Multistrand nur teilweise verlötet

Eine Eingebung ließ mich den Antrieb ausbauen und die Schrumpfschäuche abfizzeln. Dabei bemerkte ich bei einem Stecker, dasß etwa die Hälfte der Drähtchen nicht verlötet waren. An den anderen 3,5er Steckern schien es besser auszusehen. Das wird gerade alles bereinigt, Isolierung abschaben und neu verlöten.
Aber, wie sieht es denn beim Sternpunkt aus? Da kann ich ja das wohl nicht so machen. Und wenn ein paar Drähtchen nicht verlötet sind, dann müsste diese Wicklung doch überlastet werden, heiss werden und durchbrennen??
Hat damit schon jemand nachweisbare Erfahrungen?

edit: Rechtschreibung korrigiert. Vorher hatte ich das zwar schon gemacht, aber das wurde nicht gespeichert. Komischerweise musste ich blind schreiben, da mein Comp RCNetwork ausblendete. Warum weiß ich doch auch nicht...
 
Zuletzt bearbeitet:
genauso ist das - bekanntermaßen eine häufige fehlerquelle bei multistrand chiesischer herkunft.

glück im unglück: 90% der chinamotoren sind dreiecksverschaltet, so daß die steckerrevision 100% erfolg bringt.

vg
ralph
 
Hallo Ralph,
danke für die schnelle Antwort.
Dann hoffe ich daß auch meiner zu den 90 % gehört...sonst muß ich den umwickeln....
 
Hi

Bei Sternschaltung kann man es auch nachmessen wenn Du die " Teilleiter "schon einzeln hast.
Die müssen dann (alle einzeln gemessen) Kontakt zu den anderen haben !!!!!

Gruß Aloys.
 
Hallo,
Du meinst, jedes einzelne Drähtchen durchmessen?
Ja, kann ich machen, ist aber wohl n haufen Arbeit. Und unnötig, wenn er Dreieck Verschaltet ist.
 
Hi,
leider immer wieder ein Problem,
unbedingt derartiges prüfen - schaut hier:
F-Anschluesse.jpg
Dreimal dürft ihr raten wie viele Stränge wirklich mit bestromt werden!;)
 
Hi

Sieht ja schrecklich aus !! wer soll DIE nun blank machen ? :D ?
Ich habe nach meiner Lehrzeit mal solche Bündel ~ 1,5 mal 2,5 cm abisolieren müssen.
Die wurden nur " aufgedreht " dann mit einem Gas-Brenner glühend gemacht und sofort in :D Spiritus !! abgeschreck !!
Die "Teilleiter" waren dann blitzeblank !!!!!!!!
Über dem Spiritus-Bad war aber Stickstoff und es brannte nur selten ein bischen!!!
Für die kleinen Motore reicht ja ein Fingerhut .

Gruß Aloys.
 
Oh Schreck...

Oh Schreck...

und das Kupfer war angenehm weich nach dem Abschrecken.
Ich werde mal einen Metallfingerhut suchen. Vielleicht doch der bessere Tipp ggü. meiner alten Aspirinmethode ( die mal publiziert worden ist, war aber wahrscheinlich eine andere Lackzusammensetzung).
 
Lötkolben

Lötkolben

Ich weis ja jetzt nicht, wie dick diese Kabeln am Foto waren, und vielleicht lachen ja jetzt manche über meine Lösung, ich habe damit aber recht gute Erfahrungen gemacht und so hab ich das auch mal vor 25 Jahren in der HTL beim Trafo wickeln gelernt ... lang lang ists her :D :D

Also meist muss ich die Motorkabeln sowieso kürzen bzw. bin ich kein Freund von Steckern bei der Regler Motor Verbindung (bei mir wird das immer gelötet)

Ich schneide also die Motorleitungen auf und spleisse die einzelnen Drähte auf (drücke diese einfach flach). Dann nehme ich einfach ein Messer und schabe oben einigemale drüber (dann umdrehen und nochmals)
Damit ist der Lack oben und unten weg und das blanke Kupfer ist da (seitlich ist noch etwas Lack dran)

Daraufhin wird der Leiter wieder verdrillt und dann an der Lötstation die Temperatur von 350 auf 400 gestellt und dann verzinnt. Bei dieser Temeratur geht der Lack immer ab (zumindest bei allen Motoren, wo ich das bisher gemacht habe).

Wichtig ist, dass der Lötkolben genug Leistung hat, damit das ganze schnell geht und die Wärme nicht nach innen in die Wicklung kommt.
 
eine gute wicklung kann minimum 150° ab - eh die dort sind, das dauert schon.

btw. ist eine singlestrand- dickdrahtwicklung auch aus sicht des verlötens die bessere wahl :)

aber das große löteisen ist eminent wichtig!
ich nutze für diese sachen einen 200W klempnerlötkolben, auf dem ich einen zinnsee habe als "tauchlötbad".

vg
ralph
 
powercroco schrieb:
eine gute wicklung kann minimum 150° ab - eh die dort sind, das dauert schon.

Das stimmt natürlich ... wollte nur verhindern, dass dann jeman mit einem 30 Watt Lötkolben 10 min "hinheizt" :D :D und dann die Wicklung beschädigt.

powercroco schrieb:
btw. ist eine singlestrand- dickdrahtwicklung auch aus sicht des verlötens die bessere wahl :)

Nachdem ich nicht selberwickle bzw. es nicht mehr kann (hätte es in der HTL mal gelernt) muss ich nehmen was da ist. :D
 
Hi,
wir haben Litzendrähte in Motoren und Höherfrequenten Trafos im einsatz .Die sind bis zu 400 Adrige .Abisolieren tun wir die durch tauchen in Salpetersäure zum aufweichen des Lackes ,danach abspülen mit destilierten Wasser.Da geht schon einiges an Lack ab.Dann fächern wir die Bündel auf und bürsten Vorsichtig die Leiter, mit einer Messingdrahtbürste mit feinen Borsten, sauber. Dann werden die Bündel niemals Verlötet ! Es wird immer gequetscht.Bei dem hohen Druck gibts richtig Kontakt und die Leiter weden nicht weich und auch nicht durch Lötzinn versteift . Zum Lackangreifen geht bei manchen auch Ameisensäure oder auch die Aspirintablette mit Lötkolben auflegen.
 
Hi,
mit neumodischen plus C hab ich noch nicht Probiert aber ich denke es sollte genauso gehen ,ist ja nur etwas Vitamin C mit beigemixt.Der rest dürfte die selben Ingredenzien haben wie eine ganz normale Aspirin.
Ich schau mal was da so drin ist.Ok Acetylsalicylsäure. In der normalen Tablette sinds 0,5g in der Plus C 0,4g plus 0,24g Ascorbinsäure also Vitamin C.
Sollte gehen sind beides Säuren die den Lack angreifen.
 
Hallo,
nimm ASS-Tabletten, ist billiger;)
OT! ...Säuren die den Lack angreifen.... Magen auch!

Grüße
Milan
 
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