Elektromotoren, Wust an Bezeichnungen, Namen Größen Leistungen ...

Hallo

Ich betreibe Modellflug nun schon ein paar Jährchen. Was mich jetzt aber immer mehr verwirrt, sind die tausend unterschiedlichen Bezeichnungen von Elektromotoren. Ich hab zwar schon einige Elektromodelle im Einsatz (von 8-30 Zellen), aber die Motorenwahl hab ich da eigentlich immer so entschieden, dass

  • das vom Hersteller so vorgegeben war
  • ein anderes Modell mit diesem Motor gut flog
  • ich einen Experten um Rat gefragt habe
  • ich einen Motorenhersteller um Rat gefragt habe
  • Forenbeiträge gelesen
  • usw. ...
Ich hab jetzt mal ein paar Kataloge gewälzt, und da hat es mich fast umgehauen, Da wimmelt es nur so von (Marken-)Namen, Nummern und Zusätzen (Mega-, Super-, Speed-) :eek:
Dabei wollte ich doch nur einen (etwas leichteren) Ersatz für einen Ultra 930/7 in einem vorhandenen Calibra-nachbau (2,2m 1,8 kg 8Zellen)
Gibts da irgend eine Faustformel(n) ?

Die weiteren Fragen nach Regler/Getriebe/Luftschraube/Akku/Kabel usw. hab ich mir dabei noch gar nicht gestellt ... :rolleyes:

Ich hab jetzt einfach mal Kataloge nach Modellen abgesucht, die ungefähr meinem entsprechen und mir dann die Antriebsvorschläge dazu angeschaut. Wie diese Vorschläge zustande kommen kann ich mir aber auch nicht erklären (wahrscheinlich so wie in meiner Liste oben ;) )

Andersrum ist es genauso: ich noch einen Motor (Ikarus X250, war mal in einem Eco-Heli drin) rumliegen, was ich damit alles wie antreiben kann ist mir ein Rätsel ...

Das mußte ich jetzt mal loswerden.
Mich würde aber auch noch interessieren, obs noch mehr so Dummies gibt wie mich :)

Frohes Wochenende

Christian

P.S.
Früher hab ich halt in ein Modell nen sechseinhalber eingebaut, der hat dann schon gepaßt, wenns schneller gehen sollte, dann halt einen von Rossi oder Picco ...
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Was von E-Motoren passt besser zu den E-Motoren
HWE :rcn:

[ 14. Januar 2005, 16:13: Beitrag editiert von: Heinz-Werner Eickhoff ]
 
Hi !

Ich weiß was Du meinst ;)

Ja, es gibt Faustformeln.

Hier findest Du wieviel Akkuleistung Du ungefähr benötigst um ein bestimmtes Modell anzutreiben. Die Formel P (Leistung) = U (Spannung) * I (Strom) steht ja auch darunter.

Dann kannst Du z.B. hier sehen, was so der Leistungshunger einer LS an der Welle ist. Um von der Akkuleistung zur Motorwellenleistung zu kommen, schätze ich pauschal einen Wirkungsgrad von 80% also "mal 0,8" kommt an der Welle an.

Das Problem ist nun, dass Du nicht genau weißt wie der Motor dreht bei einer entsprechenden Strombelastung. Das findest Du entweder aus den Datenblättern der Hersteller oder Du schätzt über das hier.

Wenn Du dann noch ein paar Watt drauflegst, dann schadet es sicher nicht ;)

Man kann sich aber auch ein Programm zur Motorenauslegung kaufen. Die schlagen dann sogar Produkte vor.

Grüße Helmut
 
sooo viele Hersteller gibt es gar nicht, nur dass fast jeder Händler sein eigenes Logo draufpappt, macht die Sache nicht einfacher.

Helmut hat schon fast alles gesagt und hilft dir bestimmt. Es ist auch nicht immer einfach für einen eingefleischten "Stromer" den Überblick zu bekalten. Mit den Brushless wurde es schon fast unüberblicklich, aber mit den LRK wirds katastrophal. Jeder meint seine eigenen Bezeichnungen machen zu müssen anstatt sich zu einigen auf eine standartisierte. Hinzu kommt, dass für ein und denselben Motor verschiedene Fantasienamen vergeben werden.
 
es gibt für fast alles eine Formel, daß ist klar.

Aber eine Tabelle mit Messdaten aller BL-Motoren wäre nicht schlecht.
Strom Spannung Luftschraube Zugkraft etc.
Desweiteren wäre eine Liste mit bauglichen Motoren interessant.
Rein äusserlich liegen hier zwei Motoren, sehen völlig gleich aus, jeder sagt, daß sind gleiche Motoren, nein sind es leider nicht. Sie wurde bei 2 unterschiedlichen Anbietern gekauft, weil auch ich dacht, sie seien gleich, aber sind sie nicht. Der Eine hat 15 und der andere 20 Windungen. Soviel zum Thema, jeder amcht sein Aufkleber drauf!
 
Hi,

ich litt früher auch sehr unter diesen x-erlei Bezeichnungen und hatte irgendwie immer das Gefühl, daß ich beim Brushless-Kauf meine Kohle halbwegs in den Sand setze. Nun, die Realität zeigt: so schlimm ist es garnicht, denn die BL´s haben den Vorteil, unheimlich flexibel zu sein, und eine richtige Mißgeburt von Konfiguration muß schon sehr grob an der Physik vorbeigehen, um zu einem "fliegt nicht !" - Urteil zu kommen. Will heißen: nur Mut, mit ein paar Kenntnissen kommst du schon weiter. Wenn du dir für´s erste merkst, dass für Hotliner hochdrehende Motoren mit hoher Getriebeuntersetzung in Frage kommen, für Großsegler eher niedertourige Antriebe mittlerer Untersetzung mit großen Latten und für den Rest Allround-Antriebe wie z.B. ein FUN 500/27 mit 5,2:1 dann bist du schon einen Schritt weiter. Gerade mit so universellen Motoren wie z.B. dem FUN 500/27 oder einem Pletti 220/20 A3P4 5:1 (da sind sie schon wieder, die Namen...) kannst du alles mögliche von 2 bis 4 Metern Spannweite und von 10 bis 16 Zellen antreiben. Empfehlenswert ist auch das Programm "Elektroantrieb" von W. Geck - damit liegst du nie völlig daneben, und diese Investition war es mir wert, wenn ich auch viele alltägliche Parameter wie z.B. gewisse alltägliche Luftschrauben und Motoren sehr vermisse.

Gruß,
Peter
 
Hallo,
man könnte schon etwas Licht ins Dunkel bringen.
Gebräuchlich sind in den Namen Rotordurchmesser, Magnetlänge, Windungszahl, %Drehzahl je Volt , Vergleichsbaugrösse etc. etc.
Hilfe bietet, wie schon ober bemerkt, ein Programm, teils auch in den entsprechenden Modellzeitschriften veröffentlichte Daten, das Internet, oder ( gibt es auch noch) ein qualifizierter Händler. Dass ein Händler allerdings zu allen möglichen, von ihm nicht vertriebenen Produkten alle Daten vergleichbar bei der Hand hat, wird zwar selten sein, aber Daten findet man auch im Internet.
Über die Vorschlagsliste der Modellhersteller einen anderen Motor ( mit ähnlichen, aber eben in diesem oder jenem Punkt besseren Antrieben) zu suchen, das ist steinig. Da hilft dann nur eine Tabelle mit Vergleichswerten, wo Du evtl. auch feste Grössen eintragen kannst, und seien sie auch noch so banal: Knete, max. Zellenzahl wegen Bestand, max. Luftschraubendurchmesser. Und dann Daten zusammensuchen oder - schöner, aber teurer - mit einem Programm suchen lassen ( das von Geck z.B.). Was das Programm aber nicht kann, ist der Preisvergleich.
 
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