Mehrmotorige Flugmodelle nach Bauplan von Nietzer Me 264 oder Ju290

Bernd Langner

Moderator
Teammitglied
HAllo Leute

Ich plane ein Projekt eines mehrmotorigen Flugzeuges nach Plan. Ich habe zwei Baupläne von Nietzer gefunden aus dem FMT Heft.
Es handelt sich einmal um die ME 264 und das andere Modell ist die Junkers Ju290.
Die Me hat 3,58m Spannweite bei 7kg und Junkers 2,95m bei 9kg als Antrieb habe ich 4 x FS 20 (3,5cc 4T)zur Verfügung.

Meine Frage ist ob jemand diese Modelle schon mal gebaut hat. Hintergrund ist die Frage ob die Motorisierung reicht. Bei beiden ist als untere Motorisierung 3,5cc angegeben ich gehe mal davon aus das meine 3,5cc 4T Motoren ebensoviel Leistung entwickeln wie die damaligen 3,5cc 2T (1970)

Natürlich sind auch Einschätzungen gewünscht ob die Motoren für die Modelle reichen oder ein bestimmtes eher geeignet ist.
Wäre blöd das Modell zu erstellen und dann festzustellen das die Leistung nicht reicht.

Gruß Bernd
 
Hallo Bernd.
Ich bin der Überzeugung, dass die Motoren zu schwach sind.
Für ein 4 mot Modell mit Verbrenner, Einziehfahrwerk, und 3,6m Spannweite sin 7kg ein utopischer Wert. Wenn man jetzt noch berücksichtigt, dass bei einem Motorenausfall und drosseln des entsprechenden Gegenstücks, der Vogel auch noch mit den zwei verbleibenden Motoren sicher nach Hause kutschiert werden soll, landet man bei 4x 7,5 bis 10 ccm 4T.
Meine Ju 52 hat 3,75 m Spannweite, wiegt um die 20kg, motorisiert mit 3x 20ccm 4T und braucht zum Starten auf Gras die Leistung aller drei Antriebe. Fliegen kann sie auch mit nur zwei Motoren.
 
Hallo Peter

Die Me 264 nach dem Plan von Nietzer ist eher ein Motorsegler. Laut der Beschreibung aus dem Heft von 1981 flog der Prototyp mit 2 x 6,5cc und war damit ausreichend motorisiert laut Erbauer.Einziehfahrwerk hat das Modell nicht und ich plane auch keins.
Die Me als Schulterdecker mit Dreibeinfahrwerk läßt sich vermutlicher einfacher starten wie die Ju als Tiefdecker und mit Zweibeinfahrwerk.

Beide Modelle sind komplett in Holz gebaut und ich sage mal das die Gewichte vermutlich stimmen eventuell können sie etwas schwerer werden aber das nur minimal. Einen Bauplan der Ju 52 habe ich auch aus Amerika da hat die 3m Spannweite Sportmodell und soll 3 Motoren a 3,5cc bekommen.

Eventuell meldet sich ja doch noch jemand der das Modell schon mal gebaut unf geflogen hat so kommen wir vermutlich nicht weiter. Ich werde mich mal in unserem Verein umhören da soll es die Me schon mal gegeben haben hat aber nur kurz gehalten warum ?

Gruß Bernd
 
Hallo zusammen, ich hole diesen alten thread hervor, da ich gerade eine Me264 nach Klaus Nietzer wieder fit machen möchte. Über den Daumen gerechnet komme ich, elektrisch mit 4x 5200er 4s Akkus, auf ein AUW von gut 13kg. Ich habe nirgendwo eine Gewichtsangabe aus der Praxis gefunden, abgesehen von den 7kg aus dem Ursprungsplan, die mir bei meinem Modell, mit allem drum und dran wie Ezfw, realistisch vorkommen. Hat jemand hier in der Runde vielleicht in den letzten Jahren eine Me264 zu Gesicht bekommen oder was vom Gewicht gehört?
Danke und viele Grüße
Willy
 
Hallo Willi,
ich kam durch Zufall an dieses Model, mit 4 Glühzündern 4 oder 5 ccm.
Gewicht ist so +- 10,5kg, ohne Ezfwk
Habe ein paar Flüge gemacht, die Motoren sind nicht sehr zuverlässig, aber 2 reichen auch zufliegen.:)
Das Modell wurde dazumal etwas "stabil" gebaut, heute würde man das sicher leichter hinbekommen.
 
Hallo nochmal Herbert,

vielen Dank, das hilft wirklich sehr weiter.

Mein Modell scheint auch älterer Bauart zu sein. Vollbeplankt, Rechnung vereinzelter Elektronik aus 2010, für das Seitenruder jedoch noch ein altes Servo (Ende 1980er, Anfang 1990?) verbaut. Wie gesagt, mit EZWF und allen Akkus komme ich schlussendlich vermutlich auf 13, eher 13,5kg. Deshalb überlege ich auch noch, Flaps nachzurüsten und den Umständen unseres Platzes geschuldet, auch noch ein gebremstes Fahrwerk einzubauen. Der "Bau" beginnt in den nächsten Tagen. Ich werde hier mal weiter berichten, vielleicht hilft es ja dem ein oder anderen auch weiter.

Grüß mir meine Heimat (bin ursprünglich aus VB)

Willy
 
Hallo Bernd,

geh doch so daran, wie wir es bei den E-Motoren machen.

100 Watt/kg für gerade so eben fliegen können, 250 Watt/kg für gute Leistung bei Turns, Abschwüngen usw. und 500 Watt/kg für Beschleunigung im Aufwärtsflug ;-)

Viel Erfolg beim Projekt und Grüße,

Robert
 
N'Abend zusammen, servas Herbert.

Ich habe nun das Flugzeug bzw dessen Elektronik auf Funktion geprüft. Das bugfahrwerk und ein servo scheinen (noch) nicht zu funktionieren. Muss ich noch prüfen.
Ich verwende die verbauten Lipolice Motoren mit 890kv (ich glaube 3025er, muss ich nochmal nachsehen). Deren Funktion habe ich allerdings noch nicht geprüft. Mit einer 11x8 2blatt Latte komme ich, meiner Erinnerung nach, auf 1200 Watt pro Motor, mit 4s. Wären also 4800 Watt. Könnte also klappen. 60A regler sind verbaut. Sollte also auch klappen.
Wie gesagt, ich habe den Flieger jetzt mal ausgeschlachtet. Ich werde ihn wohl mit 2 BEC mit jeweils 6A ausstatten. Ich werde wohl direkt flaps nachrüsten, jetzt wo ich schon bei der Baustelle bin....
Und ein gebremstes Fahrwerk ist eingeplant, aufgrund eventuell zu kurzer Landebahn.

Ich werde die nächsten Tage berichten, und weitere, aussagekräftigere Fotos zeigen.

Viele Grüße

Willy
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Hi Bernd,
berechne den Maßstab und überlege dann, womit Du eine Einmotorige aus dieser Zeit motorisieren würdest.
Am Beispiel einer Mosquito in 1/6,5: Die kommt auf 250cm und mit Glück um die +10 kg.
Fliegt aber mit 2 guten 20ccm Viertaktern prima, analog einer Spitfire in dem Maßstab.
Bin gespannt und die kleinen O.S. sollen sehr gute Motoren sein.
 
N'Abend zusammen,

ich habe die Me nun in einen Bausatz-- Zustand verwandelt. Einfach alles raus gemacht. Die Kabel müssen sowieso neu. Die gesamte Elektronik funktioniert. Ich habe das Ezfw neu gefettet, werde alles neu verkabeln und auf einen aktuellen Stand der Technik bringen. Bilder folgen.
Jetzt habe ich allerdings 2 Themen, bei denen ich auf Hilfe angewiesen bin.

1.: die Motorhauben. Bislang ist das einfach nur eine gerade Form. Hier möchte ich zumindest semi-scale die Hauben etwas nachgebildet haben. Ich habe im Netz schon gesucht, ob sich in einem anderen Bausatz so etwas findet, mit ca 11cm Durchmesser. Bislang erfolglos. Und tiefgezogen habe ich noch nie.

2.: gebremste Räder mit 100mm Durchmesser. Habe im Forum schon eine Suche gestartet.

Die Motorhauben sind jedoch noch eine meiner größten Baustellen. Aber vielleicht hat hier jemand eine Idee?!

Grüße in die Nacht

Willy
 
Hallo die Runde,
ich bin ja nicht untätig 😁 nach langem hin und her, habe ich mich dazu entschlossen, der Me flaps zu spendieren. Mittels scharfem Bastelmesser und feinster Säge habe ich die ersten flaps schon rausgetrennt (siehe Anhang). Auf Erstellung einer Hohlkehle werde ich wohl verzichten. Es würde einfach zuviel Zeit in Anspruch nehmen. Ich werde die Klappen oben anschlagen. Sie sind, dem Original folgend, 3-geteilt. Und werden auch mit 3 Servos angesteuert.
Habt ihr vielleicht eine Idee, wie ich mit dem Spalt, unten, zwischen Klappe und Fläche umgehen soll? Oder einfach damit leben?
Neue Verkabelung ist teilweise auch schon ausgeführt.

Es geht munter weiter....
 

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Habe eine Me 110 da sind die Landeklappen unten angeschlagen. Ergo der Spalt geht nur beim setzen der Klappen oben auf. Funktioniert hervorragen….habe ich so auch schon andere Modellen nachgerüstet und es hat immer gut funktioniert.
Mein Tip mache es auch so.

Grüße
Eberhard
 
N'Abend Eberhard,

Danke fürs einwerfen. Ich habe lediglich Sorge, dass mir beim Clark Y bei einem Spalt oben die Strömung zu schnell turbulent wird und der Zugewinn des Auftriebs flöten geht. Oder liege ich da komplett falsch?!
 
Willy, die Klappen sollen neben Auftrieb auch Widerstand haben. Sonst gleitet der Flieger nur und kommt nicht runter. Diese Klappenart ist ähnlich der Spreizklappen…da dient der Sog auch die Strömung auf der Oberseite abzusaugen…was zu einem längeren „Auftrieb halten“ führt….nicht alles was turbulent ist ist schlecht😉
Wie bei den Großen gilt halt beim Klappen setzen noch etwas Gas geben. Gleitpfad mit Gas steuern ist angesagt!

Noch erfolgreichen Klappeneinbau.

Grüße
Eberhard
 
Hallo (endlich wieder),

ich habe es ziemlich zeitverzögert geschafft, die Flaps zu präparieren (Foto im Anhang). Mittlerweile sind auch die gebremsten Räder angekommen, die jedoch einiger Optimierungen bedürfen (Foto im Anhang). Ich muss die Ausschnitte im Flügel noch auffüllen, dann schleifen, nochmal Porenfüller, schleifen und dann ist gut. Ebenso habe ich mir zwischenzeitlich Flaps Scharniere von PAF besorgt (nochmal Foto im Anhang). Und jetzt zweifle ich am meinem Vorhaben, die Flaps mit diesen Scharnier anzuschlagen. Beim ausfahren der Flaps entsteht entsprechend ein Spalt zwischen Flügel und Flap (Flap wird mittels u.g. Scharnier komplett vom Flügel getrennt). Zwar wird der Flieger natürlich keine Scale-- Augenweide, aber ich überlege nun doch, die Flaps unten anzuschlagen. Und dann, im Bereich des oben sich öffnenden Spalts (hier würden die Flaps nicht komplett vom Flügel getrennt, da mittels normalem Scharnier unten angeschlagen) eine Art Lippe einbauen, die beim Einfahren der Flaps über einen Spalt in der Verkastung des Flügels verschwindet (war das verständlich erklärt?).
Oder empfiehlt ihr doch, dass sich die Flaps komplett trennen sollten und so mittels durchgehendem Spalt mehr Auftrieb erzeugt wird?

Vielen Dank
Willy
 

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Hallo fly-Bert, in etwa so hatte ich mir das auch gedacht. Ich werde mal eine Skizze anfertigen und in einem entsprechenden Thread posten (und diesen hier verlinken). Ich wollte mal um Wissen bezüglich der vermeintlichen Auftriebsverstärkung durch den erzeugten Spalt bitten. Ich kämpfe mich gerade durch die Videos mit Alexander Lippisch ("the secret of flight")
 
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