich zu kongabroniks Fragen bezogen auf die dann höhere Flächenbelastung als Elektroausführung.
Vorab vielen Dank für Eure Hinweise
Gruß
Dieter
 
Servus!
Ich fliege die Graupner-ASH seit einigen Jahren als Segler, hatte sie flugfertig von einem Kollegen erstanden, der mit dem Modellfliegen aufgehört hatte.

Das Seitenruder ist ganz standardmäßig mit Stahldraht in Bowdenzug angelenkt, das Servo hierfür sitzt wie auch das HR-Servo vorne unter der Kabinenhaube.
Ich fliege sie sowohl am Hang als auch im F-Schlepp, konnte bislang keinerlei Tendenzen zu Strömungsabriss oder dergleichen feststellen. Sie ist relativ langsam zu fliegen, man kann sie aber auch ordentlich schnell machen.
Sollte sie eines Tages nicht mehr flugfähig sein (fest auf Holz klopf!!!), werde ich mir mit Sicherheit wieder eine kaufen - hoffentlich gibts die dann noch im Graupner-Programm.
Gruß
Klaus
 
Hallo,

ich fliege seit 2 Jahren eine elektrifizierte ASH 26 von Graupner. An sich ein sehr problemloser Flieger, wenn man darauf achtet, dass man sie leicht kopflastig einstellt. Kommt man mit dem Schwerpunkt nur etwas zu weit nach hinten, tritt das bereits beschriebene kritische Abreißverhalten auf.

Das Seitenruder habe ich in einer Hohlkehle gelagert. Das ist mit dem beiliegenden Material (+ Röhrchen und Stahldraht) möglich. Die im Plan vorgesehen Aufhängung (mit Scharnierband an die Innenseite der Dämpfungsflosse geklebt) halte ich für einen Witz.

Motorisiert ist meine ASH mit einem Kontronik FUN 500-24 mit 4:1 Getriebe und 10 Zellen RC-2400. Damit habe ich ca. 3-4 Steigflüge auf 150 - 200 Meter und Flugzeiten ohne Thermikeinfluß von ca. 20 Minuten/Flug.

Die eingebauten Störklappen wirken fantastisch und Punktlandungen sind damit kein Problem. Auch läßt sie sich ganz ordentlich in der Thermik kreisen, wobei man sie aber aufgrund des erhöhten Gewichts (E-Antrieb) nicht ganz so langsam und eng kreisen kann wie einen reinen Segler.

Alles in Allem bin ich sehr zufrieden und schmeiße die ASH immer wieder gerne Abends zum Entspannungsfliegen raus ;).

Gruß
Markus
 
Hallo Markus und Klaus,
danke für die schnellen Infos auch auf meine Fragen.
@Markus: Was wiegt denn Deine elektrifizierte ASH flugfertig und ist Handstart selbst kein Problem?
Würdest Du sie einem Fortgeschrittenen empfehlen, so als ersten Scaleähnlichen Segler?
Wo liegst Du schwerpunktmäßig?
@Klaus: Wie ist die Empfehlung des Schwerpunktes (in mm) und wie fliegst Du die ASH, damit das kritische Verhalten nicht auftritt (durch leichte Kopflastigkeit)?
Danke!
Gruß
Dieter
 
@Markus: Bei mir hat der Erbauer das Seitenruder genauso anscharniert, wie du es beschreibst - konnte bislang keine Probleme erkennen.

@Dieter: Leider habe ich keine Pläne zu der ASH, hatte sie ja gebraucht erworben. Ich kann dir zum Schwerpunkt nur soviel sagen, dass der Erbauer ihn genau nach Anleitung eingewogen hat und er genau so passt. Dann reißt auch keine Strömung ab. Nimm also die Schwerpunktangabe aus dem Plan und gut.

Klaus
 
Hi,

selbst aus der Hand starten ist kein Problem. Mit etwas Schwung gibt es keine Schwierigkeiten. Mein Antrieb ist auch recht stark und zieht den Segler sehr gut weg.

Die Seitenruderaufhängung nach Plan finde ich wirklich nicht gelungen. Mag ja funktionieren, aber zum einen läuft das Ruder aussermittig und zum anderen ist es optisch nicht gerade ansprechend ... na ja, ein bißchen vielleicht auch Geschmacksache.

Gewogen habe ich die ASH noch nicht, sie dürfte aber mit Akku so um die 3 kg wiegen (werde das Wiegen mal nachholen). Eine leichtere Ausführung als reiner Segler zeigt sicher ein nicht ganz so kritisches Abreißverhalten ... klar. Der Schwerpubkt liegt bei mir an der Vorderkante der Steckung (muß ich haber auch nochmal genau nachmessen).

Ach ja, ich habe noch eine Art Holmbrücke eingebaut, da mir ein frei im Rumpf laufender Steckungsstahl nicht gefällt. So macht sie auch schnelle Loopings ohne das sich eine merklich größere V-Form einstellt. Für reinen Kunstflug gibt es aber sicher auch bessere Segler. Die Holmbrücke besteht aus einem selbst hergestellten GfK-Rohr, welches mit einem Halbspant aus Pappelsperrholz gegen die Rumpfoberseite abgestützt ist.

Gruß
Markus
 
Hallo allerseits,

das mit dem "Giftzahn ziehen durch Turbulatoren" war ich.

Ich habe die ASH 26 von Graupner im Keller und habe mit ihr als meinem ersten Querrudersegler eine lange "Leidensgeschichte" erlebt.

Sie hat meiner Ansicht eine hervorragende Optik und einen ebensolchen Gleitwinkel, doch man sollte die von Graupner vorgeschlagene EWD von 1,5 Grad möglichst nur als Profi unterschreiten, da sie sonst für Ungeübte unberechenbar wird und blitzartig über die Fläche abkippt und ziemlich tief fällt... Mit 1,5 Grad EWD pumpt sie allerdings leicht.

Als ich sie zum ersten Mal flog hatte ich bereits 3 Jahre Zweiachsererfahrung und war mit ihr trotzdem überfordert. Nach 1,5 Jahren ASH Fliegen üben und Reparieren war nach einem kapitalen Crash (verursacht durch leere Akkus - Frühabschaltung des Ladegerätes) erst mal für 2 Jahre Pause angesagt. Währenddessen flog ich 2 weitere Scalesegler, die wesentlich gutmütiger waren und langsamer geflogen werden konnten. Das waren ASW 24 von Beineke (3,07 m/ 3,12 m) und DG 800 von PG (3,58 m). Im letzten Winter habe ich die ASH 26 wieder repariert und mit einem neuen Rumpf ausgestattet, den ich sehr sorgfältig und aufwändig mit Kohlematten und Flugzeugsperrholz verstärkt habe. Im April ging es mit weichen Knien aber auch mit 2 weiteren Jahren Erfahrung wieder an den Start. Und diesmal ging es wirklich besser. Es war wohl schon die zusätzliche Erfahrung, die mich sicherer gemacht hat. Und an einigen Flugtagen konnte ich sie am Hang bei kräftigem Wind diesmal wirklich mit Vergnügen (!) so richtig ausfliegen. Leider hatte ich sie nur 2 Monate, dann verursachte eine Störung einen erneuten kapitalen Absturz und nun muß ich schon wieder umfangreiche Reparaturen ausführen...

Ich habe sie nur als Segler geflogen (Katapultstart am Hang) und im Frühjahr hat sie 3,4 kg auf die Wage gebracht, wovon allein 350 g Blei in der Nase waren. Graupner gibt sie ab 2,8 kg an. Das habe ich sogar bei meiner ersten Leichtbauversion um mindestens 200 g überschritten. Die Motorvariante soll dann noch etwa 700 g schwerer sein... Den Schwerpunkt habe ich mit Turbulatoren ca. 5 mm vorverlegt, da sie sonst zu langsam geworden ist.

@ Fligerdidi: Ich habe Dir im anderen Forum die Beineke ASW empfohlen. Dies kann ich hier nur noch mal wiederholen. (Ich kriege da keine Prozente.) Die ASH-Flügel sind zwar stabiler aber der Rumpf ist es nicht. Vom Arbeitsaufwand dürften beide Segler gleich anspruchsvoll sein. Vom Fliegen her ist die ASH deutlich anspruchsvoller, denn sie sollte schon zügig bewegt und auch gelandet werden, besonders wenn sie etwas schwerer ist.

Gruß

Joachim Mink
 
Graupner ASH 26 3.2 Meter / Hochstart-Haken Position

Graupner ASH 26 3.2 Meter / Hochstart-Haken Position

Hallo Forum-Gemeinde,

Habe kürzlich eine Graupner ASH 26 3.2 Meter erworben. Der Vorbesitzer war hauptsächlich in der Ebene mit einer Schleppkupplung am Start. Ich möchte das Teil jedoch am Hang fliegen. Um eine gewisse Ausgangshöhe zu erreichen muss ein Hochstart-/Flitschen-Haken an die Maschine. Leider habe ich nur das Benutzerhandbuch ‚4513_ASH_26_DE_FR_EN.pdf‘ im Netz gefunden, welches bez. Position des Hochstart-Hakens auf den Bauplan verweist. Hat ggf. von Euch jemand noch diesen Bauplan und könnte mir die Position mitteilen oder ggf. sogar ein Foto von der entsprechend Stelle des Bauplans posten? Besten Dank im Voraus für Eure Hinweise.

Fliegergruss,
KaiHi
 
Hochstart oder Flitschenstart

Hochstart oder Flitschenstart

Wie möchtest du denn starten? Ich denke eher dass du flitschen möchtest, dann passt die Grafik nicht ganz. Würde ihn wie beschrieben etwas weiter vor legen.
 
Flitschenstart

Flitschenstart

Hallo Slowfly-Ronaldo,

Danke für Dein Hint. Das ist korrekt, ich möchte das Teil flitschen. Gibt es dafür ebenfalls einen Richtwert in Grad/Prozenten vom Schwerpunkt aus gesehen?

Danke & Fliegergruss,
KaiHi
 
Flitschen-Haken Position

Flitschen-Haken Position

Hallo Forum-Gemeinde,

Dank Inputs von Hänschen und Slowfly-Ronaldo habe ich sowohl Hochstart- (1) als auch die Flitschen-Hakenposition (2) eingezeichnet. Der Haken ist verstellbar ist und entsprechend beim Flitschen-Haken so eingezeichnet.

Was meint Ihr bez. Flitschen-Hakenposition? Ist dies genug weit vorne?

Danke & Fliegergruss,
KaiHi
 

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Hakenposition

Hakenposition

Hallo KaiHi,

Meiner Meinung nach ist der Flitschenhaken viel zu weit hinten, und warum verstellbar?
Mach lieber den Hochstarthaken verstellbar.
Für den Flitschenhaken kannst du den vorderen Rand der Haube runterloten und dann noch ein, zwei Zentimeter vorgehen.

Gruß Jürgen
 
ich würde den eingezeichneten Punkt so lassen, ideal ist es für meinen Geschmack wenn der Segler ohne Höhenruder 1-2 Meter steigt und man ab dem ausklinken nur noch Höhe ziehen muss.
 
Flitschen-Haken Position

Flitschen-Haken Position

Hallo Jürgen,
Hallo Slowfly-Ronaldo,

Ich danke Euch für die weiteren Tipps und Hinweise.

Fliegergruss,
KaiHi
 
Hat unser Renaldo schon einmal einen Segler geflitscht? Oder verwechselt er das mit dem HOCHSTART?

Ich würde die Position für den Flitschenhacken an der vorderen Kabinenhaubekante sehr empfehlen! So wie es der Jürgen vorgeschlagen hat...;)
 
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