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Bakterien/Pilze im Kerosin

Hallo Leute,
Jetflieger die mit Kero von Flugplätzen Fliegen,
berichten immer wieder von Problemen mit Bakterien oder Pilzen im Sprit.
Da ich das Zeugs selber nicht verwende, hab ich darüber bisher kaum Informationen.

Wer weis mehr drüber, bitte umfassend Posten, ich glaube das Thema ist von generellem Interesse.

Gruß
Eberhard
 
"Was dem Eberhard alles einfällt...."habe ich mir zuerst gedacht,aber dann habe ich doch "google" bemüht und siehe da:
www.ib-rauch.de/Beratung/schimpi.html
Punkt 6.12 Betrifft uns Modellflieger aber wohl weniger.
Gruß
Markus Richter
 

mec

User
hab auch schon mal von pilzen im kerosin gehört.
angeblich hat das wer im BVM UAT Hoppertank nach der winterpause gefunden.
müssen wir halt zu unseren 5% Öl noch 10% desifektionsmittel dazumischen :)
negative auswirkungen sind bis jetzt allerdings keine bekannt geworden.

mec
 
Jaaaa, ich hab noch genug von dem grünen Zeug was man in die Chemietoiletten kippt, mal sehen, vielleicht gibt es ja grünen Rauch, spart man sich den Smoker.

Aber nun mal im ernst, wenn es ein vernüftiger Flughafen ist wird jeden Morgen ein sogenannter Wasserschlag entnommen, gleichzeitig sollte so eine Testtablette eingeschmissen werden um zu schauen ob es bakterielle Verunreinigungen usw. gibt.

Ergo sollte alles OK sein.

Gruß Stefan
 
Moi Moi Jungs,
bisserl ernster, iss gar kein so lustiges Thema,
ich kenn leider Jetflieger die alle 60 Liter weise Ihren Filter reinigen müssen bzw. Absteller in der Luft hatten, bzw. Ihre Turbinen-Lager dadurch gefährden.

Auch die Lufthansa und damit die Großfliegerei kämpft mit dem Problem.

Schlimm ist auch, das wenn das Kraftstoffsystem und Behälter mal Kontaminiert sind das Zeugs nimmer zu entfernen ist. Auch wenn der nächste Sprit wieder "sauber" ist.

Meine Hoffnung war, das einer von euch da weis wie man die kleinen "grünen Männchen" im Sprit bekämpfen kann bzw. sich alle des Problems bewust
werden.

Das mit dem Dessinfektionsmittel find ich gar net schlecht, aber was für eins, ist hier die Frage...
unsere Binen und Technik sollte das auch vertragen.
Vieleicht könnte sich dazu Rudi-Reichstetter mal melden, Rudi, du müsstest dazu doch mehr wissen oder in Erfahrung bringen können. Ceffi ist doch glaube ich auf nem Stützpunkt dort sollte man doch auch was drüber wissen?

Stefan poste doch mal was das für Kontroll/ Testtabletten sind.

Gruß
Eberhard

[ 02. November 2002, 21:15: Beitrag editiert von: Eberhard Mauk ]
 
Hallo Eberhard,
was das für Tabletten sind weis ich auch nicht.
Habe mich beim Kerosinholen, halt mal länger mit dem Tankwart unterhalten, nachdem er mir immer auf die Rechnungen den berühmten Stempel von wegen "Für die Sauberkeit der mitgebrachten Behälter ist man selbst verantwortlich" aufgedrückt hat.
Da fragte ich, eigentlich mehr als Scherz, ob er mir den garantieren könne, das der Sprit einwandfrei in Ordnung ist.
Darauf hin sagte er halt das dieses in einem Buch jeden Tag festgehalten wird, um bei einem evtl. Zwischenfall es lückenlos dokumentiern zu können und erklärte mir dann diese Vorgehensweise.
Dieses Jahr werde ich kein Sprit mehr holen, aber wenn ich da vorbei komme, frage ich mal was das für Tabletten und Teststäbchen sind.

Gruß Stefan
 

mec

User
auskunft vom flugtankwart:
die problematik ist vorallem der "reinheitsgrad" des bezogenen kerosins. wir hier in mitteleuropa sind gesegnet, da uns hochwertigster treibstoff zur verfügung steht (anders im fernen osten, wo auch in der großfliegerei statt des kerosins petroleum verkauft wurde und einige der großen jets mit abstellern zu kämpfen hatten).
je nach qualität des verwendeten treibstoffs gibts es dann mehr oder weniger ablagerungen in den tanks oder filtern. der servicemechaniker kriecht entspechend den serviceintervallen dann in den tank hinein und reinigt mechanisch bis in die hintersten ecken alles. ob es sich dabei um sedimente oder pilze handelt ist die frage.
anscheinend können sich in unseren behältnissen auch pilze ansammeln. diese pilze sind meines erachtens im kerosin niemals lebensfähig. da unser treibstoff jedoch auch geringste anteile wasser enthält, können sie dann dort oder in dem verbliebenen luftraum überleben und sich vermehren. in unsere tanks können sie entweder durch "schmierinfektion" (direkter kontakt) oder "tröpfcheninfektion" (durch feuchtigkeit oder tröpfchen in der luft) gelangen, genauso wie wir uns mit infektiösen erregern anstecken können um z.B. an einer Infektionserkrankung zu erkranken. die chance dieser "ansteckung" ist also umso größer je feuchter der keller, je schimmliger die saune in der wir unsere kerosintanks umfüllen bzw. flieger betanken.

wenn sich mal solche pilze in den leitungen oder im tank befinden, dann wird wohl nur penible reinigung und eventuell desinfektion (ich würde in der apotheke nach "flächendesinfektionsmittel" (flüßig oder als spray) wie es in arztpraxen oder krankenhäusern verwendet wird, fragen) helfen. dabei muß man allerdings die entsprechende einwirkungsdauer lt herstellerangaben einhalten.

prophylaxe: ergibt sich aus dem oben gesagten, sauberkeit!

kapseln oder streifen werden ausschließlich zur bestimmung des wassergehaltes im kerosin oder avgas verwendet.

mec
 

Spunki

User
Die beste fungizide und antibakterielle Wirkung hat (Sonnen-)Licht - deswegen lagere ich u.a. meinen transparenten Kunstoff-Kanister im Freien unter Lichteinwirkung ... inwieweit dies aber fürs Öl Auswirkungen hat kann ich nicht sagen ... Pilze hab ich keine und die Turbine läuft auch noch ...

Grüße Spunki
 
Hallo,
kann dazu im Moment nichts sagen, da ich mich für 3 Wochen in Urlaub abmelde.
Wenn ich zurück bin und es besteht noch Klärungsbedarf, frage ich bei uns in der Flugbetriebsstoffgruppe nach, die auch ein Kraftstofflabor unterhalten und Kerosinproben nehmen, um Verunreinigungen frühzeitig zu erkennen, bevor einem von uns die Düse auf Grund schlechten Sprits ausgeht und wir autorotieren müssen.

Daher mein Spruch

no flame-out in the air

Christian
 

mec

User
"die beste fungizide wirkung hat licht" ist nicht ganz richtig (wie wärs mit 1000°C, oder chemie?) :)
aber im zusammenhang mit unserem problem ist es sicher nicht unrichtig unsere behälter in hellen räumen zu lagern (beim sprittank im flieger wird das schon schwieriger). für eine geschätzte dauer von weniger als einem jahr gibts da sicher kein problem (zumindest bei mir nicht).

dass von diesen pilzen die turbinen schaden (bestenfalls filter oder shutoff valve) nehmen könnten bezweifle ich sowieso: im autoklav (sterilisator für chirurgisches besteck) herrschen max 135°, und die müssen für all diese viecher reichen. und ca 135° haben wir bei den einspritzröhrchen als auch bei den lagern.
die restlichen turbinenteile wie verdichter und turbinenrad, nehmen die pilze als nachspeise.

mec
 
Frag mich die ganze Zeit nach dem Sinn des Threads! OK fliegen is ja im moment nicht aber können wir nich über was interessanteres diskutieren. Die Jungs die permanent absteller haben haben halt in der Regel an anderer Stelle Ihre Hausaufgaben nicht gemacht. Wohl weniger wegen Pilzen ;) Hier ist wohle eher Pflege und Wartung angesagt. Nix für Ungut Eberhard, hab Dich ja in Porz kennengelernt und weis das Du gerne hinterfragst und sorgfältig bist aber immer diese Randthemen wird auf Dauer langweilig.
Aber vielleicht kann man ja aus der Not ne Tugend machen, mit ein wenig Sahne verfeinert kann man ja vielleicht den Kerosinbeigeschmack ein wenig neutralisieren...........

Andreas

P.S: Die Filzfilter in meiner Raptor sind inzwischen 4 Jahre alt und haben inzwischen 600 liter Kerosin gesehen und es funzt immer noch alles einwandfrei. Was mach ich da verkehrt ?

[ 03. November 2002, 21:02: Beitrag editiert von: F22-Raptor ]
 

mec

User
Original erstellt von F22-Raptor:
Frag mich die ganze Zeit nach dem Sinn des Threads! OK fliegen is ja im moment nicht aber können wir nich über was interessanteres diskutieren.
was interessanteres? vorschlag? wir warten.

klar, wens nicht betrifft, den interessierts auch nicht. aber offensichtlich gibt es betroffene.

mec
 

Spunki

User
Hallo mec :)

Für die "dritte" Welt wurde ein geniales, simples und billiges Verfahren entwickelt um verseuchtes Trinkwasser zu sterilisieren: 2L PET-Flasche von CocaCola, liegend, gefüllt mit Wasser, Unterseite schwarz lackiert ... nach einem Tag in der Sonne ist das Wasser so gut wie keimfrei! ... die UV-Strahlung bring alles um (Grüße an das Ozonloch ;) ) ... deswegen auch PET, Glas absorbiert zuviel ... und Pilze scheuen sowieso das Licht wie der Teufel das Weihwasser ;) ...

Grüße Spunki
 
Hallo Andreas,
Hallo Leute,
igitigit Sahne mit Kerosin, nix für mich.

Andreas ich bin sicher und das weist du auch, das wir beide nix falsch machen. Ich hab übrigens dieses Jahr alleine etwa 500 Liter gebraucht, und noch gar keine Filter gebraucht bzw.einmal gereinigt.
Wer aber das Probleme hat und nix weiß, hat Absteller, weil ein Schleim oder Abfallprodukte der Mikroorganissmen den Haupt-Kraftstoff Filter und den kleinen Mikrofilter für die Lagerversorgung verstopft.- Folge absteller und Lagerschäden.

Ein Freund von mir kauft seinen Sprit seit längerem bei nem Hubschrauber-Wartungsbetrieb.
Der hat leider laufend Probleme.

Wenn mir selbst auf dem Rookie die Prifis vom Problem erzählen, kanns bestimmt nicht so uninteressant sein.
Dort wurde mir auch erzählt, das zB. Wasserhaltiger Sprit der in der Großfliegerei zur Entsorgung ansteht offenbar die größte Katastrophe ist.

So bin nur gespannt was noch konstruktives
kommt schade das Ceffi in Urlaub geht.

Gruß und schönen Urlaub

Eberhard
 
Hallo Eberhard,
im Endeeffekt hilft doch nur ein Wechsel der Tankstelle,oder liege ich da verkehrt?Wenn Dein Freund verunreinigten Sprit bekommt,kann er die Bakterien und Pilze vielleicht durch chemische
Mittel abtöten,aber sie sind dann immer noch im Kerosin(tot halt) und verstopfen seine Filter.
Absolut unverständlich,daß einer laufend Probleme
hat und trotzdem über längere Zeit dieser Tankstelle "treu" bleibt.Da fahr ich lieber 50km weiter zum nächsten Flughafen bevor ich andauernd Turbinenabsteller wegen verunreinigten Sprit habe.
Gruß
Markus Richter
 

elwood

User
@alle
1. wenn manchen teilnehmern die themen nicht gefallen oder interessieren (passiert mir eigentlich auch immer mal wieder), dann halt ich mich raus aus dem funkverkehr! andere mag es ja interessieren. wenn subjektivität ein grund für die eignung als forenthema ist, dann prost malzeit! :(
ausserdem ist die flugsaison noch nicht zu ende!!!!!!!!!!!! :mad:

2. @eberhard
habe dieses jahr ein wenig mehr als hundert liter kerosin verbruzzelt und habe - seit ich vor ca. 1,5 jahren von petrolium auf kerosin umgestellt habe - keinerlei probleme mit bakterien in der leitung.
allerdings kann dir sicher manfred poznanzki helfen, weil er bei der kranich-linie an den turbinen arbeitet bzw. involviert ist. frage ihn direkt. falls du e-mail brauchst dann frage mich direkt!

servus
thomas
 
Hallo,
Hallo Elwood,
danke mal für dein Angebot, komme gegebenenfals drauf zurück.
Aber sag mal, hattest du mit Petroleum Probleme,
ich verwende das Zeugs jetzt im 3 Jahr und fahr (ähm fliege) bestens damit, ist sogar als Sprit besser als Kerosin, hab in Kirchdorf mal Kero verwenden wollen, damit lief meine Bine dann gar nicht, das waren damals zwar auch Technische Probleme, war aber trotzdem recht auffällig.

Hi Markus,
die Tankstelle kanst nur wechseln, wenn das Problem kennst, aber die Ursache ist erst seit ca. 3 Wochen bekannt. Vorher waren wir der Meinung das Kraftstoffsystem, zB. die Pendel, Luft und anderes wären die Ursache, musst halt erst drauf kommen. Es ist ja nicht so, das du auf Anhieb Schmutz im Sprit sehen würdest, und da er nicht so viel Fliegt wie ich zB. dauert es halt etwas länger bis mans genau weis. Das Problem kummuliert sich offenbar auch im laufe der Zeit.

Gruß
Eberhard

[ 04. November 2002, 11:22: Beitrag editiert von: Eberhard Mauk ]
 

elwood

User
hallo eberhard,

ich hatte KEINE probleme mit petroleum! aber auf mehrmaliges anraten von markus zipperer wechselte ich den sprit (nachdem ich schön meine 60 liter petroleum aufgebraucht hatte!) mit den dir wahrscheinlich bekannten gründen. ich sage nur fehlende DIN norm für petroleum als qualitätsstandart...

die leitungen wurden auch nicht gewechselt - lediglich den tankpendel mußte ich mal wieder wechseln. (jet cat pendel- fliege jetzt filzpendel aus baumsägentanks! billig, leicht, 12 monate bisher ohne probleme!)

deine probleme mit kero hatte ich mitbekommen, konnte sie aber wirklich nicht verstehen! (lag wohl an der biene! :D :D :D )

ach ja, selbst das turbinenöl nehme ich immer gerade jenes, welches es am flugplatz gerade zu kaufen gibt! keine probleme...

so long
servus
thomas
 

F16

User
Ich finde das Thema sehr gut, zumal ich selbst
letztes Jahr Probleme mit verunreinigtem Kerosin hatte!!
Eine fast-Bruchlandung,Leistungsverlust und Turbinenabsteller waren die Folge.
Nach meinen Recherchen ist das ein Bakterium (Kerosinpest)das sich im Kerosin sehr wohl fühlt und aus den Behältern wie wir sie verwenden auch nicht mehr herauszubekommen ist. Selbst auswaschen mit Verdünnung; Benzin usw. hat nichts gebracht. Das Hauptproblem ist für uns Turbinenflieger eigentlich das Zusetzen der Filter
ansonsten sind mir keine Schäden bekannt. DieGroßfliegerei kennt das Problem ebenfalls und hängt irgendwelche Teile in die Tanks um das Bakterienwachstum zu verhindern. Vor allem bei abgestellten Flugzeugen die ein paar Monate stehen wird es kritisch.
Gensauso natürlich bei unseren Kanistern usw. wenn sie über das Winterhalbjahr längere Zeit unbewegt stehen bleiben
Tschüss
F16
 
Hoppla war ja klar das der eine oder ander sich auf den Fuss getreten fühlt. Macht nix ist ja Demokratie, gell!

Zum Thema Petroleum:

Wer bisher keine Probleme hatte ---> herzlichen Glückwunsch! Denn: Die meißten nicht chemisch reinen Petrolate sind mit Parrafin versetzt welches aufgrund der hohen Strömungsgeschwindigkeiten in den Verdampferröhrechen ausflocken kann und somit die Leitungen verstopft! Wenn Petroleum dann nur aus dem Chemischen Handel!!
Problem zwei: Die meißten Turbinenöl Hersteller weisen ausdrücklich darauf hin das deren Öle für den Einsatz mit Petroleum nicht geeignet sind da Sie sich auf dauer nicht vermischen und "ausbluten" Das kann man sehr schön an den dunklen Kügelchen im Kanister erkennen. Unter anderem nicht geeignete Öle sind z.B. Aeroshell 500 und das Esso/Exxon 2380.

Also toi, toi, toi!

P.S. JetCat weist inzwischen auch auf diesen Umstand hin ebenso AMT. Was die kleineren Firmen so machen weis ich nicht.
 
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