Heisdrahtschneider - Draht alternative

Hallo an alle,

Ich war vor kurzem kurzfristig auf der suche nach einem Schneidedraht zum Styro schneiden, aber wie es eben so ist, ist nichts wirklich in reichweite,
und dazu ist es auch noch wochenende...Genau dann ist improvisationstalent gefragt.
normaler stahldraht hat die Spannung auf dem Bogen nicht ausgehalten, oder hatte eine riesige Dehnung beim erhitzen.
Der Preis ist auch mehr als oke, ein paar euro für 5 meter.

Die Lösung: Stahlvorfach aus dem Angelfachgeschäft des vertrauens! Gibts in verschiedenen Dicken, und hält ordentlich Zugspannung aus.
Der Draht ist ein VA-Drahtgeflecht, meist aus 7x7 hauchfeinen Einzeldrähten, und hat eine sehr geringe Längenänderung beim erhitzen.
Bis jetzt noch kein einziges mal gerissen, auch wenn man mal irgendwo hängen bleibt.

Grüßle, Sebastian
 

Horbach

User
Ich schneide mit 0,3mm Kanthaldraht. Ergibt etwa 20V bei 1A Schneidestrom an einem 1m-Bogen.
Man muss den Draht schon recht misshandeln, dass er reisst. Der letzte hielt ein paar Jahre.

Wenn ich heute nach Kanthaldraht google, komme ich auf zig e-Zigarettenshops, die sowas verkaufen. Vielleicht wirst du ja fündig.
 
Ja, Kanthaldraht hab ich auch schon als alternative gehört, nur ist bei mir der nächste Angelladen nur wenige km entfernt, und so kann der Draht einfach kurz besorgt werden ohne etwas bestellen zu müssen.
Ausserdem bin ich selbst angler, da hat man Stahlvorfach sowieso immer rum liegen ;)
Ich schneide jetzt seit einigen Monaten mit dem Geflechtdraht und muss sagen er ist echt spitze in allen Belangen!
Dabei braucht er in etwa 1,4A bei 18 V.

Grüßle, Sebastian
 

cap102

User
Moin,

auch wenn das hier ot ist: was für einen Trafo benutzt Ihr für solche Anwendungen?
Und was für einen Draht nimmt man am besten um kleine Ausschnitte (EZFW,Servos)
in Flächenkerne zu schneiden?

Gruss Achim
 
Und was für einen Draht nimmt man am besten um kleine Ausschnitte (EZFW,Servos)
in Flächenkerne zu schneiden?
Stahldraht, ca 0.6..0.8 mm. Am dicken 2V Bleiakku für die Glühkerze...

Damals, als ich solches (Vorglühen und Styroausschnitte machen) noch gemacht habe. Der Draht muss relativ robust sein, damit er die Form hält. Und damit genehmigt er sich allerhand Strom, bis er genügend heiss wird.
 

Bernd Langner

Moderator
Teammitglied
Hallo Achim

Ich benutze ein Stellgleichrichter der auch vor 2mm Stahldraht nicht in die Knie geht.
Aber die Leistung hat auch Gewicht und Volumen.

Viele verwenden einen normalen Trafo bis 24V ca. 3-5A dem ein Dimmer
für induktive Lasten vorgeschaltet wird. Somit kann ich die Spannung / Strom
einreglen bis es paßt.

Alternative wäre noch ein gutes Labornetzgerät welches auch genügend Strom liefert.

Einige verwenden auch alte Bürstenregler mit passenden Akku an einem Servotester.

auch einige Ladegeräte haben eine Schneideoption.

Gruß Bernd
 
Ich verwende einen Trafo aus einem alten TV Gerät, greife 24V ab (mehrere Spannungen vorh.), mit Dimmer, Schneidedraht von Graupner, Bogen mit 1,20m Schneidbreite.
 
Kuckuck! Er fragt nach Schneiden von Ausschnitten, wo man biegesteife Drähte braucht. Da tut es der normale Schneidbügeltreiber nicht. Das will sehr viel Strom und wenig Spannung.
 

EvoNic

User
Bei SÄMTLICHEN Diskussionen übers Heißdrahtschneiden fehlt IMMER eine wichtige Information:

Schneidet Ihr mit einem dicken (0,3-1,5mm) und vergleichsweise kalten Draht, der beim Führen direkten Kontakt zum Hartschaum hat, trotz sehr starker Spannung etwas nachhängt, eine Schnittfuge hinterlässt, die kaum breiter ist als der Drahtdurchmesser, dafür aber Schmelzfäden produziert?

ODER

benutzt Ihr einen dünnen (0,1-0,5mm) heißen (>300°C) Draht, der sich seinen Weg durch den Hartschaum mit Strahlungswärme freischmilzt, dabei KEINEN KONTAKT zum Material hat, nicht durchhängt, dafür aber einen - relativ zur Drahtdicke - starken "Abbrand" verursacht?

Ich finde, das sind total unterschiedliche Konzepte. Und oft reden die Leute aneinander vorbei, weil der eine so, der andere anders vorgeht. Das erstgenannte Verfahren dürfte beim manuellen Schneiden überwiegen, das letztgenannte funktioniert eigentlich nur in rechnergesteuerten Maschinen, weil man die dafür sehr exakt einzuhaltende Vorschubgeschwindigkeit per Hand nicht halten kann.

Zum handgeführten Schneiden mit Materialkontakt nehme ich Edelstahldraht mit 0,55mm. Bis zu einer Drahtlänge von ca. 6cm ist der auch in Kontur gebogen noch steif genug. Man muß dann aber schon sehr vorsichtig und langsam führen.
Die dünnste geflochtene Edelstahl-Litze, die ich gefunden habe, hat 0,6mm und besteht aus 7 Einzeldrähten mit 0,2mm. Wie dick ist denn so ein Angel-Vorfach?
Im demnächst (naja) fertigen CNC-Schneider will ich 0,15mm kontaktlos versuchen.

Gruß, Nic
 
Schön wenn hier rege Erfahrungen ausgetauscht werden, da ich bemerkt habe dass relativ oft nach dem Draht gefragt wird...

@Nic: Die Vorfächer sind zum fischen auf Raubfische gedacht, die mit ihren Zähnen normale Schnüre durchbeissen würden. Das tolle daran, die Stahlvorfächer gibt es in allen möglichen Dicken (ich hab bis jetzt gesehen von 0.25 bis 1.2mm) und eigentlich auch in jedem Angelladen.
Manche sind beschichtet mit einem Kunststoff, der lässt sich allerdings leicht entfernen indem man Spannung drauf gibt bis die Beschichtung schmilzt und diese dann einfach mit einem Lappen abwischt.

Ich schneide auch, wie die meisten wahrscheinlich, mit direktem Draht-Styro-Kontakt, also Stromquelle nehm ich mein Ladegerät, das geht perfekt wenn man NimH einstellt.

Grüßle, Sebastian
 
Hi

Vielen Dank für den sehr guten Tip. Ich habe jetzt einmal verschiedene Angelshops durchstöbert, aber wie sieht man die Dicke? Ich würde auch gerne auf so einen längenstabilen 0,25 - 0,4 mm umsteigen, hast Du da ev. direkt einen Link zu einem passenden Produkt?

Grüsse

Gero
 
Hallo,

Servoausschnitte mache ich mit einer Lötpistole und einem zurechtgebogenen Schweissdraht.
ED beachten.
Ev. Holzschablone mit Stecknadeln als Führung anbringen.

lg
Manfred
 
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