Höhenruder Paritech ASW 19 - immer derselbe Schaden

Hallo,
ich habe folgendes Problem: An meiner Paritech ASW 19 ist das Höhenruder wie auf dem Bild zu sehen, befestigt. Vorne wird mit dem Stahlbolzen am Leitwerk fixiert, dahinter wird eine werkseitig vorgesehene Stahlschraube durch das Leitwerk durch in die Seitenflosse geschraubt. Also quasi vorne Bolzen, hinten Schraube. Das Leitwerk ist damit bombenfest mit der Seitenflosse verbunden.

Und jetzt kommt´s: Bei einer Landung mit Querrutschen (das kommt nun mal vor bei ungünstigen Landeverhältnissen) peitscht das Höhenruder so stark, dass es mir die Auflagefläche auf der Seitenflosse aufsprengt. Das ist mir nun schon das 2. Mal passiert. Die Verbindung ist ja null elastisch und das Voll-Gfk Höhenruder wiegt 170 Gramm !!!!!!!!!!!!!!

Meine anderen Modelle halten solche Landungen vollkommen schadfrei aus. Das sind ja auch keine gesteuerten Abstürze, das Modell dreht sich nur um 90°, kurz bevor es steht. Im Prinzip was fast alltägliches, was immer mal passiert.

Eine Lösung des Problems hab ich noch nicht gefunden. Am liebsten wäre mir ein halb so schweres Höhenleitwerk aus Styro-Balsa, aber woher nehmen? Passt da irgendeins von einem anderen Modell?
Was passiert wohl, wenn ich eine Kunststoffschraube anstatt der Stahlschraube verwende. Wird mir die dann womöglich geknackt?

Ich bin ratlos. Weiss jemand was?

Gruss Adrenalin
 

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Hallo,

habe ich bei meinen (billigeren) T-Leitwerkseglern quasi "designgleich". :rolleyes:

Ich versuche jetzt mal folgendes: Von innen mit einem passend geschliffenen
3 mm Sperrholzschiffchen aufdoppeln. Bei meiner eben fertiggestellten ASW 22
vom Orthwein lag das bei und macht einen wirklich stabilen Eindruck.
 
Hallo Adrenalin,
dem Bild nach würde ich vermuten, dass es sich hierbei um einen sogenannten Scherbruch handelt. Ist eine mögliche Versagensart bei gebohrten Laminaten. Man erkennt ihn an den Rissbeginnen an den Rändern der Hauptschraube.
scherbruch.jpeg
Begünstigt wird er durch zu geringen Abstand der Bohrung zu dem Laminatrand und nicht belastungsgerechten Laminataufbau.
Es gilt als Faustformel 3 mal den Lochdurchmesser Abstand einzuhalten, was hier offensichtlich nicht der Fall ist. Hinsichtlich des Laminataufbau sollte für hohe Scherbruchfestigkeit in der Hauptbelastungsrichtung Gewebe unter 45Grad vorliegen. Da hier der Bruch annähernd in Flugzeuglängsrichtung erfolgt ist fehlen hier 45Grad Gewebelagen.
Als nachträgliche Abhilfemaßnahme würde ich mich dem Vorschlag von Christian anschließen, allerdings anstatt Holz Gewebestücke innen unter 45Grad Faserwinkel zur Flugzeuglängsachse als Doppler auflaminieren. Besonders gut wäre es, wenn du es trotz der Enge schaffen würdest, die Höhenruderauflage anzuschleifen und die Gewebestücke mit steigender Lagenanzahl kleiner werden lässt.


Beste Grüße und viel Erfolg bei der Reperatur,
Michael
 
Hallo,

ich würde folgendes machen:

1. Den Bruch mit Zack fixieren. Danach die HLW-Auflage am Rumpf von innen anrauhen und mit etwas Matte auslaminieren, so wie bereits beschrieben.

2. Die Verdrehsicherung einkürzen, so dass max. 1mm des zylindrischen Teiles des Bolzens aus dem Höhenleitwerk heraussteht. Der Bolzen soll ja das LW im Flug führen und bei Überbeanspruchung ohne Schaden freigeben.

3. Eine Kunststoffschraube verwenden. Die schehrt ab, das LW kann wegfliegen.

4. Ersatzschraube nicht vergessen.


Viel Erfolg
 
Hallo,


2. Die Verdrehsicherung einkürzen, so dass max. 1mm des zylindrischen Teiles des Bolzens aus dem Höhenleitwerk heraussteht. Der Bolzen soll ja das LW im Flug führen und bei Überbeanspruchung ohne Schaden freigeben.

3. Eine Kunststoffschraube verwenden. Die schehrt ab, das LW kann wegfliegen.

4. Ersatzschraube nicht vergessen.


Viel Erfolg


Das war auch so meine erste Intention.
Das dumme dabei ist nur: Wenn das LW wegfliegt, wird es mir jedesmal die Anlenkung in Mitleidenschaft ziehen, evtl. auch zerstören. Aber den Versuch ist es wert. Die Kunststoffschraube wird so "nachgiebig" sein, dass sie mir zumindest nicht mehr die Auflage um die Mutter herum in der Seitenflosse sprengen wird. So hoffe ich zumindest :D.

Vielen Dank für eure Ratschläge.

Gruss Adrenalin
 
Hallo Adrenalin,

Wieso nicht einfach Paritech anschreiben, und fragen? Die müssten es doch am besten wissen…

Asterix


Hab ich gerade gemacht.
Paritech rät, etwas unterhalb der Auflage (ca.25mm) in der Seitenflosse ein Sperrholzbrettchen anzubringen, in welches die Befestigungsschraube mit eingreift. Somit wird die entstehende Kraft beim peitschen mit in die Flosse eingeleitet und die Auflage muss nicht alles alleine aufnehmen.
Klingt plausibel. Hoffentlich reisst da die Deckschicht der Flosse an der Stelle nicht.

Ich wollte eigentlich hinten nicht noch mehr Gewicht einbringen, welches ich vorne mit Blei wieder büßen muss. Das Ding ist mit 5,5 Kilo bei 3750mm Spannweite eh schon schwer genug.

Aber nun denn, ich werde wohl in den sauren Apfel beissen müssen.

Gruss Adrenalin
 
Hallo Adrenalin,

ich fliege eine LS6 von Geitner.
Der Hobel ist sehr stabil (musste schon so einiges wegstecken) und trotzdem leicht.
In Voll-GFK 4m 1:3,75. Das Höhenruder wiegt 109g. Ich könnte mir vorstellen, dass das auf deine ASW19 passen könnte.

Gruss Hartmut
 
im Vergleich zu den grossen ist das hier komplett anders aufgebaut:Stift als Verdrehsicherung, Schraube zur Befestigung.
Gross: feste Bolzen / Augen zur Befestigung, Schraube als Sicherung, die nur das Ruder sichert, damit es nicht rausrutschen kann.
 
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