HV BEC-Guard selber machen (mit PIC etc)

onki

User
Hallo,

der Titel sagt ja eigentlich alles.
Es geht darum das BEC gegen den (unwahrscheinlichen) Fall eines durchschaltens der Akkuspannung abzusichern, in der Art, wie es der BEC-Guard macht.
Kaufen ist schön, selber machen ist aber auch spannend.
Ich hab bisher nur Arduinos auf dem Tisch gehabt, die sind aber schon recht groß und für die Anwendung schon überdimensioniert. Haben die gängigen PIC etc. (also die 8-Füßer) einen ADC drin?. Der könnte die Spannung überwachen und wenn diese eine Zeit x über Spannung y ist einen Ausgang schalten, der den Hahn zu macht über einen Leistungs FET oder die Weichenbausteine. Versorgung über den nötigen Notakku. Zusätzlich eine Supressordiode als "Erste Hilfe"

Hat jemand schon mal sowas gebaut?

Gruß
Onki
 
Hallo Onki,

ich hab mir so etwas ähnliches schon mal überlegt. War aber nur eine Idee, siehe erster Link. Ein PIC 12F1572 (8-Füßer) kostet 1 Euro hat 4-ADC 10Bit Channel, 8Bit DAC, UART und Interrupt Eingänge. Damit kann man schon eine Menge machen. Mit dem PIC 12F1572 hab ich z. B. auch eine eigene Low Cost Telemetrie im Zusammenhang mit dem nRF24L01+ Transceiver (2.4 gHz) realisiert.

http://www.rc-network.de/forum/show...enbau-LiFePO?p=4454065&viewfull=1#post4454065
http://www.rc-network.de/forum/showthread.php/650280-DIY-Telemetrie-2-4-gHz

Gruss Micha
 
Es geht darum das BEC gegen den (unwahrscheinlichen) Fall eines durchschaltens der Akkuspannung abzusichern, in der Art, wie es der BEC-Guard macht.

Diese Funktion könnte mittels einem PIC und einem Dual Path Controller LTC4416 realisiert werden. Den Pin E1 bei Überspannung über einen Transistor einfach auf Masse ziehen. Man müsste nur noch einen Widerstand 10K vor dem Pin E1 und Kollektor vom Transistor dazufügen. Den LTC4416 verwende ich schon lange mit einem 4S NiMh Akku an V2+ als Akkuweiche.

dual_path_ltc4416.jpg

Gruss Micha
 
Hallo Micha,

interessanter Ansatz. Ich schau mir das Datenblatt zum LTC 4416 bei Gelegenheit mal an. Zur Zeit ist das Wetter aber zu gut dazu :-).

Gruß
Onki
 
Ich hab bisher nur Arduinos auf dem Tisch gehabt, die sind aber schon recht groß und für die Anwendung schon überdimensioniert.
Arduino funktioniert auch mit kleinen AVRs, z.B. ATTiny45 (8Pins). Der hat auch ADC. Zum Programmieren braucht man einen ISP Adapter, der aber selbst bei Conrad nur so €20 kostet (geht auch mit einem anderen Arduino) und den man sowieso gut brauchen kann. Bis auf die Schnittstelle geht die Entwicklung wie bei den großen. Wenn es nur um den Preis geht, wäre auch ein Mega8 möglich. Der hat 28Pins und kostet etwa das gleiche. Ist meine Wahl für einfache Sachen, bei denen die 8Pin nur zuwenige Pins haben.
Man braucht ja die Arduino Platine nicht. Der Chip braucht nur einen Widerstand an Reset, Takt intern und einen Stecker zum Programmieren, wenn man es nicht in einem eigenen Adapter macht.

RK
 
Hallo Onki,
Ich fand die Lösung die du in dem Thread zur Akkuweiche angedacht hast sehr interessant.
Ich würde für diesen Fall einen Pic10F322 nehmen.
Der hat alles was amn dazu braucht.
Dann die Ladeschaltung für den Backup LiFePo dahinter setzen.
Ganz vorne kann man dann beiede über eine Diodenstrecke wieder zusammenführen.
Das hätte den Charme, dass der Akku immer übers BEC geladen wird, und das BEC im Fehlerfall getrennt wird und dann der Akku die Notversorgung übernimmt.
Dirch die unterschiedlichen Spannungspegel kann man dann via Telemetrie sehr gut unterscheiden wann der Notfall eintritt.

Ich baue das ganze gerade mal auf, da ich so etwas dann für meine ASG brauche.
Werde berichten.
 
Hallo Kai,

Toll - ich bekomme morgen meinen Shark und dann hab ich vsl. erst einmal keine Zeit für sowas (vor lauter Planung):rolleyes:.
Zudem muss ich erst noch das Duo-Netzteil (siehe Fred nebenan) für unseren Platz fertigstellen parallel dazu und ein Lautsprecherpaar schreit auch noch nach neuen Sicken- also jede Menge Arbeit auf der Werkbank.
Halt uns auf dem Laufenden diesbezüglich. Das klingt sehr spannend.

Gruß
Onki
 
Hab heute nach langer Zeit ins Datenblatt vom LTC4416 geschaut. Man kann natürlich mit einem PIC direkt E1 / E2 über Digitalports ansteuern. Somit kann man ganz einfach V1+ oder V2+ bei Über- oder Unterspannung wählen. Dies ist für mich die einfachste und sicherste Art einer HV BEC Guard Schaltung. Die Schaltung mit dem LTC aus #3 funktioniert bei mir schon seit ca. 11 Jahren fehlerfrei.

Gruss Micha
 
Hallo zusammen,

ich bin da gerade auf den LTC 1479 gestoßen. Der käme doch als "Weiche" auch in Frage und hätte noch die Möglichkeit den Backup-Akku zu laden (mit dem LT1510).
Was meint ihr dazu?

Gruß
Onki
 
Hallo Onki,

für mich ist der LTC 1479 für eine DIY Lösung zu komplex. Das Nachladen vom Backup-Akku geht auch einfach mit einem Spannungsregler LM317 und einen Widerstand in Serie zur Ladestrombegrenzung. Für meine Bedürfnisse ist ein Laden vom Backup-Akku nicht erforderlich. Eine redundante ausfallsichere Akkuweiche sollte m. E. möglichst eine Verkopplung der beiden Stromquellen Regler-BEC und Backup-Akku vermeiden.

Gruss Micha
 
Also ich habe da mal ein paar Sachen getestet, und bin zu dem Ergebnis gekommen, dass gerade bei HV die Sache viel einfacher zu lösen ist.
Ich habe an der CB200 einen Eingang mit einem 2S LiFePo4 belegt und am 2ten Eingang den Master Mezon BEC-Ausgang.
Zwischen dem Pluspol vom BEC und dem Pluspol vom Akku eine Schottky Diode und das ist dann schon alles !

Fällt das BEC aus, übernimmt der Akku.
Das Einzige, was ich als Schutzschaltung jetzt noch vorsehen könnte, wäre ein µC der das BEC misst, und bei Überspannung einfach das BEC aus schaltet.
Wäre dann eine einfache Schaltung mit einem Pic12F322 und einem P-Kanal MosFet.
Wenn ich mir allerdings die Ausfallwahrscheinlichkeiten zwischen BEC und Überwachungsschaltung ansehe, würde ich darauf verzichten.

Bei der CB200 habe ich dann noch die Möglichkeit die Spannung beider Eingänge der Weiche unabhängig zu messen und mir Warnschwellen zu setzen.
Nutzt man keine CB200 sondern eine normale Weiche geht das ganz genau so, nur halt an den beiden Eingängen der Weiche.

Das ganze hat bei mir auf dem Labortisch 2h bei 8A problemlos durchgehalten.
In der Zeit habe ich das BEC mehrfach getrennt und wieder zugeschaltet, alles TipTop.

So kommt das Ganze jetzt in meine ASG.
 
Hallo Kai,

Hast du das BEC auch mit 8V betrieben?
Welche Diode verwendest du?

Habe meinen Shark auch auf dem Tisch und denke über diese Lösung nach. Nutze auch nen Mezon (120A light) und 2s LiFePo (A123 2500) als Angstakku

Gruß
Onki
 
Hallo Onki,
Nein, das BEC betreibe ich mit 7,4V und nutze eine MBR3035.
Bei dem Ladestrom von max. 1A kann ich den Akku nie überladen, da die MBR3035 dann ca. 0,2V mindestens an Spannungsabfall hat.
Wer dann auf Nr. Sicher gehen will kann ja noch einen 1Ohm Widerstand in Reihe schalten um den Strom zu begrenzen.
 
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