Mildliner --- BEC -- Externes BEC -- Empfängerakku

Hi Leute,

ich bin gerade auf der Suche nach einer vernünftigen Stromversorgung für einen etwas flotteren Segler.
Das Ding hat eine 4 Klappentragfläche und V-Leitwerk. Für den Anfang soll ein 3s Lipo rein, (dann mit rund 50A) später mal 4s (dann mit knapp 60A). Als Servos kommen entweder 4 HS125 rein oder 2 HS125 und 2 Futaba 3150. Fürs V-Leitwerk nehme ich Futaba 3114.

Wie macht man das jetzt am cleversten mit der Empfängerstromversorgung? Mir fallen 3 Varianten ein:
1) Regler ohne BEC, dazu ein Empfängerakku das genug Strom hergibt
2) Regler ohne BEC, dazu ein 2s LiPo (oder Konion) mit einem externen BEC
3) Kontronik Jive (und vielleicht ein Mini-Stützakku)

Variante 1 funktioniert sicher, hat aber die Nachteile dass es enger wird und dass ich mich um ein Ni-irgendwas Akku kümmern muss. Das sorglose Laden am Montag und Fliegen am Samstag ist dann wieder ein dezentes Risiko.

Bei Variante 2 würde ich wahrscheinlich ein Jeti MaxBec1 einsetzen. Das liefert 5A Dauerstrom und wenn es sein muss 12A Kurzzeitstrom. Die Nachteile des Ni-irgendwas Akkus bin ich los, das Platzproblem bleibt aber.

Variante 3 hätte für mich den Charme, dass ich nur ein Akku brauche. Das BEC vom Kontronik Jive liefert auch 5A Dauerstrom und 15A Kurzzeitstrom. Der Jive kommt mich dabei auch nicht teurer als ein ordentlicher Regler plus JetMaxBec und ein Empfängerakku. Außerdem hätte ich den Platz des Empfängerakkus gespart und könnte ein größeres Antriebsakku verwenden ;-)

Aus meiner Sicht spricht alles für Variante 3, oder mache ich da nen Denkfehler?

Viele Grüße
Peter
 
Hallo Peter
Alle drei Varianten machen irgendwie Sinn allerdings sind die meisten Ausfälle im Hochstrom-Bereich wie plötzlicher Zellen-Tot, Regler-sterben durch Überlast oder defekte Leitung zum Motor und ähnliches, wobei dir dann immer dein Modell runter fällt.
Daher kommt für mich nur ein Empfängerakku in frage wobei es egal ist ob du Lipo oder NI nimmst da es erwiesen ist das Lipos nicht geladen Lagern sollen. ich nehme NIMH und habe die im Sommer am Dauerlader alle 3-4 wochen werden Sie einmal entladen um Memory zu vermeiden.
so mache ich das schon seit ?? Jahren und habe keine Ausfälle.
 
tja und ich fliege seit ich denken kann nur mit bec und habe deswegen auch noch keinen flieger verloren.

es stürze mehr flieger wegen schlecht gepflegter empfängerakkus ab, als wegen bec ausfall - wenn alles richtig dimensioniert ist.

und die mär vom plötzlichen zellentod stammt ja auch aus nimh-zeiten.
komplettes stellersterben - naja. oft behauptet, selten wirklich gesehen.

jive + 1 lipozelle mit diode als lebensversicherung ist nahezu optimal.
vg
ralph
 
ja, da hast du wohl wahr. :)

gerade bei der bec dimensionierung sollte man schon wissen, was die servos im maximalfall ziehen.

mit 3 blockierenden 3150 würde das bec des jive klarkommen, ein 3A längsregler made in china bekommt da schon probleme.

ein zu kleiner empfängerakku allerdings auch ;).

vg
ralph
 
Hallo,

speziell mit getakteten BECs habe ich noch nie Probleme gehabt. Auch bei über 70 A. Bei den älteren linearen BECs muß man schon mehr aufpassen.

Blockierte Servos bringen jede Empfangsanlage zum Einsturz. Dafür hat man aber heute Telemetrie mit Strom- und Spannungssensor.

Gernot
 
Hallo Peter,

Für Deinen Anwendungsfall reicht ein Jazz 80. Ich fliege seit Jahren in meinen elektrifizierten F3J und F3B/F3F Modellen ohne Empfängerakku damit.

In meinem Eraser, den Du ja kennst, habe ich einen Jazz 55 und fliege mit 3s bei ca. 35A. Servos sind Graupner 3341 an allen Klappen.

In einem Carisma DS hatte ich einen 4s Antrieb mit einem Jazz 80 bei über 50A. Futaba
S3150 an allen Klappen.
Zur Zeit fliege ich einen Carisma08 mit Futaba S3150 im Flügel und S3155 im Rumpf mit 3s und ca 45A Motorstrom.
Hab nie irgendwelche Probleme gehabt. Saubere Anlenkungen solltest Du allerdings haben und die die Servos sollten auch nicht zu stromhungrig sein.

Gruß
Frank
 
Danke ...

Danke ...

Hi Leute,

vielen Dank für die Tipps.
Ich bin gerade am grübeln, ob bei 4 HS125 nicht auch ein Jeti Spin66 mit 3A Dauer und 5A kurzzeitig ausreichen würde (kostet 140€, da hab ich aber die JetiBox schon für) (oder ein YGE60 (120€+ProgCard), ...).

@Frank
Der Jazz 80 kostet so um die 190€, der Jive 60 (der in dem Modell reicht locker) kommt auf 170€ und hat ein stärkeres Bec.

Von den Varianten mit zusätzlichem Empfängerakku oder externem Spannungswandler bin ich inzwischen abgekommen, der Aufwand ist bei dem verwendeten Setup wohl doch etwas übertrieben.

Viele Grüße
Peter
 
BEC

BEC

Hallo Peter!
Wir (3 Leute) fliegen seit langem Espada R und Espada RLX mit 3 und 4 Lipos (Strombereich 40 - 55 A) mit dem Jazz 80 ohne Stützakku. Servos bei allen Modellen 6 Stück (S3150 4x und 3728 2x) Ohne jedes Problem - auch in den Alpen mit Dauerflugzeiten von bis zu 2 Stunden. War am Anfang auch etwas skeptisch - aber jetzt bin ich 100% überzeugt.
Wann, so frage ich mich, blockieren schon mal 4 Servos?? Außerdem bei 4 blockierenden Digiservos steigt Dir der Eneloop auch komplett aus.
Der Jazz hat sich bei uns seit Jahren als absolut sicher und zuverlässig gezeigt - nie auch nur das kleinste Problem. Der etwas höhere Preis ist ganz sicher gut angelegt!
Ich fliege aber auch einen Spin 66 mit BEC und 6 servos in einem Rival mit 4S - ebenfalls kein Problem.
Gru PG
 
@küstenschreck: Norbert, selbst Reglerbrand durch Überlast ist nicht unbedingt ein Argument:
http://www.rc-network.de/forum/showthread.php?t=165649
Ich überlege ernsthaft das SBEC zu reinigen und weiter zu verwenden (statt dem ungeliebten Empfängerakku an einigen wenigen Fliegern).
Gruß Bernhard
 
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