IRate 1800 Lipo's, erste Erfahrungen und Messungen

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rafale

User
Nachdem ich im Ezone-mag viel gutes über die IRate Lipos gelesen hatte, besorgte ich mir auch mal die 1800er zum ausprobieren und bin ziemlich begeistert von diesen Zellen. Ich fliege die Zellen im Depron F3A-Genie mit einem Axi 2808/24 und einem 11x4 Camprop von Graupner. Der Motor zieht mit der Latte 20,5 Ampere im Stand, was etwas über 11C Belastung entspricht. Der Flieger wiegt jetzt 500gr., vorher mit 10 khan 1050 620gr. Das Modell hoovert mit den Zellen bei halbgas bis sie leer sind. Höchste eingeladene Kapazität bis jetzt 1750mAh, wobei der Hacker Regler noch nicht abgeschaltet hatte. Die Zellen haben jetzt ca. 20 Zyklen hinter sich und haben noch in keinster Weise irgendwie nachgelassen. Da solche Aussagen wenig hergeben habe ich die Zellen mal vermessen.

Motor Hacker B50 16L, Regler Hacker master 70 3P, Luftschraube 7x7 Speedprop, 3S1P IRate 1800. Gemessen wurden alle 30sek. Spannung, Strom und Temperatur am Ableiter. Der Motor wurde auf eine Stromaufnahme von 18Ampere (10C) eingeregelt, der Drosselknüppel danach nicht mehr bewegt.

Zeit V A Temp.

5s 10,11 18,2 21,8
30s 9,78 17,2 33,0
60s 9,75 17,1 37,1
90s 9,75 17,1 39,1
120s 9,71 17,0 40,7
150s 9,65 16,9 42,6
180s 9,54 16,8 43,4
210s 9,43 16,5 44,1
240 9,28 16,2 44,3
270 9,05 15,5 44,5
300s 8,9 15,4 47,0
abbruch

Nach 30sek. gab ich nochmal Gas und ermittelte nach 10sek bei 18A noch 9,2Volt, Tendenz stark fallend.Nach dieser Tortur habe ich noch die Temperatur der mittleren Zelle mit 55°C ermittelt. Nach ca. 20min waren die Zellen wieder auf 21°C abgekühlt und wurden wieder geladen. Die eingeladene Kapazität betrug 1723mAh !!!.
Problem bei diesen Zellen ist das verlöten, da der Minusableiter aus Aluminium ist. Ich verwende dafür ein Aluminiumweichlot von Stannol, allerdings uberzeugt mich das Ergebnis noch nicht richtig, da die Lötstellen mehr geklebt als gelötet aussehen. Falls jemand schon Erfahrung mit dem löten bei diesen Zellen hat, wäre ich über Informationen zum verwendeten Lot und dessen Anwendung sehr dankbar.

Gruß Jürgen Pellinger
 
Hallo,

man lernt nie aus...
...ich hab bis jetzt nicht gewusst, dass man Alu löten kann :confused: bzw. dass es ein Alu-Lot gibt.
Wo bekommt man so ein Alu-Lot her?

Wenn die Lötstelle mehr geklebt als gelötet ist, dann könnte es sein, dass du einen zu schwachen Lötkolben benutzt. Wieviel Watt hat den deiner?

David
 
Alulötpaste gibts auch bei Conrad Elektronik.
>>Conrad<<

Artikelnr. 823553; Preis 7,80 €

Temperatur ca. 225 ° C, mit Lötkolben oder Gasbrenner.
Die Paste enthält Flussmittel, das Alulot verbindet sich so leicht mit dem zu lötenden Alu.
 

rafale

User
@David
verwendet habe ich einen 100W Lötkolben, mit einem 40W ging es garnicht

@ Gerhard
das Lot von Conrad ist glaube ich nicht geeignet. Auf der Verpackung steht nur für alu-alu verbindungen. Der Plusableiter der IRates ist jedoch vernickelt. Vor allen Dingen konnte mir keiner der Lötprofis von Conrad sagen ob es funktioniert.

Gruß Jürgen
 

Claus Eckert

Moderator
Teammitglied
Hallo Jürgen,

Deine Messungen der 1800er IRate kann ich bestätigen. Du hast mit der Temperaturmessung am Ableiter einen wichtigen Punkt angeschnitten.
Hier besteht wohl noch Entwicklungspotenzial bei allen Herstellern. Denn die Erwärmung der Zellen, entsteht anscheinend an den Ableitern. Vielleicht hat mal jemand die Möglichkeit mit einer Wärmenbildkamera dies zu überprüfen.

Um den "Toaster-Effekt", also die Erwärmung der inneren Zellen zu reduzieren, gibt es die Möglichkeit diese mit einem Luftpolster von ca. 1,5 bis 2 mm beim Konfektionieren zu versehen.

Dies läßt sich sehr simpel mit entsprechend dicken Balsastreifen lösen. Einfach zwei davon mit ca. 5 mm Breite jeweils oben und unten auf die Zellen gelegt (ggf. mit Doppelklebeband befestigen) und dann die Zellen nach dem Verlöten entweder einschrumpfen oder mit Tesafilm umwickeln. Dies muss so gemacht werden, dass durch die offenen Seiten die Luft zirkulieren kann.

Einzigster Nachteil: der Pack wird pro Zelle um ca. 2mm länger.

Ich habe einen vierer Pack 700er E-Cell so zusammengestellt und die Zellen bleiben tatsächlich kühler. Nach dem Fliegen erledigt die Restwärme der Akkukühler in wenigen Minuten.

[ 11. Januar 2004, 18:54: Beitrag editiert von: Claus Eckert ]
 

uli

User
Hab nach ein paar Versuchen meiner Meinung nach das richtige Lot gefunden um die Aluableiter zu löten.
Flußmittel Alutin 51L und Alulot 51T von Castolin!
Die ersten Versuche beim Löten meiner 850er Irate mit Alusol von Stannol waren nicht zu meiner Zufriedenheit. :(
Dagegen sehen Die Lötverbindungen mit dem Alulot von Castolin sehr sauber aus!
Die kleinste käufliche Menge liegt allerdings bei 1kg, und nicht ganz billig das Zeug.
Gruß Uli
 

Motormike

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@Claus Eckert

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