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Bleriot XI: Baubericht, Eigenbau nach Plan!

Hallo Detlef !

An Ideen und guten Ratschlägen mangelts hier nicht. Ich hoffe du findest die richtige Lösung für dich. Für meine Bleriot sehe ich aber immer noch positiv in die Zukunft. Wichtig und an erster Stelle sehe ich beim Steuern dieses Modells das Seitenruder.
Für dieses Mißgeschick das dir passiert ist habe ich leider auch keine Antwort !!
Flächenverwindung hin oder her, ich denke zuviel Verwindung wird auch nicht optimal sein. Wenn du zuviel Verwindung hast, ändert sich der ganze Flächenauftrieb und man riskiert einen Strömungsabriss. Muß nicht stimmen ist nur meine Meinung.

Ob man die Ursache nun herausfindet oder nicht (ich denke eher nicht) ich würde sie auf jeden Fall wieder aufbauen. Währe schade um dieses schöne Modell

Lg.
Manfred !
 
Hallo Holger,

na wollen wir mal warten was Detlef dazu sagt. Da der Plan von Paolo Severin ist und das Modell auch von TC vertrieben wird, ist es denke ich bei genauem Nachbau auch gut flugfähig. Hier kann eigentlich nur die Startmethode und/oder die Anlenkung ursächlich für den Crash sein. Sicher wird auch der korrekte Schwerpunkt angegeben sein. Und dem kann man ja begegnen.
Deswegen das Modell nicht wieder aufzubauen bei der ganzen Arbeit mit den Beschlagteilen fände ich schade.

Grüße, Bernd
 

DV1963

User
Hallo liebe Leute,

mit jeder Antwort fange ich an neu zu überlegen was war noch zusätzlich alles nicht gut, da ich vielleicht einiges übersehen habe.
Um euch mal ein kontretes Bild vom Schaden und auch dem Versatz der Flächen nach hinten zu geben habe ich Fotos gemacht
und (ich bitte da um Entschuldigung) frei reingemalt in der Hoffnung das es verständlicher wird.

Vorweg:
Die Bleriot hatte zum Zeitpunkt des Starts in dem von mir gemessenen SP eine leichte Kopflastigkeit.
Der Wind kam von vorn und war gleichmäßig.

Aber nun zu den Fotos, die den Schaden zeigen sollen.

IMG_0515.JPG
IMG_0518.JPG
IMG_0519.JPG
IMG_0520.JPG
IMG_0524.JPG

Hier der Ausschnitt vom Plan in dem auch der SP und alles weitere zu sehen ist.
Ich habe mit "Rot" die original Position nachgezeichnet und mit "Blau" die neue Stelle nachgemalt.
IMG_0522.JPG

Und hier mal am Modell, was ich vorher leider nicht gut beschreibene konnte.

IMG_0521.JPG

Glaubt mir, ich zerbreche mir auch den Kopf, aber:
-Gewicht
-SP
-meine mangelnde Erfahrung bei der Steuerung solcher Modelle
-usw.usw

Hauptsorge macht mir eigentlich der gebrochene Gurt.
Die anderen Teile liegen schon als Rohling bereit.
IMG_0523.JPG

Optionen:
1. Mein Vereinskollege baut exakt nach gleichem Plan zeitgleich die Bleriot.
Nur ist er noch nicht so weit wie ich. Ich könnte warten um zu sehen wie bei ihm der Erstflug geht....

2. Da der Schaden hauptsächlich am Vorderbau ist, könnte ich den Rumpf neu bauen. (und dann extrem leichter)
Und damit auch mögliche Fehler ausgleichen.
Natürlich würde dann auch die Steuerung überarbeitet werden müssen.
Fahrwerk etc ist ok, hab da schon bei allen Rohren die von TC mit 0,3mm genommen.

Der Neuaufbau des Rumpfes wäre allerdings die letzte meiner Überlegungen.
Da muss ich noch mal neu motivieren.


Gruß
Detlef
 
Servus

Ich würde den Rumpf nur flicken.
Nur statisch wiederherstellen, dann Flugversuche und wenns richtig tut einen schönen neuen Rumpf Bauen.
Und wenns geht dann das Heck leichter bauen.
Bist ja leider weit weg von mir, sonst hätte ich mal drübergeschaut.

Du könntest mal Deine Einstelldaten hier posten.
Dann kann ich mit meiner vergleichen.

Gruss Franz

bleriot.jpeg (74,6 KB) Kleiner Motivationsschub. :-))
 

Anhänge

Das kann zwar täuschen, aber im Moment des Abhebens schaut es aus, als ob Querruder links gezogen wäre (rechte Fläche nach unten verwölbt, linke Fläche nicht).

Der Rest erklärt sich imho durch zu viel Höhenruder (Seitenruder?) - Strömungsabriss.

Würde auf jeden Fall am Sender die Belegung und etwaige Mischer prüfen.
 
Hallo Detlef,

ich sehe das wie Franz.
Erst mal nur stabil flicken und die Flugsteuerung kontrollieren. Auch wirklich mal schauen ob die Wirkungen seitenrichtig sind. Wichtig wird ob die Flächenverwindung auch genau in Nulllage zurück geht bei Neutralstellung des Knüppels. Die Lenkung muß wirklich spielfrei sein, sonst hast du immer wieder andere Ausschläge anliegen und damit wirst du keinen vernünftigen Flug hinbekommen.

Beim anrollen war der Flieger noch ganz gut unterwegs, wenn auch für so ein Modell recht schnell. Wenn stabil gebaut sollte das aber nicht das Problem sein.

Was für Rohre hast du im Leitwerk verbaut? Dein Schwerpunkt Problem kommt ja durch Hecklastigkeit. Vorne jetzt leicht bauen wird dir da nicht helfen. Was für Auswirkungen die Steuerung erfährt durch die zurückgesetzte Tragfläche kann man schwer erahnen, wenn es irgendwie geht bau sie nach Plan an. Zur Not den Metallschleifsporn erst mal durch was leichtes ersetzen. Überhaupt mal die Gewichte am Leitwerk prüfen. Wenn du dir nicht sicher bist was Severin im Leitwerk eingebaut hat, frag doch einfach mal Gerd Reinsch von TC. Vielleicht kann er dir Tipps geben, was du am Leitwerk falsch bzw. zu schwer gebaut hast.

Den Motor könntest du vielleicht auch wenige Zentimeter nach vorne versetzen und damit gut was am Schwerpunkt verändern.

Das wird schon!
Grüße, Bernd
 
Servus

So, mit dem Video schauts ganz anders aus.

Habs jetzt oft angeschaut, auf Einzelbilder gedrosselt.

Nach dem Abheben, mit wenig Höhenruder kam immer mehr Quer links.
Gleichzeitig immer mehr Höhenruder.
das Höhenruder wirkt aber nicht da die Fläche nicht arbeitet.
Bis hier, kurz vor dem Aufbäumen fliegt der Vogel genau was gesteuert wurde.
Der Anstellwinkel der Fläche war bis hier sehr gering, da liegt auch das Problem, dazu später mehr.
Dann wurde Seite rechts gesteuert und das Höhenruder zumindest neutralisiert,( vielleicht sogar ein bisschen Tief)
Darurch erhöht sich der Anstellwinkel und das Aufbäumen erfolgt schlagartig.
Wenn hier noch gezogen gewesen wäre hätte es sicher Brösel gegeben.

Das Modell hat also eigentlich das gemacht was gesteuert wurde.

Warum kam das Aufbäumen?
Jetzt wird länger um das zu erklären.

Ist ein Profilproblem.

Das Profil haut beim Original hin, hat aber auch einen sehr hohen Anstellwinkel.
Fläche vorne oben am Rumpf und hinten fast in der Mitte am Rumpf.

So kommt das Original nicht in den kritischen Bereich.

Das Modell hat sehr wenig Anstellwinkel, ich würde sogar sagen viel zu wenig.

Dadurch ergibt sich an der Fläche bzw Flächenprofil eine Ablöseblase an der Unterseite hinter der Nasenleiste.
Das Profil arbeitet nicht wirklich, daher ist der Vogel auch so schnell.

Durch die Anstellwinkelerhöhung duch Seite rechts in linker Schräglage kommt das Profil in den Bereich wo es arbeitet.
Bums, schlagartiges Aufbäumen.
Ist das Gegenteil wie das Unterschneiden be einem spitz eingestellten Segler.

Mit dem Profil kann man das Modell zwar zum Fliegen bringen, wird aber immer kritisch bleiben.

Wenn man ein bisschen drückt kommt die Sache wieder in den Bersich der Ablöseblase, dar Auftrieb bricht ein.
Es wird schnell, sogar sauschnell, dann zieht man ein bisschen und bums, die Kiste bäumt sich auf, wenn sie stabil ist.
Ansonsten zerplatzt die Sache in einer Bröselwolke.

Des weiteren ist das Modell deutlich übermotorisiert, was die Sache auch nicht leichter macht.

Also hierzu braucht eigentlich nur an der Fläche deutlich mehr Anstellwinkel so um die 5-6 Grad.
Das Höhenleitwerk auch auf plus, so in etwa 2 Grad weniger wie die Fläche.

Dann fliegt die Fuhre zwar, aber mit oben beschriebenem Verhalten.
Also eigentlich unbefriedigend.

Die bessere Lösung, jetzt wirds hart.
Eine neue Fläche mit anderem Profi.
Dann fliegts ganz brav, sorry ist aber so.

Hatte das ganze auch bei meiner ersten Bleriot.
Ist in der oben beschriebenen Wolke geendet.

Sicher schon 30 Jahre her, noch mit Verbrenner.

Hab dann lange gerübelt und das Profil als Übeltäter gefunden.
Eine kleine Änderung am Profil und sie flog lammfromm.
Extra nochmal die alte Fläche gebaut und wieder Zicken.

Ich mach eine Zeichnung woran das liegt und stell sie ein.
Dauert nur ein bisschen

Gruss Franz
 
Na ja, bin halt Holzwurm und keiner der mit Computer kann.
Wollte es eigentlich liegend haben
Am linken Bild ist das Problem eingezeichnet.
Am rechten die Lösung.

Wobei mir das Profil überhaupt nicht gefällt, ist irgendwie ein mischmasch.
Aber meiner Meinung nach vorne trotzdem zu spitz.




img20170320_19201771.jpg




Gruss Franz
 
Hier sieht man den Anstellwinkel beim Original

Auch das Profil ist hier schön zu sehen.

Das Bild ist aus dem Royal Airforce Museum London.





Bleriot_XI.jpg


Gruss Franz
 

DV1963

User
Hallo Franz,

So wie du das beschreibst, entspricht mein Erlebnis am Sender 1:1 deiner Beschreibung.
Zumal auf einen Schlag hin der Flieger extrem reagiert, welches er vorher nicht gemacht hat.

Losgelöst von allen Meinungen und Antworten habe ich mal angefangen wegen des doch hohen Gewichts meine verwendeten Materialen zu kontrollieren.

Hier werde ich den gesamten Flieger nochmal überdenken.

Anstellwinkel.
Logisch zu wenig ergibt den von dir beschriebenen Effekt. Leider lässt sich auf Grund des vorhandenen Defekts nicht die genaue Prosition mehr bestimmen. Mein Kollege aus dem Verein hat ebenfalls ca. 5 Grad lt. Plan gemessen.

Profil:
Hat das von dir angegebene Profil eine Bezeichnung, oder ist es Eigenentwicklung ?
Ich habe kein Problem damit die Flächen zu erneuern, obwohl nur eine Rippe gebrochen ist.

Motorisierung:
Naja 32 ccm mit einem 20x6 Prop der nicht in voller Drehzahl läuft....
Trotzdem sehe ich hier ein eventuellen Effekt.
Drehmoment ist hier das Thema.
Vielleicht auch etwas Zug.

Zum Foto aus dem Museum:
Dieser starte Anstellwinkel hängt auch mit dem Profil zusammen.
Bin da nicht so erfahren. Oder ?

Gruß
Detlef
 
Hallo Franz,

deine Erfahrung in Ehren, aber ich finde du verunsicherst Detlef mit deiner Ausführung eher als das sie hilft. Der Anstellwinkel aus dem Museum mit dem manntragenden Muster kann nicht auf ein Modell in der Bauart umgesetzt werden. Dafür haben Modelle viel zu viel Motorleistung und die Windanfälligkeit ist dann glaube ich auch kaum noch zu beherrschen. Auch scheint mir das dein Großmodell auch deutlich weniger Anstellwinkel an der Tragfläche hat. Und ich denke es ist auch nicht direkt mit deinen Leichtbauten zu vergleichen.

Zur Verdeutlichung das das Modell nach Plan fliegt und wie ich finde für so einen Drahtverhau auch ordentlich, setze ich mal zwei Videolinks von dem Bauplanmodell, gebaut vom Entwickler, hier ein:


Scheinbar Erstflugtag.


Planvorstellung.


Falls das völlig falsch ist, kann man mich gerne korrigieren. Ich spreche kein italienisch.;)



Den Anstellwinkel der Fläche zum Rumpf finde ich ok, wenn nach Plan gebaut wird. Viele Schaumwaffelflieger mit so "gekrümmten Platten" haben das änlich und die Fliegen. Das sogar bei höherer Windanfälligkeit. Natürlich sind die Flugeigenschaften nur bedingt auf heutige Modelle zu übertragen. Wer denkt damit so fliegen zu können wie mit einer Piper oder Extra, wird sicher enttäuscht sein und früher oder später Konfetti produzieren. Da ist es genau wie beim bauen, man sollte schon Ahnung haben von dem was man tut. Das Angstgas von Detlef im Kurzvideo ist sicher auf das hohe Gewicht zurückzuführen. Das bedingt aber auch die heftigen Reaktionen des Modells. Hätte der Konstrukteur der Ur-Bleriot so eine Leistung zur Verfügung gehabt, hätte er die Fläche sicher auch anders konstruiert.

Übrigens siehts bei dem manntragenden Nachbau auch nach weniger Anstellwinkel aus:



Ich fasse mal zusammen:

- Flicken und mit Bauplankonfiguration neu erstellen

- Anlenkungen überprüfen, Quer- und Höhenanlenkung solider und genauer aufbauen, checken ob sich das mit Seite nicht ins Gehege kommt

- Motor paar Zentimeter weiter nach vorne, auch wenn es dann nicht mehr exakt Scale ist, ist der Motor aber sowieso nicht, hilft aber beim Schwerpunkt

- Neue Startversuche langsam rantasten und nicht unbedingt mit Vollgas, eher erst mal kleiner Hüpfer mit sofortigem wiederaufsetzen, das Fahrwerk ist ja gut gefedert

- verläuft das Fliegen dann befriedigend kann mal über abspecken nachgedacht werden, wenn die Reparaturen gut erfolgt sind brauchts eventuell auch keinen Neuaufbau

Grüße, Bernd

P.S.

Noch ne Bleriot mit "gekrümmter Platte" Profil:


Detlef, ich denke mit dem Drehmoment des kräftigen Antriebs hast du ein Problem schon eingegrenzt! Natürlich kommen die Ruderreaktionen dann auch wild und unvorhersehbar. Schau dir mal an wie da selbst bei Schritttempo mit dem Höhenruder gespielt wird.

P.P.S

Detlef kann es sein das eine deiner hinteren Tragflächenbefestigungen beim Erstflug in der Luft nachgegeben haben?
 
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DV1963

User
Hallo Bernd,

Die Rohre sind alle samt von TC.
0,3mm Materialstärke.
Durchmesser entspricht immer den im Plan eingezeichneten Stärken.

Auf der Internetseite von TC ist eine bebilderte Beschreibung vorhanden.
Dort wird immer mit Metall gearbeitet.

Nein, ich werde vorn nicht leichter bauen.
Glaube auch das ein flicken viel Arbeit ist die nicht nötig ist, da mein Vereinskollege ja auch baut.
Da warte ich lieber ab.

Der Motor lässt sich nicht weiter nach vorn setzten, da der Zylinder schon 2mm vorm oberen "Querbalken" entfernt ist.

Gruß
Detlef
 
@ Bernd

Sorry wenn ich zu weit reingegriffen hab, wollte nur helfen.

Logisch hat meine weniger Anstellwinkel.
1:2 und 9.4 kg also keine Flächenbelastung. ca 4 qm Fläche
Dann Motorleistung: Gerade mal 1050 Watt Eingangsleistung, also gute 100 Watt pro kg.
Wenn ich mit eine Wirkungsgrad von 70% ausgehe also 70 watt pro g.
Da muss schon alles passen, sonst wirds nur ein auto ;-))

Paolo gibt 5 kg an, hier warens 6,4 wenn der Alzheimer nicht zugeschlagen hat.
Also muss man eben den Anstellwinkel erhöhen, hilft nichts.
Das Originalfoto aus dem Museum war ja nur als kleine Hilfe gedacht, vielleicht doofer Winkel
Trotzdem würde ich dem 20% höheren Startgewicht mindestens ein Grad mehr Anstellwinkel geben.
Ich hab bei meiner 3 Stellen an der hinteren Steckung, kann also den Anstellwinkel plus 1,5° und minus 1,5° ändern.
Auch am Höhenleitwerk kann ich um 3° ändern, schon von Anfang an eingebaut, wegen feig;.))

Foto von old Rhinebeck Aerodrom
The Bleriot page

Das zweite Foto ist von Flugzeug-Bild-de

Da sieht man schon die kritische Auslegung.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Hallo Detlef,
ich habe mir auch den Bericht des Erstflugs und das Video angesehen.
Ich bin folgender Meinung:
Das Modell sollte wenn nach Bauplan gebaut wurde, fliegen. Wenn du die Fläche 5cm nach hinten gesetzt hast und den Schwerpunkt ebenfalls, sollte es auch wieder passen.
Das Problem dabei, du hast einen kürzeren Hebelarm, das Modell ist etwas instabieler auf Seite und Höhe.
Ich habe mir das Video auch in Einzelbildern angesehen, der Start ist doch OK, die Geschwindigkeit recht hoch, das Modell steigt leicht.
Zur gleichen Zeit geht die Fläche nach links, du versuchst mit der Flächenverwindung gegenzusteuern, nichts passiert, das Modell rollt weiter. (Das Seitenruder ist noch neutral)
Dann ist das Modell fast in Messerfluglage und du gibst voll Seitenruder nach rechts um das Modell abzufangen (auf den Einzelbildern deutlich zu sehen), das wirkt in dieser Fluglage wie voll höhe, dadurch zieht das Modell hoch und die Ströhmung reißt ab.
Das Seitenruder ist nicht gedämpft, es wirkt bei der Geschwindigkeit und dem kürzeren Hebelarm Brachial.
Mein Vorschlag, reparieren oder erst den Kollegen fliegen lassen, ab dem Start überwiegend mit dem Seitenruder steuern, kleine Ausschläge sollten reichen. Heftiges Steuern vermeiden.
Evtl. mehr Seitenzug beim Motor, der hat sicher ein größeres Drehmoment wie der Dreizylinder Viertakter, langsam Gas geben, erstmal kein Vollgas.
Überprüfe die korrekte Verspannung der Tragfläche, vielleicht war sie auf neutral schon etwas verwunden. (Auf einer geraden Fläche beide Flächen an meheren Kontrollpunkten vergleichen)
Ich habe auch einen alten Segler, der reagiert kaum auf Querruder, den muss ich mit Seite steuern, mit Quer stützen.

Die Flächenverwindung ist nur zum stützen, steuern mit Seite. Die Originale wurden auch so gesteuert.
Mein Motto: Hat doch Flügel, muss doch fliegen:D

Viel Erfolg
Fliegergrüße
Thorsten
 
@ Detlef

das Profil hab ich handgezeichnet, nur zur Erklärung
das von mir verwendete kommt noch, auch wenn ich wieder eine auf den Deckel krieg ;-))

Von meinen Leichtdrachen auf Deine umzudenken ist leider nicht leicht.
Aber das kriegen wir schon hin.

Das Profil von Paolo ist sicher für das Modell ausgelegt, hat meiner Meinung nach keinen Spielraum nach oben.
Sie ist ja mit 5 kg schon sehr schnell.

Das mit dem Anstellwinkel würde ich aber unbedingt ändern.
Eben wegen des höheren Gewichts.Der Anstellwinkel ist für 5 kg gerechnet, bei 25% mehr Gewicht brauchts eben auch die 25% mehr Anstellwinkel
anders gesagt 5 kg ist 5° dann ist 6,4 kg enen 6,4°

Die EWd gleich lassen, sonst ändert sich der Schwerpunkt und da hast ja eh keine Luft.

Also HLW um den gleichen Wert anheben( hinten runter)

Dann Rollversuche mit kleinen Abhebern machen, bitte nicht wieder Gas rein und hoppala.
Dabei kann man auch schön sehen obsSeitenzug braucht.
Meine hat keinen Seitenzug 32" Propeller, schiebt ganz leicht im Kraftflug ist aber leicht auszusteuern.

Gruss Franz
 
Hallo Detlef und Franz,

ich hab jetzt noch mal den Bericht durchgesehen. Mal wird von 3° Anstellwinkel gesprochen, mal von 5°. Nach dem Crash kann nicht mehr nachvollzogen werden was beim Erstflug nun an lag?
Das verstehe wer will. Sind aber wichtige Parameter. Gesamt EWD wurde auch noch nicht kommuniziert. Wie auch andere Fragen nicht beantwortet wurden. Schade drum.
Die Anpassung des Anstellwinkels kann also nicht wirklich diskutiert werden, da er beim Erstflug scheinbar nicht bekannt war. Sicher wäre eine Erhöhung um 1-2° eine Möglichkeit, je nachdem wie er nun wirklich war, dem hohen Gewicht Rechnung zu tragen.

Das der Motor so nah am Querträger liegt war auf den Bildern nicht auszumachen. Aber das Heck hat ja vom Gewicht noch Einsparpotential für einen erneuten Erstflug.

Ehrlich gesagt verstehe ich auch nicht warum ein Vereinskollege jetzt vielleicht auch auf die Nase fallen soll, wenn ein Versuchsträger schon vorhanden ist. Wie selber gesagt ist die Fläche mit dem Originalprofil schnell zu reparieren und die wenigen Holzreparaturen gehen auch nicht in die Zeit. Anyway, ist nur meine Überlegung.

Franz,
die Lösung mit dem variablen Anstellwinkel ist pfiffig. Kenne das von den ganzen Pipers mit dem HLW. Wäre hier sicher auch gut umzusetzen. Da die entgültige Festigkeit ja durch die Verspannung kommt.

Abschließend noch was mir im Nachgang noch aufgefallen ist; 3KG Zug um die Fläche zu verwinden finde ich schon extrem. Ist ja nur statische Angabe gewesen. Ob es durch den Versatz der Fläche kommt?? Paolo Severin scheint jedenfalls keine 16 Kg Servos zu brauchen.

Grüße, Bernd


P.S.
Wg. Deckel, Franz, ich versuche auch nur zu helfen. ;)
Denke das eine leichte Erhöhung der EWD hier wohl passen müßte, da das Gewicht wohl nicht groß weniger wird.
 

DV1963

User
Hallo Bernd und Franz.

Ihr seid beide Klasse und ich möchte, da sich keine "Endlösung" ohne Arbeit bietet, folgendes vorschlagen:

-Kontrolle aller möglichen Einstellungen und Winkel am Modell
-Besuch meines Kollegen um hier ein Vergleichsbild zu haben

Falls sich hier Abweichungen ergeben die nicht einzustellen sind:

-Neubau des Rumpfes mit filigranerer Ausführung und bei auf jeden Fall jedes Gramm auf die Goldwaage legen.
-evt auch Neubau der Flächen, wobei auch dann das Profil zur Debatte steht.
-höchstwahrscheinlich auch Verlängerung der Gurte nach vorn um dem Motor etwas mehr Platz zu geben,
welches auch dem SP entgegen kommen würde.

Arbeit:
Da alle Metallteilen und Lötarbeiten auch nach dem Sturz noch intakt sind, ist diese Arbeit schon mal nicht mehr notwenig.
Gilt ebenfalls für das Fahrwerk.

Bei allen vorgestellten Fehlermöglichkeiten und Lösungsansätzen komme ich immer mehr zu dem Schluß, das diese von mir gebaute Bleriot ein "Schönstehmodell" ist, aber insgesamt nicht zu retten ist.

Ich bin da eher der "Terrier". Aufgeben ist nicht, denn schließlich fliegen ja auch Pizzakartons oder etwa nicht?

Am Samstag fahr ich mal zur zweiten Bleriot und werde mir alles anschauen und auch hier Fotos machen.
Ist da etwas interessantes dabei, wirds gepostet.


Gruß
Detlef
 

DV1963

User
Bernd:

Ich habe den Einstellwinkel deshalb nicht angegeben und es wurde auch nicht kommuniziert, da ich den Wert nicht notiert habe und keine Angaben machen möchte, wenn ich sie jetzt nicht belegen kann.
Wäre eine Vermutung.
Da ich mich strikt an den Plan gehalten habe müsste es ca. 5 Grad gewesen sein.....

Und NEIN:
Ich werde auf keine Fall den Hermann ins Verderben laufen lassen. Wo denkst du hin.

@Fly2heaven:
Und ja auch ich bin der Meinung:
Zu hohe Startgeschwindigkeit, resultierend auch Zuviel Gewicht usw usw usw.

Leider wiederholt sich einiges.

Kommt als Konsequenz auch noch ein anderer Anstellwinkel zu meiner Aufgabenliste dazu.

Gruß
Detlef
 
Servus Detlef

So weit bist ja nicht weg.
Schätze mal die Blerot hat sicher ein Verhältnis von 6:1 vor und hinter dem Schwerpunkt.
Wären also 100 Gramm hinten 600 Gramm vorne da geht schon was.
Hier mal mein Profil, wiegesagt für Leichtdrachen, bei Deiner müssten wir in der Dicke schon was ändern,
sollte es zum schlimmsten Fall kommen
Auch die Steckungsrohre sieht man, das hintere Rohr hat drei Gegenstücke im Rumpf,übereinander.
So kann man den Anstellwinkel der Fläche einstellen. An die Stelle am Rumpf bin ich nicht rangekommen.
Die EWD verstellung ist unten auf den Bildern.

IMG_0551.jpg


Wesentlich stärker gewölbt wie Deines, aber eben dünn.

Dann der Trick mit der einstellbaren EWD

IMG_0560.jpg


Rechts im Bild sieht man die hintere Höhenleitwerksaufname, bei der grünen Schnur.


IMG_0566.jpg

am Rumpf das Gegenstück.
Durch die verschiedenen Bohrungen kann man ganz leicht die EWDverstellen.

Die anderen bilder sind zu groß, also später

Ich hab in 48 Jahren Modellbau 420 Modellen das fliegen gelernt, alles Eigenkonstruktionen, also ohne Plan.
Das werden wir die Bleriot auch noch da hinkriegen wo sie ein soll.

Bis bald
Franz

P.s. Wir haben ja erst 7 Seiten incl Baubericht.
Wenns dreistellig ist fliegt sie auch. :-))
 
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