Länge der Servokabel ein Problem ?

Wollte mal die Elektronik Spezialisten unter Euch fragen, wie
das nun in der Praxis genau ausschaut, wenn ich "KEINE" Powerbox
oder ähnliches verwende, um meine Servos anzuschliessen.
Ein Modellfliegerkamerad hat gemeint es sei dringend zu empfehlen,
bei Servoleitungslängen von an die 2 Meter bis zum Empfänger, auf
jeden Fall eine Powerbox, Emcotec, Deutsch o.ä. zu verwenden.
Da das Signal abgeschwächt würde ?
Ist dem wirklich so, verwenden diese Boxen "Signalverstärker".

Ich würde gerne den Spektrum AR9100 mit zwar integrierter Akkuweiche,
jedoch "nur" Single Servosausgängen, verwenden.
Da die Leitungswege relativ lang sind im Modell, ist geplant z.B.
die beiden Seiten und auch Querservos über V-Kabel direkt an den
AR9100 zu hänen, ohne explizite "powerbox" !

Ist das alle nur "hype" um zusätzliches Geschäft zu machen, oder
kein getrost auf so eine Komponente verzichtet werden, wie gesagt, von
der Spannungsversorgung her, mache ich mir keine Sorgen, es geht nur um
die langen Servo-signalzuleitungen.
 

HFK

User
Hallo Stefan,

lass Dir nichts von den Halbwissenden einreden. Bei 5m Leitungslänge (hin und zurück gerechnet) und 0,25 mm² hast Du einen Widerstand von rd. 330 mOhm. Die Impedanz des Impulseingans eines Servos liegt bei etwa 5 bis 10 kOhm. Da machen die 330 mOhm nichts aus.

Aber, beim Strom für die Servos - sagen wir mal max. 1 A - merkt man mit dann 0,33V Spannungsabfall das schon ein ganz klein wenig. ;) Macht aber auch wirklich nichts. Nur sind bei diesen Längen (und 35 MHz) Ferritringe wegen der Einstreuung von HF schon wichtig.
 
...aus sich eines Elektrotechnikers zieht das Argument mit dem Leitungswiderstand natürlich !
Nur wo liegen dann die Argumente für dein Einsatz einer Powerbox oder ähnliches - nur etwa die zusätzlichen Steckplätze für einen Kanal bzw. Spannungsstabilisierung ?

Wenn ja, dann erübrigt sich für mich den Einsatz einer solchen Komponente, denn was nicht da ist, kann auch nicht ausfallen :)
 

HFK

User
Ich habe keine und werde auch keine kaufen.:) Den einzigen Vorteil den ich sehe sind die Filter bei sehr langen Leitungen, Da ich aber bisher nicht über 2,5m hinausgekommen bin, habe ich sie nicht vermisst. Mit Ferritkernen und kleinen Keramischen Kondensatoren habe ich so etwas auch schon mal gebastelt. Hat sich jedenfalls nicht negativ ausgewirkt.:D
 
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Hallo,

ich denke, bevor man über eine solche Frage ERNSTHAFT reden kann, sollte man zuerst die Rahmenbedingungen kennen. Wie groß ist der Flieger, welche Ruderkräfte, welche Servos, welche Störgrößen?
Es macht einen riesen Unterschied ob ich über einen 5m Thermikschleicher oder über einen Jet rede. Bei einem 5m Thermiksegler wirst Du so etwas meist nicht gebrauchen, da reichen dicke Kabel, Ferritkerne, ggf. eine einfache Servostromverteilung oder ein guter Empfänger der 5 oder 10A kann. Auch hilft ein 5-Zellen Betrieb.

Hast Du einen Jet oder eine große Kunstflugmaschine, ist man in der Regel sehr gut beraten die dafür gemachte Zubehörteile auch einzusetzen. Zumal da dort auch oft Kanäle mit mehreren Servos belegt werden.

Gruss

Klaus
 
Ich betone hier nochmal es geht um den Einsatz eines AR9100 Energieredundanten Spektrum Empfänger, welcher über 2 separate 5 Zeller gespeist wird -
der Power Bus ist in der Lage bis zu 40 A Strom zu liefern, was laut Angabge des Herstellers die Verwendung von Powerboxen überflüssig macht.

Un der Servosignalleitung ist es egal, ob das Servo mit 4A oder 0,1mA Strom belastet wird !
 
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