Dynamic Soaring (DS) im F3K Wettbewerb! Pro und Contra!

Walther Bednarz

Moderator
Teammitglied
Nach der Deutschen Meisterschaft im F3K in Uetze wollte ich etwas Zeit vergehen lassen, um die Wogen zu glätten.

In Uetze kam es zu folgender Situation:
Am Rande des Flugplatzes gab es eine kleine Buschhecke, maximal 8 m hoch wo sich dauerhaft eine Leewalze gebildet hatt, die zum DS-Fliegen förmlich einlud. Vincent Merllijn und dann auch ich und noch ein paar andere haben dort zuerst zum Spaß und Vincent später auch im Wettbewerb seine Rundenzeiten deutlich verlängert.
Einige haben drüber gemunkelt, ob das OK ist oder nicht. Schließlich hat die Wettbewerbsleitung beschlossen, die Ecke hinter dieser Baumreihe mit Flatterbändern abzusperren, woraufhin DS nicht mehr möglich war. Worüber sich Vincent natürlich sehr geärgert hat, weil man im Wettbewerb plötzlich die Regeln geändert hat.
Auf der anderen Seite wollte die Wettbewerbsleitung natürlich Chancengleichheit für alle, weil an diesem DS Spot nur maximal einer gleichzeitig fliegen konnte!
Bis jetzt gibt es noch keine allgemeine Regel, wie damit im Wettbewerb verfahren werden soll.

Das Thema DS im F3K Wettbewerb polarisiert also sehr stark.
Ich finde das DS Fliegen seit ca. 3 Jahren selbst sehr spannend (außerhalb des Wettbewerbs) und habe das Gefühl als wäre es eher ein Tabuthema im Wettbewerb! Kaum einer redet drüber, aber wenn es gemacht wurde, war es am Ende immer spektakulär und doch umstritten, weil es auch viel Mut und fliegerisches Geschick erfordert. Der erfahrene Pilot weis nämlich, wie schnell man ein Modell im DS zerdeppert...

Vielleicht ist es doch mal an der Zeit drüber zu diskutieren, damit es beim nächsten Mal nicht wieder zu stressigen Situationen kommt!

Jetzt bin ich mal auf eure Meinungen gespannt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ds-Fliegen mit F3K Seglern....., hat damit nicht Roland Börder in Frankfurt und später in Ludbreg/Kroatien damit angefangen🤔? Egal... lange her.

Ich war zwar in Uetze nicht dabei; fand aber das es, so wie es im Wettbewerb gehandhabt wurde, eher unglücklich gewählt war. Wie Du schon oben angemerkt hattest steht im Regelwerk nichts darüber; das hatte wohl auch niemand auf dem Bildschirm das da einer 'mal auf die Idee kommt.....

Soweit keine Gefahr für Umstehende oder Spaziergänger bestanden hätte, hätte es an diesem Tag weiter laufen können. Vincent und die Anderen,
die das Wagnis eingegangen sind, hatten sich ja diesen kleinen Vorteil auch durch ein deutlich höheres Risiko (Einschlag und Totalverlust) für Ihre Modelle erkauft. Am Ende des Wettbewerbstages hätte man die Situation in einem Pilotentreffen gemeinschaftlich lösen/regeln können. Alle anderen Piloten hatten ja die Wahlmöglichkeit( soweit es die Flugkünsten des Einzelnen zulassen, ich hätte mich bestimmt nicht getraut😓😓).
Just my two cents...

Grüße Jörg Baumann
 
Ich finde die Regeln und die Aufgaben sind doch klar?
Wie man diese im flug erreicht/erfüllt ist dem Piloten und seiner Taktik überlassen.
Und wenn das jemand im ds schafft, warum nicht? Das machst f3k doch aus.
Wobei ich tatsächlich in der von dir beschriebenen Situation das wirkliche Problem sehe, dass die Chancengleichheit für alle nicht gegeben war.
Von daher war die Entscheidung aus meiner Sicht zumindest auf den Aspekt der Chancengleichheit völlig in Ordnung.
Entweder alle, oder keiner.
Liebe Grüße,
Tobias
 
Moin,
In Uetze war der Spot direkt auf dem Zufahrtsweg. Dieser Weg wird auch von Spaziergängern genutzt. Allein wegen der Sicherheit musste was gemacht werden.
Es wahren mindestens 10 Piloten da die dort auch hätten Fliegen können, die meisten davon hatten für das DS kein Verständnis.
Ich Persönlich finde das DS Fliegen als nicht im “Geiste” dieser Wettbewerbsklasse.
Gruß Manuel
 

Peer

User
Nabenz !

Fakt ist auch, dass man zu einem Wettbewerb mit 4 "normalen" DLG und 1 Stück "600-Gramm-DS-Bombe" in "Mörderbauweise"
anreisen könnte. Dann wäre es schnell vorbei mit dem DS für alle, denn zu zweit wäre es in Uetze schon richtig spannend
im Kreis geworden....
Wäre ich ContestDirector gewesen, hätte ich den Zauber bereits nach dem ersten Durchgang aus Sicherheitsgründen verboten.

Vincent kann man keinen Vorwurf machen, er hat ja gegen keine Regel verstoßen.....

Da es sich bei F3K um eine Thermikflugklasse handelt, würde ich DS-Kreisen generell per lokaler Regel ausschließen.
Machen wir ja bei übermäßigem Mißbrauch von Hangfluggelegenheiten auch....

Tannebaum!
Peer
 

Ungustl

User
Wie wollt Ihr das in den Regeln fest halten? Ich mein, da gibts ja fliessende Übergänge und Mischformen zwischen DS, Thermik und Hang. Wie will man nun messen, von welcher Energiequelle sich das DLG grade bedient?
 

meeks

User
Da es sich bei F3K um eine Thermikflugklasse handelt, würde ich DS-Kreisen generell per lokaler Regel ausschließen.
Machen wir ja bei übermäßigem Mißbrauch von Hangfluggelegenheiten auch....
Da teile ich meine Meinung mit Peer voll und ganz. Finden und benutzen von Thermik um die Aufgaben zu erledigen ist der Clou in F3K und DS hat halt nichts mit Thermikfliegen zu tun. Es gibt genug Gebirge wo Mann auf Herzenslust seine Tempolimits ausloten kann aber DS gehört nicht zum F3K. Punkt.
Jeder CD sollte einfach Anfang klar definieren ob er DS genehmigt oder nicht, wir haben das bei unsere Wettbewerben auf jeden Fall untersagt.
Übrigens: wenn der Flieger 50% der Flugzeit fast auf Rücken fliegt kann Mann schon vermuten das hier etwas nicht F3K-regelkonformes stattfindet :D

Frohe Festtage an alle Beteiligten!

>m
 

Lownoise

User
Wie wollt Ihr das in den Regeln fest halten? Ich mein, da gibts ja fliessende Übergänge und Mischformen zwischen DS, Thermik und Hang. Wie will man nun messen, von welcher Energiequelle sich das DLG grade bedient?
Durch Flugverbotszonen, welche dann überwacht werden müssen (oder auf Vertrauensbasis...)

Meine persönliche Meinung ist: F3K ist Thermikfliegen und nicht Hangflug oder DS. "Damals" als ich noch Wettbewerbe geflogen bin, war das leider auch schon Thema. Nur Extremsportler mit steifen, teuren voll CFK Modellen konnten weit weg an der Waldkante/Hecke Hangflug machen, der "Normalo" guckte dumm aus der Wäsche, weil er einfach keine Chance mehr hatte, mithalten zu können. Unter anderem diese Situationen haben mir die Freude an Wettbewerben versaut. Eine Entscheidung die ich bis heute nicht bereue, "privat" fliegen ist für mich um ein vielfaches schöner und entspannter.
 
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